Forum: Wirtschaft
Mietenwahnsinn: Steht Ihnen Wohngeld zu, ohne dass Sie es wissen?
Britta Pedersen / DPA

Wohngeld ist nicht nur etwas für ganz Arme? Rund zwei Drittel der berechtigten Haushalte stellen keinen Antrag. Wer kaum die Miete zusammenkratzen kann, sollte seinen Anspruch prüfen.

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doitwithsed 26.10.2019, 08:12
1.

Wie wäre es, wenn der Staat mal seine ausufernde Steuern- und Abgabenlast ein klein wenig reduzieren würde? Dann hätten viele genug übrig, um sich nicht zu Formularknechten, Bittstellern, Würdeverlierern und Sich-vor-dem-Amt-nackt-Ausziehern zu degradieren müssen.

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dagmar1308 26.10.2019, 08:23
2. Das ist doch altbekannt

und kann im Gutachten des wissensch. Beirats beim Bumi letzten Jahres genauer nachgelesen werden. Viele Menschen sind träge, faul, informieren sich nicht oder haben nur den offiziellen Quatsch in der Schule beigebracht bekommen, mit dem sie ein fleißiger Arbeitnehmer sind aber keine
Ahnung von Finanzdingen haben, so dass diese Branche sie ausnehmen kann. Das wird dann als Beratertätigkeit verkauft. Übrigens steht im Gutachten auch was von 2 Millionen leer stehenden Wohnungen. Die Jobs sind dann etwas weiter weg. Aber 129 km Fahrt zur Arbeit, ein Weg, sind wohl hart, aber werden als Folter dargestellt, wenn überhaupt diskutiert. Dann werden diese Pendler in ihrer Not als Umweltschweine diffamiert, so zwischen den Zeilen der Großstadt Journalisten.

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faz-leser 26.10.2019, 08:32
3. Wohngeld statt Mietpreisbremse

Der wissenschaftliche Beirat des WBMi hat im Sommer 2018 in seinem Gutachten (leicht zu googeln unter "Expertenbericht Wohnung") bekanntlich folgendes empfohlen: 1. Freien Wohnungsbau ankurbeln 2. Sozialwohnungsbau und Mietpreisbremse abschaffen 3. Wohngeldanspruch ausbauen. Die Vorteile liegen auf der Hand: wir brauchen mehr Wohnungen, also dürfen Anreize, Wohnungen zu bauen, nicht abgebaut, sondern müssen eher geschaffen werden. Außerdem sollten gezielt bedürftige Mieter gefördert werden anstatt billige Wohnungen zu schaffen, die anfänglich zu Recht bezogen, aber häufig schon nach wenigen Jahren zu Lasten wirklich Bedürftiger fehlbelegt sind. Leider hat der damaligen Bundesjustizministerin dieser Vorschlag ideologisch nicht gepasst, was dazu führte, dass dieser Vorschlag sang- und klanglos in der Schublade verschwand. Schade!

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quark2@mailinator.com 26.10.2019, 08:43
4.

Was mich an Tenhagens Beiträgen wahnsinnig macht, ist der Aufbau. Jeder Leser erwartet nach der Überschrift vor allem eine klare Ansage, wer berechtigt ist und welche Kriterien gelten. Darauf kann man aber ewig warten, denn der Autor schwafelt endlos darüber, daß ja so viele Menschen berechtigt sind, aber das WG nicht beziehen. Das steht bestimmt mindestens fünfmal im Artikel. Und genau die gleiche Nummer kommt jede Woche wieder. Wird der Mann nach Silben bezahlt ? Ich habe meine Lebenszeit nicht im Lotto gewonnen und wäre dankbar, wenn diese Publikation auf Click-Bait-Überschriften und sinnlose Lesezeitverschwendung verzichten könnte. Allerdings unterstütze ich den Aufruf, daß die Menschen sich das ihnen zustehende WG auch abholen sollten - und das die Regierung endlich wieder mehr sozialen Wohnungsbau betreiben sollte.

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LottiMPavarotti 26.10.2019, 09:31
5. Wohnungsgeldrechner funktioniert nicht

Lieber Herr Tenhagen,
vielen Dank für Ihren Artikel und die Information. Der Link zum Wohnungsgeldrechner funktioniert zwar, allerdings scheint dieser fehlerhaft programmiert zu sein und "löscht" die eingegebenen Daten wenn man zum nächsten Drop-Down Formular übergeht. Was tun?

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demokratie-troll 26.10.2019, 09:59
6. Vergiftetes Angebot

Wohngeld wird ja immer scheinheilig als vereinfachtes Verfahren gepriesen, das sich nur um Miete und die Einkommensfrage kümmert. Aber das ist natürlich gelogen. Längst hat man das Gegenteil draus gemacht, um jedermann abzuschrecken, der irgendwie davonlaufen kann.

Wohngeld ist nämlich auch nur so ein Bürokratiemonster, wo der Staat mit seiner Übermacht in die Lebensweise der Bürger hineinschnüffelt, um die Leute abhängig zu machen. Obwohl sogar Superreiche heute keine Vermögenssteuer mehr zahlen, dürfen Wohngeldempfänger sich solche Fragen gefallen lassen, die faktisch identisch sind mit denen, die man den Hartz IV Sklaven aufbürdet: Haben sie Wertsachen, haben sie ein Auto, wie hoch ist das Ersparte? Wenn Sie von Rente/ Einkommen allein nicht leben können, weisen Sie ihre Existenzfähigkeit nach! Und natürlich wird auch unter die Bettdecke geguckt, ob da der Freund oder die Freundin ihre Beine ausstrecken.
Man wird auch hier nur unter Oberaufsicht irgendwelcher Bürokratenärsche gestellt, um vollständig degradiert und entwürdigt zu werden. Kein Wunder, dass keiner Wohngeld beantragen will. Nur wenn du völlig im Eimer bist und am Verrecken wie ein Hund, gehst du zu einem solchen Schweinestaat und dann kannst du auch gleich Hartz IV beantragen, um entmündigter Staatssklave zu werden und ständig deine Existenzberechtigung zu beweisen. Du wirst dazu übrigen aufgefordert, wenn du ein armer Hund bist, geh gefälligst erstmal Hartzen ehe du nen Antrag stellst!
Dabei ist das alles Mist, so ein Segelboot wie die Groch Fock ist teurer als der Pfennigzuschuss für die Armen, die in ihren teueren Bruchbuden leben!

Schon als Student hatte ich das Vergnügen bis zum Oberverwaltungsgericht durch alle Instanzen zu klagen und musste sogar meine Zwischenprüfungszeugnisse vorlegen für schlaffe 40 DM an Zuschuss damals. Das macht man einmal, um zu gewinnen, fragt sich dann aber, ob man sich das Jahr für Jahr antun will. Inzwischen ist es noch schlimmer geworden mit Bürgerfeindlichkeit und Bürokratie. Man gibt staatlicherweits sein Geld halt lieber für Segelboote aus oder für noch größeren Blödsinn zur Weltverbesserung auf Kosten der Bürger.

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lupenrein 26.10.2019, 10:03
7. Wohngeld

könnte man auch als staatliche Subvention für
notleidende Vermieter begreifen.
Weder Altbauten noch Neubauten sind heute zum
großen Teil selbst für Normalverdiener nicht mehr bezahlbar.
Viele Wohnungen sind eben heute genau deswegen nicht mehr
vermietbar.
Die Politik ist rat- und hilflos der Spekulation in der
Finanzwirtschaft ausgeliefert. Wie wär' denn mit dem Versuch,
wieder zur sozialen Marktwirtschaft zurück zu kehren ?

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isikat 26.10.2019, 10:15
8. Stimmt das?

Nach meiner Recherche spielt die Wohnungsgröße sehr wohl eine Rolle. Demnach erhält man Wohngeld nur für eine Wohnung in einer angemessenen Größe, also z. B. für eine Person für knapp 50 qm. Ein Singlehaushalt bekommt auch so gut wie nie eine Sozialwohnung, da diese meistens größer sind und damit eine bestimmte Personenanzahl vorgeschrieben wird.

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jujo 26.10.2019, 10:43
9. ....

Wie wäre es denn wenn der Staat verpflichtet wäre, Betroffene auf Ihre Rechte hinzuweisen und Kleinrentner z.B. aufzufordern einen entsprechenden Antrag zu stellen?
In Schweden wird es zumindest was die Rente angeht so gemacht.
Meine Frau wurde angeschrieben, das ihre deutsche Rente zu gering ist und ihr in Schweden entsprechend eine Rente zustehen würde, sie möge diese bitte beantragen. Uns war unbekannt, daß das möglich ist.

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