Forum: Wirtschaft
Mietendeckel: Die Städte verstopfen, die Dörfer veröden
Paul Zinken/dpa

Wer die Mieten in den Metropolen künstlich niedrig hält, verschärft den Konflikt zwischen Stadt und Land. Es wäre ein Drama, sollte diese Art von Wirtschaftspolitik Schule machen.

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nocowil2 23.06.2019, 11:13
90. Wohnen auf dem Land

Haben Sie schon einmal eine Mietwohnung auf dem Land gesucht ? Nein ? … lassen Sie es, denn es gibt kaum welche !

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kulupp 23.06.2019, 11:13
91. 540 € mehr für Strom

Bei heute kleineren Haushalten. Da hätten wir ja nur die Hälfte bezahlt. Ist das so? Allerdings sind das ja auch fast 20 Jahre. Dann ist unser Stromverbrauch aber konstant. Schade.

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Ein_denkender_Querulant 23.06.2019, 11:13
92. Home Office

Die zweite wichtige Veränderung wird die flächendeckende Umsetzung von Home Offices werden. Pendels wird immer seltener notwendig. Auch das wird das Land attraktiver machen. Wer aktuell Wohnungen oder Häuser zu aktuellen Preisen in Ballungszentren kauft, "hat den Schuss nicht gehört".

Der ganze Wohnungsmarkt wird sich, auch durch sinkende Bevölkerungszahlen und Bewegungen wie hin zum Tiny House massive verändern. Manchmal muss man ein paar harte Jahre überbrücken und mit einer klenen Wohnung oder längeren Pendelzeiten kompensieren. Es wird sich in den nächsten zehn Jahren alles verändern, alles.....

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bpauli 23.06.2019, 11:14
93. Wo soll das Reinigungspersonal der Regierungsgebäude etc. wohnen?

Wenn es nach H. Müller ginge, 2h weit weg von Berlin in Brandenburg mit 4h Fahrzeiten pro Tag. Und wo sollen die vielen Dienslleister im Gastgewerbe, die Studierenden und die Auszubildenden in Berlin wohnen? Wenn es nach H. Müller ginge, in den Dörfern in Brandenburg mit 4h Fahrtzeiten täglich. Und wo sollen Rentner mit niedrigen Renten wohnen? Usf. Und soll die Stadt für die zahlreichen Hartz IV Bezieher immer teurere Mieten bezahlen, wozu sie gesetzlich verpflichtet ist. Letztlich lohnt es sich dann nicht mehr in Berlin für wenig Geld zu arbeiten, weil der Staat ja die durchschnittliche Miete den Arbeitslosen bezahlen muss. Dass im Verhältnis zum Einkommen zu teure Mieten die Sozialstruktur entscheidend verändert, scheint H. Müller unbekannt oder sogar erwünscht zu sein. Am liebsten hätte H. Müller wohl Banlieue´s wie in Paris.

Ich frage mich, wieviel Aktien der grossen Wohnungskonzerne oder Eigentumswohnung in Berlin H. Müller besitzt. Etwas persönliche Transparenz würde seinem Beitrag wenigstens etwas Ehrlichkeit verleihen und man könnte seine Argumente als Interessengeleitet ja nachvollziehen. Aber sie entsprechen nicht der Mehrheit der Interessen der Berliner, berücksichtigt man das Durchschnittseinkommen.

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Jacek G 23.06.2019, 11:14
94.

Sorry, aber der Beitrag von Herrn Müller ist Blödsinn. Wenn es Wohnungen für eine Million Menschen gibt, dann kann man auch nur 5? Miete nehmen, dann werden nicht plötzlich 2 Millionen Menschen aus den Dörfern flüchten, denn dann gibt es immer noch Wohnraum für eine Million.

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eggie 23.06.2019, 11:15
95.

Beim Konzept "Stadt als Kapitalanlage" veröden die Städte und das Land gleich mit. Außerdem hat - wie der neoliberale Schreiber freilich vergessen hat- der Markt zur Folge, dass der gesamte Mittelbau der Gesellschaft und der Produktion über kurz oder lang obdachlos dastehen wird. Aber hey: für den Spiegel kein Problem.

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karlo1952 23.06.2019, 11:16
96. @ 25. Ich weiss nicht von welcher Pampa

Sie reden. Ich wohne seit ewigen Zeiten in der Pampa, habe im Umkreis von 10 km 6 Allgemeinärzte zur Auswahl, einen Aldi, Lidl, Netto, 4 Edeka. Das Internet hat VDSL und die nächste größere Stadt mit allen Fachärzten und einem Krankenhaus ist 20 km entfernt. Da kann man schön und gut leben.

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gldek 23.06.2019, 11:16
97. Sogwirkung der Sozialpolitik

Ist mit ursächlich für die Mietpreisspirale.
Sozial Schwache werden durch allerlei sozialer Wohltaten in die Städte gelockt. Dabei spielt für viele darunter der stadtnahe Arbeitsplatz keine Rolle - weil sie keinen haben und auch nicht kriegen werden oder wollen. Rentner, Hartz4-ler ohne Job-Perspektive, Unausgebildete, ...
Sie könnten genauso gut in ländlicheren Gegenden wohnen, wo das Preisniveau allgemein niedriger ist. Der Wohnraum in den Städten ist halt nicht beliebig vermehrbar ohne Vernichtung restlicher Grünflächen. Und wenn die auch noch verbaut sind ?
Für diejenigen, die Job-bedingt wirklich in der Stadt wohnen müssen, sich die Mieten gerade noch so leisten können und keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben, werden die Mieten weiter nach oben getrieben. Das nenne ich Enteignung der Mittelschicht.

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Mikrator 23.06.2019, 11:16
98. Hendrik Müller bietet eine Erfrischung für das Denken

Der Artikel führt die richtigen Grundgrössen bei diesem Monopoly der letzten Jahre
vor Augen. Ein Mietendeckel wirkt eigentlich nur als Verzögerung einer Metropolenballung und OLigopolentwicklung der Arbeits- und Wohngesellschaft.
Nur eins hat H.Müller ganz klar übersehen, Kapital und Arbeitgeber haben die Macht und undemokratische Verfügungsmachtt die Strukturen wie beschrieben zu setzen. Nur eine Elite von Arbeitnehmern und Freelancern hat die Verfügungskraft und die Solidaritätsumsetzung Gehalt und Standort seiner Arbeit zu bestimmen. Die Bedingungen bleiben deshalb in Kraft, weil die Mehrheit von Bevölkerung und Exekutive /Legislative entsprechend mitmacht oder es eben nicht durchschaut.

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zauberer2112 23.06.2019, 11:16
99. Wieso Drama?

Das hat doch in der DDR (und den anderen Staaten im Ostblock) hervorragend funktioniert. (Ironie aus). Und Nr. 1 zeigt doch, dass es tatsächlich Leute gibt, die das toll finden. Unfassbar. Es gibt doch (noch) keinen Rechtsanspruch darauf, dort zu wohnen, wo man will und dann auch noch selbst den (selbstverständlich niedrigen) Preis zu bestimmen. Oder hab' ich da was verpasst??

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