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Massives Überangebot: Ölpreis für die US-Sorte WTI fällt unter 30 Dollar
REUTERS

Die Ölpreise fallen immer schneller: Ein Barrel der US-Sorte WTI ist zeitweise unter die Marke von 30 Dollar gefallen. Der kontinuierliche Preisverfall destabilisiert nicht nur die krisengeplagten Förderländer - sondern die ganze Welt.

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die-physiker 13.01.2016, 00:13
40. Ölstaaten

Wenn sich manche Länder nur von dem Export eines Rohstoffes abhängig machen, welcher schon immer sehr starken Schwankungen auf dem Weltmarkt unterlag und sich jetzt auf die horrenden Ölpreise der letzten Jahre verlassen haben dann hält sich mein Mitleid wirklich in Grenzen.
Die Ölpreisentwicklung zeigt doch , dass bis 2004 der Preis meist zwischen 20 und 30 Dollar schwankte. Erst in den letzten 10 Jahren gab es einen horrenden Anstieg des Preises.
Wenn jetzt die Preise mal wieder auf normale Größen fallen müssen die Ölstaaten sich halt mal wieder auf eine Zeit vor dieser Rallye besinnen.

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Msc 13.01.2016, 00:20
41.

Früher gabs ein Fahrverbot. Heute brauchen wir das Fahrgebot!

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normalo2015 13.01.2016, 00:21
42. Gute Zeit einiges zurechtzurücken

Jetzt wäre die Gelegenheit für ein Ölembargo der Ölkäufer. Boykott der islamisch-extremisten Staaten. Kauf bei den Förderländern die ihre Gewinne zum Wohle Ihrer Bevölkerung und im Einklang mit Völkerrecht verwenden.
Kombiniert mit Waffenembargo, an Schurkenstaaten wie Saudi Arabien.
Die GroKo hätte die richtige Mehrheit um so etwas angehen würde.

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willibaldus 13.01.2016, 00:29
43. Im Moment ist das Angebot höher als die

Zitat von SarahMue
...warum der Ölpreis so dramatisch sinkt obwohl die Nachfrage stetig steigt und keine nennenswerten neuen Ölfelder gefunden werden. Wird der Preis manipuliert? Wissen einige Spieler, dass die Ära des Öls bald beendet ist? Hat jemand eine schlüssige Antwort?
Nachfrage. In den letzten ca 3 Jahren haben die USA mit fracking ihre Ölproduktion dermassen gesteigert und die Opec ihre so gelassen. Trotz des Preisverfalls müssen die Firmen in den USA ihre Bohrkosten wieder hereinfahren um die Banken bezahlen zu können und darum Öl fördern, so viel wie geht. Gleichzeitig ist China in die Krise gerutscht und die Weltwirtschaft wächst langsamer als noch vor kurzem gedacht.
Bis der Effekt bei den anderen Ländern Wirkung zeigt und dort ein niedriger Ölpreis zu einem stärkeren Wachstum führt, dauert noch.
Mit Irak, Iran und Libyen, die hoffentlich bald wieder liefern können, wird die Schwemme noch Jahre anhalten.
Selbst wo jetzt kaum noch gebohrt wird in USA, ist die Förderrate nicht gesunken. Weitere Fortschritte in der fracking Technik machen es möglich.

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imri.rapaport 13.01.2016, 00:30
44. Nutzen und Lasten in einer Balance

wäre die richtige Politik in den Schwellen Ländern damals sinnvolle gewesen. D.h. Als das Öl teuer war die Erträge richtig investieren und jetzt aus den damaligen Investitionen partizipieren.
Leider war das nirgends so. Als das Geld da war hat man Kriege geführt und die Korruption blühte, was zu Revolutionen geführt hat. Beides hieß das gut verdiente Geld verballern. Jetzt wo es fehlt geht das Gejammer los und es ist zu befürchten, das dass neue Revolutionen nach sich ziehen wird und dafür braucht man wieder Geld, aber dieses Mal ist es leider zum Verballern nicht da!
Keine schöne Aussicht.

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willibaldus 13.01.2016, 00:31
45. nicht richtig, die Saudi haben an ihrer

Zitat von spon-facebook-10000068025
sieht man doch schon dass da ordentlich manipuliert wird. in wirklichkeit ist ein barrel eben nur so 10 dollar wert. da haben die saudis jahrelang ordentlich die förderung reduziert um jetzt die anlagen auf volle pulle drehen. die halten das sicher noch ne weile durch. machtspielchen - wie kleine kinder eben diese "königshäuser"
Produktion nichts geändert, die ganze Opec nicht. Wer was geändert hat ist die USA mit fracking.

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willibaldus 13.01.2016, 00:42
46. Der unerwartete fracking boom in den USA

hat überraschend viel Öl auf dem Weltmarkt verfügbar gemacht. Die anderen haben nichts geändert und den Preis fallen lassen. Das Ziel waren 60 Dollar. Offensichtlich haben die Saudis unterschätzt wie schnell die Fortschritte bei der neuen Methode sind und überschätzt wie schnell die Förderung dort wieder zurückgeht.

zweitens schwächelt China, die weltweite Nachfrage entwickelt sich schwächer als gedacht. zT angesichts Windkraft, Biogas-ethanol und Solarenergie die auch weltweit inzwischen messbaren Anteil haben.

Vielleicht haben manche in SA gerechnet oder geschätzt, dass es besser ist jetzt noch Geld mit dem Öl zu verdienen bevor die weltweite Nachfrage langsam zurückgeht. halte ich zwar nicht für so wahrscheinlich ist aber ein Gedanke den manche schon geäussert haben.
Neben dem Punkt, das SA dem Iran keinen hohen Ölpreis gönnt.

Bis die weltweite Wirtschaft anzieht aufgrund niedrigerer Energiepreise braucht es noch ein oder 3 jahre. Bis die Schwemme durchs Fracking nachlässt, wird das schon durch mehr Öl aus Iran ausgeglichen, der nicht mehr sanktioniert wird.

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ernsth 13.01.2016, 00:44
47. 0,99€ für 1 Liter Diesel

Ich frage mich warum der Diesel-Kraftstoff immer noch so teuer ist. 0,99€ das sind ca 1,95 DM.
Ende/Mitte der 90er lag der Spritpreis aber ca. 1,10DM.
Die Ölkonzerne zocken uns unverschämt ab. Und das machen EU, Merkel, Gabriel? Das was sie am besten können: Nichts.

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jojack 13.01.2016, 00:48
48. Absurd

Das Absurde an dem Preisverfall sind die Prognosen von vor 5 Jahren, wo dem Öl Preise von 200 Dollar aufwärts prognostiziert wurden. Der Begriff "peak oil" war in aller Munde, der Ölpreisanstieg wurde gar für den Ausbruch der Finanzkrise (mit-) verantwortlich gemacht. Und nun die andauernde Talfahrt. Die Folgen werden jedoch langfristig zum Problem. Die Finanzierung sauberer Energie trocknet aus, die Elektromobilität kommt nicht vom Fleck und die Industrie treibt den Energiewandel nicht nachdrücklich voran. Merke: der nächste Preisanstieg kommt bestimmt.

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M.W. aus A. 13.01.2016, 01:10
49. Hausgemachte Probleme

Ich sehe das Problem nicht wirklich bei der Wirtschaft, sondern eher bei der Umwelt. Durch die günstigen Preise werden alternative Technologien, die sich zurzeit nicht mehr wirklich lohnen in ihrer Entwicklung gehemmt. Denn das Öl ist endlich. Nach der Tiefpreisphase, egal wie lange sie anhält, wird der Preis unweigerlich wieder nach oben gehen. Die Fracking-Firmen die jetzt pleite gehen, werden ebenso unweigerlich bei höheren Preisen wieder neu gegründet werden.

Länder die sich in der Hauptsache über den Verkauf von Rohstoffen finanzieren müssen damit leben. Hier rächt sich wieder einmal, daß diese Länder zum Teil selbst einfachste Produkte nicht selber herstellen. Wenn mein Gefrierschrank kaputt geht kaufe ich mir einen neuen. Hier bekomme ich eine Ware für mein Geld, etwas, was ich anfassen kann, wenn es ganz viele Hersteller für Gefrierschrank gibt müssen die entweder den Super-Duper-Hightech-Freezer herstellen, den ich unbedingt haben will und auch bereit bin entsprechend zu zahlen, oder eben ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis bieten. Öl ist nur ein Mittel zum Zweck – ich habe selten Leute erlebt, die nachts heimlich aufstehen und sich am Anblick ihres gefüllten Heizöltanks ergötzen. Das gilt auch für die Autofahrer. Der Lamborghini-Fahrer freut sich an seinem Boliden und nicht am Tankinhalt. Ich sehe einfach nicht ein, daß wir uns dafür „entschuldigen“ sollten, dafür daß wir eine produzierende Wirtschaft haben. Also liegt der Fehler in der Wirtschaft dieser Länder. Länder wie Saudi-Arabien, die neben dem Öl wirklich nichts zu bieten haben bekommen in der Zukunft erhebliche Schwierigkeiten. Sie erkaufen sich im Moment die Ruhe in ihrer Gesellschaft doch nur.

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