Forum: Wirtschaft
Mieten: Zahl der Sozialwohnungen geht erneut zurück
imago/ Rust

Städte und Kommunen bekommen den beständig steigenden Wohnungsmangel nicht in den Griff. Das ist besonders für einkommensschwache Familien ein Problem, denn gleichzeitig fallen immer mehr Wohnungen aus der Sozialbindung.

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radius21 14.08.2019, 10:12
1. Unglaublich!

Wie kann das sein? Ausgerechnet in in den traditionell uniongefühten Ländern wurde der Bestand gehalten, bzw.sogar etwas erhöht und in Brandenburg, seit je her SPD, schrumpft er.
Die Sozialdemokraten dürfen sich über nichts mehr wundern, so fällt man auch noch unter 10%.

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Nonvaio01 14.08.2019, 10:45
2. nur logisch

deutschland geht es doch bestens, kaum arbeitslose, jeder verdient super, also braucht man auch keine sozial wohnungen.

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acitapple 14.08.2019, 10:47
3.

Es sind eben früher festgelegte Verträge ausgelaufen. Hätte man seinen Laden im Griff, hätte man das vorhersehen können. Beginn, Laufzeit, Ende, ist alles transparent dargestellt. Ein Bekannter von mir hat das so gemacht. Bekam von der Gemeinde eine Förderung, musste aber für X Jahre an sozial Schwache vermieten. Danach wurde renoviert und die Wohnungen gingen an den Markt. Das ist kein Hexenwerk und müsste von den Juristen in den Gemeinden eigentlich erkannt worden sein. Oder gehört es sich für Regierende nicht sich um solch banale, weltliche Belange zu kümmern ?

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mobes 14.08.2019, 11:09
4. Nicht nötig ...

Solange in Deutschland über 1 Million Wohnungen leerstehen, benötigen wir keine neuen Sozialwohnungen. Natürlich kann nicht jeder Sozialhilfeempfänger erwarten, dass er im Zentrum von München eine Luxuswohnung bekommt. In Hof/Saale oder in Halle-Neustadt gibt es genug freie Wohnungen zu erschwinglichen Mieten.

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mimas101 14.08.2019, 11:49
5.

Zitat von mobes
Solange in Deutschland über 1 Million Wohnungen leerstehen, benötigen wir keine neuen Sozialwohnungen. Natürlich kann nicht jeder Sozialhilfeempfänger erwarten, dass er im Zentrum von München eine Luxuswohnung bekommt. In Hof/Saale oder in Halle-Neustadt gibt es genug freie Wohnungen zu erschwinglichen Mieten.
Schematisierte und unpassende Platitüde....
Wie wäre es mit der Konstellation das ein im Prekariat Beschäftigter (z.B. ein scheinselbständiger Wachmann oder eine Wachfrau die trotz allem nicht den gesetzlichen Mindestlohn wegen der mehr als nur zahlreichen Löchern) sich weder einen Umzug (z.B. wegen Arbeitsdiaspora & Co) noch eine Wohnung am Markt leisten kann?

Nö, das Problem ist das es eine zeitliche Begrenzung für Sozialwohnungen gibt und die Tatsache das bei Neuvermietung die ganzen lästigen Mietspiegel & Co nicht gelten weil die Immobilienlobby, die wie selbst überall herumtönt, ja mehr Geld braucht um angeblich in neue Wohnungen investieren zu können.

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Bibendumx 14.08.2019, 11:53
6. und Fehlbelegung?

Wieviele sind denn im gleichen Zeitraum aus der "sozialen Bedürftigkeit" herausgefallen und dürften eine Sozialwohnung nicht mehr bewohnen bzw. müssten die Fehlbelegungsabgabe zahlen? In welchen Umfang sind die Einnahmen durch die Fehlbelegungsabgabe gestiegen und was wird mit diesen Einnahmen gemacht?
Da ist doch die Kehrseite der Medaille und muss auch recherchiert werden!

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hol 14.08.2019, 12:07
7. Sozial? Wohnungen

Was verdienen eigentlich die Leute, die in den Wohnungen wohnen, die aus der Bindung fallen? Und warum darf man Leuten die in einer Sozialwohnung wohnen nicht kündigen wenn ihr Einkommen über die Berechtigungsgrenze steigt? Was passiert mit den Einnahmen der Fehlbelegungsabgabe, die zumindest in Berlin mal von gut verdienenden Sozialmietern erhoben wurde ?

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gerollheimer 14.08.2019, 12:31
8. Klassisches Politikversagen und

mir unverstaendlich, wie bei voraussehbarer Reduktion der Sozialwohnungen durch ein Ende dieser rechtlich vereinbarten Mietpreisbindung Politiker zum Rechtsbruch aufrufen und fordern, dass die vereinbarte 30 Jahre Regelung nicht mehr gelten soll. Wer wuerde sich denn dann bereit erklaeren, erneut einen solchen Deal einzugehen. Ferner hat man das Gefuehl, dass einige Politiker nicht rechnen koennen: der Staat koennte auch 100 Milliarden/Jahr zu Verfuegung stellen. Es fehlt schlicht die Baukapazität fuer die Errichtung sovieler Wohnungen. Im Gegenzug foerdert der Staat indirekt den Zwangsverkauf noch fair vermieteter privater Wohnungen in Großstaedten, da verglichen zum explodierten Marktwert die Rendite so winzig geworden ist, dass Erben die Erbschaftssteuer nicht mehr berappen koennen und in der Folge luxusanierte Eigentumswohnungen auf den Markt kommen. Alles der 0 Zins-Politik geschuldet!

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mimas101 14.08.2019, 12:38
9.

Zitat von hol
Was verdienen eigentlich die Leute, die in den Wohnungen wohnen, die aus der Bindung fallen? Und warum darf man Leuten die in einer Sozialwohnung wohnen nicht kündigen wenn ihr Einkommen über die Berechtigungsgrenze steigt? Was passiert mit den Einnahmen der Fehlbelegungsabgabe, die zumindest in Berlin mal von gut verdienenden Sozialmietern erhoben wurde ?
Eigentlich dient die Fehlbelegungsabgabe dazu keine Haushaltslöcher zu stopfen sondern bedürftige Mieter in Nicht-Sozialwohnungen entsprechend zu bezuschussen bzw. neue Sozialwohnungen zu bauen.

Allerdings - die Fehlbelegungsabgabe wurde abgeschafft...
https://de.wikipedia.org/wiki/Fehlbelegungsabgabe .
Das bedeutet das es keine Förderung mehr aus diesem Topf gibt. Mieter, die mal einen WBS-Anspruch hatten und danach mehr Einnahmen erzielten (neuer Job, Beförderung, Lohnsteigerungen, mehr Kindergeld, Nebenjob pp), bleiben in teilweise spottbilligen Wohnungen und der der einen WBS neu ergattert hat darf dann mit leeren Händen im Obdachlosenasyl logieren.

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