Forum: Wirtschaft
Mehr Ökoenergie-Abschlüsse: Der "Greta-Effekt" auf dem Strommarkt
DPA

2012 war es der Fukushima-Unfall, jetzt könnte das Engagement von Greta Thunberg für den Klimaschutz eine Trendwende auslösen: Verbraucher schließen verstärkt Verträge bei Ökostromanbietern ab.

Seite 9 von 32
Rheingold (Goldwäsche) 07.07.2019, 13:49
80. Kinder sind die Zukunft

Wir setzten bei den derzeit bekannten und protegierten erneuerbaren Energien langfristig auf das falsche Pferd den Sie können aus technischem (Wind-, Solarkraftwerk) oder ökologischem (Biomasse, Wasserkraft) Grund anders als herkömmliche Kraftwerke den aktuellen Energiebedarf nicht immer und überall gewährleisten. Deswegen bleibt alles Geld und auch die ganze Geisteskraft die in diese Brückentechniken investiert werden ohne Langzeiteffekt. Die ganzen Anstrengungen wären für die weitere Erforschung des Klimawandels und dessen Folgen so wie für völlig neue Konzepte der Energieerzeugung und Mobilität viel besser angelegt. Vielleicht ist der ITER (Kernfusionsreaktor) eine Lösung, oder wir zapfen den heißen Kern der Erde an, oder wir nutzen künftig extraterrestrische Energieformen? Ich will es wegen meiner Unwissenheit mal trivial ausdrücken, vielleicht können wir in Zukunft "beamen" und brauchen keine Autos, Schiffe oder Flugzeuge? Dann sollten wir zur Schonung anderer Ressourcen auch jetzt nicht alle Autos verschrotten und neue mit Batterie bauen. Jedenfalls finde ich die Lösung mit den Wind- und Wassermühlen ziemlich rückständig, die haben (was z. B. die Wasserhaltung angeht) schon zu Beginn der Industrialisierung erhebliche Probleme bereitet. Am besten währe ein Energienetz in dem alle Länder der Erde einen gleichberechtigten Anteil an Produktion, Verteilung und Nutzen haben, das wäre mal ein wirklicher Beitrag zum Frieden. Ein Friedensstromnetz als Reminiszenz an die Montanunion! Was hat es wegen Kohle, Öl, Gas oder anderer Rohstoffe nicht schon für Kriege gegeben. Die derzeitige Generation von WissenschaftlerInnen und PolitikerInnen ist für neue Lösungen offensichtlich nicht empfänglich, denen geht es hauptsächlich um persönliche Vorteile. Meine Hoffnung liegt ganz auf der nächsten Generation, denn die Kinder scheinen ein Gefühl für das "Große und Ganze" zu haben. Vorausgesetzt sie verbringen ihre Zeit nicht mit protestieren sondern ab sofort mit lernen, damit sie die Pläne auch wissenschaftlich und praktisch umsetzten können.

Beitrag melden
soulbrother 07.07.2019, 13:50
81.

Zitat von apfelmännchen
PV kommt auf 50-95g CO2/kWh je nach geographischer Lage dabei ist aber nicht berücksichtigt, dass man auch in sonnenscheinfreien Stunden Strom braucht. Wenn sie jetzt beginnen würden, LOGISCH statt zu IDEOLOGISCH zu denken, würden sie erkennen, dass der Atomausstieg zwangsläufig zu einem steigenden CO2-Ausstoß führen muss. Können sie das?
Ist dabei berücksichtigt, dass man auch in Stunden in denen das AKW wegen zu warmen Flusswassers nicht laufen kann Strom braucht? Oder wenn es zu wenig Kühlwasser gibt? Oder es im Winter zu kalt ist? Dann muss wohl PV oder Windkraft einspringen. Würden Sie logisch und ideologiefrei denken können, wüssten Sie, dass keine Kraftwerksart alleine allen Bedarf abdecken kann.

Und weil AKW so toll funktionieren und so billig sind hat man in Frankreich reihenweise neue gebaut, alles im Kostenrahmen, und den Strom muss man auch nie rationieren wenn oben genannte Probleme auftreten. Schauen Sie sich mal an wie schnell das AKW in Flamanville fertig war und wie billig, das hat wirklich Zukunft.

Beitrag melden
hdh54 07.07.2019, 13:54
82. Sonnenenergie steht bedarfsgerecht zur Verfügung

Zitat von euro-paradies
liefert. Das Problem ist, die Sonnenenergie bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen, wenn diese benötigt wird (nachts, bewölkt...)! Auch das Gerücht, dass das Stromnetz diese Energie speichert und bei Bedarf zur Verfügung stellt, wie von einigen Populisten verbreitet, ist ein Ammenmärchen. An zuverlässig funktionierenden Speichersystemen hapert es.
nämlich tagsüber, wie folgende Grafik eindrucksvoll zeigt: https://www.energy-charts.de/power_de.htm
Auch jetzt noch erzeugen fossile Kraftwerke tagsüber mehr Strom als nachts. Ein weiterer Ausbau der PV bis zum Punkt, wo an einem Tag mit normaler Sonneneinstrahlung kein fossiles Kraftwerk mehr Strom erzeugt, ist auch ohne riesige Investitionen in Stromspeicher sinnvoll. Dabei sollten die Spitzen der fossilen Stromerzeugung morgens und abends dadurch reduziert werden, dass die Ausrichtung der Solaranlagen nicht Richtung Süden sondern eher gegen Osten und Westen geschieht, soweit möglich. Das ist zwar weniger kosteneffizient für die einzelne Anlage, aber immer noch günstiger als die Speicherung für diese Zeiten.
Die erforderliche Investition in Kurzzeit-Speichersysteme (Akkuanlagen und Pumpspeicherkraftwerke) sowie Langzeitspeichersysteme (thermale Speichersysteme, Power to Hydrogen, etc.) sollten natürlich trotzdem hochgefahren werden. Intelligente Lösungen sind gefragt und es gibt eine Menge davon. Nur der Wille fehlt bei unseren Politikern. Stattdessen werden mit Milliardenbeträgen ca. 20000 - 30000 "Zombiearbeitsplätze" in der Braunkohleindustrie gepampert. Alles eine Folge des alles überwuchernden Lobbyismus.

Beitrag melden
knuty 07.07.2019, 13:56
83.

Zitat von apfelmännchen
Auch der Uranabbau und vor allem die Urananreicherung verursachen CO2-Emissionen. Sie haben leider "vergessen" die Größenordungen dieser CO2-Emissionen zu nennen - ich hole das mal für sie nach: 10-26g CO2/kWh - kompletter CO2-Ausstoß eines AKW https://www.bundestag.de/resource/blob/406432/70f77c4c170d9048d88dcc3071b7721c/wd-8-056-07-pdf-data.pdf PV kommt auf 50-95g CO2/kWh je nach geographischer Lage dabei ist aber nicht berücksichtigt, dass man auch in sonnenscheinfreien Stunden Strom braucht. Wenn sie jetzt beginnen würden, LOGISCH statt zu IDEOLOGISCH zu denken, würden sie erkennen, dass der Atomausstieg zwangsläufig zu einem steigenden CO2-Ausstoß führen muss. Können sie das?
Ich lese in dieser Zusammenfassung von 2007, dass bei dt. AKW 32g/kWh emittiert werden und bei PV-Anlagen zwischen 44 bis 60g/kWh.

Bei den AKW ist allerdings nicht die Aufarbeitung und die Lagerung des Atommülls inbegriffen: "Hier muss nicht nur Energie für Überwachungsmaßnahmen und die Abfuhr der in den Brennstäben sich entwickelnden Nachwärme aufgewendet werden. Vielmehr müssen gerade unterirdische Lagerstätten mit relativ großen Mengen an Beton gesichert und abgedichtet werden, bei deren Herstellung wiederum CO2 anfällt. Da bisher kein endgültiges Konzept für ein Endlager vorliegt, können diese Effekte derzeit nicht genauer quantifiziert werden. Es ist daher davon auszugehen, dass Aspekte der Entsorgung bei den meisten der bisher vorliegenden CO2-Bilanzen noch nicht berücksichtigt sind."

Beitrag melden
hdh54 07.07.2019, 13:57
84. und wer bezahlt in Polen die durch Kohlekraftwerke verursachten

Zitat von apfelmännchen
Momentan sind wir in der erfreulichen Situation ,dass es billiger ist Ökostrom zu erzeugen als mit umwelt/klimaschädigendem Kohlestromproduktion Preis in DE = durch 45% EE auf 30ct geklettert. Preis in PL (Kohlestrom) = 16ct Wenn sie vom Lügen krumme Beine bekommen würden, könnten sie längst rollen...
Umweltschäden?

Beitrag melden
competa1 07.07.2019, 14:01
85. Natürlich kommt..

Zitat von penie
Jeder sollte sich mal überlegen, was genau passiert, wenn er oder sie einen entsprechenden Vertrag abschließt. Bekommt er ein Kabel vom nächsten Windrad oder der nächsten Solaranlage gelegt? Akzeptiert er die Stromabschaltung bei "Dunkelflaute"? Eben nicht. Er bekommt genau den gleichen Strommix wie vorher und wie alle anderen und lediglich eine ander Rechnung. "Öko-Strom" ist die größte Volksverdummung seit langem. Es gibt auch keine mittelbaren Effekte, da die Menge des eingespeisten "Öko-Stroms" aufgrund des Einspeisevorrangs allein vom Angebot abhängt und eben nicht von der Nachfrage. Wenn die Einspeisevergütungen hoch genug sind, wächst der Ökostromanteil, solange des eben ohne Strmausfälle geht. Selbst wenn kein Mensch Ökostrom bestellt. Und selbst wenn 100% der Verbraucher Ökostrom bestellen würden, würde dadurch kein einziges Wind- oder Solarkraftwerk zusätzlich gebaut.
...aus meiner Steckdose ein Strommix.Die Rechnung für den Strom kommt von der Naturstrom AG aus Düsseldorf.Die mit meinem Geld ausschliesslich neue Ökostromwerke bezahlt und nicht die unsinnigen 8000 jobs in der Lausitz!

Beitrag melden
Klimagas 07.07.2019, 14:02
86. Da sieht man,

Zitat von tempus fugit
....Gas kochen, sterben wie die Mücken am Gasherd. Und die Lebenserwartung für Frauen, die mit Gas kochen, ist stark reduziert - besonders in Italien, wo man mittags und abends noch richtig KOCHT - oder in Frankreich - und auch noch der Mokkakocher paarmal extra eingesetzt wird. Besuchen Sie mal eine ital. Familie, dort gehört das zum Gastempfang..
wo blinder Fanatismus hinführt, dann schsltet beim Lesen das Gehirn ab.
Der Forist schrieb über Gasverbrennung und Kohlendioxid. Ess hat das mit sterben wie die Mücken zu tun?

Beitrag melden
competa1 07.07.2019, 14:07
87. Falsch

Zitat von knuty
So ist es. Die KfW nimmt bei der Finanzierung von PV-Anlagen einen Zinssatz von bestenfalls 3,1%, was über dem marktüblichen Zinssatz liegt. Jede Bank unterbietet diesen Zinssatz lächelnd. Andererseits bietet die KfW bei Finanzierung einer Gasbrennwerttherme einen Zinssatz von 0,1% an.
..der Zinssatz der KFW wird durch die Bonität des Kunden errechnet.Wir haben Kunden,die bekommen 1,7 % von der KFW für ihre PV Anlage.Das grösste Problem sind die Hausbanken.Sie können den KFw Kredit nur über eine Bank beantragen(Hausbankprinzip)Mittlerweile verweigern sehr viel Banken diese Beantragung,da sie nichts daran verdienen.Ein Kunde wurde sogar von seinern Hausbank belogen.Angeblich gibt die KFW nur Kredite ab einer Höhe von 20.000,- .Der Kunde wurde mit dieser glatten Lüge wieder nach Hause geschickt.Hier sollte der Gesetzgeber einschreiten!

Beitrag melden
knuty 07.07.2019, 14:10
88.

Zitat von spiegelleser987
Warum nur 10000 Jahre? Kennen Sie das Kernkraftwerk Oklo? Das war 500.000 Jahre in Betrieb und geht heute noch. Sie müssen es nicht unbedingt im Wohnzimmer lagern. Das hat man schon fast in Taiwan hingekriegt. Dort wurden 1982 Wohnungen gebaut, wo sehr viel radioaktives Kobalt-60 in den Wänden enthalten war. Die Strahlung war extrem hoch. Dort lebten 10.000 Menschen 10 bis 20 Jahre. Die tägliche Strahlungsdosis lag bei 20 µSv/h und maximal bei 200 µSv/h. Die Jahresdosis waren im Mittel 4 Sv und maximal bei 6 Sv. Das schafft nicht mal ein kernkraftwerk. Nach bisherigen Forschungserkenntnissen hätte es 56 bis 186 Krebserkrankungen geben müssen. Es gab aber nur 5 ... Ursache unbekannt.
Es gibt kein Kernkraftwerk Oklu. Was Sie meinen, ist der sog. natürliche Reaktor Oklu, der ist allerdings schon seit 2 Mrd. Jahren nicht mehr aktiv.

Eine Strahlungsdosis von 2 Sv war man in 1,5 km Entfernung von der Hiroshima-Atombombe ausgesetzt: akute Strahlenkrankheit, Langzeitschäden, 20 % Sterblichkeit nach 30 Tagen.
Eine Strahlungsdosis von 5 Sv war bei 50 % der Exponierten binnen 30 Tagen tödlich.
Bei 6 Sv Dosis starben (fast) alle Patienten binnen 14 Tagen.

Beitrag melden
slartibartfass2 07.07.2019, 14:10
89. Problem...

Wahrscheinlich sind 95 % der abgeschlossenen Ökostromtarifverträge Schwindel. Ich kenne nur zwei Anbieter von den (gefühlt) 1.000 Anbietern auf den Vergleichsplattformen, die wirklich vernünftig regenerativen Strom anbieten. Wer bei den großen Anbietern Ökostrom kauft, wird ähnlich betuppt werden, wie es die Dieselfahrer schon heute wurden. Wer es richtig machen will, sollte nicht auf Vergleichsportalen suchen, sondern selber Erkundigungen einholen. Sonst wird nur umgelabelter Strom verhökert.

Beitrag melden
Seite 9 von 32
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!