Forum: Wirtschaft
"Mietenmove" in Hamburg: Tausende demonstrieren gegen steigende Mietpreise
Markus Scholz/dpa

In Hamburg haben Tausende für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. Die Mieten in der Hansestadt gehören zu den teuersten in Deutschland - und auch 2019 wird sich daran wohl nichts ändern.

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neanderspezi 05.05.2019, 11:28
20. Auf der einen Seite ist nun mal Kapitalmehrung angesagt

Zum Wohl der Vermieter wird sich an den fortgesetzt steigenden Mieten zur Abschöpfung noch vorhandenen Geldes der Mieter wohl nichts ändern. So viel Wohlergehen auf der einen Seite und so viel finanzielle Anspannung auf der anderen Seite, sorgt wenigstens für zunehmend ungleiche Kapitalhäufung, wobei auf der einen Seite noch lange nicht das Maß voll ist und auf der anderen Seite die notwendigen Mittel zunehmend leichten Fußes abhanden kommen. Das hat doch die Politik geschickt in die Wege geleitet und jetzt muss sie nur noch Sorge tragen, dass dieses Geschehen stabil bleibt, der Mietenmove hat eine eindeutige Richtung gefunden.

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haarer.15 05.05.2019, 11:31
21. Berlin, Hamburg und München sind nur der Anfang

Klar, dass konkreter Handlungsbedarf einzufordern ist. Die Politik kann sich hier nicht mehr zurücklehnen und dann noch was faseln von funktionierender sozialer Marktwirtschaft, die auf dem Wohnungsmarkt de facto ja gar nicht mehr existiert. Aber unsere Etablierten da oben, allen voran die C- und F-Akteure haben den Schuss dummerweise immer noch nicht gehört und geben sich ignorant bis in die Haarspitzen. So der Eindruck. Den Geist kriegen sie aber in die Flasche nicht mehr zurück. Man hat die Dinge allzusehr schleifen lassen. Das Pulverfass, das sich hier großflächig aufbaut - es explodiert dann eben einmal.

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hans-rai 05.05.2019, 11:35
22. Die Immobilienblase wird platzen...

Zitat von Die linke Kobra
weil es sich so nicht rechnet. Ganz vergessen haben Sie noch Mietschäden, usw..Es gibt genügend Leute, die aus der "lukrativen" Vermietung ausgestiegen sind, weil es sich kaum rechnet und sie die Schnauze voll hatten. Auch so einer von der Links-Partei. Der konnte seine Mietwohnung nach einem Jahr Vermietung mit 15.000 Euro renovieren lassen.
...,sobald es wieder Zinsen auf Geldanlagen geben wird. Wohnungsnot erkenne ich eigentlich selbst in Hamburg nicht. Problem sind vor allem die vielen Wohnungen durch Einzelbelegung - auch Alleinstehende mit zu wenig Flexibilität, in eine kleinere Wohnung zu wechseln. Und nicht zu vergessen der vorübergehende Zuzug. Man braucht sich nur die Autokennzeichen ansehen und kann sehen, wie viele "Fremde" hier wegen Jobs usw. leben und eine Zweitwohnung belegen. Am Wochenende sind die meist weg. Geht die Wirtschaft dann mal wieder etwas in die Knie, sind die auch schnell wieder zurück in ihrem ursprünglichen Umfeld. Dafür sollte man nicht unendlich bauen und immer mehr grüne Flächen opfern.

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MissMorgan 05.05.2019, 11:47
23. Angebot und Nachfrage

Der einzelne Mieter kann durch seine Standortwahl, seinen Arbeitgeber durchaus ein Zeichen bei den Wohnungen setzen. das Argument "ich bekomme nur in der Stadt einen Job" mag ich nicht verstehen. Vielleicht gibt es nicht den genauso so tollen, gut bezahlten Job dort - das muss man für sich entscheiden. Aber dann halt auch nicht meckern.

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muunoy 05.05.2019, 11:48
24. Immobilien sind zu teuer

#1 schreibt hier, dass er oder sie noch keine Vermieter hat demonstrieren sehen. Warum sollten sie? Wenn sich das Vermieten nicht mehr lohnt, vermietet man einfach nicht mehr. Vor allem investiert man dann nicht mehr in neue Mietwohnungen. Daher sind die Grünen auf die glorreiche Idee gekommen, grundstückbesitzende Nicht-Vermieter unter Strafandrohung zu zwingen, Vermieter zu werden. Merke: Noch pöser als Vermieter sind Nicht-Vermieter. Ich investiere selbst in zwei Wohnungen, die ich noch zu erträglichen Kaltmieten vermieten kann. Beim aktuellen Preisniveau würde ich jedoch nicht mehr in neue Mietwohnungen investieren. Die Kaltmiete, die man dann verlangen müsste, wäre ich auch nicht bereit, zu zahlen. Dies auch, weil die Wohnnebenkosten wegen der gierigen Kommunen beständig steigen. Der Staat hat alles dafür getan, um das Wohnen drastisch zu verteuern. Dort, wo die Grünen Mitsprache hatten (z. B. in NRW, Hamburg und Berlin) stiegen die Wohnkosten besonders stark. Und nun suchen die undozialen Linksparteien halt nach einem Sündenbok für das eigene Versagen.

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gatopardo 05.05.2019, 11:50
25. Mietwucherei

auch in der spanischen Hauptstadt, wo die Mieten schon längst über 10€/m2 liegen . Kann nicht nachvollziehen, weshalb Vermieter oftmals für "Löcher" in der Innenstadt heute Wahnsinnspreise von 15€/m2 und mehr verlangen, wenn doch ansonsten die Lebenshaltungskosten überall in der EU kaum gestiegen sind. Seit über 10 Jahren vermiete ich meine drei Apartments in Madrid zum gleichen Preis, da ich selber einmal Miete bezahlen musste und weiss, welche Opfer viele Bürger bringen müssen. Es sollte Miethaien per Gesetz unmöglich gemacht werden, die Wohnungsnot auf diese Weise auszunutzen.

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Freidenker10 05.05.2019, 12:10
26.

Zitat von Moment_of_Zen
Auch eine Folge der EU Geldmarkt Politik mit Null bis Negativ Zins. Der Geldadel der zu fein zum Arbeiten ist, investiert halt in Mietobjekte um doch noch aus Geld Geld zu machen. Damit die Rendite stimmt steigern unweigerlich Mieten und Wohnungen werden im Premiumsegment gebaut der eben durch höhere Mieten mehr Gewinn verspricht. Dazu fortschreitende Landflucht, steigende Ansprüche, immer mehr Singles, privatisierte Wohngenossenschaften. Der perfekte Cocktail für Mietwahnsinn, soziale Spaltung, Gentrifizierung.
Möchte mal was zu dieser s.g. Landflucht sagen: Sie können doch mittlerweile 50 KM von einer Großstadt entfernt wohnen und trotzdem steigen die Mieten unaufhörlich! Da müssen sie schon im absoluten Nichts wohnen um dem Mietwahnsinn zu entgehen, aber dann pendeln Sie auch jeden Tag 100 KM zur Arbeit! Hier in Stuttgart zahlen sie Höchstmieten bin in den entferntesten S-Bahnbereich und weit darüber hinaus. Diese "günstigen" Wohngegenden finden Sie vielleicht noch im tiefsten Osten auf dem Land, aber im Süden so gut wie gar nicht mehr! Mich ärgern die Argumente der Ignoranten so nach dem Motto " wer sich die Stadt nicht mehr leisten kann soll halt aufs Land ziehen". Auch das Land ist dem Mieterhöhungswahn verfallen!

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Wolfno 05.05.2019, 12:25
27. Weniger abgaben

Der Staat kann sofort Abhilfe schaffen, wenn die Bürger mehr in die Tasche haben können sie sich eher die Teureren Wohnungen leisten, runter mit den überzogenen Steuern und Abgaben so das die Menschen mehr von Lohn haben!

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markus_wienken 05.05.2019, 12:33
28.

Zitat von starhawk2013
Nicht nur in Hamburg auch in Südeutschland ist die Wohnungsnot groß. Ich (Rentnerin) zahle ca. 2/3 meiner Rente für Miete mit Nebenkosten. Zum Leben bleibt mir (nach lebenslanger Arbeit) gerade mal 30.- Euro mehr als der Sozialhilfesatz. Gerade auch kleinere Wohneinheiten für Studenten, Rentner und Singles fehlen!
Quatsch.
Meine Tante wohnt auch in Südeutschland, zahlt erheblich weniger als 2/3 ihrer Rente für die Miete und hat auch mehr als 30 Euro über dem Sozialhilfesatz übrig.
Und nun, was sagt uns das?
Genau: rein gar nichts. Einzelschicksale sind für das Gesamtbild völlig unerheblich.

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demiurg666 05.05.2019, 12:39
29.

Ich muss gerade beruflich nach Stuttgart umziehen. Man findet einfach keine bezahlbare Wohnung. Ich wäre bereit vorübergehend eine Wohnung anzumieten die nicht meinen wirklich bescheidenen Ansprüchen genügt, doch selbst da kann ich nichts finden. Was bleibt? Neue Stelle kündigen und arbeitslos werden, sonst fällt mir nichts mehr ein.

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