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Metropolen ab 600.000 Einwohner: Scholz plant offenbar höhere Grundsteuer für Großstä
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Bereits über die bisherigen Grundsteuerpläne von Finanzminister Scholz wird heftig gestritten. In seinem Gesetzentwurf hat der SPD-Politiker laut einem Bericht einen Zuschlag integriert, der für neuen Zoff sorgt.

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Mittelschicht 10.04.2019, 19:20
40. @#12

Sie haben einen Denkfehler. Was ist wohl günstiger/effizienter: 500 Meter Abwasserkanal in der Stadt an welchem zig Haushalte angeschlossen sind oder 500 Meter auf dem Land an welchem vielleicht 20 Haushalte angeschlossen sind ? 1 km Glasfaserkabel in der Stadt mit unzähligen zahlenden Nutzern oder 1 km auf dem Land mit 10 zahlenden Nutzern ? Ist es sinvoller einen Bus durch die Stadt fahren zu lassen mit zig Möglichkeiten einzusteigen oder selbigen erstmal mit 3 Fahrgästen 10 km über Land fahren zu lassen bis zur nächsten Haltestelle wo eh keiner steht ? Warum fordert ein Landbewohner schnelles Internet möchte aber nicht mehr dafür zahlen als ein Städter ? Es ist teurer weil weniger potenzielle Nutzer erreicht werden und bis sich die Kosten amortisiert haben dauert es Jahrzehnte. So ziemlich alle Ressourcen werden nun mal in einer Stadt effektiver genutzt.

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suplesse 10.04.2019, 19:25
41. Bin eh am überlegen

ob ich meinen Grundbesitz an den Meistbietenden verkaufe. Dieser Regierung ist nicht mehr zu helfen.Da ist zuviel Druck im Markt. Der Staat erhöht diesen Druck noch durch seine nicht zu stillende Geldgier. Ich bin mit meinen Mieten innerhalb der Mietspiegels und bleibe dort auch. Aber die Nebenkosten muss ich umlegen. Dem Mieter belastet es so oder so. Wenn ich nicht mehr umlegen darf, dann muss ich die Miete erhöhen. Daran habe ich kein Interesse, weil ich dann den "schwarzen Peter" habe.

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Leibdschor 10.04.2019, 19:27
42. #21?

Ach, und warum soll dann die Grundsteuer für mein EH auf Grundlage einer Miete errechnet werden, die ich als Eigennutzer garnicht erziele? Die Frage ist genauso erlaubt. Der Vermieter erzielt im allgemeinen Gewinn beim Vermieten, also kann er auch die Grundsteuer selber bezahlen. Für ihn ist es ein reiner Durchlaufposten für den er nicht einen Cent selbst bezahlt. Auch der Vermieter profitiert von der Lage in der Gemeinde und löhnt nichts. Ich als Eigennutzer habe keinen finanziellen Gewinn, sondern muss zahlen.

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view3000 10.04.2019, 19:27
43.

Das einfachste und beste wäre es, wenn die Grundsteuer vollständig gestrichen werden würde, denn schließlich zahlt jeder, der eine Immobilie erwirbt, eine nicht unerhebliche Grunderwerbsteuer. Als Kompensation dafür sollte eine Vermögenssteuer eingeführt werden, damit die wirklich reichen Immobilienbesitzer in der Stadt und auf dem Land zur Kasse gebeten werden. Das wäre gerechte Sozialpolitik. Den Mieter oder kleinen Reihenhausbesitzer jetzt mit der Grundsteuer abzuzocken, ist auf jeden Fall der falsche Weg. Geld muss man da holen, wo es sitzt und nicht bei denen, die gerade so über die Runden kommen.

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Crom 10.04.2019, 19:27
44.

Vielleicht sollte man die Grundsteuer einfach abschaffen und anderweitig (z.B. höhere Mehrwertsteuer) gegenfinanzieren.

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strixaluco 10.04.2019, 19:33
45. falscher Zielpunkt

Ein Hauptgrund für den Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist, dass die Wohnfläche pro Nase immer weiter steigt. Wenn man über die Grundsteuer eingreifen möchte, wäre sinnvoll, sie in problematischen Zuzugsregionen teils nach Wohnfläche pro Person zu berechnen, mit einem angemessenen Spielraum, der dafür sorgt, dass nur wirklich überproportionale Wohnflächen deutlich spürbar belastet werden. Für Vermieter könnte man sich ausserdem daran orientieren, was pro Nase verdient wird.
Alles zusammen würde helfen, Familien und WGs bessere Chancen bei der Vermietung zu geben. Der Vermieter hätte etwas davon.
Allgemein Stadthäuser zu belasten, ist absolut nicht zielführend, das wird nur auf die Mieter abgewälzt!!

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mocodelpavo 10.04.2019, 19:40
46. Blödsinn

Zitat von Leibdschor
Solange Vermieter, und damit die Grundstücksbesitzer, die Grundsteuer auf Mieter umlegen können und sie somit nicht selbst bezahlen wie Eigennutzer von Immobilien, ist sie sittenwidrig. Denn so zahlt der Mieter und nicht der Besitzer. Die Grundsteuer ist eine Steuer für Grundstücksbesitzer. Der Gleichbehandlungsgrundsatz bei Steuern ist somit nicht gegeben, damit sittenwidrig.
Letztlich zahlt in beiden Fällen derjenige die Steuer, der das Grundstück nutzt.

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leberhart 10.04.2019, 19:44
47. ist doch total egal

Die Grundsteuer wird doch eh mit dem Hebesatz multipliziert. Den können die entsprechenden Kommunen dann halt anpassen, wenn bei ihnen mehr oder weniger nach der Reform ankommt.

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damianschnelle 10.04.2019, 19:45
48. @Mittelschicht

Sie übersehen leider, dass der Bewohner auf dem Land seinen Abwasserkanal selbst bezahlen muss. Und Dank des sogenannten Anschlusszwanges kann er sich nur unter besonderen Bedingungen davon befreien lassen. Lesen Sie dazu einfachmal in den Satzungen von Wasser- und Abwasser-Zweckverbänden nach.

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Mike1108 10.04.2019, 19:48
49. SPD schafft sich ab

Glaubt Herr Scholz ernsthaft, dass diese Kosten beim Vermieter verbleiben? Großstädte sind SPD regiert, aber wohl nicht mehr lange.... Wie bei Hartz 4 kommen solche Ideen weder von Union noch FDP sondern von der SPD. Wofür steht das S eigentlich heutzutage?

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