Forum: Wirtschaft
"Mietenmove" in Hamburg: Tausende demonstrieren gegen steigende Mietpreise
Markus Scholz/dpa

In Hamburg haben Tausende für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. Die Mieten in der Hansestadt gehören zu den teuersten in Deutschland - und auch 2019 wird sich daran wohl nichts ändern.

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liberaleroekonom 05.05.2019, 12:45
30. Schade, ich dachte Sie hätten etwas Substanzielles beizutragen

Zitat von redwed11
Ihre zum Teil mehrfach mit identischen Text zu verschiedenen Beiträgen gesendeten Ergüsse haben immer den gleichen Aufbau. Erst kommt die Kritik an, in diesem Fall Kühnerts Ausführungen, dann kommt ein dummer Spruch Ihres angebeteten Vorsitzenden Lindner um dann zum Schluss mit einem fiktiven Beispiel aufzuzeigen, wie böse doch gegen Vermieter vorgegangen wird. Diesmal war es die erfundene Witwe in Hamburg mit den Studenten als Untermietern. Recht einfach zu durchschauen sind Ihre immer im selben Aufbau gemachte Propaganda für grenzenloses Gewinnstreben vor allem bei Vermietern. Aber Propaganda bleibt Propaganda. Sie sollten sich aber einmal die Zeit nehmen, die Geschichte von BMW anzusehen. Dann würde es nicht zu diesen falschen Aussagen kommen und das dann gleich in zwei fast identischen Beiträgen.
Und was ist jetzt Ihr Sachbeitrag zu dem Thema? Herr Kühnert äußerte sich in seinem Interview mit der ZEIT wie folgt:
„Ich finde nicht, dass es ein legitimes Geschäftsmodell ist, mit dem Wohnraum anderer Menschen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.“

Und wenn nun eine Witwe in Hamburg ihre Rente durch Vermietung ihrer zu groß gewordenen Wohnung aufbessert, betreibt sie nach den Worten von Herrn Kühnert kein legitimes Geschäftsmodell. Denn auch diese Witwe bestreitet zumindest einen Teil ihres Lebensunterhalts durch die Vermietung von Wohnraum an andere Menschen. Was gibt es an den Worten von Herrn Kühnert daran nicht zu verstehen?

Dass Sie die Diffamierung des Herrn Kühnert von ca. 4 Millionen privater Kleinvermietern, gutheißen und dazu applaudieren wundert mich nicht. Denn wie konnte ich neulich von Ihnen lesen: "Die Vermieter und Ihre Gier sind das Problem. Wenn dieses asoziale Verhalten so weitergeht hilft wirklich nur noch die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände."

Jetzt müssen Sie mir noch mitteilen, ob Sie neben den vermeintlichen Miethaien wie Vonovia & Co. mit "großen Wohnungsbeständen" auch die 4 Millionen privater Kleinvermieter enteignen/vergesellschaften/kommunalisieren oder was auch immer wollen. Soll die Witwe jetzt schnell noch an die großen Miethaie verkaufen oder warten bis der Staat sie angemessen entschädigt?

Außerdem wäre ich Ihnen und Herrn Kühnert noch für einen Tipp für meine private Altersvorsorge dankbar:
- Wohneigentum/Vermietung ist kein legitimes Geschäftsmodell.
- Aktienerwerb ist vermutlich auch ganz böse, sonst käme ja niemand auf die Idee kapitalistische Unternehmensformen wie beispielsweise BMW zu kommunalisieren.
- Riester- und Rüruprente hilft nur den Banken und Versicherungen. etc.

Ich bin jetzt allmählich etwas ratlos und auf ihren wertvollen Hinweis sehr gespannt.

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neanderspezi 05.05.2019, 12:53
31. In Deutschland ist angenehme Kapitalhäufung im Wohnsektor wichtig

Auch bei diesem Thema ist die Begrifflichkeit sehr wichtig. Der Begriff "Mietwucher" dürfte absolut out sein und wird heuer von dem eleganten Begriff "Mietenmove" abgelöst. An einem "Move" sind nun mal beide Seiten, Vermieter und Mieter, beteiligt, das heißt, es hört sich nach einem beiderseitigen einvernehmlichen "Geben" und "Nehmen" an und damit soll Ruhe bezüglich angeblich unabwendbarer sozialer Eingriffe signalisiert werden und Friede sei damit dem Land gegeben, auch wenn sich eine Seite dabei fürs schlichte Wohnen finanziell unverhältnismäßig krümmen muss. Außerdem sei einem Auftreten von so unverschämten Gelbwesten wie im Nachbarland grundsätzlich entgegengetreten, denn beim kapitalen Behauptungswettstreit soll wenigstens in Deutschland Ruhe beim "Move" unbedingt oberste Bürgerpflicht bleiben.

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thompopp 05.05.2019, 13:08
32. Vorschlag: Mietminderung

Neulich auf der Demo von einem Experten aufgeschnappt: wenn morgen alle Mieter ihre Miete auf den Mietspiegel anpassen, also ihrem Vermieter ein Mietminderungsschreiben schicken und einfach tatsächlich mit Fristeinhaltung mindern, dann gibt es entweder bald Hunderttausende Obdachlose mehr (extrem unwahrscheinlich) oder es passiert gar nichts, denn wer sollte diese Flut von Klagen der Haie bearbeiten.

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spmc-135322777912941 05.05.2019, 13:50
33. Typisch deutsche Hysterie ..

dabei liegt Berlin mit Lissabon und Madrid am unteren Ende der Preisscala europäscher Hauptstädte, und zwar € 11. In Paris sind es € 25 und in London € 30.

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m.klagge 05.05.2019, 13:51
34. Keine Panik, liebe Wucherer!

Aber zu denken geben sollte euch das kleine Häuflein aufmüpfiger Michel schon. Denn das überhaupt Leute in Deutschland auf die Strasse gehen zeigt wie drückend das Problem ist. Und auch wenn die Deutschen noch nie eine Revolution auf die Kette bekommen haben, auf den nächstbesten völlig durchgeknallten Populisten sind sie schon mal reingefallen. Und dabei haben nur ganz wenige ganz große Investoren Kasse machen können.

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VadidWyle 05.05.2019, 13:51
35. Erschreckendes Beispiel

Ich kenne da wen, der beim NDR arbeitet.
Der wohnt mit Partnerin und Kindern in einer 2-Zimmer Wohnung von bummelig 60 qm bei den Landungsbrücken. Die 2 suchen seit Jahren nach einer Wohnung, die größer und dennoch bezahlbar ist - umsonst.
Schönen Dank an die Städteplaner usw. im Hamburger Senat. Ihr habt 'nen tollen Job gemacht.
Hauptsache ist wohl, dass es sich die "Pfeffersäcke" der Stadt leisten können, dort auch zu wohnen.

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spmc-135322777912941 05.05.2019, 13:56
36.

die ständige Rechssprechung und Gesetzgebung zu Gunsten der Mieter hält viele Menschen davon ab, Geld in Wohnraum zu investieren, mich und meinen Bruder hat es sogar davon abgehalten das ererbte Mehrfamilienhaus zu behalten. Ich könnte, mit den niedrigen Zinsen sowieso, leicht 10 oder 20 Wohnungen schaffen aber dazu gehört eben auch Planungssicherheit. Solange Leute wie Stegner, Heil, Kühnert und dergleichen überhaupt etwas in Deutschland zu sagen haben mache ich lieber einen ganz grossen Bogen um das Land in dem wir alle so gerne leben.

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spmc-135322777912941 05.05.2019, 13:59
37. Der Geldadel ...

Zitat von Moment_of_Zen
Auch eine Folge der EU Geldmarkt Politik mit Null bis Negativ Zins. Der Geldadel der zu fein zum Arbeiten ist, investiert halt in Mietobjekte um doch noch aus Geld Geld zu machen. Damit die Rendite stimmt steigern unweigerlich Mieten und Wohnungen werden im Premiumsegment gebaut der eben durch höhere Mieten mehr Gewinn verspricht. Dazu fortschreitende Landflucht, steigende Ansprüche, immer mehr Singles, privatisierte Wohngenossenschaften. Der perfekte Cocktail für Mietwahnsinn, soziale Spaltung, Gentrifizierung.
Firmen wie Vonovia wurden doch nur deswegen gross weil schwiIch habndsüchtige Gemeinden ihren Wohnungsbestand verkauft haben. Ich habe das vor Jahren schon kommen sehen und mich mit Aktien dieses Unternehmens eingedeckt. Jeder der interessiert ist kann sich mal den Verlauf der Aktienkurse der letzten paar Jahr anschauen. Und ich bin garantiert kein Geldadel.

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Franziskus 05.05.2019, 13:59
38. Nicht nur Angebot und Nachfrage

Zitat von swandue
Wenn die Nachfrage größer ist als das Angebot, wie z.B. in München und Hamburg, dann lässt das steigende Preise und Mieten erwarten. Und dann kommen noch Anleger dazu, die von dieser Entwicklung profitieren wollen und sie weiter befördern. So viel kannst Du in einer Großstadt gar nicht bauen. Jedes neue Wohngebiet lässt nur neue Leute hoffen, dass sie vielleicht auch eine Wohnung finden können. Selbstverständlich war es nicht gut, dass die öffentliche Hand in großer Zahl Wohnungen verkauft hat. Als Eigentümer hatte sie ganz andere Möglichkeiten als nun als Gesetzgeber, der versucht, Vonovia & Co. Grenzen zu setzen. Helfen würde es, wenn es gelänge, Bürgern und Unternehmen Gegenden schmackhaft zu machen, in denen das Angebot an Wohnungen deutlich größer ist als die Nachfrage. Auch das ist nicht gut. Hat man eigentlich schon mal gehört, dass Vermieter demonstriert haben, die sich von der Pleite bedroht sehen?
Nicht nur Angebot und Nachfrage treiben die Mietpreise in die Höhe. Entscheidend ist die Warmmiete. Dazu gehören auch Kosten für Strom, Heizung, Wasser usw. Ein Hausbesitzer kann die Energiekosten durch eine Photovoltaikanlage drastisch reduzieren. Wir kauften 2018 Strom für ca. 1600 € und verkauften Strom für 800 €. In diesen 800 € ist der Stromverbrauch für eine Wärmepumpe (verbilligter Tarif), eine zentrale Klimaanlage und der übliche Stromverbrauch enthalten. Das ist das Ergebnis dieser abgrundtief ungerechten Energiepolitik. Wir könnten uns noch feiern lassen, weil wir so umweltfreundlich handeln. Es ist zum Kotzen, auch wenn wir Nutznießer sind.

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Proggy 05.05.2019, 14:13
39. Na dann eben 4500

Wenn lediglich 0,25% der Hamburger Einwohner, gegen "Mietenwahnsinn" auf die Straße gehen, kann man nicht wirklich von einem großen Problem in Hamburg sprechen. Zieht man davon noch die vielen Hamburger Berusfsdemonstrierer aus den entsprechend bekannten Gegenden ab....
Die Teilnehmer dürften dem Anteil der Hamburger entsprechen, denen sowieso jeder Mietzins 'zuviel' erscheint, aber gleichzeitig nicht in die günstigere Peripherie Hamburgs wechseln möchten.

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