Forum: Wirtschaft
Medienbericht: Waffenfähige Chemikalien sollen aus Deutschland nach Syrien gelangt se
Ryan Tong /DPA

Der syrische Machthaber Assad soll bereits Giftgas eingesetzt haben. An der Lieferung von Chemikalien, mit denen der Nervenkampfstoff Sarin hergestellt werden kann, sollen laut einem Bericht deutsche Firmen beteiligt gewesen sein.

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schamot 25.06.2019, 22:55
10. Seltsam

Aber darüber wurde doch schon gleich vor und zu Beginn des Krieges berichtet. Deutschland hat seine Fässer zurück verlangt und nicht bekommen und die Amis ihre gleich im Meer versenkt..ob da auch deutsche Fässer dabei waren weiß ich nicht.

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willibaldus 25.06.2019, 23:05
11.

Das sind dual use Chemikalien oder Chemikalien mit Mehrfachnutzung.
Als ich in Libyen war und Aceton, Chloroform, Isopropanol, Toluol, Xylol und anderes bestellt habe, musste ich ein Endverbraucherzertifikat unterschreiben. Wenn es mal aus war und die Lieferung verspätet, habe ich es bei der libyschen Nachbarfirma ausgeliehen...

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Marvin__ 25.06.2019, 23:06
12. Medienberichten zufolge ist die Bundeswehr in Syrien aktiv

Illegal!
Selbst die Krücke "Antiterroreinsatz", mit dem eine fragwürde Rechtsgrundlage zurechtgelogen wurde, ist hinfällig, seit der IS offiziell besiegt ist.
Wenn wir also über illegale Aktivitäten deutscher Akteure in Syrien reden wollen, dann gibt es bessere Ansatzpunkte als Desinfektionsmittel und pH-Regulatoren.

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maxmarius 25.06.2019, 23:06
13. Keine Kenntnisse, wohin geliefert?

Und warum muss ich dann bei vielen Firmen für jeden popeligen Chip angeben wofür ich ihn verwenden möchte oder ob ich in (und wenn, wohin) weiterverkaufen werde?
Aber gut, so leicht wie bei der Automobilindustrie lässt sich Wirtschaftsförderung bei den Chemiefirmen halt nicht bewerkstelligen. Das Gegenstück zu Abwrackprämie, E-Auto-Prämie usw. ist bei der Chemie halt verkaufen, mit Steuergeldern vernichten lassen, neu verkaufen usw.
Das im Verlauf einige Leute sterben - geschenkt. Wir müssen hier doch auch mit gefakten Abgaswerten leben.

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Roman W 25.06.2019, 23:29
14. Soll das ein Witz sein?

Das konnte man schon vor zwei Jahren auf jedem alternativen Nachrichtenportal lesen. Wurde nur wieder erfolgreich als Verschwörungstheorie abgetan..

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nachtmacher 25.06.2019, 23:32
15. Isopropanol.... von Brenntag

ein Medienbericht über einen Medienbericht.... ein halbes Dutzend Zeitungen macht einen Skandal auf und kein einziger hatte wohl mal die Idee wenigstens Wikipedia zu bemühen um nachzuschauen was sich hinter den tollen chemisch klingenden Namen verbirgt? Hauptsache ein Skandal und Deutschland hat Schuld..... es wird echt lächerlich!
Und auf dem Niveau betreiben Zeitungen "Meinungsbidlung".... kein Wunder dass es die Grünen so weit nach vorne schaffen.... Wissensbefreit aber total überzeugt....

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michaelöäü 25.06.2019, 23:37
16. Isopropanol

Ich benutze in meiner Praxis Händedesinfektionsmittel, welches hauptsächlich aus Isopropanol besteht. Wusste gar nicht, dass man daraus chemische Kampfstoffe herstellen kann. Sachen gibts!!!

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eifrigerleser 25.06.2019, 23:46
17. Was soll die Aufregung?

Als Dipl.Chem. kann ich Ihnen guten Gewissens sagen, daß Isopropanol ein grundlegendes Lösungsmittel ist, mit dem man alles Mögliche anfangen kann. Sie könnten sich dann auch darüber aufregen, daß Wasser nach Syrien exportiert würde.

Diethylamin ist zwar schon etwas spezieller, jedoch ist es ebenso ein sehr breit genutzer Stoff! Und wenn die kein Diethylamin importiert hätten.... wäre die Aufregung über den Import von Ammoniak und "Alkohol" genauso skandalträchtig, aus dem man Diethylmin herstellt?

Das ist jetzt ironisch gemeint: Gehen Sie mit mir im Baumarkt einkaufen und wir können gemeinsam ebenso die staatliche Ordnung auf den kopf stellen.

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Eronica 25.06.2019, 23:48
18. Wenn ich das höre

Deutsche Unternehmen seien schuld. Das sind meist AGs, und die haben internationale Eigentümer. Da zeigt ein Finger auf D und 10 zurück auf die Ankläger, die damit ihre polit. Cyberkrieg-Spielchen spielen gegen D.

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Der Chemiker spricht 26.06.2019, 00:05
19. Schon wieder die Meinung von Ignoranten

Natürlich sind alle Chemikalien giftig oder können in der einen oder anderen Weise zur Synthese giftiger Verbindunge eingetzt werden. Aber Isopropanol verwende ich jeden Morgen in Rasierwasser oder in der Scheibenwaschanlage des Autos und Diethylamin muss man als Chemiker nicht kaufen sondern kann es ohne großen Aufwand aus Ethanol (Schnaps) und Ammoniak herstellen.
Schwierig wird es dann wenn man daraus Sarin oder VX herstellen will.
Die amerikanische Methode, Sarin herzustellen, beruht auf der Verwendung von Dimethylmethylphosphonat (1). Dieses wird mit Thionylchlorid zu Methylphosphonsäuredichlorid (2) umgesetzt, welches nach Fluorierung mittels Flusssäure zu Methylphosphonsäuredifluorid (3) reagiert:

Das Methylphosphonsäuredifluorid kann schließlich durch Hinzufügen von Isopropanol zu Sarin umgesetzt werden: Die hier genannten chemischen Verbindungen (1) (2) und (3) sind schwierig zu synthetisieren und erfordern modernste Laboranlagen und mutige Chemiker.

Beim Einsatz in Binärkampfstoff-Geschossen wird die obige letzte Reaktion genutzt, indem Methylphosphonsäuredifluorid und Isopropanol nach dem Abschuss der Granaten – unter Zuhilfenahme eines Reaktionsbeschleunigers – zu Sarin reagieren; dabei bildet sich nach 10 Sekunden mit 70 % Ausbeute das Endprodukt.

Es ist geradezu absurd hier Isopropanol als Schlüsselsubstanz zu sehen, jeder andere Alkohol (z.B. Etanol Schnaps) führt beim letzten Reaktionsschritt auch zu giftigen Verbindungen. Aber der Moslem darf ja keinen Schnaps besitzen, folglich verwendet er Isopropanol wie die Amerikaner.
Nun zum Diethylamin :
ICI brachte 1954 unter dem Namen Amiton das waffenfähige VG (erforderliche Komponente Diethylamin) auf den Markt. Es galt jedoch als zu gefährlich für den Einsatz als Pflanzenschutzmittel, fand aber schnell Verwendung bei den Streitkräften des Vereinigten Königreiches und der USA, auch wenn es aufgrund von erheblichen Problemen bei der Produktion, Lagerung und Munitionierung nie großtechnisch hergestellt oder gelagert wurde.

Es handelt sich ebenfalls um phosphororganische, den Phosphorsäurestern ähnlichen Kampfstoffen, welche im Gegensatz zur G-Reihe stabiler und etwa 10-mal so giftig sind
von denen jedoch nur VR und VX (mit Diethylamin als Reaktionskomponente) militärisch verwendet wurden,
Sie verbleiben länger auf dem Schlachtfeld, in der Kleidung sowie anderen Gegenständen und können auch länger gelagert und beispielsweise in Granaten, Raketen und auch Landminen eingesetzt werden. Die Konsistenz ist zähflüssig und ölartig, weshalb die häufige Bezeichnung Nervengas irreführend ist.

Lediglich VX und einige der Nowitschock Präperate benötigen Diethylamin, aber auch hier ist es absurd Diethylamin als Schlüsselsubstanz für deren Synthese anzusehen. Die erforderlichen Phosphon-Amin-Fluorid Verbindungen sind das eigentliche Problem bei der Herstellung dieser Kampfstoffe. Es kann davon ausgegangen werden, dass diese Kampfstoffe in Syrien nicht herstellbar waren.

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