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Mehr Ökoenergie-Abschlüsse: Der "Greta-Effekt" auf dem Strommarkt
DPA

2012 war es der Fukushima-Unfall, jetzt könnte das Engagement von Greta Thunberg für den Klimaschutz eine Trendwende auslösen: Verbraucher schließen verstärkt Verträge bei Ökostromanbietern ab.

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wolfabc 07.07.2019, 09:52
1.

Wasserkraft ist eine der ältesten, wenn nicht sogar die älteste regenerative Energiequelle, nicht nur zur Stromerzeugung, sondern auch zum Antrieb von Maschinen, Mühlen usw. Und es ist völlig gleichgültig, ob so ein Wasserkraftwerk schon abgeschrieben ist, oder nicht. Die Alpenstaaten wie z. B. Österreich und die Schweiz sind insofern um das viele Wasser aus den Bergen und die vielen bereits abgeschriebenen Kraftwerke zu beneiden. Selbst in Deutschland gäbe es noch Wasserkraftreserven zu heben, die, im Gegensatz zu Wind- oder Sonnenergie 24 Stunden lang ununterbrochen Strom liefern können.

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fmamw 07.07.2019, 09:56
2. weniger Stromverbrauch ist wichtiger

Ökostom ist generell gut, aber wichtiger ist es, weniger Strom zu verbrauchen, Immer mehr (Stand-by-)Stromfesser im Haushalt machen den Ökoeffekt von Ökostrom zunichte.
Hilfreich wäre es auch, seinen Stromverbrauch auf unübliche Zeiten zu verlegen (Stichwort: Nachtstrom), das würde die Anzahl der notwenigen Kraftwerke für Spitzenverbrauchszeiten reduzieren.

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penie 07.07.2019, 10:11
3. Der Betrug geht weiter

Jeder sollte sich mal überlegen, was genau passiert, wenn er oder sie einen entsprechenden Vertrag abschließt. Bekommt er ein Kabel vom nächsten Windrad oder der nächsten Solaranlage gelegt? Akzeptiert er die Stromabschaltung bei "Dunkelflaute"?
Eben nicht. Er bekommt genau den gleichen Strommix wie vorher und wie alle anderen und lediglich eine ander Rechnung. "Öko-Strom" ist die größte Volksverdummung seit langem. Es gibt auch keine mittelbaren Effekte, da die Menge des eingespeisten "Öko-Stroms" aufgrund des Einspeisevorrangs allein vom Angebot abhängt und eben nicht von der Nachfrage. Wenn die Einspeisevergütungen hoch genug sind, wächst der Ökostromanteil, solange des eben ohne Strmausfälle geht. Selbst wenn kein Mensch Ökostrom bestellt. Und selbst wenn 100% der Verbraucher Ökostrom bestellen würden, würde dadurch kein einziges Wind- oder Solarkraftwerk zusätzlich gebaut.

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maintalhase 07.07.2019, 10:32
4. Oekostrom

Wichtiger als Ökostromverträge ab zu schließen wäre, selber was zu machen. Wenn man auf die Hausdächer schaut, sind vielleicht auf 10% von ihnen Photovoltaik Anlagen (PV). Jeder, der ein halbwegs geeignetes Dach hat, könnte sofort und sehr wirksam (die Vorteile muss man nicht wiederholen) etwas zur Energiewende beitragen. Da dem aber nicht so ist, ist diese ganze Diskussion über die Energiewende für mich pure Heuchelei, denn angeblich sind ja mehr als 80% der Bundesbürger für Maßnahmen, um das Klima zu "retten". Wohnen diese über 80% alle nur zur Miete?

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GROLENIUM 07.07.2019, 10:33
5. Ökostrom

Aus der Dose kommt der jeweilig verfügbare Stromix Ökostrom... An diesem Strommix ändern auch die teuren "Öko" Tarife erstmal nichts. Günstige Bedingungen bei Wind und Sonne sind nicht garantiert, die Bilanz kann auch sehr schnell in die andere Richtung drehen. Als Verbraucher kann allerdings der eigene Stromverbrauch direkt gesteuert werden. Es wäre viel wichtiger da anzusetzen. Regenerierbar erzeugte Energie ist ein wertvolles Gut und sollte nicht unnötig verschwendet werden. Effizienz wäre das Thema

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rainer-rau 07.07.2019, 10:35
6. Energie, Wasser und ÖPNV

müssen von der gewinnorientierten Raffgier abgekoppelt werden. Der Straßen- Luft- und Wasserverkehr muss sich auf Notwendigkeiten einschränken, der Volkssport "Irgendwo hin, Hauptsache weg" braucht andere Betätigungsfelder. Da aber das menschliche Denkvermögen, durch verschiedene Forschungen belegt, mit der steigenden Nutzung von Denkabnehmergeräten immer mehr geschädigt wird, ist eine Rettung vor dem Kollaps Science Fiction. Gebt jetzt noch Herrn Zuckerberg den weltweiten Geldverkehr in die Hand, dann ist es geschafft, wundern würde es mich nicht.

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montyagrippa 07.07.2019, 10:36
7. leider viel Schmu

Nicht wenige Anbieter betreiben Etikettenschwindel. In Norwegen wird der Strom aus Wasserkraft erzeugt, der Strom ist also quasi immer "Öko" und lässt sich daher nicht als solcher teuer vermarkten. Daher verkaufen die dortigen Erzeuger ihre RECS-Öko-Zertifikate für ca. 0,05 Cent an deutsche Stromanbieter, die damit ihren Kohle- und Atomstrom zu Ökostrom umlabeln und teuer verkaufen. Ausnahmen sind zertifizierte Anbieter wie Naturstrom oder Greenpeace Energy. Die speisen tatsächlich Ökostrom ins Stromnetz und investieren eine Teil des Gewinns in neue Anlagen.
https://www.greenpeace.de/themen/energiewende/erneuerbare-energien/wenn-oekostrom-zur-mogelpackung-wird

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travelflo 07.07.2019, 10:40
8. Kein Betrug

Zitat von penie
Jeder sollte sich mal überlegen, was genau passiert, wenn er oder sie einen entsprechenden Vertrag abschließt. Bekommt er ein Kabel vom nächsten Windrad oder der nächsten Solaranlage gelegt? Akzeptiert er die Stromabschaltung bei "Dunkelflaute"? Eben nicht. Er bekommt genau den gleichen Strommix wie vorher und wie alle anderen und lediglich eine ander Rechnung. "Öko-Strom" ist die größte Volksverdummung seit langem. Es gibt auch keine mittelbaren Effekte, da die Menge des eingespeisten "Öko-Stroms" aufgrund des Einspeisevorrangs allein vom Angebot abhängt und eben nicht von der Nachfrage. Wenn die Einspeisevergütungen hoch genug sind, wächst der Ökostromanteil, solange des eben ohne Strmausfälle geht. Selbst wenn kein Mensch Ökostrom bestellt. Und selbst wenn 100% der Verbraucher Ökostrom bestellen würden, würde dadurch kein einziges Wind- oder Solarkraftwerk zusätzlich gebaut.
Die Unternehmen verkaufen nicht direkt den Strom ab Werk, sondern der wird über die Strombörse gehandelt. Die Stromversorgung ist wie ein großer See, auf der einen Seiten wird eingespeist, auf der anderen Seite entnommen. Die Strombörse ist der See. Der Ökostrom wird dort genauso angeboten wie der Atomstrom, am Ende entscheidend die Nachfrage über den Preis. Ist die Nachfrage nach Ökostrom höher als nach Atomstrom, steigen die Preise, und es lohnt sich eher, Ökostrom zu produzieren und einzuspeisen.

Über den Stromtarif wählt man also nicht aus, was aus der Steckdose kommt, sondern was eingespeist wird.

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rainer-rau 07.07.2019, 10:41
9. Der Cappuchino

Zitat von fmamw
Ökostom ist generell gut, aber wichtiger ist es, weniger Strom zu verbrauchen, Immer mehr (Stand-by-)Stromfesser im Haushalt machen den Ökoeffekt von Ökostrom zunichte. Hilfreich wäre es auch, seinen Stromverbrauch auf unübliche Zeiten zu verlegen (Stichwort: Nachtstrom), das würde die Anzahl der notwenigen Kraftwerke für Spitzenverbrauchszeiten reduzieren.
verbraucht nicht nur bei der Herstellung Energie, anschließend muss er auch noch geselfied und mit dem Bild die asozialen Netzwerke zugemüllt werden. "Dummheit ist eine natürliche Begabung" (Wilh. Busch) und Wasser rauf die Mühlen der Konzerne und ihrer Wegbereiter in den Parlamenten.

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