Forum: Wirtschaft
Mehr Ökoenergie-Abschlüsse: Der "Greta-Effekt" auf dem Strommarkt
DPA

2012 war es der Fukushima-Unfall, jetzt könnte das Engagement von Greta Thunberg für den Klimaschutz eine Trendwende auslösen: Verbraucher schließen verstärkt Verträge bei Ökostromanbietern ab.

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bradt@arcor.de 07.07.2019, 11:28
30. Vorankündigung des TO.YOTA-Verlags

Ab nächster Woche bei uns im TO.YOTA-Verlag exklusiv erhältlich: das äußerst kurzweilige Buch mit dem Titel "Meine lustigsten Zopfgreteleien - oder wie ich der Welt die Zukunft verbaute". Es wird ein Vorwort von Angie - the chancellorette - enthalten mit einer Selbstbetrachtung zum Thema: "Vom EEG, über Millionen Goldstücke die ich ins Land holte, der schwarzen Null bis zum Zusammenbruch: Greta hilf mir: Ich schaffe es nicht mehr allein!" Das 2-seitige Werk wird zum Selbstkostenpreis von ökologischen 1034,98 € zzgl. USt. dem Interessierten Publikum angeboten. Eine Spende von 0,26 € abzgl. USt. geht an den Fonds zur "Hilfe für die geschundene bundesdeutsche Gesellschaft", der schon jetzt angekündigt hat, es auf Geheiß von Zensursula wegen der Kommissionspräsidentschaft und vor allem purer political correctness direkt nach Griechenland zur Begleichung der Reparationsforderungen weiterzuleiten.

Wenn Sie nicht alles nur live erleben wollen, reservieren Sie sich jetzt Ihr Exemplar, handsigniert mit jeweils drei mal "X" von Greta und Angie.

Mal ganz ehrlich: Jetzt reicht es aber langsam. das Mädchen ist noch nicht einmal volljährig und beendet - angeblich - vorerst ihren Schulbesuch und schon haben wir den "Greta-Effekt". Nette Vorbilder sind das!

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karl-felix 07.07.2019, 11:30
31. Na,ja

Zitat von tempus fugit
Es war schon ein schlauer Zug der EVU in den 50gern, dass man deutsche Muttis davon überzeugte, wie toll man mit Strom kochen kann - damals nachvollziehbar nachdem Millionen zerbombte Haushalte neu erstellt werden mussten und man statt mit Holz und Kohle in den alten Herden plötzlich eine glühende Stromplatte hatte!
Strom war in den 50er Jahren sehr teuer, ich erinnere noch sehr gut die Diskussionen ob man denn nun Strom ins Dorf holen sollte oder ob das unbezahlbar sei. Der Vater machte immer ein Mordstheater, wenn man mal vergessen hatte die 40W - Aussenleuchte beim zu Bett gehen auszuschalten .
Heute ist Strom dagegen ein Pfennigspass.

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karlo1952 07.07.2019, 11:31
32. Die derzeitige Ökostrom-Diskussion ist

dieselbe Farce wie die über Bioprodukte. Die Verbraucher werden größtenteils veräppelt. Unser Wirtschaftssystem ist auf Wachsum, nicht auf Sparen aufgebaut. Deshalb wird auch nur dort investiert, wo es mehr zu holen, bzw. zu verdienen gibt. Selbst wenn Ökostrom aufgrund von Dauerverfügbarkeit von erneuerbarer Energie im Überfluss vorhanden wäre, würde die Industrie irgendein Argument finden, warum er teurer ist. Die Aktionäre wollen ja ihre jährlich steigende Dividende.

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Flari 07.07.2019, 11:33
33.

Zitat von em_den
Da werden also die Zahlen eines einzigen (zudem mit bestenfalls „fragwürdig“ zu umschreibenden Geschäftsmethoden arbeitenden) Vergleichsportals herangezogen, um einen Trend auszumachen. Gibt es in Deutschland keine vernünftigen Statistiken mehr? Oder hat bei SPON im Sommerloch einfach keiner Bock zu recherchieren? Ich meine: ich fände diesen Trend auch positiv, wenn er sich tatsächlich bestätigen würde. Aber dann doch bitte aus einer seriösen Quelle und nicht 1:1 aus der Pressemitteilung eine fragwürdigen Quelle abschreiben, nur weil die ein guter Werbekunde sind.
In DE (und Rest-EU) wird zwar ziemlich genau protokolliert, wieviel Strom aus welcher Energiequelle pro Zeiteinheit produziert wird, beim Verbrauch interessiert aber nur, wieviel (pro Zeiteinheit) von wem verbraucht oder von wo nach wo importiert oder exportiert wird.
Warum sollte es "offizielle" Stellen besonders interessieren, welcher Verbrauchergruppe es wie stark an Strom einer besonderen Erzeugungsart oder meist verlogenen Zertifizierung gelegen ist?
Volkswirtschaftlich und betriebswirtschaftlich macht das nicht den geringsten Sinn.
Ausser natürlich für Gruppen, die sich daraus einen Marketingeffekt oder Klickzahlen versprechen.

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tempus fugit 07.07.2019, 11:45
34. Eben, aber da kriegen Sie....

Zitat von Knacker54
Völlig unverständlich ist es für mich immer wieder, dass die E-Herde dermaßen hip sind - dabei könnten sich auch die Verbraucher mit ausgeprägter "Geiz-ist-geil-Mentalität" für eine Alternative entscheiden, die im Verbrauch 3-6mal günstiger ist: Gas! Schauen Sie doch mal nach, was Sie für eine Strom-kWh berappen und wie wenig für eine Gas-kWh - Sie werden staunen. Sogar Flaschengas lohnt sich! Aber: Noch heute haben die meisten Eigenheimbesitzer, die einen Gasanschluss im Haus liegen haben, so einen tollen E-Herd in der Küche - nichts anderes als ein Stromfressmonster!
...und ich - einiges zu lesen, von der Mietmaulriege!

Man stelle sich die Realität vor:

Gas geht in das GKW, wird verheizt und treibt damit eine Turbine an die einen Stromgenerator antreibt. DerSTrom wird hochgespannt durch Trafos - geht über 100te km zum Eingangstrafo - wird über mehrere Stufen wieder runtergespannt auf 230 V - geht dann an die
Herdplatte, die wirde erstmal - nutzlos - heiss gemacht, damit man
damit Wasser kochen kann - wenn's kocht, geht die Restwärme nutzlos weg in die Atmophäre.
Und kein Koch, der was auf sich hält, kocht mit Strom - ausser den
Fernsehpseudoköchen...

Und mit Gas? Die Leitung liegt schon für meine Therme im Haus. Davon eine Abzweigung zum Herd - ein Klick und in weniger als 1 Sekunde ist die Leistung voll da. bestens zu regeln und wenn das Wasser kocht - aus. Fertig.

Aber solche - schlichte, selbst für Kleinkinder nachvollziehbaren -
Fakten, die werden von den EVU bekämpft bis zur letzten kWh...

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tempus fugit 07.07.2019, 11:46
35. Lesen Sie die...

Zitat von HP-HH
Alle wollen Ökostrom... kann mir mal jemand erklären woher der für alle kommen soll?
.-..1000de Forumsbeiträge, die dieses Thema diskutiert haben - auch heute...

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tempus fugit 07.07.2019, 11:48
36. Das wäre eine aufgabe der...

Zitat von em_den
Da werden also die Zahlen eines einzigen (zudem mit bestenfalls „fragwürdig“ zu umschreibenden Geschäftsmethoden arbeitenden) Vergleichsportals herangezogen, um einen Trend auszumachen. Gibt es in Deutschland keine vernünftigen Statistiken mehr? Oder hat bei SPON im Sommerloch einfach keiner Bock zu recherchieren? Ich meine: ich fände diesen Trend auch positiv, wenn er sich tatsächlich bestätigen würde. Aber dann doch bitte aus einer seriösen Quelle und nicht 1:1 aus der Pressemitteilung eine fragwürdigen Quelle abschreiben, nur weil die ein guter Werbekunde sind.
...BNA (BundesNetzAgentur) aber die grüsst wohl - wie das KBA - auch nur und gern mit 'industriefreundlichen Grüssen!'

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karl-felix 07.07.2019, 11:49
37. Das

Zitat von selfie-8
1)Das Gegenteil ist der Fall. Nach Fukushima wurden Kohlekraftwerke gebaut und hochgefahren. Und jetzt wird’s lamentiert und den Verantwortlichen vorgeworfen, Deutschland hätte beim Klimaschutz versagt. Die nächste Trendwende steht in der Tat nun an. 2) Ökoprobleme werden in die Abbaugebiete von Lithium und Kobalt verlagert. Wie es dort um die Gesundheit der Bevölkerung und die Auswirkungen auf die Umwelt steht interessiert in Deutschland niemand. 3)Es tut weh, zu sehen wie kurzsichtig in Deutschland argumentiert und diskutiert wird.
1)geben die Daten nicht her.
Im Jahre 2010 wurden noch 263 Milliarden kWh Kohlestrom in Deutschland brutto erzeugt , im Jahr 2018 nur noch knapp 229 Milliarden kWh Kohlestrom . Vor Fukuschima wurden also mehr als 10% ( ca. 34.000.000.000 kWh) mehr Kohlestrom verbraucht als heute. Welche Kohlekraftwerke wurden denn gebaut ? Wieviele gingen in der gleichen Zeit vom Netz ?

2)Und nein , Lithium und Kobalt wurden auch vor Fukushima gefördert und verbraucht, ein törichtes Argument das nicht schnell genug bei drei auf dem Baum war. Die Produktion war 2010 nicht umweltfreundlicher als heute, Sie romantisieren. Das war z.T übelste Ausbeutung von Kindern .
Ziel muss es sein , mit immer weniger Rohstoffen immer effizienter und nachhaltiger und umweltschonender umzugehen .

3) Das mag bei einigen so sein . Im Schnitt und in der Masse und in der Spitze gab es noch nie so gut informierte Verbraucher wie heute. Die meisten sind deutlich besser als Sie informiert und argumentieren treffender und differenzierter. Beispiel: Baumbesetzer im Hambacher Forst oder die Kids von friday for future. Die verfügen über das gesamte Wissen der Menschheit und nutzen das auch .

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soulbrother 07.07.2019, 11:53
38.

Es ist toll zu sehen wie die Schüler tatsächlich etwas bewegen und ein Umdenken stattfindet; hoffentlich streiken sie noch so lange bis sich etwas grundlegend ändert und die Kohle nicht bis 2038 geschützt wird.
Für alle die ein Weiter-so am liebsten sehen würden, ist es natürlich sehr schwer zu ertragen, und gegen die Jugend kann man auch irgendwie schlechter hetzen als gegen "die Grünen". Auch sind es die Wähler von morgen, da sind die Fossilokraten in der Politik doch deutlich kleinlauter geworden ; )

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ichliebeeuchdochalle 07.07.2019, 11:55
39.

Zitat von karl-felix
Strom war in den 50er Jahren sehr teuer, ich erinnere noch sehr gut die Diskussionen ob man denn nun Strom ins Dorf holen sollte oder ob das unbezahlbar sei. Der Vater machte immer ein Mordstheater, wenn man mal vergessen hatte die 40W - Aussenleuchte beim zu Bett gehen auszuschalten . Heute ist Strom dagegen ein Pfennigspass.
Vor rund 10 Jahren habe ich eines dieser kleinen einfachen Meßgeräte gekauft. Während das TV-Gerät im Standby rund 1 Watt zog, zog der PC-Bildschirm 11 Watt ... im Standby.

Habe dann bei meiner Mutter gemessen. Lattenrost mit Motor fürs Bett. Angeschlossen seit x Jahren, aber den Lattenrost nie verstellt. 20 Watt. Jahrelang. Küchengeräte: Immer in der Steckdose eingesteckt ... Mehrere Watt einfach so rund um die Uhr. Nicht alle aber mehrere Geräte. Oder: Wie viele PC Benutzer haben 20 Jahre lang geglaubt, wenn sie den PC runterfahren, werde 0 Watt Strom verbraucht? Dabei zogen die Netzteile bei einfachem Runterfahren locker 20 bis 30 Watt. Die breite Masse wußte das nicht ... selbst wenn sie es mal im Physikunterricht vor noch mehr Jahren beigebracht bekommen haben.

Soviel zum Thema Pfennigspaß. Da ist noch viel Potential bei 40 Millionen Haushalten.

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