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Mieten: Die meisten Nebenkostenabrechnungen sind fehlerhaft
DPA

Für viele spielt sie längst die Rolle einer zweiten Miete: Die Nebenkostenabrechnung. Jetzt haben Experten herausgefunden, dass sie sehr häufig gravierende Fehler enthalten.

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lunablunalarsknut 28.02.2019, 11:52
20. Sehr suspekt

Ich habe mir die Seite angeschaut. Bei gleichen Angaben ist die Nachforderung bei Abrechnung durch eine Privatperson über 240 € zu hoch und bei einer Abrechnung durch eine Hausverwaltung ca. 90 € bis 140 € zu hoch. Kommt mir nicht sehr seriös vor!

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Crom 28.02.2019, 12:02
21.

Ich vermiete möbliert an Einzelpersonen. Da gibt's dann eine Pauschalmiete und gut ist. Der Gesetzgeber macht es für Privatvermieter zunehmend unattraktiv normale Mietverhältnisse anzubieten.

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dweik01 28.02.2019, 12:05
22. Schon wieder ein Abmahnverein

mir ist ein Rätsel wie ein "Startup" ohne vollständige Durchsicht ALLER Abrechnungsbelege die Fehlerhaftigkeit feststellen kann. Dazu die pauschalen Behauptungen. fehlt noch ein Epidemiologe der aufgrund der Daten nachweist, daß 30% der Vermieter Betrüger seien. Insoweit ist Ihr Artikel - mal wieder - latent tendenziös!
Es ist selbstredend, daß die NK Abrechnungen richtig sein sollten. Es ist möglicherweise richtig, daß es auch schwarze Schafe, wie überall anders auch gibt. Aber man darf wohl davon ausgehen, daß die überwiegende Mehrheit sehr um Richtigkeit bemüht ist, der Gesetzgeber ( und die schlecht bezahlte und daher häufig selbst mietende Richterschaft) untätig bis latent parteiisch ist.
Ich mache pro Jahr selber 40 Nebenkostenabrechnungen. In der Tat gibt es erhebliche Fehlerquellen. Das liegt aber unter anderem an unserem BGH und dem Gesetzgeber! Die wollen prinzipiell baden ohne nass zu werden. Die Frage die sich alle stellen sollten, wollen wir eine möglichst einfaches, nachvollziehbares Mietverhältnis, daß zudem die Gerichte nicht belastet? Dann sollten wir keinen neuen Abmahnverein mit desaströsen Folgen fürs Gemeinwesen, wie der Deutschen Umwelthilfe zulassen. Ein Lösungsansatz wäre, per Gesetz alle Mietverhältnisse, auch bestehende zu einem Stichtag auf eine INKLUSIV-Miete umzustellen, bei der "Alles" oder "Alles ohne Strom- und Heizkosten" inkludiert ist. Dann kann man sich das ganze Geraffel sparen. Vor allem wären Mieten dann auch besser vergleichbar.

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sbva 28.02.2019, 12:06
23. Pressemitteilung des StartUps?

Übernehmen Sie jetzt einfach die Pressemitteilungen eines Start-Ups oder warum dieser Werbebeitrag? In Ihrer Überschrift sprechen Sie zudem davon, "die meisten Nebenkostenabrechnungen" seien fehlerhaft. Diese Aussage ist schlicht irreführend: Aus dem Artikel ergibt sich lediglich, dass die meisten bei dem Legal-Tech-Unternehmen eingereichten Nebenkostenabrechnungen (angeblich!) fehlerhaft sind. Mit der gleichen Argumentation könnte man auf die Statistik einer Autowerkstatt zum Zustand der dort eingelieferten Autos verweisen und reißerisch schreiben: "Die meisten Autos haben einen Defekt". Das ist wirklich kein Ihnen würdiges journalistisches Niveau.

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matthias111 28.02.2019, 12:15
24.

Zitat von nadennmallos
... er das nicht versteht, sollte auch nicht mieten dürfen, weil ihm selbst dafür die geistige Reife fehlt.
Nee der Mieter ist Kunde und muss darauf vertrauen können nicht von kriminellen oder grenzdebilen Vermietern abgezockt zu werden.
Der Mieter darf so blöd sein wie er will- er zahlt schließlich.
Der Kunde ist König.

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Ein_denkender_Querulant 28.02.2019, 12:16
25. Manigfaltige Manipulationsmöglichkeiten

Es gibt drei Arten von Fehlern:
- Nebenkosten enthalten Kosten, die nicht auf den Mieter abgewälzt werden dürfen, wie z.B. Verwaltungskosten. Das ist sehr einfach mit einem Blick auf die Abrechnung zu erkennen

- Es gibt Rechenfehler, darum lohnt es immer, manuell nachzurechnen. Auch die Originalrechnungen einzusehen, hilft, um diese Art offensichtlicher Fehler zu bemerken

- Viel schwieriger sind manipulierte Abrechnungen:
Z.B. dürfen die Grundsteuern auf die Mieter umgelegt werden. Wenn auf dem Grundstück auch Garagen sind, die in der Regel mit Rangierbereich vor den Garagen große Anteile am Grundstück haben, dürfen diese Kosten nicht auf die Mieter abgewälzt werden und müssen anteilsmäßig mit der Garagenmiete verrechnet werden. Das macht kein Vermieter, denn Garagen haben in der Regel keine Nebenkosten.

Ebenso wird, wenn Vermieter in dem Haus wohnen, oft mit falschen Quadrameterangeben gearbeitet. Die Vermieterwohnungen werden kleiner, die Mieterwohnungen größer.

Leerstehende Wohnungen tauchen in vielen Abrechnungen nicht auf, aber für die Zeit des Leerstandes zahlt der Eigentümer des Hauses, nicht die anderen Mieter.

Viele Abrechnungen von Reinigungskräften oder Gartenarbeiten sind maßlos überhöht. Es lohnt oft das Gespräch mit den Handwerken, die z.T. bestätigen, dass ebenso am privat genutzten Haus des Vermieters gearbeitet wird. Und dann werden Kosten auf Rechnungen zusammengelegt.

An solchen Punkten wird es für Mieter schwierig, das zu kontrollieren.

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karlo1952 28.02.2019, 12:18
26. Ich wüßte nicht was an einer Nebenkostenabrechnung

kompliziert und undurchschaubar sein sollte. Es gibt ca. 10 Positionen, die allesamt nachweisbar sind. Ich habe 3 Mietobjekte in WEGs, wo es seit über 10 Jahren noch mit keinem Mieter einen Fehler gab. Wüsste auch gar nicht warum. Vermieter sind nicht alle schlecht, so wenig wie Mieter. Es ist offensichtlich, dass ein Unternehmen, welches an Fehlern verdient, diese auch findet oder finden muss. Ob im Streitfall diese Recht bekommen, steht auf einem anderen Blatt.

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ctreber 28.02.2019, 12:20
27. Ungültig heisst nur aufgeschoben

...solange keine Fristen verstrichen sind. Das sind dicke "So viel ist falsch!"-Meldungen die darauf einkochen, dass es am Schluss doch nicht mehr Geld gibt.
Aber sicher, Vermieter - wie ich - sollten orderntlich abrechnen und Mieter - ich ich auch - sollten Abrechnungen ordentlich prüfen.

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bluestar2000 28.02.2019, 12:23
28. Ich verstehe das geeier "zu kompliziert" nicht ...

So lange ich Mieter war, also bis vor 5 Jahren, habe ich prinzipiell meine Nebenkostenrechnung gecheckt. Das hat mich einmal nen Aufwand gekostet, die Abhängigkeiten in der Rechnung in ein Excelfile zu "gießen" und die entsprechenden Eingangsparameter auf der Rechnung für die Folgejahre zu kennzeichnen.
Danach hab ich in ca. 15 Minuten die Nebenkostenrechnung des Folgejahres ins File einngetragen udn hatte gleich einen Vergleich über die Jahre (z.B. bezüglich Wärmekosten, Wasserverbraucht, Hausmeisterkosten, etc.) Da sieht man dann auch schön (schnell), wenn die Kosten deutlich steigen.
Aber was ist daran kompliziert? Kompliziert ist nur die Aufteilung der Wärmekosten (in einen Grundanteil - Mietparteien - und dann den Verbrauchsanteil - Wärmeverbrauch). Aber wenn man da einmal durchgestiegen ist, hat man das ja in der eigenen, nachvollziehbaren Formel.
Und dann kommen doch nur noch Hausmeister, Straßenreinigung, Gartenarbeit, Allgemeinstrom, Ableserkosten, Grundsteuer, Müll ... Das sind absolute Kosten, die zumeist auf einen qm-Anteil umgelegt werden. Da ist nichts kompliziert! Aber wenn man sich um nichts kümmern will (als Mieter), dann findet man eben Ungereimtheiten auch nicht.
Den einzigen Aufwand, den ich mir nicht gemacht habe war, die Rechnungen der Versorger (Wasser, Wärme) gegen den Verwalter zu checken, also mir die Originalrechnungen zu vorlegen zu lassen. Wenn der Verwalter / Vermieter hier schon schummelt ...

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Ein_denkender_Querulant 28.02.2019, 12:33
29. Es ist eine Geldquelle

Zitat von karlo1952
.... wo es seit über 10 Jahren noch mit keinem Mieter einen Fehler gab. Wüsste auch gar nicht warum. ...
Warum? Weil überhöhte Nebenkostenabrechnungen einen Reingewinn für den Eigentümer darstellen. Da scheint für einige die Verlockung zu groß zu sein.

Anstatt nur die Nebenkostenabrechnung korrigieren zu lassen, lohnt je nach Art des Vergehens in der Regel eine Anzeige wegen Betrug, um in den nächsten Jahren Ruhe or manipulierten Abrechnungen zu haben. Auch Vermieter sind lernfähig.

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