Forum: Wirtschaft
"Mietenmove" in Hamburg: Tausende demonstrieren gegen steigende Mietpreise
Markus Scholz/dpa

In Hamburg haben Tausende für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. Die Mieten in der Hansestadt gehören zu den teuersten in Deutschland - und auch 2019 wird sich daran wohl nichts ändern.

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redwed11 06.05.2019, 22:59
70.

Zitat von emil7685
Damit nicht jeder Horst dort einziehen kann natürlich. Es gibt nun mal nicht genügend Wohnungen in den Trendvierteln damit da jeder der es will wohnen kann. Deswegen regelt sich das eben über den Preis. Wie wollen Sie das denn sonst regeln? Staatliche Vergabestelle für Innenstadtwohnungen damit man nur noch über Beziehungen und/oder Bestechung an eine Wohnung kommt?
Hinter welchen sieben Bergen leben Sie eigentlich? Die Miethaie sind längst auch über die Außenbezirke und über das Umland hergefallen. Es geht nicht mehr um sogenannte Trendviertel sondern um die Städte und ihr Umland. Auch dort sind die Mieten nicht mehr für Normalverdiener bezahlbar. Nach Ihrer Meinung haben Menschen mit normalem Einkommen in den Städten und auch im Umland nichts zu suchen. Raus aus den Städten mit Krankenschwestern, Polizisten, Verkäuferinnen, Müllfahrer und sonstige Normalverdiener. Sollen die Ihrer Meinung nach, Minderleister, doch jeden Tag 100 km zu ihrer Tätigkeit fahren. Sind ja selber schuld, hätten ja mehr erben können. Sie haben ja eine ausgeprägte soziale Ader. Glückwunsch.

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redwed11 06.05.2019, 23:07
71.

Zitat von liberaleroekonom
Dummerweise hatte ich auch den "Fehler" gemacht fürs Alter vorzusorgen und bin jetzt noch zusätzlich Vermieter. Da mich Herr Kühnert inzwischen darüber belehrt hat, dass ich damit kein legitimes Geschäftsmodell betreibe und ich wegen meines anrüchigen Geschäftsmodells ungern die SPD zum Feind haben will, bitte ich daher nun um einen waisen Ratschlag: Soll ich die Wohnung an eine große private Wohnungsgesellschaft, also in der Regel einen Miethai (Vonovia & Co.) verkaufen, oder doch lieber warten bis Herr Kühnert mit seinen Vorstellungen durchdringt und mich dann vom Staat enteignen lassen, hoffentlich wenigstens dann mit einer angemessenen Entschädigung? Ab besten verjubel ich dann die ganze Knete indem ich ein paar Weltreisen mache und lasse mich dann im Alter von Staat versorgen. Ich bin der SPD und diesmal ganz besonders Herrn Kühnert immer wieder für ihre klugen Hinweise wirklich extrem dankbar.
An Ihnen sieht man, auch im hohen Alter ist man noch lernfähig. Aber vergessen Sie auf der Weltreise nicht eine Altenpflegerin mit zu nehmen. Dank Kühnert bleibt man von Ihren Beiträgen für längere Zeit verschont.
Übrigens, haben Sie sich endlich über die BMW Geschichte sachkundig gemacht? Ihre Ausführungen zur Geschichte von BMW waren ja völlig falsch. Das können Sie natürlich auch auf Ihrer Weltreise nachlesen. Viel Spaß.

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pittiken 07.05.2019, 08:57
72.

Zitat von mr-mucki
hier in forum, in der politik und bei wissenschaftlern wird zur zeit extrem viel geschrieben, welche Mechanismen nicht wirken gegen Wohnungsnot und Mietsteigerungen in Städten. Eine echte Lösung für dieses Problem habe ich noch nicht dabei gesehen. Eine funktionierende Mietpreisbremse bringt keinen zusätzlichen Wohnraum, eher weniger Investoren. Mehr Wohnraum schaffen ist in Städten schwierig, da verdichtet werden müsste, um Fläche zu schaffen. wohnen auf die ländliche Region zu verteilen (aus den Städten raus) würde als Konsequenz haben, lösungen für ÖPNV zu entwickeln und die menschen wieder ans pendeln zu gewöhnen. von Infrastruktur auf dem land ganz zu schweigen. bauvorschriften senken hätte schlechte auswirkung im Energieverbrauch, Barrierefreiheit und in der Gebäudesicherheit (brandschutz etc.). für mich ist es völlig unklar wo die lösung liegen kann, ausser wir alle beginnen auf viele liebgewonnene Dinge zu verzichten, wie z.b. durch eine begrenzung der wohnfläche pro Kopf auf 25 m2 gesetzlich vorgeschreiben.
25 qm pro Kopf, gesetzlich vorgeschrieben, das sind sozialistische Hirngespinste. Aber mich würde interessieren, wie Sie das durchsetzen wollen.

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pittiken 07.05.2019, 09:14
73.

Zitat von redwed11
Warum soll diese Wohnung 1500 Euro kosten. Es würden doch 400 Euro vollkommen reichen und damit wäre für den Vermieter noch ein gutes Geschäft zu machen. Wenn aber die Gier dann 1500 Euro verlangt ist es höchste Zeit, sich gegen solche Halsabschneider zur Wehr zu setzen. Warum soll den Niedriglöhner seine Wohnung verlassen? Nur weil der Vermieter den Hals nicht voll genug bekommt? Und wenn es nicht anders möglich ist, bezahlbaren Wohnraum zuerhalten, dann eben mit der Vergesellschaftung. So lange weiter diese Raffkes sich mit dem Elend der Mieter ihre Goldenen Nasen verdienen wollen, so lange werden die Forderungen nach Vergesellschaftung anhalten und immer lauter werden. Wenn Sie schwarz sehen für die Miethaie wäre das eine für das Land sehr positive Entwicklung zum Wohle der meisten Menschen. Wenn man das Land aber den Raffkes überlässt, dann muss man wirklich schwarz sehen. Denn diese Leute braucht das Land nicht.
Der Eigentümer will sein Eigentum anderen Menschen zur Nutzung überlassen, das vergessen die Billigmietenwollenden immer ganz gern. Für diese Nutzung erhält der Eigentümer eine Nutzungsgebühr, nennt sich Miete (Kaltmiete). Bei Altverträgen kann der Vermieter nur im gesetzlichen Rahmen eine Mieterhöhung vornehmen. Wenn der Niedrigentlohnte die höhere Miete nicht mehr zahlen kann und die Wohnung für den Mietzuschuss zu groß sein, dann muss der Mieter sich eine andere Bleibe suchen. Bei Neuvermietung kann sich der Vermieter aussuchen, an wen er vermietet, und solange Leute dabei sind, die bereit und in der Lage sind die 1.500 Euro zu zahlen, wem interessiert das?

Übrigens, viele Billigmietenwollenden wissen gar nicht, dass das Finanzamt ganz schnell vom Vermieter fordert, eine Miete zu verlangen, die oberhalb der Kosten angesiedelt sein muss, schließlich will das Finanzamt für den Staat Gewinne versteuern.

Und eine Verstaatlichung (Vergesellschaftung) darf nur im Interesse der Allgemeinheit geschehen (siehe GG). Und da nur einzelne betroffene Mieter nicht die Allgemeinheit sind, sind alle Forderer nach Verstaatlichung (Vergesellschaftung) Grundgesetzfeinde.

Und Irrtum, dieses Land braucht die vielen privaten Vermieter (egal wie viele Wohnungen sie besitzen oder im Bestand haben), denn der Staat KANN und WILL doch gar keine Wohnungen bauen, weil der Staat die Kohle für andere Dinge braucht.

Und wer immer auf die raffgierigen Vermieter meckert, kann doch selber für die von ihm geforderten Mietkosten bauen.

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