Forum: Wirtschaft
Medienbericht zu Crash-Flieger 737 Max: Boeing ließ Software in Indien programmieren
AP

Der Flugzeugbauer Boeing kommt nicht zur Ruhe: Laut dem Bericht einer US-Nachrichtenagentur hat der Konzern bei der Entwicklung des Problem-Jets 737 Max massiv ausgelagert, um Kosten zu sparen.

Seite 1 von 16
derkleene 01.07.2019, 19:00
1. Ja und?

Sämtliche DAX-Konzerne lassen in Indien programmieren. Der Kunde, indem Fall Boeing, gibt vor wie sich die Software zu verhalten hat. Z.B. Unter Geschwindigkeit x und Anstellwinkel größer y muss der Steuercomputern Aktion z ausführen. Berufsbild Software Applikator. Und dieser sitzt bei Boeing (als Externer oder Festangestellter). Der Programmierer in Indien schreibt nur den entsprechenden Quellcode, nach den Vorgaben die er von Boeing bekommen hat. Das Auslagern der Programmierer hat nichts mit den Abstürzen zu tun. Sondern die Applikatoren (die einfach nur gute Ideen nicht gut durchdacht umgesetzt haben), Manager (die Kostendruck ausüben), schlecht/falsch/gar nicht ausgebildeten Piloten (US-Piloten konnten auf die Situation richtig reagieren) und die unterwandere Zulassungsbehörde.
Das leider legale Ausbeuten von „Schwellenländer“ ist normal. Hauptsache die Marge und Dividende stimmt. Und es wird sich daran in nächster Zeit auch nichts ändern.

Beitrag melden
e_bananero 01.07.2019, 19:09
2. Was im Bloomberg-Artikel auch noch steht...

...dass die Entwicklung des Codes wohl nicht aus Kostengründen nach Indien outgesourced wurde, sondern um im Gegenzug offizielle Aufträge des Indischen Militärs und der Luftfahrt zu erhalten. Bisher wurden diese Aufträge an Airbus erteilt. Das sollte doch die eigentliche Headline sein...

Beitrag melden
mundi 01.07.2019, 19:10
3. Softwareistkeine Lösung

Ein strömungstechnisch missglücktes Modell kann man nicht mit Computerprogrammen flugfähig machen.
Egal ob das Programm in den USA, Indien oder sonst wo geschrieben wird.

Beitrag melden
labellen 01.07.2019, 19:10
4. das Problem war ja nicht

in erster Linie die Software, sondern die Tatsache, das bei einer speziellen Automatikfunktion nicht mehr händisch gegenzusteuern war und die Piloten nicht unterrichtet waren, wie diese Funktion abzuschalten gewesen wäre.
Zudem konnte schon ein einzelner defekter Strömungsmesser (von denen mehrere an Bord sind) diese Automatik auslösen.

Beitrag melden
alt-nassauer 01.07.2019, 19:14
5. Wenn "Outsourcing" Geld spart und Leben kostet

So kann man die Gier nach immer mehr in seiner Tasche und auf Kosten von anderen auch verstehen.

Nur mal angenommen Ryanair müsste für die 737 Max 100.000 Dollar pro Stück mehr bezahlen. Wo würde Ryanair versuchen zu erst zu sparen. Das "fliegende" Personal würde den Preisdruck ab bekommen. Das bloß die Kundschaft sich nicht noch "direkt" an die Investition einer neuen Flotte beteiligen muss. Das würde den Preis nach oben treiben und der reelle Preis kann und darf man der Kundschaft nicht androhen.

Sonst könnte der Kunde auf eine andere Airline abspringen z:B. eine die Airbus den Vorzug gibt. Vielleicht nur wenige Cent billiger. Aber auch Airbus ist dem Preisdruck unterstellt. Ich würde mich auch über "Outsourcing" nicht wundern.

Letztendlich unterliegen wir alle dem Preiskampf - Kunde will nichts für das Produkt zahlen, Hersteller muss dort produzieren wo billiger. Damit der "Preiskampf" weiter funktioniert. Zum einen noch etwas zu verdienen und auch am Markt zu bleiben. Der Mensch als Individuum bleibt auf der Strecke, egal wie man es dreht.

Loewe ist doch auch so ein Beispiel. Preisdruck und Masse bezwingt Qualität, die teurerer ist, somit den Hersteller in die Knie. Plus fehlende Innovation, weil Gewinn schmal und somit kaum Geld für eigene Entwicklung übrig lässt. Auch deshalb Outsourcing als Heilsbringer als Überlebenskampf - nur hier ging und geht es um Menschenleben.

Beitrag melden
norobato 01.07.2019, 19:15
6. Indische IT-Spezialisten

Soweit ich gelesen habe, sind indische IT-Spezialisten wirklich perfekt ausgebildet, ihre Arbeit also von allerhöchster Qualität. Ob die nun in den USA oder in Indien ihre Programmierung durchführen, dürfte eigentlich keinen Unterschied machen. Dass Boeing anderweitig Sicherheitsstandards grob missachtet hat, ist ja bekannt, doch ist das meiner Ansicht nach ein völlig anderes Problem, ebenso dass dieser Umbau mit unpassenden Triebwerken schon rein technisch absurd ist. Das dann softwaremäßig korrigieren zu wollen, scheint mir die eigentliche Ursache zu sein, dieses Flugzeug nicht ausreichend kontrollieren zu können, egal, wer diese programmiert.

Beitrag melden
tommit 01.07.2019, 19:15
7. Liebe Boeing

den euphemistischen Unsinnssprech nimmt euch doch keiner mehr ab. Das ist wie der CEO der sich plötzlich eine neue Herausforderung sucht.. Es gab Ärger man hat sich verkracht und der der das Geld hat lässt ihm über die Klinge springen. Aber Spiegel macht da sicherlich auch ein Endlich verständlich draus: Die Managergheimsprache ...
Wir sind im Informationszeitalter ...
Intern rollen jetzt sicher schon Köpfe.. der PR Fuzzi geht ls Letzter

Beitrag melden
magam-13 01.07.2019, 19:21
8. Ja und? Was will SPON damit sagen?

Weiche Ware wird seit mehr als 20 Jahren in Indien programmiert. Mit USD 9 sind die Konditionen sogar noch gut. "Programmieren" und "Entwickeln" sind halt 2 völlig unterschiedliche Schuhe. Die indischen Programmierer hacken Code ein und wissen nicht warum. Für den Inhalt sind die Entwickler verantwortlich - das ist nun mal Boeing! So einfach ist das heute in der vernetzten Internet-Welt. Wer's nicht glaubt geht mal auf "Rent-A-Programmer"...

Beitrag melden
Barfüsser 01.07.2019, 19:21
9. Da haben

die Manager von Boeing aber tolle Einsparungen generiert. Aber nur wenn man nicht die Schadensersatzforderungen aus den beiden Abstürzen und der seit her stillgelegten Maschinen gegenüber stellt.
So mancher hat sich halt schon zu Tode gespart, im wahrsten Sinn des Wortes. Nur hat es hier die Passagiere getroffen und nicht die Verantwortlichen!

Beitrag melden
Seite 1 von 16
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!