Forum: Wirtschaft
Mehr Ökoenergie-Abschlüsse: Der "Greta-Effekt" auf dem Strommarkt
DPA

2012 war es der Fukushima-Unfall, jetzt könnte das Engagement von Greta Thunberg für den Klimaschutz eine Trendwende auslösen: Verbraucher schließen verstärkt Verträge bei Ökostromanbietern ab.

Seite 6 von 32
tempus fugit 07.07.2019, 12:27
50. Ein Aspekt, der....

Zitat von hdh54
das Fraunhofer ISE hat einen deutlich höheren Anstieg des Ökostrom-Anteils ermittelt. seit dem letzten Jahr ist er von 40,4 % auf 47,6 % angestiegen. https://www.energy-charts.de/energy_pie_de.htm. Dabei ist in all diesen Zahlen der Eigenverbrauch der über PV Anlagen erzeugte Strom, der in den letzten Jahren ebenfalls stark angestiegen ist, noch nicht enthalten. Wie unsere Politiker nach wie vor behaupten können, ein Anstieg auf 65 % bis 2030 sei nicht erreichbar, ist vollkommen unverständlich. Dabei kam der oben genannte Anstieg zustande, obwohl von Seiten der GroKo die Ökostromerzeugung überall ausgebremst wurde.
...richtig interessant ist - danke für den Hinweis!

Auf welchen Stromanteil belaufen sich die PV-Strommengen, die
als Eigenverbrauch offenbar garnicht in der Stromproduktions-
statistiken auftauchen?

Beitrag melden
soulbrother 07.07.2019, 12:28
51.

Zitat von karl-felix
Schon jetzt sind fast 50% unseres Stromverbrauches aus EE erzeugt .
Das ist erfreulich, allerdings gibt es noch viel zu tun, der Stromverbrauch ist nur eine relativ kleine Baustelle, wir müssen noch den gesamten Wärme- und Verkehrssektor auf EE umstellen, dazu brauchen wir mehrere hundert GW an WKA und PV und ein europäisches Verbundsystem das an alle umliegenden Netzverbunde anknüpft um die Fossilen überall aus dem Markt zu drängen.

Beitrag melden
wettersbach 07.07.2019, 12:30
52. Richtig, Atomstrom

Zitat von Maxe W.
Aus der Leitung kommt bei allen der gleiche Strom. Welche Anteile davon aus regenerierbaren Energieträgern gewonnen wurde, verschwindet im Nebel. Übrigens: Atomstrom ist -objektiv betrachtet- der umweltfreundlichste Strom. Es sterben keine Tausende von Menschen wie beim Bruch einer Staumauer oder wie Hunderttausende von Fledermäusen und Vögeln durch den Sog der Windräder. Keine Kinder in Afrika brauchen zu verhungern, weil die landwirtschaftliche Flächen für Rapsöle u.ä. verwendet wird. Kein Span wertvollen Holzes wird umweltschädlich (Rauchgase) verbrannt. sondern die Uranmeiler kochen vor sich hin, produzieren Dampf und so im Überfluss preisgünstige Energie und brauchen nur alle paar Jahre eine neue Packung Uranbrennstäbe. Uran wird überall in der Welt abgebaut und ist reichlich vorhanden. Nach Nutzung verschwinden die Reste wieder unter der Erde. Als Rohstoff für spätere Generationen. Diese Grosstechnologie, deren Gefährlichkeit grotesk überzeichnet wird wird, hat weltweit seit 1955 bisher nur 40 Tote erfordert. Weniger, als beim Holzfällern im Jahr sterben. Aber der Mensch lebt n i c h t in einer Rationalität, sondern in seinen Ängsten: "Es könnte ja sein..." Und verwechselt so die friedliche Nutzung der Atomkraft mit der Atombombe. Wie er ebenfalls das sehr nützliche CO² mit dem tödlichen CO verwechselt. Wie soll man mit solchen irrationalen, wahnhaften Menschen noch einen Staat machen, der seit der Aufklärung auf Rationalität und wissenschaftlicher Logik aufgebaut ist. Und nicht auf Glauben und Wahn wie im Altertum und Mittelalter. Die Industrie verschwindet allmählich aus Schilda. Wo man das Sonnenlicht in Säcke packt. Dafür boomen Bürokratie, Medien und Unterhaltung. Erst beginnt die geistige Verarmung, der folgt zwangsläufig die materielle. Mit ist das egal, ich hab meine Schäfchen im Trockenen.
ist klimafreundlich, weil - außer beim Bau und Abriss der Meiler - kein CO2 erzeugt wird. Deshalb war es ein Riesenfehler, im Zuge der Fukushima-Hysterie mehrere gut funktionierende Kernkraftwerke abzuschalten. Es wäre mit Rücksicht auf den Klimawandel klüger gewesen, stattdessen Kohlekraftwerke stillzulegen. Dann wäre es ein leichtes gewesen, die Pariser Klimaziele (CO2- Reduktion) einzuhalten und die Energiewende voranzutreiben. Wie die Dinge jetzt liegen, wird Deutschland diese Ziele krachend verfehlen und deshalb zweistellige Milliardensummen an Strafzahlungen leisten müssen. Ein Fiasko der deutschen Energiepolitik.

Beitrag melden
Bernd.Brincken 07.07.2019, 12:32
53. Ursache - Wirkung

"[man] sollte deshalb an Hand von Gütesiegeln oder durch Nachfragen bei den Anbietern prüfen, ob ein Teil der Einnahmen in den Bau neuer Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung zurückfließt".

Gut gesagt. Wenn das - wie meist - nicht geschieht, hat der Ökostrom nämlich genau gar keinen Einfluß auf den Anteil der _Erzeugung_ von EE-Strom - nützt also dem Klima nichts.
Denn es gibt im Netz keinen Weg, Öko- und Fossilstrom zu unterscheiden - sonst bräuchte man zwei Netze, und verschiedene Steckdosen usw. Nicht so praktisch.
Was bei 'Grünstrom' vertraglich passiert, ist eine _Reservierung_ auf einen - rein virtuellen - Ökostrom-Anteil. Das funktioniert nur solange, wie die meisten Abnehmer keine Unterscheidung nach der Herkunft vornehmen.
Also ein schönes Beispiel, wie man sich in Sachen Klima in die Tasche lügen kann. Passt daher gut in die Zeit.

Beitrag melden
tempus fugit 07.07.2019, 12:36
54. Genau, alle die mit....

Zitat von wettersbach
Gas, statt mit Strom kochen und Warmwasser bereiten? Geht's noch? Ihnen ist wohl nicht bewusst, dass Kochen mit Gas CO2 erzeugt, also das klimaschädliche Treibhausgas, das jetzt schon die Schüler auf die Straße treibt. Wenn die Erderwärmung gestoppt werden soll, muss die Elektrifizierung ALLE Bereiche umfassen (Sektorenkopplung). Die Elektrifizierung der Herde und Backöfen war ein enormer technischer Fortschritt in den Küchen. Wenn die sich anbahnende Klimakatastrophe vermieden werden soll, muss die Elektrifizierung neben der Stromerzeugung auch die Sektoren Verkehr und Heizung umfassen. Natürlich auch die Warmwasserbereitung.
....Gas kochen, sterben wie die Mücken am Gasherd.

Und die Lebenserwartung für Frauen, die mit Gas kochen, ist
stark reduziert - besonders in Italien, wo man mittags und abends
noch richtig KOCHT - oder in Frankreich - und auch noch der Mokkakocher paarmal extra eingesetzt wird.
Besuchen Sie mal eine ital. Familie, dort gehört das zum Gastempfang..

Beitrag melden
euro-paradies 07.07.2019, 12:42
55. @karl-felix, Nr. 47: Niemand bestreitet, dass die Sonne viel Energie

liefert. Das Problem ist, die Sonnenenergie bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen, wenn diese benötigt wird (nachts, bewölkt...)! Auch das Gerücht, dass das Stromnetz diese Energie speichert und bei Bedarf zur Verfügung stellt, wie von einigen Populisten verbreitet, ist ein Ammenmärchen. An zuverlässig funktionierenden Speichersystemen hapert es.

Beitrag melden
apfelmännchen 07.07.2019, 12:43
56. 17ct vs. 30ct

Zitat von karl-felix
wieder gerne behilflich : Die Sonne schickt in 3 Stunden soviel Energie, wie die gesamte Menschheit im gesamten Jahr für alle ihre Aktivitäten inklusive Autofahren benötigt. Kostenlos und grösstenteils frei Haus. In Zahlen : Ca. 174 PW, von denen uns ca. 122 PW erreichen. Derzeit das 10.000fache des menschlichen Energiebedarfes. Momentan sind wir in der erfreulichen Situation ,dass es billiger ist Ökostrom zu erzeugen als mit umwelt/klimaschädigendem Kohlestromproduktion unsere Atmosphäre zu versauen . Es ist verenünftig von der Regierung , Fotovoltaik- und Windstrom on shore ( das sind die beiden preiswertesten Arten in Deutschland Strom zu erzeugen ) ab 2019 kräftig auszubauen . Schon jetzt sind fast 50% unseres Stromverbrauches aus EE erzeugt .
Momentan sind wir in der erfreulichen Situation ,dass es billiger ist Ökostrom zu erzeugen als mit umwelt/klimaschädigendem Kohlestromproduktion

Preis in DE = durch 45% EE auf 30ct geklettert.
Preis in PL (Kohlestrom) = 16ct

Wenn sie vom Lügen krumme Beine bekommen würden, könnten sie längst rollen...

Beitrag melden
soulbrother 07.07.2019, 12:48
57.

Zitat von euro-paradies
Demos wieder geben - in den Ferien gibt´s kein schulfrei! Viele der Kids sind jetzt außerdem in Malle oder Griechenland. Sicher CO2-frei mit dem Fahrrad und Ruderboot dorthin gekommen.
Unterschätzen Sie mal die Jugendlichen nicht, die machen sich ganz konkrete Gedanken und setzen das auch um, weil sie sich um Ihre Zukunft sorgen machen. Und wie man sieht bewegen sie damit auch was.
Das Grundwesen des Streiks besteht darin, dann zu streiken, wenn man ansonsten arbeiten bzw. in der Schule sein würde, alles andere wäre kein Streik. Das haben Sie irgendwie noch nicht verstanden.

Beitrag melden
wmb58 07.07.2019, 12:51
58. Ökostrom = Geldverschwendung

Stimmt zum Teil. Es wurde alles schon gesagt:
1. Man bezieht einen Strommix, egal. ob man einen normalen, oder einen Ökostromvertrag abgeschlossen hat.
2. In schlechten Ökostrom-Phasen wird verstärkt Kohle-und Atomstrom bezogen.
3. In guten Phasen weiß man nicht, wohin mit dem Strom.
4. Man unterstützt die Atomstromproduzenten rund um Deutschland. Neue Atomkraftwerke entstehen in unseren Nachbarländern gerade durch unseren unsicheren Ökostrom.
5. Kohlekraftwerke werden im Betrieb gehalten, auch wg. dem unsicheren Strom.

daher sollte man in der nächsten Zeit weniger Geld verschwenden für die Erzeugung neuen Ökostroms, sondern in Anlagen investieren, die Energie speichern können. ES gibt genügend Möglichkeiten, zum Anfang wird es wahrscheinlich sehr teuer. Daher: Keine Subventionen mehr in neue Solar-und Windanlagen, aber dafür in Anlagen, umÖko- Energie zu speichern, und in Forschung hierfür.
-Nichtdestotrotz beziehen wir (unsere Familie) schon seit Jahren Ökostrom, auch wenn ich denke, dass es zum Teil verschwendetes Geld ist.

Beitrag melden
knuty 07.07.2019, 12:52
59.

Zitat von wettersbach
ist klimafreundlich, weil - außer beim Bau und Abriss der Meiler - kein CO2 erzeugt wird. Deshalb war es ein Riesenfehler, im Zuge der Fukushima-Hysterie mehrere gut funktionierende Kernkraftwerke abzuschalten. Es wäre mit Rücksicht auf den Klimawandel klüger gewesen, stattdessen Kohlekraftwerke stillzulegen. Dann wäre es ein leichtes gewesen, die Pariser Klimaziele (CO2- Reduktion) einzuhalten und die Energiewende voranzutreiben. Wie die Dinge jetzt liegen, wird Deutschland diese Ziele krachend verfehlen und deshalb zweistellige Milliardensummen an Strafzahlungen leisten müssen. Ein Fiasko der deutschen Energiepolitik.
Auch der Uranabbau und vor allem die Urananreicherung verursachen CO2-Emissionen.

Es wurden keine gut funktionierenden Kernkraftwerke abgeschaltet. Zwei der stillgelegten Kraftwerke, Krümmel und Brunsbüttel, waren sowieso schon seit vier Jahren wegen Störfällen abgeschaltet. Weitere zwei Kraftwerke, Unterweser und Ohu, hätten Ende 2011 ihre konstruktionsbedingten Laufzeiten erreicht und Eon hätte diese beiden Kraftwerke so oder so stilllegen müssen.
Und die anderen vier Kraftwerke waren eigentlich schon über ihre Laufzeit, zudem kamen Sicherheitsrisiken wie kein ausreichender Schutz vor Terroranschlägen hinzu.

Die Klimaziele wurden nicht erreicht, weil der Zubau an PV und Windkraft ab 2012 gedeckelt wurde. Ab 2012 dürfen neue PV-Anlagen auch nur noch höchstens 70% ihrer Nennleistung einspeisen. Dadurch wird die mögliche PV-Einspeisung um 6-8% reduziert.

Beitrag melden
Seite 6 von 32
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!