Forum: Wirtschaft
Medienbericht: Uber steigert Umsatz um 70 Prozent
REUTERS

Auf dem Weg an die Börse setzt der Fahrdienstvermittler Uber seinen Wachstumskurs fort. Das Unternehmen kündigte zudem an, seine Roboterwagen aus dem US-Staat Arizona abzuziehen.

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Theya 24.05.2018, 08:26
1. Schon irre

...wie ein Unternehmen, das in den letzten Jahren in erster Linie mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht hat, solche Erfolgszahlen einfahren kann. Wieder einmal zeigt sich, dass "Abstimmen mit den Füßen" nicht mit der "Hauptsache billig"-Mentalität vieler Menschen kompatibel ist. Immerhin konnten sie Deutschland nicht so einfach überrennen wie die USA.

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_gimli_ 24.05.2018, 08:45
2.

Zitat von Theya
...wie ein Unternehmen, das in den letzten Jahren in erster Linie mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht hat, solche Erfolgszahlen einfahren kann. Wieder einmal zeigt sich, dass "Abstimmen mit den Füßen" nicht mit der "Hauptsache billig"-Mentalität vieler Menschen kompatibel ist. Immerhin konnten sie Deutschland nicht so einfach überrennen wie die USA.
Ich war vorige Woche in Kalifornien, Raum San Francisco. Da sieht man faktisch keine Taxis mehr. Uber-App auf dem Handy installiert, Anzahl Fahrgäste eingegeben und max. 10 Minuten später steht das Uber-Taxi vor der Tür. Abrechnung erfolgt automatisch. Ca. 1 Euro pro Kilometer Entfernung. Perfekte Logistik-Kette. Gegen diese Effizienz haben die althergebrachten Taxi-Unternehmen keine Chance.

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Affenhauptmann 24.05.2018, 09:02
3. Erfolg

Zitat von Theya
...wie ein Unternehmen, das in den letzten Jahren in erster Linie mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht hat, solche Erfolgszahlen einfahren kann. Wieder einmal zeigt sich, dass "Abstimmen mit den Füßen" nicht mit der "Hauptsache ......
Erfolg? Umsatz ist nicht alles - ohne Sondereffekte gab es eine halbe Mrd. Dollar minus. Das Konzept wird sich wahrscheinlich durchsetzen, ob aber Uber da auf lange Zeit mitspielt bleibt abzuwarten. Lyft erscheint mir da wesentlich attraktiver.

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Knack5401 24.05.2018, 09:38
4. High Risk

Weiterhin ohne Sondereffekte eine halbe Milliarde Dollar Verlust. Milliardenverluste aus den Vorjahren werden von den Zockern toleriert, die Anleger spinnen alle. Und _gimli_, Sie betrachten nur die eine Seite, die andere, nämlich die Fahrer, sind nachweisbar die Looser in einem asozialem System. Man darf froh sein, dass in Europa Schranken aufgestellt wurden. Billig zu Lasten von Menschen ist mit Sicherheit der falsche Weg.

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Zaunsfeld 24.05.2018, 09:55
5.

Zitat von _gimli_
Ich war vorige Woche in Kalifornien, Raum San Francisco. Da sieht man faktisch keine Taxis mehr. Uber-App auf dem Handy installiert, Anzahl Fahrgäste eingegeben und max. 10 Minuten später steht das Uber-Taxi vor der Tür. Abrechnung erfolgt automatisch. Ca. 1 Euro pro Kilometer Entfernung. Perfekte Logistik-Kette. Gegen diese Effizienz haben die althergebrachten Taxi-Unternehmen keine Chance.
In Europa wird sich dieses Geschäftsmodell von nicht versicherten scheinselbständigen Billigfahrern nicht durchsetzen. Dieses Ausbeutermodell ist nämlich bei uns einfach gesellschaftlich nicht gewollt.
Sie können ja mal hierzulande mit so einem Uber-Privatfahrer mitfahren (gibts jetzt nicht mehr, aber nur mal angenommen).
Der baut mit seiner vielleicht technisch herunter gekommenen Karre einen selbst verschuldeten Unfall und Sie werden schwer verletzt, sitzen dann im Rollstuhl. Natürlich möchten Sie dann entschädigt werden. Da kommen auf Sie Kosten in Höhe von Hunderttausenden wenn nicht Millionen von Euro zu ... Arbeitsplatzverlust, Kosten für Umbau für behindertengerechtes Wohnen etc.

Und was bekommen Sie vom Uber-Fahrer? NICHTS. Denn seine Haftpflichtversicherung zahlt nicht. Denn seine Haftpflichtversicherung verbietet kommerzielles Fahren. Einen Personenbefördeurngsschein besitzt er gar nicht. Selber zahlen kann der Fahrer den Schaden auch nicht, denn der ist selber ein armes ausgebeutetes Schwein.
Und wenn der all das hätte ... also ein Auto in technisch einwandfreiem Zustand, eine passende Haftpflichtversicherung, eine Lizenz, einen Personenbeförderungsschein und auch menschenwürdig bezahlt werden müsste, dann würde er auch genauso viel kosten wie ein reguläres Taxi. Zusätzlich müsste er sogar noch einen 20% höheren Preis haben, weil Uber ja an jeder Fahrt 20% Provision oben drauf mitverdienen will für das Zur-Verfügung-Stellen einer App.

Übrigens können Sie mir nicht erzählen, dass Sie in einer amerikanischen Großstadt kein Taxi innerhalb von 10 Minuten bekommen können. Entweder waren Sie noch nicht oft dort oder Sie erinnern sich einfach falsch.
Ich habe in New York, Washington, Los Angeles und einigen anderen Städten, in denen ich dort gewesen bin, NIE länger als 5 bis 10 Minuten auf ein Taxi gewartet.

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frenchie3 24.05.2018, 10:27
6. @5 Sind Sie da sicher

daß die Versicherung nicht an Sie zahlt? Eher wohl Zahlung an Sie und Geld zurück vom Verursacher. Alldieweil, da könnten Sie sich die Versicherung eh sparen

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Zaunsfeld 24.05.2018, 10:35
7.

Zitat von frenchie3
daß die Versicherung nicht an Sie zahlt? Eher wohl Zahlung an Sie und Geld zurück vom Verursacher. Alldieweil, da könnten Sie sich die Versicherung eh sparen
Nein. Die Versicherung zahlt nicht. Denn die Police deckt gewerbliches Fahren einfach grundsätzlich nicht ab.
Dafür ist die reguläre Haftpflicht also einfach gar nicht zuständig.

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hauser 24.05.2018, 10:41
8. Fahrer werden ausgebeutet

Habe in San Francisco mal mit 2 Uber Fahrern gesprochen: Beide arbeiteten zuvor viele Jahre als Taxifahrer. Verdienen bei Uber nur noch ungefähr die Hälfte, ihre früheren Taxiunternehmen sind jetzt Pleite, haben also keine Wahl mehr (wo sind da eigentlich die Wettbewerbshüter?). Und da Uber die Stadt mit ihren Fahrern überschwemmt, haben sie weniger Fahrten als früher, was auch zum niedrigeren Verdienst beiträgt. Sicher sind die Fahrer zum Teil selbst schuld, dass sie zu Uber gewechselt sind. Aber wenn das der Fortschritt sein soll auf Kosten derjenigen die die Arbeit machen...

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Hans58 24.05.2018, 11:18
9.

Zitat von Zaunsfeld
In Europa wird sich dieses Geschäftsmodell von nicht versicherten scheinselbständigen Billigfahrern nicht durchsetzen. Dieses Ausbeutermodell ist nämlich bei uns einfach gesellschaftlich nicht gewollt. Sie können ja mal hierzulande mit so einem Uber-Privatfahrer mitfahren (gibts jetzt nicht mehr, aber nur mal angenommen). Der baut mit seiner......
Übles Beschimpfen von Uber Fahrern, Unterstellungen und Verdächtigungen, sowie Anschuldigungen, die ihresgleichen suchen.

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