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Mieten: Die meisten Nebenkostenabrechnungen sind fehlerhaft
DPA

Für viele spielt sie längst die Rolle einer zweiten Miete: Die Nebenkostenabrechnung. Jetzt haben Experten herausgefunden, dass sie sehr häufig gravierende Fehler enthalten.

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muunoy 28.02.2019, 11:19
10. Es wird halt immer komplizierter

Die Nebenkostenabrechnung macht zumeist nicht der Vermieter, sondern ein Verwalter. Ich kann bestätigen, dass die Nebenkostenabrechnung immer komplizierter und die Prüfung immer langwieriger wird. Fehler gibt es dabei auch bei nicht-umlagefähigen Kosten. Es sind also Mieter und Vermieter gleichermaßen angeschmiert. Dummerweise muss alles auch noch innerhalb von 12 Monaten vorliegen. Auch ein mehrfacher Wechsel der Verwalter konnte bei meinen 2 Objekten das Problem nicht beheben. Ich erwarte vom Gesetzgeber wie beim Steuerrecht auch drastische Vereinfachungen bei den gesetzlichen Vorgaben.

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DeWil 28.02.2019, 11:19
11. Statistik ist nicht so die Stärke

Wenn nur Nebenkostenabrechnungen untersucht werden, die bei dem Unternehmen eingereicht werden, dann spiegeln sie nicht die Gesamheit der Nebenkostenabrechnungen wieder. Die Aussage "Die meisten Nebenkostenabrechnungen sind fehlerhaft" ist schlicht unbegründet. Möglich wäre:
"Die meisten Nebenkostenabrechnungen die von ExpertInnen geprüft werden sind fehlerhaft"

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spiegelchr 28.02.2019, 11:26
12. Nebenkostenabrechnungen sind sehr kompliziert

Der Vermieter muss viele verschiedene Punkte berücksichtigen, diverse gesetzliche Vorgaben werden regelmäßig geändert, Abrechnungen müssen angepasst werden. Bestimmte Kosten können ganz, andere nur teilweise umlegt werden. Die vielen privaten Vermieter kämpfen mit Excel-Listen und versuchen Ein- und Ausgänge in Einklang zu bringen. Da kann man schon die Übersicht verlieren. Mein Vermieter sieht es als Knobelaufgabe, die ihm Spaß macht. Für die meisten anderen dürfte es wohl eher eine Quälerei sein. Falsche Zahlen kommen wohl meistens unabsichtlich heraus. Tipps für eine richtige Nebenkostenabrechnung, welche Fristen gelten und was überhaupt abgerechnet werden darf - auch für Mieter interessant - hier: https://www.gev-versicherung.de/ratgeber/nebenkostenabrechnung-vermieter-welche-fristen-einhalten-welche-umlagen-sind-erlaubt/

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Christoph 28.02.2019, 11:26
13.

Zitat von gartenkram
Mehrere Kunden haben auf mein Anraten hin genau das getan, was Eigentümer nicht wollen: wegen Fristverfehlung und falscher Abrechnung komplett zurückgefordert. und damit werden sie durchkommen.
Ganz ehrlich finde ich das einfach nur frech, was Sie und diese Mieter da veranstalten. Ich selbst würde so etwas machen, wenn es sich wahrscheinlich um einen absichtlichen Betrug handelt, aber sicher nicht, wenn ein Vermieter einfach nur einen Fehler gemacht hat.

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ironym 28.02.2019, 11:29
14. Das behauptet Mineko mal so einfach,...

...es gibt aber keine Angaben darüber, wie sie zu den Daten gelangt sind. Woher haben sie die Abrechnungen? Wo sind die Vergleichszahlen, z.B. wieviele Abrechnungen waren richtig, wieviele Abrechnungen bzw. Nachzahlungsforderungen gibt es überhaupt? Und dann noch die letzte Frage: Haben alle 22.446 angeblich übervorteilten Mieter eine neue Abrechnung bekommen oder hat sich nicht auch Mineko mal verrechnet? Übrigens werden in Deutschland ca. 42.000.000 Wohnungen, wovon 45,0% von den Eigentümern selbst bewohnt werden

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Fantastic 28.02.2019, 11:32
15.

Natürlich müssen Vorschriften bei einer Vermietung eingehalten werden. Dagegen ist nichts einzuwenden.
Das Facit ist aber ganz neutral:
Dieser Verwaltungs und Rechtsaufwand ist für einen einzelnen privaten Vermieter nicht mehr zu stemmen.
Entsprechend werden sich "Private" nicht mehr für Mitwohnungsbau oder Vermietung geerbter Immobilien finden lassen. Dann lieber Verkauf.
Das Feld gehört in Zukunft allein größeren Unternehmen und Genossenschaften. Läuft halt so, wie überall sonst auch.
Der Weg in die Oligarchie ist gewollt und vorgezeichnet mit demokratisch gewählten Politikvertretern und entsprechenden Gesetzen. Wer dieses perfide Spiel noch nicht durchschaut hat, dem ist nicht zu helfen.

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nadennmallos 28.02.2019, 11:37
16. Umgekehrt wird auch ein Schuh draus, der Mieter ...

Zitat von matthias111
Was bitte soll daran kompliziert sein nicht zu betrügen? Die Betriebskostenverordnung ist ein Muster an Einfachheit. https://www.gesetze-im-internet.de/betrkv/BetrKV.pdf Wer das nicht versteht sollte auch nicht vermieten dürfen weil ihm selbst dafür die geistige Reife fehlt.
... er das nicht versteht, sollte auch nicht mieten dürfen, weil ihm selbst dafür die geistige Reife fehlt.

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hans-rai 28.02.2019, 11:38
17. Pauschale Nebenkostenabrechnung?

Da bin ich im Zweifel, ob das gesetzlich zulässig ist. Und es ist ja auch nicht notwendig und unfair, dem Mieter bei z.B. bei den Heizkosten eine Erstattung zu verwehren, wenn das Abrechnungsjahr relativ warm war. Nebenkostenabrechnung ist nicht wirklich schwierig zu prüfen. Es wird klar aufgeteilt zwischen den umlagefähigen und nicht umlagefähigen Kosten. Und die kann jeder Mieter in der Abrechnung sehen. Der Artikel ist insofern einfach "daneben" und SPON sollte schon mal solche "PR-Meldungen" aussortieren. Hilft niemand und vergiftet nur unnötig die Atmosphäre.

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stolte-privat 28.02.2019, 11:38
18. Einheitliche Form

Als Privatvermieter zweier Häuser in einer Kleinstadt ärgere ich mich auch jedes Jahr mit der NKA herum. Eine einheitliche Form und allgemeingültige Formeln zu Berechnung wäre hier eine echte Hilfe. Da zu meinen Mietern auch Hartz4 Empfänger gehören habe ich immer sehr viel Spaß mit dem zuständigen Amt. Sinnvolle Hausaufgaben für die Politik wäre es hier einmal Klarheit zu schaffen.

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StonyBrook 28.02.2019, 11:44
19. Erbärmlicher Artikel

Aus der Tatsache, dass von den zur Überprüfung bei Mineko eingereichten Abrechnungen viele fehlerhaft waren, kann man eben nicht schließen, das die meisten Abrechnungen falsch sind. Dazu kommt, dass
der Anbieter ein massives Interesse hat, genau diesen Eindruck zu erwecken.

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