Forum: Wirtschaft
Merkels Energiewende: Atomlobby warnt Schwarz-Gelb vor Klagewelle

Die AKW-Industrie wehrt sich gegen Angela Merkels Energiewende. Der Lobbyverband Atomforum rechnet mit Klagen der Konzerne. Bei E.on sind Pläne dafür offenbar schon weit fortgeschritten.

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juxeii 31.05.2011, 12:15
1. ...

Zitat von sysop
Die AKW-Industrie wehrt sich gegen Angela Merkels Energiewende. Der Lobbyverband Atomforum rechnet mit Klagen der Konzerne. Bei E.on sind Pläne dafür offenbar schon weit fortgeschritten.
Richtig so!
Als Regierung sich nicht an Veträge halten und zusätzlich die Brennelementesteuer erhalten wollen.
Die Energie-Konzerne haben hier jedes Recht zu klagen und ich hoffe sie bekommen Recht.
Als Steuerzahler würde man sich wünschen, dass das alles über eine schnelle und billige Einigung laufen könnte, aber schauen wir mal.

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Baikal 31.05.2011, 12:16
2. Politische Handwerkskunst..

Zitat von sysop
Die AKW-Industrie wehrt sich gegen Angela Merkels Energiewende. Der Lobbyverband Atomforum rechnet mit Klagen der Konzerne. Bei E.on sind Pläne dafür offenbar schon weit fortgeschritten.
.. als Mittel der Durchsetzung hat diese "Regierung" ja bisher auch nicht bewiesen und daher wäre es kein Wunder, wenn die Reaktionen des Versorger-Monopols von vornherein schon eingeplant gewesen wären und die Hintertür für industriefreundliche Kompromisse öffneten.Von irgendwelchen großmäulig angestrebten - angeblich jedenfalls - Regulierungen auf dem Finanzsektor ist ja auch nichts zu spüren.

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knubbel74 31.05.2011, 12:17
3. Hart bleiben

Sollen Sie doch klagen, immer wieder möglichst lang hinauszögern die Prozesse. Wenn die Lobby net vernünftig wird einfach mal die Kosten für Abfallbeseitigung gegenrechnen, wenn das noch nicht reicht eine Haftpflichtversicherungspflicht für AKWs einführen. Es wird Zeit mal Zeichen zu setzen.

Was allerdings passieren wird? Der Lobby wird natürlich nachgegeben, wie immer in allen Bereichen dank der politischen Elite.

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FastFertig 31.05.2011, 12:22
4. Verstaatlichen

EON sollte mal kleinere Brötchen backen. Sinn eines solchen Unternehmes ist, dem Land möglichst billig Energie zu liefern und nicht die Gewinnmaximierung. Die Vorstände von diesen Konzernen gehören meines Erachens wegen gemeinschaftlichen und vorsätzlichen Bertrugs angeklagt. Und die Hälfte der Politiker, die das aus Eigennutz mittragen, auch gleich. Verfilzte Saubande.

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alnemsi 31.05.2011, 12:26
5. Schockierend!

Zitat von sysop
Die AKW-Industrie wehrt sich gegen Angela Merkels Energiewende. Der Lobbyverband Atomforum rechnet mit Klagen der Konzerne. Bei E.on sind Pläne dafür offenbar schon weit fortgeschritten.
Wer hätte das blos kommen sehen können?
Ich bin bis ins Mark erschüttert.
Tief getroffen.
Also Moral scheint diesen Atomkonzernen ja nicht so wichtig zu sein wie Umsatz/Dividende.

Dabei hätte alles so schön sein können!

Arme Angie.

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darkwingduck 31.05.2011, 12:30
6. Wer soll Ihnen das verübeln?

Zitat von sysop
Die AKW-Industrie wehrt sich gegen Angela Merkels Energiewende. Der Lobbyverband Atomforum rechnet mit Klagen der Konzerne. Bei E.on sind Pläne dafür offenbar schon weit fortgeschritten.
Wer soll Ihnen das verübeln?
Angela "the Asse" Merkel hat - mit dem Ausstieg aus dem Ausstieg - ihre Seele an den Teufel verkauft. Und der pocht nun (nach dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg) auf den Vertrag.
Dumm nur, das der Bürger die Zeche bezahlen wird. In der freien Wirtschaft müsste ein Manager, der so agiert damit rechnen den Staatsanwalt kennen zulernen, bzw. mit Schadenersatzklagen der Geschädigten überhäuft zu werden.
Aber Politiker kommen ja ungeschoren davon.

Die Kanzlerin hat aber noch die Frechheit, dieses völlige Versagen in der Energiepolitik als "Weitblick" zu verkaufen.
Soweit zum Amtseid, denn die Kanzlerin geschworen hat:
Da steht was von Schaden abwenden, glaube ich.

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63er 31.05.2011, 12:32
7. Atomausstieg und Energiewende

Was ist faktisch passiert? Merkel hat die ohnehin umstrittene Laufzeitverlängerung der deutschen AKW wieder kassiert. Deutschland befindet sich wieder im Status des rot-grünen Atomausstiegsplan.
Die eigentliche Frage aber ist doch die:
Wollen wir als führende Industrienation eine Technik verfolgen, die nur auf den ersten Blick umweltfreundlich ist?
Sicher, AKW's produzieren viel weniger CO2 als Gas- und Kohlekraftwerke.
Aber die Frage der Entsorgung des atomaren Müll ist nach vie vor unbeantwortet. Kein Mensch, kein Wissenschaftler kann heute sagen, wie sich jedes denkbare Entsorgungsszenario vor dem Hintergrund des Jahrtausende lang strahlenden Mülls verhält. Diese Frage hat keine der mehr oder weniger Atomenergie nutzenden Nationen beantwortet. Weil es eben keine verlässliche Antwort gibt. Und weil das so ist, taugt die Atomernergie auch nicht als Brückentechnologie.
Weder die Risiken des Betrieb, noch die der Entsorgung sind kalkulierbar. Weder ökologisch, noch ökonomisch. Nicht umsonst weigern sich weltweit alle Versicherer (und das nicht erst seit Fukuschima), die Risken der Atomenergie zu versichern.
Und nun? Gas- und Kohle als Brückentechnologie bis zu hinreichenden Energieerzeugung aus alternativen Energien. Ja! Auch vor dem Hintergrund der CO2-Thematik.
Wir haben das wirtschaftliche und wissenschaftliche Potential, erzeugte Energie immer wirtschaftlicher, umweltschonender, effizienter und sparsamer einzusetzen. Und genau da sehe ich die Hauptaufgabe der Politik, alle sich bietenden Chancen zu nutzen und zu fördern. Und wenn dazu Lobbyisten diverser Coleur auf die Füße getreten werden muss, gerne! Wir haben nur diese Chance, weil wir nur diese Erde haben!

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kdshp 31.05.2011, 12:33
8. AKW-Industrie

Zitat von sysop
Die AKW-Industrie wehrt sich gegen Angela Merkels Energiewende. Der Lobbyverband Atomforum rechnet mit Klagen der Konzerne. Bei E.on sind Pläne dafür offenbar schon weit fortgeschritten.
Hallo,

ja und das sitzt frau merkel (CDU) doch einfach aus und unsere justiz ist doch eh total überfordert. Also das muss der regierung keine angst machen und schadet am ende der "AKW-Industrie" selber am meisten. Die bundesregierung sollte jetzt knallhart handeln und die strommonopolisten zerschlagen so das endlich die strompreise in D massiv sinken können.

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bleedingme 31.05.2011, 12:36
9. Nö.

Zitat von FastFertig
EON sollte mal kleinere Brötchen backen. Sinn eines solchen Unternehmes ist, dem Land möglichst billig Energie zu liefern und nicht die Gewinnmaximierung.
Falsch. Sechs, setzen.
Man könnte argumentieren dass die Energieversorgung in Staatshand gehört. Aber einer AG ihr Gewinnstreben vorzuwerfen ist schon reichlich weit hergeholt.
Keynes hat das mal schön auf den Punkt gebracht: "Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden.
."

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