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Mehr Ökoenergie-Abschlüsse: Der "Greta-Effekt" auf dem Strommarkt
DPA

2012 war es der Fukushima-Unfall, jetzt könnte das Engagement von Greta Thunberg für den Klimaschutz eine Trendwende auslösen: Verbraucher schließen verstärkt Verträge bei Ökostromanbietern ab.

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wettersbach 07.07.2019, 17:31
170. So weit ich mich erinnern kann

Zitat von ichliebeeuchdochalle
... ...Bis vor ein paar Jahren war Stromsparen kein Thema und daher ... unabhängig vom Preis ... waren überwiegend Verschleuderer verbaut.
ist Stromsparen seit mindestens 20 Jahren das zentrale Thema der Umweltretter. Aber das ist Unsinn, denn wie K.-F. immer wieder richtig schreibt, schickt uns die Sonne jede Sekunde so viel Energie wie die Menschheit nicht in Jahrtausenden verbrauchen kann. Es kommt nur darauf an, diese Energie einzufangen, was ja zunehmend mit Photovoltaik und Windrädern geschieht. Je weiter wir die Energiewende vorantreiben, desto volatiler wird die Ökostromproduktion. Es entstehen Stromspitzen, die wir gar nicht nutzen können. Wir bekommen jetzt schon große Mengen Überschutzstrom, die irgendwie verschenkt oder verklappt werden müssen (Tauchsieder in den Bodensee?). Oder man schaltet Windräder ab, was aber für die Betreiber keinen Nachteil bedeutet, weil sie trotzdem ihre garantierte Einspeisevergütung bekommen.

Also Stromsparen ist falsch. Das Gegenteil ist richtig. Da kommt der KLIMASCHUTZPLAN 2050 der Bundesregierung ins Spiel, der vorsieht, dass ab 2030 in neuen Gebäuden keine Heizungen mit fossilen Heizsystemen verbaut werden dürfen. D. h. im Klartext, es dürfen nur noch Elektroheizungen eingebaut werden. Damit folgt die Bundesregierung dem Beispiel Dänemarks, wo jetzt schon in Neubauten keine Gas- und Ölheizungen mehr installiert werden dürfen. Die bei uns verteufelten Stromspeicheröfen werden eine Renaissance erleben.

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Flari 07.07.2019, 17:36
171.

Zitat von competa1
Hat Ihnen....Naturstrom denn auch seine Beteiligungen an PV und Windkraftanlagen gezeigt?Dann sollte Sie das nicht verschweigen!
Ja, musste Naturstrom Kraft Gesetz.
Naturstrom hat aus seinen Überschüssen teilweise anderen Investoren VORHANDENE EE-Anlagen abgekauft.
Deren Strom kommt allerdings (überwiegend?) nicht den Stromkunden von Naturstrom zugute.
Mit anderen Vermarktungsmodellen kann man i.d.R. mehr abzocken.

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nach-mir-die-springflut 07.07.2019, 17:39
172.

Zitat von fmamw
Ökostom ist generell gut, aber wichtiger ist es, weniger Strom zu verbrauchen, Immer mehr (Stand-by-)Stromfesser im Haushalt machen den Ökoeffekt von Ökostrom zunichte. Hilfreich wäre es auch, seinen Stromverbrauch auf unübliche Zeiten zu verlegen (Stichwort: Nachtstrom), das würde die Anzahl der notwenigen Kraftwerke für Spitzenverbrauchszeiten reduzieren.
Wenn aber die Energiemenge pro Jahr doch konstant ist, pro Einwohner 49 GWh, müssen Sie so lange Anlagen aufstellen, bis der Bedarf gedeckt ist.

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apfelmännchen 07.07.2019, 17:39
173. Dimensionen ala Knuty...

Zitat von litholas
Die Hiroshima-Atombombe hat etwa 15 Millionen kWh umgesetzt. Damit könnte man München keine 10 Stunden versorgen.
Bei diesem, eines der größten Kriegsverbrechen überhaupt, wurde weniger als 1kg Uran tatsächlich gespalten und als Energie freigesetzt, der Rest von den 64kg Uran 235 der Bombe wurde in der Umgebung verteilt, sowie deren Spaltprodukte.
Die beiden Bomben kosteten über 300.000 Menschen das Leben.

Zu ihrer "Mathematik"

1kg Uran enthält 2400MWh, soviel verbraucht ein Ein-Personan-Haushalt in DE in 10 Jahren.

PS: Übrigens ist die Strahlung in Hiroshima längst auf ein natürliches Niveau abgeklungen - unfassbar, nicht wahr?

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Rheingold (Goldwäsche) 07.07.2019, 17:44
174. Fehlende Alternative

Zitat von Ökofred
Nachdem sich die konventionellen Energieversorger erstmla massiv gewehrt und erst kürzlich angefangen haben, dieses Geschäftsmodell selber zu übernehmen ist es kein Wunder, dass erst viel Geld invstiert werden musste. Die Mrd. machen zB den Zubau weiterer konv. ziemlich überflüssig, sind also eine sinnvolle Investition in das ganze System. Aber egal wenn Ihnen das zu hoch ist, selbst die Energieerzeuger bzw Verkäufer die jetzt auch auf total grün machen wollen im Moment noch "neue" konv. Kraftwerke ans Netz bringen (DAtteln IV) oder machen sich selber das Geschäft kaputt (Stillegung von Irsching, Gaskraftwerk, das eigentlich für die Energiewende benötigt wird). Sie sind also in guter Gesellschaft. "Fehlgeleitet" also insbesondere die laufenden Steinkohlesubventionen (40Mrd über 20 Jahre), obwohl auch hier das Ende längst klar war.
Es ist mir nicht zu hoch, sondern es fehlen die Alternativen. Solange die erneuerbaren Energien hauptsächlich aus Sonne oder Wind erzeugt werden bleiben sie volatil. Wasserkraft ist nur lokal verfügbar und Biogas wegen Methan und dem Flächenverbrauch für "Energiepflanzen" höchst umweltschädlich. Die fehlende Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung ist genau wie die bis auf weiteres nicht vorhandene Möglichkeit Strom in dieser Größenordnung zu speichern ein weiteres langfristiges Problem. Bleibt also Erdgas aus Russland, LNG aus den USA (Hydraulic Fracturing Gas) oder die Strombörse in Europa (Kernenergie, Kohlestrom), um den deutschen Alleingang technisch zu bewerkstelligen. Das werden wir wirtschaftlich nicht überleben und bringt unter dem Strich nichts für die Umwelt, ist das denn so schwer zu begreifen?

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Ökofred 07.07.2019, 17:50
175. echt?

Zitat von wettersbach
Also Stromsparen ist falsch. Das Gegenteil ist richtig. Da kommt der KLIMASCHUTZPLAN 2050 der Bundesregierung ins Spiel, der vorsieht, dass ab 2030 in neuen Gebäuden keine Heizungen mit fossilen Heizsystemen verbaut werden dürfen. D. h. im Klartext, es dürfen nur noch Elektroheizungen eingebaut werden. Damit folgt die Bundesregierung dem Beispiel Dänemarks, wo jetzt schon in Neubauten keine Gas- und Ölheizungen mehr installiert werden dürfen. Die bei uns verteufelten Stromspeicheröfen werden eine Renaissance erleben.
So so, das ist ja wieder Expertentalk hier. Auf die Idee, dass es hierbei besonders um Wärmepumpen geht, sind Sie grad nicht gekommen. Oder laufen die bei Ihnen auch unter "Stromspeicheröfen"?

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karl-felix 07.07.2019, 17:56
176. Na,ja

Zitat von formatierer
Deutschland mit Sonnenkollektoren einhüllen halte ich für Unsinn. Wo sollen denn dann die Menschen wohnen, Pflanzen und Getreide wachsen, die Tierwelt leben usw.
Um Deutschland zu 100% mit EE zu versorgen benötigen Sie ca. 2,5% der Landfläche. Menschen bewohnen gerade mal 3,83 % der Fläche Deutschlands. Deutlich weniger Fläche benötigen Sie wenn Sie die Fotovoltaik stärker ausbauen . Dazu benötigen Sie nicht einen einzigen Qm Grund und Boden zusätzlich, jedes Dach kann mit Strom erzeugenden Schindeln gedeckt werden .

Die letzte Befliegung zur Erstellung eines Solarkatasters der Stadt Osnabrück - weiß Gott nicht sonnenverwöhnt - ergab : Mehr als 100% der Strommenge die alle Bürger Osnabrücks verbrauchen kann auf den vorhandenen Dächern erzeugt werden . Nicht ein einziger zusätzlicher Qm Grund und Boden wird benötigt.

Optimal ist es, wenn Tiere und Menschen unter Solarkollektoren leben und wohnen und Pflanzen gedeihen und sich hoch oben drüber majestätisch ein Windrad dreht während aus dem Stoffwechsel der Tiere und den Pflanzenabfällen die Biogasanlage Strom erzeugt um die Schwankungen von Wind- und Sonnenkraftwerk auszugleichen . Das ergänzt sich alles ideal. Selbst den Mühlteich können Sie integrieren .

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apfelmännchen 07.07.2019, 17:56
177.

Zitat von knuty
Die Kettenreaktion in Oklo war vor 2 Mrd. Jahren beendet. Sie bleiben dabei, dass es in den Häusern in Taiwan eine höhere Strahlungsbelastung als bei den Atombombenexplosionen in Japan gegeben hat und die dann auch noch gesundheitsfördernd war?
Haben sie wirklich so große Problem einen einfachen Text zu verstehen?

Die radioaktive Belastung der Bewohner war sehr hoch - es sollen bis zu 4Sv/a zusammengekommen sein. Das ist definiv ungesund.

Aber:

Diese Strahlung hätte nach den "Berechnungen" mit der LNT-Methode bei mindestens bei 186+56 Menschen Krebs auslösen müssen - tatsächlich warens nur 5.

Die Aussage bleibt also: Die LNT-These ist damit ein weiteres Mal als völlig unhaltbar widerlegt. Nur ist diese Info noch nicht bis zu den "Spezialisten" des 5-Mann Otto-Hug Strahleninstitut durchgedrungen, bei denen sich bestimmte Kreise in DE mit Propagandamaterial eindecken.

https://www.achgut.com/artikel/ergebnisse_eines_ungeplanten_menschenversuchs_mit_ gamma_strahlung

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soulbrother 07.07.2019, 17:58
178.

Zitat von Flari
Ja, musste Naturstrom Kraft Gesetz. Naturstrom hat aus seinen Überschüssen teilweise anderen Investoren VORHANDENE EE-Anlagen abgekauft. Deren Strom kommt allerdings (überwiegend?) nicht den Stromkunden von Naturstrom zugute. Mit anderen Vermarktungsmodellen kann man i.d.R. mehr abzocken.
Naturstrom baut auch eigene Anlagen neu und nimmt auch an den Aussschreibungen teil und errichtet große PV-Freiflächenanlagen aber verbleiben Sie ruhig in Ihrer Anti-EE-Ideologie, kann mir nicht vorstellen dass das jemand noch ernst nimmt.

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hdh54 07.07.2019, 17:59
179. Im Prinzip ist es schon so einfach...

Zitat von theanalyzer
He, Sie haben vollkommen Recht. Man muß nur 300 Milliarden Kilowattstunden für ein paar Monate speichern, und schon klappts auch mit den Erneuerbaren. Das ist bestechend einfach! Warum machen wir das bloß nicht? Vermutlich wird diese einfache Lösung von rechten Umweltverpestern und dem Ölkartell geheim gehalten. Danke für Ihre Aufklärung über diesen simplen und wirksamen Lösungsweg!
wie ich gesagt habe. Wir müssen aber nicht 300 Milliarden Kilowattstunden (d.h. 300 TWh) für ein paar Monate speichern. Zum Vergleich: Seit 1. Januar 2019 wurden in Deutschland bis jetzt 274 TWh Strom erzeugt.
Es gibt im Sommer sehr viel Sonne, tendenziell aber etwas weniger Wind, im Winter dagegen bedeutend weniger Sonne, aber mehr Wind. Den gesamten Verbrauch für ein halbes Jahr speichern müssen wir also definitiv nicht. Sonne und Wind sind aber leider etwas unzuverlässig. Ein Teil wird auch durch die relative zuverlässige Biomasse und Wasserkraft das ganze Jahr über erzeugt.
Es stimmt, wenn wir vollkommen unabhängig von fossilen Energieträgern sein wollen, ist ein gewisses Maß an Speicherung nötig, aber bei Weitem nicht in dem von Ihnen beschriebenen Ausmaß. Es gibt für vieles Konzepte, Ideen und auch Pilotanlagen. Es wird auch Geld kosten. Sicher aber ist, dass die Folgen des Klimawandels deutlich teurer werden, und dass es auch kein Nachteil ist, wenn man Lösungen anbieten kann, die auch bald in anderen Teilen der Welt nachgefragt werden.

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