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Medienbericht: Briefporto soll teurer werden
DPA

Dass das Briefeschreiben bald teurer wird, hatte die Post bereits angekündigt. Laut einem Medienbericht kommt die Preissteigerung zwar später, könnte aber deutlich stärker ausfallen.

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Hans-Dampf 11.02.2019, 11:27
40.

Zitat von Schneiderhahn
Warum soll die Post die Preise nicht erhöhen? Weil es Ihnen nicht passt? Nun, auf gehts, mit der Zustellung von Briefen kann man anscheinend richtig Geld verdienen, gründen Sie ein Unternehmen und los gehts!
Nun ja, ein staatsnahes Unternehmen führt man nicht wie ein Unternehmen, das sich aus eigener Kraft auf dem Markt halten will.
Man hat sich ja mit der Privatisierung ja einiges versprochen, wovon nur wenig eingetreten ist. Und wenn man bedenkt, welches Geld im europäischen Ausland fürs Porto verlangt wird, ist es schon faraglich, warum der Preis hierzulande so hoch ist.

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misterknowitall2 11.02.2019, 11:28
41. Das Eine bedingt das Andere

Zitat von spon_3501918
Ich denke da wird die Menge an Briefen nochmal drastisch zurück gehen. Ich habe meinen Versand von Rechnungen schon beim letzten Schritt komplett auf Email umgestellt. 55ct war ja noch in Ordnung. Aber 90ct für einen einfachen Standardbrief?
Je weniger die Menschen Briefe verschicken, desto teurer wird der einzelne Brief. Eigentlich logisch, oder?

Und weil immer mehr Menschen, wie sie, Emails verschicken, wird die Post eine Zeit lang noch Porto für Einzelbriefe erhöhen und das dann in naher Zukunft ganz einstellen. Die jetzige Erhöhung ist dazu der erste Schritt.

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misterknowitall2 11.02.2019, 11:37
42. Rückgang

Zitat von bauermi3
Die GEWINNE aus der Briefbeförderung seien zu NIEDRIG! Und das bei einem Quasi-Monopolisten, der mit Steuergeldern aufgebaut wurde! Es gibt also ein staatlich garantiertes Recht auf HOHE Gewinne auf Monopole. Hochinteressant. Das passt zur typischen deutschen Industriepolitik, die IMMER die Großbetriebe bevorzugt. Entweder auf Kosten der Allgemeinheit, oder der Kunden. Man jhört übrigens auch wenig davon, dass die Paketpreise reduziert werden müssten, weil dort die Gewinne zu HOCH seien! Auch wird der Rückgang des Briefaufkommens als gottgegeben dargestellt, und soll gar nichts mit der immer mieser werdenden Qualität der Briefbeförderung zu tun haben, oder mit der immer schwieriger werdenden Möglichkeit, überhaupt Briefe aufgeben zu können. Es ist wie bei der Bahn - auch die hat ein Schienenmonopol, und wird seit Jahrzezhnten in ihrer Unfähigkeit von der Politik gedeckt.
Der Rückgang im Briefverkehr hat sicher nichts damit zu tun, dass man keine Möglichkeit mehr hat einen Brief aufzugeben (Briefkästen hängen überall noch). Es ist der Email-Verkehr. Umsonst, schnell und mit anderen Annehmlichkeiten wie Antworten und Weiterleiten verbunden. In naher Zukunft wird niemand mehr einen "klassischen Brief" schreiben. Da diktiert man seiner Armbanduhr einen Text und der wird dann automatisch per Email oder sonst wie an die Armbanduhr des Empfängers übermittelt. Schöne neue Zeit. (Nebenbei braucht dann auch keiner mehr Rechtsschreibung und Grammatik......macht ja alles der Rechner.)

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eckawol 11.02.2019, 12:08
43. Gegenleistung für Porto-Erhöhung:

In Berlin-Charlottenburg -Westend wird montags in einem 10-Parteien-Haus in der Regel keine Post zugestellt ....

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sabena3032 11.02.2019, 12:15
44. Dann aber auch mehr Lohn für die Briefboten

Zitat von spon_3501918
Ich denke da wird die Menge an Briefen nochmal drastisch zurück gehen. Ich habe meinen Versand von Rechnungen schon beim letzten Schritt komplett auf Email umgestellt. 55ct war ja noch in Ordnung. Aber 90ct für einen einfachen Standardbrief?
Ich zahle gerne mehr, wenn die Briefboten endlich für ihre schwere Arbeit einen anständgen Lohn bekämen.

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Schneiderhahn 11.02.2019, 12:54
45. Porto

Zitat von Hans-Dampf
Nun ja, ein staatsnahes Unternehmen führt man nicht wie ein Unternehmen, das sich aus eigener Kraft auf dem Markt halten will. Man hat sich ja mit der Privatisierung ja einiges versprochen, wovon nur wenig eingetreten ist. Und wenn man bedenkt, welches Geld im europäischen Ausland fürs Porto verlangt wird, ist es schon faraglich, warum der Preis hierzulande so hoch ist.
21% der Aktien sind bei der KfW, der Rest ist Streubesitz.

Warum der Preis (gefühlt) hoch ist: das Briefgeschäft ist seit Jahren rückläufig, logisch. Trotzdem muss der Konzern Verpflichtungen als ehemaliges Staatsunternehmen erfüllen, u.a. einen nicht unerheblichen Teil an Beamten mitführen. Es gibt also hohe Personalkosten, natürlich nicht nur bei den Beamten. Im Gegensatz zum Wettbewerb sind die meisten Mitarbeiter in Tarifverträgen. Daneben noch ständig steigende Kosten bei Immobilien, Fahrzeugen und Energie...
Wie soll das denn bei gleichbleibenden Produktpreisen (Brief und Paket) geschafft werden?

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Schneiderhahn 11.02.2019, 12:58
46. Zustellung

Zitat von eckawol
In Berlin-Charlottenburg -Westend wird montags in einem 10-Parteien-Haus in der Regel keine Post zugestellt ....
Dafür aber ja am Samstag oder?

Jetzt mal überlegen: Behörde/Unternehmen verschickt Freitag einen Brief, dieser wird dann Samstag zugestellt.

Jetzt noch mal überlegen, warum Montag kaum Post zugestellt wird... Richtig - kaum ein Unternehmen und schon gar keine Behörde verschickt Samstags Briefe.

D.h. am Montag ist so wenig im Netz unterwegs, dass sich zu Zustellung einfach nicht lohnt. Wenn man es dennoch flächendeckend täte, hieße das, noch höheres Porto...

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Hans-Dampf 11.02.2019, 13:18
47.

Zitat von Schneiderhahn
Wie soll das denn bei gleichbleibenden Produktpreisen (Brief und Paket) geschafft werden?
Sie behaupteten Warum soll die Post die Preise nicht erhöhen? Weil es Ihnen nicht passt? Nun, auf gehts, mit der Zustellung von Briefen kann man anscheinend richtig Geld verdienen, gründen Sie ein Unternehmen und los gehts!, worauf ich in meiner Replik darauf hinwies, dass ein staatsnahes Unternehmen eben nicht so geführt werden kann wie ein ordinäres Unternehmen. Um hier ein abstraktes Beispiel zu nennen: Unternehmen X. Unternehmen X muss sich der Konkurrenz von der Post und anderen Dienstleistern stellen, da können die Preise öfters schwanken. Die Post hat aber eine quasi-Monopolstellung, in den vergangenen Jahren ihre Services drastisch reduziert, Öffnungszeiten verkürzt, ihre originäre Aufgabe an Kiosks und dergleichen abgegeben und das Personal reduziert. Nun noch mehr Geld für weniger Leistung zu verlangen ist in vielerlei Hinsicht diskutabel. Die Pensionsrückstellungen reichen doch aus, um die Pensionäre zu versorgen. Oder wurden etwa keine Rückstellungen getätigt? Das wäre grob fahrlässig (gewesen).

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gilowyn 11.02.2019, 13:24
48. Wird es dann auch besser?

Ich habe gerade eine Antwort auf eine Mail vom 19.1. erhalten. Hey, zumindest ging das per Email. Eine online frankierte Sendung nach Australien landete in Spanien. Ich musste zur 9km entfernten Filiale fahren, ein Formular mit Durchschlag ausfüllen, das dann per Post an die zuständige Stelle geschickt wurde. Weitere 10 Tage später konnte ich den Nachforschungsantrag zwar erneut online ausfüllen, aber auch hier wird die Rückmeldung postalisch erfolgen. Vielleicht. Irgendwann. Ach ja, Privatpersonen wurde der preiswerte Versand von Nicht-Dokumenten als Maxibrief gestrichen, Freelancer und Firmen müssen auf fünf Sendungen im Quartal kommen. Die Qualität wird als immer unterirdischer, aber dafür teurer. Läuft.

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Siggi_Paschulke 11.02.2019, 13:38
49.

Betriebswirtschaftlich gesehen müsste eigentlich der Preis sinken, wenn die Nachfrage nachlässt, um wieder Interesse am Produkt zu schüren. Im Monopol ist das natürlich nicht so, da kann man den Preis einfach festlegen (lassen).

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