Forum: Wirtschaft
Miet- und Kaufpreise: Wo Wohnen kaum mehr erschwinglich ist
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Wer in Großstädten und Metropolregionen lebt, gibt bis zu 30 Prozent seines Einkommens für Wohnkosten aus. Am höchsten ist der Anteil in Freiburg.

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hopenhauer 02.11.2015, 17:10
1.

Verunglückte und in der Folge inhaltlich falsche Formulierung, denn es gibt sicherlich Menschen, die mehr als 30% ausgeben - was im Artikel gemeint ist, wird vielmehr der Durchschnittswert verschiedener Städte sein.

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spon_3055608 02.11.2015, 17:10
2. Gerührt nicht Geschüttelt!

"In ... München, Regensburg oder Heidelberg geben Menschen monatlich zwischen 23 und 28 Prozent ihres Einkommens für Wohnkosten aus."
Das zeigt nur wieder mal den Unsinn von Durchschnittswerten.
Ich kenne genug Paare, Familien, Einzelpersonen, die deutlich mehr als die Hälfte ihres Einkommens für die Wohnung aufwenden m ü s s e n. Eigentlich ist das die Normalität. Die 23% kommen zustande, wenn man den Loft- mietenden Manager, mit 200'000€ monatlich mit der alleinerziehenden Sozialhilfeempfängerin in eine Topf wirft und gut schüttelt.
Was rauskommt ist irreal.

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junge39 02.11.2015, 17:11
3. Das überrascht mich echt

Wer da was anderes erwartet hat der war blauäugig.
Die Mieten steigen seit Jahren, der Staat hat nichts dagegen unternommen. Wohngesellschaften werden immer grösser. Die Städte und Gemeinden haben zum Schuldenabbau ihren Wohnungsbestand massiv verringert, Altstadtlagen wurden saniert und in Highsociety Viertel verwandelt und der normale Bürger bleibt außen vor.
Das ist halt so wie immer! Dem Reichen wird gegeben und dem Armen genommen! Prost Deutschland. Frei nach Angie " Wir schaffen die schon"

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Grafensteiner 02.11.2015, 17:12
4. Es fehlt eine wichtige Information.

Dazu gehört auch die Information, dass viele mehr als 30 % ihres Einkommens für ihr Auto ausgeben.

Wohnen ist in Deutschland noch relativ preiswert. Bedingt durch die frühere Ideologie der Sozialwohnungen, die u.a. in den 70-er Jahren deshalb aufgegeben wurde, weil viele der Sozialmieter sich durch die niedrigen Mieten ein Auto leisteten und die Parkplatzfrage die grösste Not in Deutschland wurde.

Das waren noch Zeiten. Da war der Staat noch für die Bevölkerung da. Heute ist es umgekehrt.

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aqua-vitae 02.11.2015, 17:12
5. institutionalisierte Lüge

"Die gestiegene Nachfrage treibe die Mieten weiter in die Höhe."

Da Spiegel online wie auch alle anderen Qualitätsmedien wieder mal nur unwidersprochen dem Kapitalismus nach dem Mund redet, muss sich die Wahrheit erneut im Kommentarforum verstecken: Die steigende Nachfrage ist NICHT der Grund für die immer weiter steigenden Mieten. Vielmehr ist es die ungebremste Gier der Wohnungsunternehmen nach steigender Rendite. Wachstum ist die treibende Kraft unseres Wirtschaftssystems, und Vermieter können nur durch immer weiter und immer schneller steigende Mieten so wachsen, dass eine für sie interessante Rendite dabei heraus springt.

Wohnen muss endlich zum Menschenrecht erklärt werden, die Erzielung von Rendite mit Wohnraum verboten werden, und Menschenrechte über Unternehmensrechte gestellt werden!

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freespeedy 02.11.2015, 17:17
6. quatsch

auch in kleinstädten explodieren die mietpreise. für eine 100 qm wohnung sind preise von 800 bis 1000 euro keine seltenheit. 4 zimmerwohnungen oder gar kleine häuser gibt es günstig so gut wie garnicht zwischen köln und bonn. evtl. sollten sie ihre recherche etwas professioneller gestallten.

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tfjljfds 02.11.2015, 17:19
7. Berlin ...

Ich zahle mehr als die Hälfte meines Gesamteinkommens (Job+Kindesunterhalt+Kindergeld) für die Miete. Jetzt wollte der Vermieter das Haus auch noch verkaufen. Die einzige Option war, meinen Freund zu bitten, das Haus kaufen (ist dann seines, und die Preise steigen hier wie verrückt), und ich zahle an ihn Miete weiter.
Umziehen war keine Option. Alles, was räumlich für eine 6-köpfige Familie passt, kostet hier 1500 aufwärts. Ist einfach nicht mehr machbar ... denn in Berlin verdient man eben auch nicht gut.

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lupidus 02.11.2015, 17:23
8.

Zitat von junge39
Wer da was anderes erwartet hat der war blauäugig. Die Mieten steigen seit Jahren, der Staat hat nichts dagegen unternommen. Wohngesellschaften werden immer grösser. Die Städte und Gemeinden haben zum Schuldenabbau ihren Wohnungsbestand massiv verringert, Altstadtlagen wurden saniert und in Highsociety Viertel verwandelt und der normale Bürger bleibt außen vor. Das ist halt so wie immer! Dem Reichen wird gegeben und dem Armen genommen! Prost Deutschland. Frei nach Angie " Wir schaffen die schon"
der staat hat diese entwicklung ja noch rege unterstützt. da pendler ja total schlimm für die umwelt sind, wurden die über gebühr belastet. nun hat man die wahl zwischen einer künstlich verteuerten immobilie oder einer günstigen immobilie, die man sich aber mit erhöhten verkehrskosten erkauft.

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muellerthomas 02.11.2015, 17:26
9.

Zitat von spon_3055608
Die 23% kommen zustande, wenn man den Loft- mietenden Manager, mit 200'000€ monatlich mit der alleinerziehenden Sozialhilfeempfängerin in eine Topf wirft und gut schüttelt. Was rauskommt ist irreal.
Meinen Sie ernsthaft, es gibt so viele Manager mit 200.000 Euro im Monat, die dann auch noch in Mietwohnungen leben, so dass diese Gruppe den Durchschnittswert in diversen Städten massgeblich beeinflusst?

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