Forum: Wirtschaft
Mega-Umsiedlung in Moskau: "Hände weg von meiner Wohnung"
AP

Moskau will eine Million Menschen umsiedeln. Die Stadt verspricht bessere Wohnungen, doch daran glaubt nicht jeder. Der Widerstand wächst, selbst Präsident Putin mischt sich ein. Ein Besuch bei denen, die weichen sollen.

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rabkauhala 01.06.2017, 12:51
1. Umverteilung

Putins Judo- und KGBfreunde (die neuen Oligarchen und Milliardäre) können nach dem abgreifen der Gelder für Olympiabauten und Fußballstadien mit den fallenden Aktien und Rohstoffpreisen kein Geld mehr verdienen. Jetzt werden Ihnen neue Geschäftsfelder eröffnet um die Millionen aus den öffentlichen Aufträgen auf ihre Offschorekonten abzuzweigen. Auch Putin selber wird über diesen Weg seine Rente und zukünftigenj Paläste sichern.
Es werden riesige Summen bewegt und die Infrastruktur der Korruption ist schon da und will genutzt werden.
Der einfache Russe zählt da Garnichts.

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Sonnenschein11 01.06.2017, 12:51
2. Schön entlich mal wieder was aus dem Osten zulesen

Ist dieser Bericht der Auftakt zur Lockerung der Russland Beziehungen? Wenn ja, ist das doch eine tolle Nachricht. Zum Thema. Nun ja, es ist nicht ungewöhnlich, das zum Teil ganze Straßenzüge abgerissen werden, um neues zu schaffen. Das passiert in Europa öfters und kann eine gute Sache sein.

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Meconopsis 01.06.2017, 13:05
3. Es gibt definitiv einen Handlungsbedarf

"Mit der Abrissbirne gegen eine Million Bürger". Das geht zu weit, wieder mal eine tendenziöse Schlagzeile. Wer schon einmal selbst in so einem heruntergekommenen Plattenbau war, der weiss, wie Scheisse es da drin aussieht. Besonders die Treppenhäuser sind ein Ausbund an Hässlichkeit, und die Stabilität vieler dieser Gebäude dürfte bald nicht mehr gegeben sein, hinzu kommt ein kaputtes Leitungsnetz, das sehr störanfällig ist (Strom, Wasser).

Natürlich ist ein gesundes Maß an Misstrauen angesagt. Wenn auch Gebäude, wie dieser grundsolide Ziegelbau (erstes Bsp., Harlamow) abgerissen werden sollen, dann könnte schon etwas faul sein. Trotzdem: in den vergangenen Jahren gab es diverse eingestürzte Gebäude, jeder Russe weiss um den äußerst maroden Zustand zahlreicher Altbauten. Es gibt definitiv einen Handlungsbedarf. Und wer sonst als die Stadtverwaltung sollte das in die Hand nehmen. Jedem kann man es natürlich nicht recht machen.

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klaus64 01.06.2017, 13:14
4. Eine russische Angelegenheit

Ich kann mich erinnern, das in unseren Medien die schlechten Wohnverhältnisse der Russen in Moskau und anderen Städten kritisiert wurden. Nun wird ein Abriss der schlechten Wohnverhältnisse kritisiert.
Wir sollten solche Dinge doch einfach den Russen selbst überlassen.
Noch eine Bemerkung - in China kaufen die Leute Wohnungen mit einem Wohnrecht für 60 Jahre und im Durschnitt werden ganze Wohnviertel nach 30 Jahren abgerissen. Kümmert uns das ?

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curiosus_ 01.06.2017, 13:21
5. Klar, so was...

Zitat von Sonnenschein11
Ist dieser Bericht der Auftakt zur Lockerung der Russland Beziehungen? Wenn ja, ist das doch eine tolle Nachricht. Zum Thema. Nun ja, es ist nicht ungewöhnlich, das zum Teil ganze Straßenzüge abgerissen werden, um neues zu schaffen. Das passiert in Europa öfters und kann eine gute Sache sein.
...passiert in Europa öfters. Zum Beispiel, dass die Eigentümer ganzer Straßenzüge enteignet und zwangsumgesiedelt werden passiert in Deutschland öfters und ist nicht ungewöhnlich.

Ernst gemeint? Dann haben Sie sicher Beispiele dafür.

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Namal 01.06.2017, 13:23
6.

Warum niemand außerhalb des Autobahnrings wohnen will? Aus dem gleichen Grund weshalb Menschen in Manhattan leben wollen und nicht Brooklyn.

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Leser161 01.06.2017, 13:30
7. Eine Geldfrage

Naja, besser klingt ja immer besser, aber besser muss man sich leisten können.
Und wenn Moskauer X in seiner abgewrackten Wohnung wohnt dafür aber nur Y Rubel zahlt, ist das vielleicht ein guter Deal für ihn. Und wenn jetzt die Stadt neue bessere Wohnungen baut und die weil sie besser sind plötzlich das doppelte kosten, dann ist das für Moskauer X vielleicht nicht mehr bezahlbar.

Von daher kann ich den Zorn verstehen. Auch in Deutschland ist bezahlbarer Wohnraum ja durchaus eine Problematik.

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epiktet2000 01.06.2017, 13:42
8. Es wäre doch schön

Zitat von klaus64
Ich kann mich erinnern, das in unseren Medien die schlechten Wohnverhältnisse der Russen in Moskau und anderen Städten kritisiert wurden. Nun wird ein Abriss der schlechten Wohnverhältnisse kritisiert. Wir sollten solche Dinge doch einfach den Russen selbst überlassen. Noch eine Bemerkung - in China kaufen die Leute Wohnungen mit einem Wohnrecht für 60 Jahre und im Durschnitt werden ganze Wohnviertel nach 30 Jahren abgerissen. Kümmert uns das ?
Wenn solche Projekte - Schaffung von Wohnraum - eine ähnliche Priorität bei uns hätten, wie viele Wohnungssuchende würden sich freuen.

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fixik 01.06.2017, 14:33
9.

@curiosus
Punkt 1. Wo steht irgendwas von Enteignung? Die Leute kriegen eine gleichwertige Wohnung, in der Regel eher eine bessere Wohnung.
Punkt 2. Ich wurde von Ihnen nicht angesprochen. Aber Ihr Vorredner meinte es wohl wirklich ernst. Ja! Und er hat auch Recht.
Auch in Deutschland gibt es sowas. Aus meiner Nachbarschaft kenne ich das vor ca. 10 Jahren. Damals wurden über 50.000 Menschen umgezogen.(Raum Köln). Eine Autobahn wurde abgerissen und keine 10 m weiter neu erbaut. Der Grund: In der Gegend wurde Braunkohle gefunden. Rohstoff von gestern. Alle Gemeinden in der Gegend wurden abgerissen. Komplett! Erst jetzt fangen die an Braunkohle auch wirklich abzubauen. Warten Sie noch einen Jahrzehnt und wir reden über den Ausstieg aus der Braunkohle.
In meinem Fall. Es waren alles kleine Gemeinden, wo Mietwohnungen eine Ausnahme war. In der Regel waren das eigene Häuser. Die Menschen mussten trotzdem gehen.

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