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Miete, Wegstrecke, Fahrtkosten : In diesen Städten lohnt sich das Pendeln aus dem Uml
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Weil das Wohnen in Großstädten teurer wird, ziehen Menschen oft in die Peripherie und pendeln zur Arbeit. Aber ist das sinnvoll? Eine Auswertung für den SPIEGEL zeigt, in welchen Regionen sich Pendeln auszahlt - und wo nicht.

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dasfred 02.01.2019, 12:44
10. Als Übersicht sehr interessant

Für die Entscheidung zum Umzug sollten aber die Faktoren wie Familienfreundlichkeit, Freizeitwert, Sozialkontakte und ähnliches angemessen berücksichtigt werden. Nur die geringeren Kosten können vieles nicht ausgleichen. Und wie sieht es mit Arbeitsplätzen aus, wenn ein Partner nach der Familienzeit in den Beruf einsteigen möchte. Da sind lange Arbeitswege für beide Partner kaum praktikabel.

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andrac1001 02.01.2019, 12:45
11. Rhein-Main/Frankfurt wird überbewertet wegen schlechter ÖPNV

Ich pendle jeden Arbeitstag vom Untertaunus zum Flughafen. Wäre kein Problem mit der S-Bahn, wenn da der leidige Main nicht wäre. Alle Bahnen werden in Frankfurt sternförmig über den HBF geleitet, was für mich bedeutet, dass ich mit der S-Bahn 10 km (einfache Strecke) Umweg habe. Ein Ring-System mit direkter Nord-Süd-Verbindung über den Fluss ist erst im Entstehen und soll ca. 2023 fertiggestellt werden (wobei hier noch nicht alle juristischen Scharmützel mit den Anrainern der neuen Strecke ausgefochten wurden). Also fahre ich weiterhin mit meinem Privat-PKW auf der total überfüllten A3, was meistens stressig und immer teuer ist. Und das, obwohl ich ein kostenloses Jobticket habe.

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magic88wand 02.01.2019, 12:46
12. Man muss nicht in die Pampa

Auch innerhalb Berlins kann man noch günstig wohnen - und mit günstiger Nahverkehrsanbindung, z.B. in Spandau oder Alt-Tegel. Dann kostet pendeln noch weniger und es dauert kaum länger als Strecken innerhalb der Stadt.

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fgemein 02.01.2019, 12:47
13. Danke auch

Täglich verstopfen Tausende Pendler die Straßen der Hamburger Innenstadt. Abgas, Lärm und ständig wird ein größerer Teil unseres Lebensraum dem Moloch Blechlawine geopfert. Als nächstes muss die urige Sternbrücke mit ihren Clubs dem Ausbau der Stresemannstraße weichen. Muss ja autogerecht werden, unser Lebensraum.
Ist bestimmt auch ein super hilfreicher Beitrag dazu, die Klimaziele zu erreichen, wenn die Menschen ermutigt werden, tgl. viele Kilometer zu pendeln! Großes Tennis SPON.

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Zwitscher 02.01.2019, 12:48
14. Nettes Foto...

.... aber als Pendler fährt man in der Regel nicht über die leere Chausseen, sondern steht entweder bei Nieselregen auf der Autobahn im Stau oder auf dem zugigen Bahngleis. Ich muss mich auch nicht um die Aufnahme in der Dorfgemeinschaft kümmern, deren Enge im realen Leben gewöhnungsbedürftig sein kann. Insbesondere im Alter bietet die Stadt mit ihrer Nahversorgung die größeren Vorteile. Dann ist man abwer vielleicht schon auf dem Land sozialisiert. Nachdem ich jahrelang Pendler war, genieße ich es, ins Büro zu radeln.

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morpheus85 02.01.2019, 12:48
15. nicht immer ist derjenige der in der Stadt wohnt schneller

Ich habe selbst jahrelang in Berlin gewohnt und gearbeitet.
Ob man wirklich schneller wenn man in der Stadt bei der Arbeit ist und welche Kosten dabei anfallen kann in einer so großen Metropole nur individuell beurteilt werden. Nichtmal als Richtwert.

Wohne ich am falschen Ende der Stadt brauche ich eventuell wesentlich länger zur Arbeit als wenn ich in einer Gemeinde wohne welche an den Bezirk wo ich arbeite angrenzt. Auch in Metropolen sind nicht alle Arbeitsplätze im Zentrum.
Selbst ohne Auto kann von anliegenden Gemeinden günstig und teilweise schneller in die Stadt gefahren werden als in Berlin selbst zum Arbeitsort.
Abgesehen davon, dass Kostenvorteile eventuell nicht das einziehe Argument sind sich für oder gegen ein Landleben zu entscheiden.

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dgs 02.01.2019, 12:50
16. Allgemeinkosten

Leider werden die Allgemeinkosten der Pendler vergessen beispielsweise Umweltschäden (CO2, Feinstaub), Straßenschäden, immense Subventionen für Dienstwagen... Aber diese Kosten trägt ja die Allgemeinheit dürfen sie deshalb vergessen werden?

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Fuxx81 02.01.2019, 12:56
17. Lebenszeit

Hier sollte man auch bedenken, dass das Pendeln wertvolle Lebenszeit kostet, die man nicht wieder bekommt.

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schnubbeldu 02.01.2019, 12:56
18. Preise im Umland ziehen an!

Wir haben vor ca. 5 Jahren eine ETW im Frankfurter Umland Richtung Darmstadt gekauft. Mag doof klingen, aber ich denke der Zeitpunkt war noch der Richtige. Denn die Preise sind in der unmittelbaren Gegend sowohl als Miet- und auch als Kaufpreise binnen den letzten 5 Jahren gestiegen. Eine ETW vergleichbarer Größe würde HEUTE ca. 30 bis 40% mehr kosten, trotzdem der Wohnstandard nicht weiter gestiegen ist (wir haben Fußbodenheizung, elekt. Rollläden, Fliesen, Solaranlage für Warmwasseraufbereitung, etc.)

Hätte unsere Ortschaft sogar einen S-Bahn Anschluss/Bahnhof wären die Preise nochmals mindestens um 10 bis 20% höher als sie jetzt schon sind. Sollte das Rhein-Main-Gebiet weiter wachsen, muss schleunigst auch entsprechend der ÖPNV neu aufgestellt und die medizinische Versorgung verbessert werden. Also so ein "Zuzuggebiet" hat auch für die Bevölkerung auch Risiken. Die Busse/Bahnen sind an der Kapazitätsgrenze, woher sollen neue Busfahrer genommen werden bei der jetzigen Arbeitsmarktlage, und die Ärzte sind überlastet.
"Wohnen" ist immer ein Kompromiss von Einschränkungen! Sei es dass man pendelt, hohe Preise vor Ort bezahlt und/oder infrastrukturelle Einbußen in Kauf nimmt.

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spigalli 02.01.2019, 12:57
19. Woher nehmen die Ihre Daten? Wohl nicht aus den angegebenen Quellen..!

Wie sehr soll ich mich eigentlich auf eine Artikel/eine Studie verlassen, die mir Ratschläge auf eine offensichtlich falschen Datenbasis gibt.
Als Beispiel: Region Stuttgart - Wohrnregion Vaihingen/Enz
1. Benötigte Zeit mit dem Auto (inkl. Stau), angeblich 27 Minuten incl. Stau. Lt Google-Maps (heute 12:40) vom Hbf zum Hbf mindestens 33 Minuten (Schnellste Route; weniger Verkehr als üblich)
2. Benötigte Zeit mit dem ÖPNV, angeblich 19,59 Minuten incl. Verspätungen, lt Google ab 15 Minuten (mit dem IC) - jedenfalls wenn man den einen Zug pro Stunde erwischt. Beim halbstündigen Zug 18 Minuten. Eigentlich müsste man hier ja eher den statistischen Erwartungswert also etwa zzgl. 15 Minuten mittlerer Wartezei angeben, oder?
3. Entfernung bis zur Innenstadt in km, angeblich 9. lt Google Maps (zu Fuß:26,8 km, mit dem Auto 33km). Da gibts wohl noch ein Vaihingen, das nicht an der Enz liegt.
4. ÖPNV-Ticketkosten pro Jahr, angeblich 2352€. Bei 7,70€ pro Einzelfahrt und 220 Arbeitstagen (efa-bw.de) wohl 3388€, als nicht übertragbares Jahresticket des VVS 1960€
5. Autokosten pro Jahr, angeblich 6300€. für 14520km also rd. 43ct/km für den angegebenen Golf. Gut, da gehen noch die 15ct Entfernungs(einfacher km!)pauschale ab, so dass der Diesel-Golf (darf der überhaupt noch rein?) nur noch 28ct/km kostet...

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