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"Mietenmove" in Hamburg: Tausende demonstrieren gegen steigende Mietpreise
Markus Scholz/dpa

In Hamburg haben Tausende für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. Die Mieten in der Hansestadt gehören zu den teuersten in Deutschland - und auch 2019 wird sich daran wohl nichts ändern.

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Proggy 05.05.2019, 14:21
40. Investment sollte sich auch rentieren

Zitat von Franziskus
Nicht nur Angebot und Nachfrage treiben die Mietpreise in die Höhe. Entscheidend ist die Warmmiete. Dazu gehören auch Kosten für Strom, Heizung, Wasser usw. Ein Hausbesitzer kann die Energiekosten durch eine Photovoltaikanlage drastisch reduzieren. Wir kauften 2018 Strom für ca. 1600 € und verkauften Strom für 800 €. In diesen 800 € ist der Stromverbrauch für eine Wärmepumpe (verbilligter Tarif), eine zentrale Klimaanlage und der übliche Stromverbrauch enthalten. Das ist das Ergebnis dieser abgrundtief ungerechten Energiepolitik. Wir könnten uns noch feiern lassen, weil wir so umweltfreundlich handeln. Es ist zum Kotzen, auch wenn wir Nutznießer sind.
Dann ist PV Anlage entweder zu klein oder zu jung - Einige Jahre früher investiert und Erlöse des verkauften Stroms, würden die Ausgaben bei weitem übersteigen...

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so-long 05.05.2019, 14:23
41. Laut Herr K.

Zitat von VadidWyle
Ich kenne da wen, der beim NDR arbeitet. Der wohnt mit Partnerin und Kindern in einer 2-Zimmer Wohnung von bummelig 60 qm bei den Landungsbrücken. Die 2 suchen seit Jahren nach einer Wohnung, die größer und dennoch bezahlbar ist - umsonst. Schönen Dank an die Städteplaner usw. im Hamburger Senat. Ihr habt 'nen tollen Job gemacht. Hauptsache ist wohl, dass es sich die "Pfeffersäcke" der Stadt leisten können, dort auch zu wohnen.
benötigt er wohl auch nicht mehr Platz.
Warum soll es ein Anrecht auf große, chique Wohnungen im (Innen)Stadtbereich für geringes Geld geben?

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k70-ingo 05.05.2019, 15:02
42.

Zitat von Moment_of_Zen
Auch eine Folge der EU Geldmarkt Politik mit Null bis Negativ Zins. Der Geldadel der zu fein zum Arbeiten ist, investiert halt in Mietobjekte um doch noch aus Geld Geld zu machen. Damit die Rendite stimmt steigern unweigerlich Mieten und Wohnungen werden im Premiumsegment gebaut der eben durch höhere Mieten mehr Gewinn verspricht. Dazu fortschreitende Landflucht, steigende Ansprüche, immer mehr Singles, privatisierte Wohngenossenschaften. Der perfekte Cocktail für Mietwahnsinn, soziale Spaltung, Gentrifizierung.
Das macht nicht nur der pöhse Geldadel, das machen derzeit alle Immobilieneigentümer, auch Privatleute, die ihr Eigenheim seit längerem besitzen.
Schauen Sie sich mal in den Einfamilienhausvierteln um. In jedem zweiten, dritten Haus wird gewerkelt, neues Bad, Garten umgestalten, alte Heizung raus usw.
Genau deswegen ist es so schwierig, Handwerker zu bekommen.

Es ist idiotisch, sein Geld auf der Bank zinslos herumliegen zu lassen, da ist eine Investition in die Werterhaltung, bzw. Wertsteigerung seines Hauses viel sinnstiftender, zumal diese die eigene Lebensqualität erhöht.

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k70-ingo 05.05.2019, 15:07
43.

Zitat von 53er
Es führt kein Weg an der Erkenntnis vorbei, dass Merkel und ihre CDU/CSU sich ordentlich verrechnet haben. Merkel hat sich um alles gekümmert, nur nicht um ein gutes, auskömmliches und planbares Leben der Mehrheit der Bürger in Deutschland. Gut auch die SPD war dabei, aber sie hat versucht, durch die Mietpreisbremse wenigstens etwas zu tun, im Gegensatz zur CDU/CSU die alles einfach weiterlaufen ließ, frei nach den ehernen Marktgesetzen. Es ist schon seltsam, warum viele Wähler das Nichtstun der CDU/CSU ständig unterstützen und in der SPD, die wenigstens etwas versucht, den Schuldigen für ihre Misere sehen. Dazu kann man nur sagen: Ihr müßt eben gründlich nachdenken, bevor ihr wählen geht.
Ihnen ist bekannt, daß die Großstädte, in denen die Probleme mit den Mieten besonders groß sind, größtenteils über Jahrzehnte vom Mehltau des Genossenfilzes bedeckt waren?

Merkel hat mit dem gesamten Thema nichts zu tun.
Auch nicht ein bißchen.

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k70-ingo 05.05.2019, 15:18
44.

Zitat von Freidenker10
Möchte mal was zu dieser s.g. Landflucht sagen: Sie können doch mittlerweile 50 KM von einer Großstadt entfernt wohnen und trotzdem steigen die Mieten unaufhörlich! Da müssen sie schon im absoluten Nichts wohnen um dem Mietwahnsinn zu entgehen, aber dann pendeln Sie auch jeden Tag 100 KM zur Arbeit! Hier in Stuttgart zahlen sie Höchstmieten bin in den entferntesten S-Bahnbereich und weit darüber hinaus. Diese "günstigen" Wohngegenden finden Sie vielleicht noch im tiefsten Osten auf dem Land, aber im Süden so gut wie gar nicht mehr! Mich ärgern die Argumente der Ignoranten so nach dem Motto " wer sich die Stadt nicht mehr leisten kann soll halt aufs Land ziehen". Auch das Land ist dem Mieterhöhungswahn verfallen!
Dem ist nicht überall so.
Hier im Ruhrgebiet finden sich die niedrigsten Mieten und Immobilienpreise in den städtischen sozialen Brennpunkten, während die Speckgürtelkommunen trotz vielfach miserabler ÖNV-Anbindung mittlerweile das Niveau der gutbütgerlichen Stadtviertel teils schon überschritten haben.

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haarer.15 05.05.2019, 15:42
45.

Zitat von Wolfno
Der Staat kann sofort Abhilfe schaffen, wenn die Bürger mehr in die Tasche haben können sie sich eher die Teureren Wohnungen leisten, runter mit den überzogenen Steuern und Abgaben so das die Menschen mehr von Lohn haben!
Beides. Menschen hierzulande, vorallem die der unteren und mittleren Schicht sollten besser verdienen - aber auch mehr vom Lohn haben können. Die Statistik sieht gerade da für Deutschland echt nicht gut aus. Die Abgaben sind zu hoch und allen Anzeichen nach wird es nicht besser werden. Für mich gehört der Wohnungsmarkt dringend auf eine neue Grundlage gestellt, denn er bedient hauptsächlich Jene, die starke Schultern haben. So kann es nicht weitergehen.

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apfeldroid 05.05.2019, 15:55
46.

Was würde passieren, wenn z. B. gesetzlich geregelt wäre, dass niemand mehr als 5 Wohnungen besitzen dürfte? Dann würde die Spekulation wegfallen

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k70-ingo 05.05.2019, 16:12
47.

Zitat von apfeldroid
Was würde passieren, wenn z. B. gesetzlich geregelt wäre, dass niemand mehr als 5 Wohnungen besitzen dürfte? Dann würde die Spekulation wegfallen
Dann würden etliche der vier Millionen Privatvermieter nicht mehr vermieten.
Und niemand würde neue Wohnungen bauen.

Eher nicht so clever, die Idee.

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Proggy 05.05.2019, 16:27
48. Unsinn

Zitat von apfeldroid
Was würde passieren, wenn z. B. gesetzlich geregelt wäre, dass niemand mehr als 5 Wohnungen besitzen dürfte? Dann würde die Spekulation wegfallen
Meiner Meinung nach müsste dafür das GG geändert werden, es käme immer noch bei vielen Privatpersonen einer Enteigung gleich.
Wieso möchte eigentlich jeder bestimmen, wieviel ein anderer noch besitzen darf, wie er damit umgeht und was er mit seinem Vermögen zu machen hat?
Richtig Arbeiten, verzichten, sparen können und Vermögen bilden, während andere Urlaub und Party machen - dann klappt es auch mit dem eigenen Wohnraum und man ist nicht mehr von bösen Vermietern abhängig.

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karlsiegfried 05.05.2019, 16:30
49. Die Mieten werden nur noch steigen

Wer das Gegenteil erwartet oder verlangt, lebt in einer Traumwelt. Die deutschen Wohnungsprobleme gibt es in der restlichen Welt schon lange. Bis dato hat nur niemand hingeschaut. So ist das Leben und wird auch nie mehr anders sein. Die tatsächlich davon Betroffenen sind unsere Kinder. dank der soialen Politiker in Deutschland, denen ihreeigenen Interessen näher sind, als die Interessen des Volkes. Diese zu würdigen, sie meineidlich geschworen haben.

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