Forum: Wirtschaft
Miete, Wegstrecke, Fahrtkosten : In diesen Städten lohnt sich das Pendeln aus dem Uml
Getty Images

Weil das Wohnen in Großstädten teurer wird, ziehen Menschen oft in die Peripherie und pendeln zur Arbeit. Aber ist das sinnvoll? Eine Auswertung für den SPIEGEL zeigt, in welchen Regionen sich Pendeln auszahlt - und wo nicht.

Seite 15 von 19
damianschnelle 03.01.2019, 09:52
140. @benmartin70

?Da ist der Pendlerverkehr natürlich soviel besser - ganz klar....?. Das habe ich nicht behauptet. Ich habe einfach nur darauf hingewiesen. Die Wahrheit zum Thema Pendeln liegt sicher irgendwo in der Mitte, denn alle jetzigen Pendler werden nicht in die Städte ziehen können, schon aus reinen Platzgründen. Und die Arbeitgeber werden nicht einfach mit ihren Firmen ins Umland gehen. Nur scheint es in Deutschland nicht möglich zu sein, dazu ausgewogen zu diskutieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
s.p.igel 03.01.2019, 13:51
141. Wenn die Städte Gewerbeflächen genehmigen wollen ....

....dann sollten sie auch nachweisen müssen, dass ausreichend bezahlbare Wohnungen für die Menschen, die dort arbeiten sollen, zur Verfügung stehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schnubbeldu 03.01.2019, 14:29
142. Was verstehen Sie unter "bezahlbare Wohnungen"?

Zitat von s.p.igel
....dann sollten sie auch nachweisen müssen, dass ausreichend bezahlbare Wohnungen für die Menschen, die dort arbeiten sollen, zur Verfügung stehen.
also wenn ein Gewerbegebiet mit ausschließlich hochwertiger Industrie und entsprechenden hochqualifizierten Fachkräften (insbesondere Ingenieure, Techniker, Meister) ausgeschrieben werden, dann kann man vielleicht auch den Begriff "bezahlbar" anders ansetzen, als für Gewerbegebiete, in den Logistikdienstleister, insbesondere Paketdienstleister, angesiedelt sind.

Sorry, aber Ihre Forderung ist an der Realität "vorbei". Denn a) werden die Gewerbegebiete zuerst ausgeschrieben und dann b) erst entsprechende Firmen angeworben. Somit müsste man schon klar für Gewerbegebiete schon die Branche wie Technologiepark, Logistikpark, oder auch Gewerbepark (Baugewerbe bzw. Handwerksbetriebe für die Baubranche) vorgeben. Dies mag bei der ersten Vergabe von Gelände/Grundstücke umsetzbar sein, aber ist ein Gewerbegebiet mal 10 oder 20 Jahre lang bewirtschaftet, stellt sich heraus dass durch Fimenveränderungen auch immer mehr die Branchen in einem Gewerbegebiet gemischt werden.

Und die Preisschraube für Wohnungen sind in erster Linie zum Teil die seit Jahrzehnten immer wachsenden Bauvorschriften und -vorgabe (insbesondere im Energiesektor und der Versorgungsleitungen von Elektro und sanitären Anlagen innerhalb eines Hauses, geschweige denn dass man heute auch noch ein "smart home" haben möchte) und dank mangelnden Wohnraum die immer höher steigenden Grundstückspreisen. Mein Vater hatte Anfang der 1960er Jahren für den qm-Preis noch 6 DM bezahlen müssen. Heute ist der qm-Preis vom Grundstück bei ca. 250 Euro. Und bei einem 400 qm Grundstück kommt heutzutage ein schönes Sümmchen zusammen. Auch wenn damals die Löhne vielleicht bei 400 DM im Monat gelegen hatten, so konnte man damals bei dieser Fläche mit ganzen 6 Monatsgehältern ein Baugrundstück erwerben. Heute? Können Sie sich ja mal ausreichen wieviele Monate Sie erstmal arbeiten müssen um solch ein Grundstück noch erwerben zu können.

Kommunen können auch nicht in die Glaskugel sehen und wissen nicht was in 20 Jahren relevant ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
td66 03.01.2019, 16:06
143. Fake-News

Habe mal den Test für meine Metropole und Umlandort gemacht. Die Zahlen für ÖPNV sind schöngerechnet. Und wie immer: wenn für bekanntes Unwahr, dann für Unbekanntes eben auch gefakted.
Wenn ich ÖPNV nehmen will, dann gibt es eine Haltestelle mit S-Bahn-Anschluss zum Hbf in die Metropole. Tatsächlich benötigt man für diese Strecke 22 Minuten. Allerdinsg ist der S-Bahnhof am Rand des Umlandorts, der sich bis zu 15 km entfernt. Hierzu benötigt der ÖPNV zusätzlich 20 Min. + 10-25 Min Umsteigzeit in der Rush-Hour (ansonsten auch mal 55 Minuten). Und der Hbf der Metropole leigt auch nicht am Arbeitsort. Per ÖPNV benötige ich also 1-1,5 Studnen für 15 km Luftlinie. Mit dem PKW sind es, wie richtigerweise angegeben, ca. 20 Minuten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
s.p.igel 03.01.2019, 16:07
144. Wieso so kompliziert?

Zitat von schnubbeldu
Sorry, aber Ihre Forderung ist an der Realität "vorbei".
Wenn einer Kommune z.B. einer Kommune 10.000 Wohnungen fehlen, dann darf sie erst dann wieder Gewerbebauten genehmigen, wenn diese Wohnungen geschaffen wurden. Derweil können sich Unternehmen dort ansiedeln, wo ausreichend Wohnraum vorhanden ist. Da alle Kommunen Gewerbesteuereinnahmen haben wollen, stünde sehr schnell ausreichend Wohnraum zur Verfügung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
frank@franmedia.de 03.01.2019, 16:32
145. Recherche? Doku?

Mmh. Es wurde ja schon ein paar Mal erwähnt. Die Inhalte der Studie scheinen etwas entfernt von der nett anzuklickenden Form zu sein, um es diplomatisch zu formulieren. Ich habe vor über 20 Jahren an der Grenze zu Frankfurt gearbeitet und in Frankfurt am anderen Ende und auch im Umland gewohnt. Meine Fahrzeit war jeweils etwa eine Stunde, egal ob im ÖPNV, mit dem Rad oder mit dem Auto. Ist das heute so viel besser? Ich möchte es bezweifeln. Sie geben von Hanau eine Pendelzeit von 22 Minuten mit dem ÖPNV (inkl. Verspätungen !) und 33 Minuten mit dem Auto an. Der aktuelle Bahnfahrplan (bahn.de) zeigt als schnellste Verbindung einen ICE, den Pendler kaum nutzen werden, mit 17 Minuten Fahrzeit von Hbf zu Hbf an. Selbst dann blieben nur 5 Minuten von/zum Bahnhof und für Verspätungen. Eine Frage: Hat diese Studie vor der Veröffentlichung jemand geprüft oder kritisch gelesen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rdiess 03.01.2019, 18:03
146. Beispiel München

Die Kostenersparnisse beziehen sich auf den überhitzten Markt in München. Soll heißen: Dachau u. Co. sind bei Weitem keine Schnäppchen. Wer dort wohnt, empfindet sich auch nicht als Pendler. CSU-„Strukturpolitik“ sei Dank - echte Pendler in Bayern bringen es auf 100 km einfach (und mehr).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
krustentier120 03.01.2019, 18:14
147. Fehlt nicht was?

Was ist mit der „vernichteten“ Zeit auf der Straße? Wenn ich täglich zwei Stunden pendle, und pro Arbeitsstunde 25 Eu verdiene, mache ich pro Tag 50 Eu Verlust. Das sind pro Woche 250, pro Monat 1000 Eu. Das sollte man auch berücksichtigen. Schlagen Sie das auf die Miete drauf, kriegen Sie auch wieder was in der Stadt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schnubbeldu 03.01.2019, 19:14
148. Planwirtschaft?

Zitat von s.p.igel
Wenn einer Kommune z.B. einer Kommune 10.000 Wohnungen fehlen, dann darf sie erst dann wieder Gewerbebauten genehmigen, wenn diese Wohnungen geschaffen wurden. Derweil können sich Unternehmen dort ansiedeln, wo ausreichend Wohnraum vorhanden ist. Da alle Kommunen Gewerbesteuereinnahmen haben wollen, stünde sehr schnell ausreichend Wohnraum zur Verfügung.
Was Sie hier beschreiben ist was, was mit Sicherheit VIELE in Deutschland nicht mehr wollen. Ihre Vorstellung ist dann eher in die Richtung größerer Plattenbausiedlungen der 50er bis 80er Jahren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
arvenfoerster 03.01.2019, 22:22
149. Pendeln heisst flexibel sein

Das Pendeln ist für viele die Grundvoraussetzung, um zu Hause wohnen bleiben zu können. Erst durch die Pendler erhalten strukturschwache Regionen zusätzliche Kaufkraft, die dort wiederum die lokale Wirtschaft erhält. In den Ballungsräumen steigt die Nachfrage nach knappen Wohnraum nicht so schnell an. Auch ist das Pendeln die Antwort auf eine zunehmende Forderung nach Flexibilität bei den Arbeitsplätzen. Ein Beispiel: Immer grössere Teile der mitteleuropäischen Pharmaindustrie siedeln sich im Umland von Basel an. Die Arbeitnehmer fahren hinterher und verbinden so steigende Löhne und Heimat. Das Pendeln mit individueller Mobilität wird auch zukünftig die Grundlagen des mittel- und westeuropäischen Gesellschaftsmodells bleiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 15 von 19