Forum: Wirtschaft
Mehr Ökoenergie-Abschlüsse: Der "Greta-Effekt" auf dem Strommarkt
DPA

2012 war es der Fukushima-Unfall, jetzt könnte das Engagement von Greta Thunberg für den Klimaschutz eine Trendwende auslösen: Verbraucher schließen verstärkt Verträge bei Ökostromanbietern ab.

Seite 8 von 32
Flari 07.07.2019, 13:17
70.

Zitat von ichliebeeuchdochalle
Vor rund 10 Jahren habe ich eines dieser kleinen einfachen Meßgeräte gekauft. Während das TV-Gerät im Standby rund 1 Watt zog, zog der PC-Bildschirm 11 Watt ... im Standby. Habe dann bei meiner Mutter gemessen. Lattenrost mit Motor fürs Bett. Angeschlossen seit x Jahren, aber den Lattenrost nie verstellt. 20 Watt. Jahrelang. Küchengeräte: Immer in der Steckdose eingesteckt ... Mehrere Watt einfach so rund um die Uhr. Nicht alle aber mehrere Geräte. Oder: Wie viele PC Benutzer haben 20 Jahre lang geglaubt, wenn sie den PC runterfahren, werde 0 Watt Strom verbraucht? Dabei zogen die Netzteile bei einfachem Runterfahren locker 20 bis 30 Watt. Die breite Masse wußte das nicht ... selbst wenn sie es mal im Physikunterricht vor noch mehr Jahren beigebracht bekommen haben. Soviel zum Thema Pfennigspaß. Da ist noch viel Potential bei 40 Millionen Haushalten.
Kaufen Sie sich ein besseres Messgerät! :-)
Die allermeisten der Billig-Stromverbrauchsmessgeräte sind in der Lage, die Leistungsaufnahme von Schaltnetzteilen, Phasen-Anstiegs/Abstiegssteuerungen oder induktiv-/kapazitiv belasteten Verbrauchern RICHTIG zu messen.
Gerade bei quasi unbelasteten Schaltnetzteilen kommen da absolute Horrorwerte aufs Display, die mit der Wahrheit oder Effektivwerten aber nichts zu tun haben.

Würden diese Netzteile tatsächlich die dort angezeigte "Verlustleistung" verbraten, würden sie innerhalb überschaubarer Zeit thermisch durchbrennen.

Ich selber habe vor vielen Jahren hobbyhalber (als eh die kpl. Elektrik erneuert wurde) mein Haus auch mit den gängigen DC-Niedrigspannungen verkabelt, versorgt über gängige PC-Netzteile zentral im Verteilerkasten, Steckernetzteile gibt es bei mir nicht und auch die elektronischen Steuerungen von Herd, Kochfeld, usw. laufen darüber.
Im tatsächlichen Leerlauf verbraucht das vorrangige PC-NT unter 0,5W, die preiswerten "Schätzeisen" zeigen typischer weise zwischen 10W und 50W an..

Beitrag melden
cindy2009 07.07.2019, 13:18
71. @knuty

"----In Fernsehstudios ist das Kochen mit Gas aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt----" Muss Tim Mälzer wohl vergessen haben. Ich glaube auf NDR am Samstag um 17:30 Uhr können Sie ihm beim Verstoß zusehen (ich weiss, ist kein Studio, sondern seine Kochschule) .Nicht zu vergessen, dass schon auf Vox sogar ein Grill im Studio betrieben wurde... (CO und so). Oder sonstige andere Sendungen. Da stimmt was mit Ihrer Einschätzung nicht. Hat aber mit dem Thema eh weniger zu tun.

Beitrag melden
apfelmännchen 07.07.2019, 13:20
72.

Zitat von knuty
Auch der Uranabbau und vor allem die Urananreicherung verursachen CO2-Emissionen. Es wurden keine gut funktionierenden Kernkraftwerke abgeschaltet. Zwei der stillgelegten Kraftwerke, Krümmel und Brunsbüttel, waren sowieso schon seit vier Jahren wegen Störfällen abgeschaltet. Weitere zwei Kraftwerke, Unterweser und Ohu, hätten Ende 2011 ihre konstruktionsbedingten Laufzeiten erreicht und Eon hätte diese beiden Kraftwerke so oder so stilllegen müssen. Und die anderen vier Kraftwerke waren eigentlich schon über ihre Laufzeit, zudem kamen Sicherheitsrisiken wie kein ausreichender Schutz vor Terroranschlägen hinzu. Die Klimaziele wurden nicht erreicht, weil der Zubau an PV und Windkraft ab 2012 gedeckelt wurde. Ab 2012 dürfen neue PV-Anlagen auch nur noch höchstens 70% ihrer Nennleistung einspeisen. Dadurch wird die mögliche PV-Einspeisung um 6-8% reduziert.
Auch der Uranabbau und vor allem die Urananreicherung verursachen CO2-Emissionen.

Sie haben leider "vergessen" die Größenordungen dieser CO2-Emissionen zu nennen - ich hole das mal für sie nach:

10-26g CO2/kWh - kompletter CO2-Ausstoß eines AKW

https://www.bundestag.de/resource/blob/406432/70f77c4c170d9048d88dcc3071b7721c/wd-8-056-07-pdf-data.pdf

PV kommt auf 50-95g CO2/kWh je nach geographischer Lage
dabei ist aber nicht berücksichtigt, dass man auch in sonnenscheinfreien Stunden Strom braucht.

Wenn sie jetzt beginnen würden, LOGISCH statt zu IDEOLOGISCH zu denken, würden sie erkennen, dass der Atomausstieg zwangsläufig zu einem steigenden CO2-Ausstoß führen muss.

Können sie das?

Beitrag melden
spiegelleser987 07.07.2019, 13:21
73.

Zitat von euro-paradies
Nr. 39: Wenn die Ferien vorbei sind, dann wird es die Demos wieder geben - in den Ferien gibt´s kein schulfrei! Viele der Kids sind jetzt außerdem in Malle oder Griechenland. Sicher CO2-frei mit dem Fahrrad und Ruderboot dorthin gekommen.
Da kommt noch etwas dazu:
Die nehmen dann auch ihr Handy mit und benutzen es dauerhaft. Und die fahren dann vielleicht mit dem Elektrofahrrad. Bei beiden werden Lithiumakkus benutzt. Dafür braucht man Kohle. Aus der Kohle wird dann durch nochmehr Kohle Koks erzeugt. Der brennt heißer als gewöhnliche Kohle. Und so gewinnt man dann für die Lithiumakkus den erforderlichen Kobalt im Kongo durch Kinderarbeit im Bergbau.

Ach ... egal ob E-Fahrrad oder gewöhnliches Fahrrad. Dafür wird auch eine Menge Kohle verbrannt. Irgendwie muss das Metall ja geschmolzen werden.

Beitrag melden
knuty 07.07.2019, 13:22
74.

Zitat von luwigal
Warum gibt es, zu Zeiten des Null-Zinses, kein Programm, das jeder in Anspruch nehmen kann, auch der, dem das flüssige! Kapital hierzu fehlt? Ein zweckgebundenes Förderprogramm, bspw über die KFW, das die Finanzierung übernimmt, eben, auch zu Null-%-Zinsen? Beispiel: eine PV-Anlage mit Speicher kostet 25k€. Das Programm übernimmt diese Kosten, der Eigenheimbesitzer zahlt über die Lebenserwartungsdauer der Anlage , bspw. 20 Jahre, diesen Betrag zurück. Das wären etwas über 100 € /Monat. Mit dieser Anlage wäre man einen großen Teil des Jahres Selbstversorger und auch Einspeiser. Heisst, übers Jahr gerechnet, zahlt man dann tatsächlich weit weniger als 100 €/Monat. Mieten, ja, das wäre möglich. Aber, jeder, der die Finger im Spiel hat, der will schließlich verdienen und verteuert das Programm. Deshalb, wenn der Staat wirklich ernsthaft will, dass die Leute die Kapazitäten nutzen, die ihnen zur Verfügung stehen (Dachfläche), dann sollte er auch die unterstützen, die wollen, aber nicht so "flüssig" sind. Ist es nicht irrsinnig, dass diejenigen, die Kapital flüssig haben, Förderprogramme nutzen können, diejenigen, die auch wollen würden aber mangels flüssigem Kapital nicht können, diese Förderprogramme mitfinanzieren müssen?
So ist es. Die KfW nimmt bei der Finanzierung von PV-Anlagen einen Zinssatz von bestenfalls 3,1%, was über dem marktüblichen Zinssatz liegt. Jede Bank unterbietet diesen Zinssatz lächelnd.
Andererseits bietet die KfW bei Finanzierung einer Gasbrennwerttherme einen Zinssatz von 0,1% an.

Beitrag melden
Flari 07.07.2019, 13:25
75.

Zitat von hdh54
das Fraunhofer ISE hat einen deutlich höheren Anstieg des Ökostrom-Anteils ermittelt. seit dem letzten Jahr ist er von 40,4 % auf 47,6 % angestiegen. https://www.energy-charts.de/energy_pie_de.htm. Dabei ist in all diesen Zahlen der Eigenverbrauch der über PV Anlagen erzeugte Strom, der in den letzten Jahren ebenfalls stark angestiegen ist, noch nicht enthalten. Wie unsere Politiker nach wie vor behaupten können, ein Anstieg auf 65 % bis 2030 sei nicht erreichbar, ist vollkommen unverständlich. Dabei kam der oben genannte Anstieg zustande, obwohl von Seiten der GroKo die Ökostromerzeugung überall ausgebremst wurde.
Wie kommen Sie auf den Unsinn, dass der Eigenverbrauch von PV-Anlagenbetreibern (oder anderen?) nicht gezählt wird?
Selbstverständlich wird der gezählt, soweit erfassbar.
Was überwiegend NICHT erfasst werden kann, ist die Erzeugung von kleinen, privaten AUTARKEN Anlagen, die nicht mit dem Netz verbunden sind, oder auch der unangemeldeten "Balkonmodule".

Beitrag melden
knuty 07.07.2019, 13:33
76.

Zitat von hdh54
Auch der Eigenverbrauch der Betreiber von PV-Anlagen auf Eigenheimen ersetzt Strom aus fossilen Energieträgern und muss damit natürlich in alle realistischen Betrachtungen über den Anteil von Ökostrom einfließen. Im Übrigen habe ich genau diese Deckelung mit "ausbremsen" gemeint. Da die Deckelung aber kleine PV-Anlagen nicht betrifft, stimmt die von Ihnen zitierte Obergrenze von 52 % nicht. Umso wichtiger sind die Beiträge der kleinen PV-Anlagen. Darüber hinaus gilt aber natürlich: Die Deckelung muss weg.
Der Eigenverbrauch der PV-Antreiber senkt die Nachfrage nach Strom und es wird dadurch weniger Strom von konv. Kraftwerken produziert, sofern sie überhaupt gedrosselt werden, und deren Anteil sinkt dadurch. Von daher ist der Eigenverbrauchsanteil in der Rechnung berücksichtigt.

Die Drosselung auf 70% betrifft seit 2012 auch kleine PV-Anlagen.

Der 52% EE-Anteil wird dann erreicht, wenn der obere Deckel bei PV (52 GW) und bei Windkraft (56) erreicht wird. Danach gebaute EE-Anlagen dürfen nicht mehr einspeisen, sondern der Strom darf dann nur noch im Eigenverbrauch genutzt werden.

Beitrag melden
spiegelleser987 07.07.2019, 13:38
77.

Zitat von c700
Wenn Ihrer Meinung nach Atomstrom der umweltfreundlichste ist, dann können Sie ja mal die Hinterbliebenen der Fukushima und Tschernobyl Katastrophe befragen. Und den Atommüll kann Deutschland dann fürr die nächsten 10000 Jahre bei Ihnen im Wohnzimmer lagern?
Warum nur 10000 Jahre? Kennen Sie das Kernkraftwerk Oklo? Das war 500.000 Jahre in Betrieb und geht heute noch.

Sie müssen es nicht unbedingt im Wohnzimmer lagern. Das hat man schon fast in Taiwan hingekriegt. Dort wurden 1982 Wohnungen gebaut, wo sehr viel radioaktives Kobalt-60 in den Wänden enthalten war. Die Strahlung war extrem hoch. Dort lebten 10.000 Menschen 10 bis 20 Jahre. Die tägliche Strahlungsdosis lag bei 20 µSv/h und maximal bei 200 µSv/h. Die Jahresdosis waren im Mittel 4 Sv und maximal bei 6 Sv. Das schafft nicht mal ein kernkraftwerk. Nach bisherigen Forschungserkenntnissen hätte es 56 bis 186 Krebserkrankungen geben müssen. Es gab aber nur 5 ... Ursache unbekannt.

Beitrag melden
formatierer 07.07.2019, 13:44
78.

Zitat von wolfabc
Wasserkraft ist eine der ältesten, wenn nicht sogar die älteste regenerative Energiequelle, nicht nur zur Stromerzeugung, sondern auch zum Antrieb von Maschinen, Mühlen usw. Und es ist völlig gleichgültig, ob so ein Wasserkraftwerk schon abgeschrieben ist, oder nicht. Die Alpenstaaten wie z. B. Österreich und die Schweiz sind insofern um das viele Wasser aus den Bergen und die vielen bereits abgeschriebenen Kraftwerke zu beneiden. Selbst in Deutschland gäbe es noch Wasserkraftreserven zu heben, die, im Gegensatz zu Wind- oder Sonnenergie 24 Stunden lang ununterbrochen Strom liefern können.
Richtig, den Rhein aufstauen und die Wasserkraft nutzen. Das wäre ideal nicht wahr?

Beitrag melden
sucher533 07.07.2019, 13:47
79. freie Stromwahl EU-weit

Ich habe seit Jahren nach Angaben meines Anbieters 100 Prozent Ökostrom. Entscheidend war aber für mich der angebotene Strompreis. Gern würde ich aus Überzeugung 100 Prozent Strom aus Kernenergie beziehen. Dieses Angebot gibt es aber in Deutschland nicht. Leider gibt es für Privathaushalte nicht die Möglichkeit, seinen Strom aus einem anderen EU-Land zu beziehen. Ein schwankungsanfälliges Netz, in dem die Grundlast mit Sonne und Wind gewährleistet werden soll, wird zur teuren und unsicheren Stromversorgung führen. Die Landschaftsverschandelung mit Windrädern und Solarpanelen auf den Feldern bis zum Horizont sind in Brandenburg und Meck./Pom. schon zu "bewundern". Dass die Windräder auch in Naturschutzgebieten aufgestellt werden sollen, ist ein Verbrechen an der Umwelt.

Beitrag melden
Seite 8 von 32
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!