Forum: Wirtschaft
Massive Störung: Ganz Argentinien und Uruguay ohne Strom
Julian Stratenschulte/dpa

Ganz Argentinien und Uruguay haben vorübergehend keinen Strom. Auch Teile Brasiliens, Chiles und Paraguays sollen betroffen sein. Das teilte der argentinische Energieversorger Edesur mit.

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qwertreiber 16.06.2019, 16:57
20. Sonntagmorgen ohne ...

... Mate oder Kaffee ist wahrscheinlich wirklich Stimmung beeinträchtigend für diese Länder. Drücken wir mal die Daumen, dass insbesondere in lebenswichtigen Bereichen wie Krankenhäusern die Notfall-Systeme funktioniert haben. Alles Gute für die Betroffenen in den Ländern!

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oinarc 16.06.2019, 16:58
21. Deutlich zuverlässiger?

Zitat von kaiser.friedrich
Falsch. Solche Ausfaelle sprechen eher _gegen_ die Energiewende, nicht dafuer. Denn traditionelle Stromnetze sind mit ihren Grosskraftwerken und der Regelleistung (https://de.wikipedia.org/wiki/Regelleistung_(Stromnetz)) sind deutlich zuverlaessiger als es eine Stromversorgung aus Wind- und Solarenergie je sein koennen.
und sollte es doch einmal zu einem größeren Stromausfall durch Sabotage oder Ähnlichem kommen, wird's eng mit Ihren Großkraftwerken, denn bekanntlich ist die Notstromversorgung für die Kühlung der Atommeiler und sämtlicher Zwischenlager zeitlich begrenzt. Wind und Solar sind von derart verheerenden Folgen unberührt

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permissiveactionlink 16.06.2019, 16:58
22. #15, udsieg

Wo soll denn da das Problem bestehen ? Genauso, wie man heute Dreiphasen-Hochleistungsgleichrichter bauen kann und Anlagen für Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung, HGÜ, lässt sich diese hohe Spannung (bis 800.000 V) auch wieder ohne klassische Transformatoren herunterübertragen und wechselrichten, auch in den für Haushalte und Industrie benötigten Dreiphasen-Wechselstrom. Transformatoren sind immer noch im Einsatz, werden aber früher oder später durch Halbleiter-Übertragung ersetzt werden. Die dafür benötigten Bauteile werden immer preiswerter und leistungsfähiger.

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permissiveactionlink 16.06.2019, 17:07
23. #12, werner-brösel

Wieso sollte man in Europa dann alle Elektrogeräte austauschen müssen. Ich fürchte, Sie haben den Hinweis in #5 nicht einmal ansatzweise verstanden. Da geht es nicht um ein landesweites Gleichstromnetz (selbst das wäre denkbar), sondern nur um eine Übertragung von elektrischer Energie sehr hoher Gleichspannung. Die Endgeräte laufen weiter mit Wechselstrom, oder jedes Haus bekommt einen Hochspann8ngs-Gleichstrom-Anschluss, dem dann halbleiterbestückte Geräte zur Senkung der Gleichspannung und zur Bereitstellung von Wechselspannung oder 3-Phasen-Wechselspannung nachgeschaltet sind. Ähnliche Geräte speisen heute schon in umgekehrter Richtung Solarstrom (Gleichspannung) als 3-Phasenwechselspannung ins Stromnetz ein. Null Problemo !

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quark2@mailinator.com 16.06.2019, 17:11
24.

Zitat von radnabe
Wieder ein gutes Argument für eine Energiewende mit Abkehr von wenigen Großkraftwerken und hin zu einem sehr gut ausgebauten Netz.
Das wäre so, wenn man kleinere autarke Zellen bilden würde, die bei Bedarf mit der Umgebung, der Region oder überregional interagieren könnten. Soetwas wird aber leider nicht geschaffen. Ich habe Familienmitglieder, welche bei regionalen Versorgern arbeiten. Dort gibt es absolut keinerlei Bestrebungen, lokale Autarkie zu ermöglichen. Im Gegenteil, immer mehr wird von kundigen Menschen auf Automatiken verlagert, die nur zweifelhaft gegen Hacker geschützt sind und wenn in einiger Zeit etwas schief läuft, wird es keine Personengruppe mehr geben, die weiß, wie man es von Hand macht. Dann steht das alles still. Und wir haben in den Häusern keine Kohle, kein Propangas und auch weniger Stadtgas als früher, keine Öfen und kein Telefon, das noch funktioniert, wenn das Stromnetz weg ist (was in den 70ern noch normal war). Ich frage mich immer wieder, warum so getan wird, als wäre der ewige Friede ausgebrochen und es könne nie mehr was schief gehen. Keine lokale Lagerhaltung mehr, immer weniger Redundanzen, dafür mehr Verwaltung ... ich versteh es nicht.

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ghp2 16.06.2019, 17:16
25.

Tja, der Strom kommt aus der Steckdose.
Ein paar Stunden ohne Strom gehen sicherlich immer, aber ein paar Tage oder gar Wochen?

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permissiveactionlink 16.06.2019, 17:23
26. #21, oinarc

Zumindest für deutsche AKW wurden nach Fukushima Vorsichtsmaßnahmen getroffen, sodass bei einem vollständigen Blackout der Stromversorgung die Kraftwerke auf niedrigster Leistung weiterfahren, um die Energie zur Steuerung der Anlage und zum Betrieb aller Kühlwasserpumpen, auch die der Abklingbecken autark bereitstellen zu können. Erst bei einem Störfall im Reaktor springen Dieseaggregate an, die die Kühlung in Reaktor und Abklingbecken für mindestens zwei Wochen sicherstellen.

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formatierer 16.06.2019, 17:28
27. Soisses

Zitat von oinarc
und sollte es doch einmal zu einem größeren Stromausfall durch Sabotage oder Ähnlichem kommen, wird's eng mit Ihren Großkraftwerken, denn bekanntlich ist die Notstromversorgung für die Kühlung der Atommeiler und sämtlicher Zwischenlager zeitlich begrenzt. Wind und Solar sind von derart verheerenden Folgen unberührt
Bei einem Netzkurzschluß dürfen sich die Kraftwerke nicht abschalten. Sie müssen auf den Kurzschluß speisen damit das Netz nicht zusammenbricht.(Verhinderung eines Blackouts) Alleine schon das ist ein Grund Großkraftwerke zu betreiben. Mit elektronisch gesteuerten Modulen ist das nicht möglich.

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Ein Stein! 16.06.2019, 17:35
28. Richtig, und genau deshalb

Zitat von oinarc
und sollte es doch einmal zu einem größeren Stromausfall durch Sabotage oder Ähnlichem kommen, wird's eng mit Ihren Großkraftwerken, denn bekanntlich ist die Notstromversorgung für die Kühlung der Atommeiler und sämtlicher Zwischenlager zeitlich begrenzt. Wind und Solar sind von derart verheerenden Folgen unberührt
funktionieren die Notstromaggregate mit Verbrennungsmotoren.
Die zeitliche Begrenzung kann somit bis ins Jahr 2525 ausgedehnt werden, wenn für den Nachschub von Kraftstoff gesorgt wird.
Und sollte sich die Einrichtung in einem Tsunamigebiet befinden, ist eine Unterbringung des Generators auf einem Turm definitiv intelligenter als eine solche im Keller.
Hat man in Fokushima als Lehre mitnehmen können.

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James Blönd 16.06.2019, 17:37
29. Dezentrale Stromversorgung ist ein sehr guter Schutz

Zitat von quark2@mailinator.com
Das wäre so, wenn man kleinere autarke Zellen bilden würde, die bei Bedarf mit der Umgebung, der Region oder überregional interagieren könnten. Soetwas wird aber leider nicht geschaffen. Ich habe Familienmitglieder, welche bei regionalen Versorgern arbeiten. Dort gibt es absolut keinerlei Bestrebungen, lokale Autarkie zu ermöglichen. Im Gegenteil, immer mehr wird von kundigen Menschen auf Automatiken verlagert, die nur zweifelhaft gegen Hacker geschützt sind und wenn in einiger Zeit etwas schief läuft, wird es keine Personengruppe mehr geben, die weiß, wie man es von Hand macht. Dann steht das alles still. Und wir haben in den Häusern keine Kohle, kein Propangas und auch weniger Stadtgas als früher, keine Öfen und kein Telefon, das noch funktioniert, wenn das Stromnetz weg ist (was in den 70ern noch normal war). Ich frage mich immer wieder, warum so getan wird, als wäre der ewige Friede ausgebrochen und es könne nie mehr was schief gehen. Keine lokale Lagerhaltung mehr, immer weniger Redundanzen, dafür mehr Verwaltung ... ich versteh es nicht.
Völlig Ihrer Meinung.

Zum Thema 'zweifelhaft gegen Hacker geschützt' ist eine ziemlich wohlwollende Formulierung Ihrerseits. Ich arbeite u.a. für ein Unternehmen aus der Energiebranche.

Viele Energieversorger, besonders kleinere und mittlere Stadtwerke, erfüllen so gerade eben die gesetzlichen Mindeststandards. Sich umfassend zu schützen, bezahlt man auch nicht mal so eben aus der Portokasse, sondern ist kostenintensiv. Das scheuen Stadtwerke ganz gern, habe dazu schon hanebüchene Geschicht erzählt bekommen.

Wie so ein Hackerangriff verlaufen kann, konnte man u.a. in der Ukraine bereits 2015 live erleben. Dort durften die staunenden Mitarbeiter erleben, wie sich der Mauszeiger wie von Geisterhand bewegte. Allerdings war es kein übersichlicher Spuk, sondern handfeste Sabotage:

"What happens when a power plant comes under cyber attack? https://www.youtube.com/watch?v=bV47gBsrDkc (Youtube Kanal der Nato)

https://derstandard.at/2000061032966/Blackout-durch-Hacker-wird-real-ist-Oesterreich-vorbereitet

Auch wenn Atomkraftkwerke wahrscheinlich sehr gut geschützt sind, aber: Kein System bietet 100%ige Sicherheit. Das wird es auch niemals geben. Ein Grund mehr, froh zu sein, dass Deutschland aus der Kernkraft aussteigen wird.

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