Forum: Wirtschaft
Merkel in Frankfurt: Scheitern der Brexit-Verhandlungen "nicht vollkommen ausgeschlos
ARMANDO BABANI/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Kanzlerin Merkel will den Anreiz für ausländische Banken erhöhen, sich nach dem Brexit in Frankfurt anzusiedeln. Die Verhandlungen mit London zum EU-Ausstieg würden mit "aller Kraft und Kreativität" geführt.

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Frankonia 05.09.2018, 05:45
1. Ob das gut in Europa ankommt ist zu bezweifeln...

...den Brexit auszunutzen um möglichst viele Banken aus England nach Deutschland locken, damit Deutschland Wirtschaftlich noch mächtiger und reicher (natürlich prifitieren nur bestimmte Teile der Deutschen Bevölkerung) wird als es eh schon ist? Da wird sich England hoffentlich auch kreativ vieles einfallen lassen (müssen) um dagegen anzukämpfen. Ich denke Deutschland sollte sich bei dem Thema mal bescheiden, aber das ist sehr naives denken. MfG

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markus.pfeiffer@gmx.com 05.09.2018, 06:29
2. Attraktive Rahmenbedingungen für internationale Banker

Banker sind nach Feierabend auch Menschen und deshalb geht es neben ein paar witschaftlichen Rahmenbedingungen vor allem darum, dass London eine pulsierende, weltoffene Millionen-Metropole ist. Paris kommt in Europa dem Londoner 'way-of-life' wahrscheinlich noch am nächsten, auch Rom und Berlin könnten da Ausweichorte (zweiter Wahl) sein, aber niemals Frankfurt. ;-) Oder wie mir einer dieser Banker mal gesagt hat: "Das beste an Frankfurt? Es hat einen großen Flughafen, von dem man fast stündlich nach London fliegen kann und mehrmals täglich nach New York."

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sunshine422 05.09.2018, 07:22
3. Dieses ständige übertreiben....

Ist wirklich nicht mehr zum aushalten. Die Schweiz ist auch nicht in der EU und nicht in der Zollunion und trotzdem gibt es ausser an Feiertagen kein Stau am Zoll. Klar gibt es bilaterale Verträge und die könnten wenn man wollte mit UK auch aushandeln könnte, wenn man wollte. Es geht der EU nur darum ein Exempel zu statuieren um andere weniger wirtschaftlich starke Nationen abzuschrecken. Kommt mir vor wie ein Arbeitgeber der einem seiner besten Mitarbeiter alle Steine in den Weg legt, weil er wo anders hin möchte. Und komisch das China und viele andere Länder auch Handel mit der EU treiben ohne Mitglied zu sein. Die Briten werden weder bankrott noch sonst wie in den Abgrund gehen. Sie werden Änderungen an ihrem System vornehmen müssen und auch die Wirtschaft. Da die Letztere ja Geld verdienen will, wird sie Wege finden, weiter Geld zu verdienen. Statt ständig anderen Übertreibungen anzukreiden sollten die Journalisten und Politiker mal auf hören so inflationär Panik zu verbreiten wo nichts ist. Ist wie mit der Türkei. Vor 6 Monaten war alles noch ok , bezüglich Finanzen und jetzt stehen sie vor dem Kollaps. Mhhh wie gut sind da nun die Finanzspezialisten wohl ?

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spon_2999637 05.09.2018, 07:52
4. Rechte und Pflichten

"... dass ein Nichtmitglied der Europäischen Union nicht die gleichen Rechte und Pflichten haben kann wie ein Mitglied der Europäischen Union."

Doch, das ginge schon. Will UK aber nicht. UK will einen entscheidenden Teil der Rechte und möglichst keine Pflichten. Und genau da liegt das Problem. Wenn UK die "gleichen Rechte und Pflichten" würde haben wollen wie ein Mitglied, dann könnte es ja problemlos austreten. Allerdings hat UK schon als Mitglied nicht die gleichen Pflichten wie andere Mitglieder. Damit wird nun hoffentlich Schluss sein - so oder so.

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RedOrc 05.09.2018, 08:15
5. Selektive Wahrnehmung?

Zitat von sunshine422
Ist wirklich nicht mehr zum aushalten. Die Schweiz ist auch nicht in der EU und nicht in der Zollunion und trotzdem gibt es ausser an Feiertagen kein Stau am Zoll. Klar gibt es bilaterale Verträge und die könnten wenn man wollte mit UK auch aushandeln könnte, wenn man wollte.
Sie widersprechen sich direkt selbst. Die Schweiz ist - dank bilateraler Verträge - defacto ein Eu-Mitglied ohne Simmrecht (Norwegen ist ein anderes Beispiel). Das Modell Norwegen wurde UK angeboten, die wollten es aber nicht. Wurde aber auch hier wieder und wieder und wieder durchgekaut. Weitere Wahrnehmungsschwäche Ihrerseits:

Zitat von
Ist wie mit der Türkei. Vor 6 Monaten war alles noch ok , bezüglich Finanzen und jetzt stehen sie vor dem Kollaps. Mhhh wie gut sind da nun die Finanzspezialisten wohl ?
Es war mitnichten vor 6 Monaten alles OK, schon lange haben Finanzspezialisten davor gewarnt. Wurde auch lang und breit darüber geschreiben, teilweise schon seit Jahren. Wer die Warnungen natürlich ignoriert bzw. sehr selektiv liest, den mag das überraschen.

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xyz890 05.09.2018, 08:36
6.

An #1 und #3. Die EU nützt den Brexit überhaupt nicht aus. EU Institutionen oder eben wie das Euro- Clearing, müssen aber innerhalb der EU liegen genau so wie die EU Steuerhoheit. Es ist übrigens noch nicht alles beschlossen was aus dem Banken/Finanzwesen in der UK eventuell nach Deutschland ziehen wird.
Sicher wird der UK keine Sonderstatuen bei den Brexit Verhandlungen gegeben denn das würde die Tore öffnen das andere EU Länder die selben Konditionen wollen. Klar die UK beschwert sich wo sie kann und schiebt alles der EU zu obwohl sie die sind welche die EU verlassen wollen. Sie hatten ja einfach erarbeiten können was für Konsequenten ein Austritt haben wird und mögliche Lösungen parat halten. Aber es ist immer einfacher den anderen immer die Schuld zugeben. Populisten wie Johnson, Farange und CO, werden nie die Verantwortung dafür übernehmen wenn die Zukunft nicht wie geplant wird.

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Markus Frei 05.09.2018, 08:55
7. Lösung

GB will ja auch gar nicht die gleichen "Rechte und Pflichten" wie ein EU.Mitglied, dazu hätte man ja nicht austreten müssen, die hatte man ja schon. GB will die gleichen Rechte oder mehr Rechte und dabei keine Pflichten mehr.

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theodtiger 05.09.2018, 09:03
8. Richtigstellungen

Zitat von sunshine422
Ist wirklich nicht mehr zum aushalten. Die Schweiz ist auch nicht in der EU und nicht in der Zollunion und trotzdem gibt es ausser an Feiertagen kein Stau am Zoll. Klar gibt es bilaterale Verträge und die könnten wenn man wollte mit UK auch aushandeln könnte, wenn man wollte. Es geht der EU nur darum ein Exempel zu statuieren um andere weniger wirtschaftlich starke Nationen abzuschrecken. Kommt mir vor wie ein Arbeitgeber der einem seiner besten Mitarbeiter alle Steine in den Weg legt, weil er wo anders hin möchte. Und komisch das China und viele andere Länder auch Handel mit der EU treiben ohne Mitglied zu sein. Die Briten werden weder bankrott noch sonst wie in den Abgrund gehen. Sie werden Änderungen an ihrem System vornehmen müssen und auch die Wirtschaft. Da die Letztere ja Geld verdienen will, wird sie Wege finden, weiter Geld zu verdienen. Statt ständig anderen Übertreibungen anzukreiden sollten die Journalisten und Politiker mal auf hören so inflationär Panik zu verbreiten wo nichts ist. Ist wie mit der Türkei. Vor 6 Monaten war alles noch ok , bezüglich Finanzen und jetzt stehen sie vor dem Kollaps. Mhhh wie gut sind da nun die Finanzspezialisten wohl ?
Lauter Unsinn, den der obige Forist da von sich gibt. Zur Schweiz: diese akzeptiert Personenfreizügigkeit und ist sogar im Schengen Raum; Schengen wurde schon vorher von GB abgelehnt und Personenfreizügigkeit geht für die Brexiteers gar nicht - also GB lehnt das Schweizer Modell ab. Es fehlt schlicht am Willen des VK ein tragfähiges Ergebnis zu erzielen; sie wollen die Erfüllung ihres Wunschzettels. Natürlich wird auch in Zukunft Handel getrieben zwischen der EU und GB, es fragt sich nur zu welchen Bedingungen. Aber das ist auch gar nicht der Kern der Verhandlungen. Bei den Austrittsverhandlungen, für die zwei Jahre Zeit ist, geht es erst mal um die Modalitäten des Austritts - also insbesondere darum, wie GB seine noch ausstehenden Verplichtungen begleicht, was mit den EU Bürgern in GB (und den britischen in der EU) geschieht und wie man das mit der Grenze Irland - Nordirland hinkriegt. Hier hat GB schon sehr viel Zeit verplempert und stellt immer wieder das bereits Vereinbarte in Frage. Zum Märchen vom abschreckenden Beispiel: die EU besteht schlicht darauf, dass die für alle geltenden EU Regeln nicht wegen des Austritts eines Landes verändert werden, nur weil dieses Land es so will. Wenn der Forist schreibt: "Ist wirklich nicht mehr zum aushalten", dann bezieht sich das auf die von ihm betriebene Desinformation. Oder ist es wirklich nur Unwissenheit?

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mbakJerman 05.09.2018, 09:12
9. Arbeite selbst in der City of London...

...und würde auch recht gerne zurück nach Deutschland nur reizt mich Frankfurt leider überhaupt nicht und so geht es den meisten Leuten hier. Dann lieber nach Paris. Schade, dass die Banken die Jobs nicht nach Berlin, Hamburg oder München verlegen.

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