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Mietpreisbremse: In sieben Schritten zur fair bezahlten Wohnung
DPA

Die Mietpreisbremse kann wirken, wenn sie richtig genutzt wird. Doch warten Sie nicht darauf, bis die Politik handelt. Nehmen Sie Ihr Schicksal als Mieter selbst in die Hand - und zwar so.

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steffen.ganzmann 04.06.2016, 17:54
20. Alternative zu Tip Nr.7:

Man kann den vermeintlich zu hohen Teil der Miete auch einbehalten und auf ein Extrakonto einzahlen. Bekommt man vor Gericht Recht, muss man seinem Geld nicht nachlaufen, was u.U. einen zweiten Prozess erforderlich machen kann.

Andererseits bricht das sofortige Nachzahlen der Miete jede Klage bezüglich einer fristlosen Kündigung, wenn man drei Mal mit der gesamten Miete im Verzug ist - also das einbehaltene Geld bloss nicht ausgeben!

Cave!: Das klappt nur einmal während der Laufzeit des Mietvertrages ...

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spellbound 04.06.2016, 17:59
21. Natürlich

Jeder wünscht sich doch, sein Mietverhältnis mit Rechtsstreitigkeiten zu beginnen. Das wird sicher ein jahrelang währendes gutes Miteinander...
Die meisten Menschen wollen doch einfach nur in Frieden in ihrer Wohnung leben und wünschen sich ein gutes oder zumindest neutrales Verhältnis mit ihrem Vermieter. Dass man nicht wegen jeder Kleinigkeit rumnervt und dass der Vermieter auch nicht jedes Jahr die gesetzlich erlaubte maximale Mieterhöhung vorlegt.
Und die Zeiten, wo man Traumwohnungen zu bezahlbaren Preisen fand, sind doch eh vorbei.. jeder, der was suchen muss, ist doch froh, wenn er a) überhaupt was ansatzweise bezahlbares findet und b) die Wohnung bei oftmals mehreren hundert Interessenten bekommt

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forumgehts? 04.06.2016, 18:03
22. Niemand

muss Mietwohnungen bauen. Wer keine Wohnung kaufen will, soll eben auf dem Campingplatz wohnen. Wer keine Wohnung kaufen kann soll sich an den Staat wenden. Der wird das schon regeln, notfalls sogar für Deutsche. Als Privatmensch zu vermieten kann den Ruin bedeuten.

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James Talbot 04.06.2016, 18:04
23. Mietnomaden

...die abstrus mieterfreundliche Rechtsprechung und langjährige Gerichtsverfahren um zu Recht einem Mieter zu kündigen sind genau die Gründe warum kein klar denkender Mensch Wohnungen zur Vermietung baut. Dann lieber Luxus hinstellen und an solvente Käufer verkaufen. Wie wäre es mal mit der Pflicht potentieller Mieter Nachweise der Vorvermieter ueber pünktliche Mietwohnung und schadensfreie Wohnungsuebergabe vorzulegen?
Und warum hört man eigentlich vom Quotensaarlaender im Kabinett nichts zur haerteren Bestrafung von Mietnomaden?

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syracusa 04.06.2016, 18:04
24.

Zitat von vegefranz
Die Mietpreisbremse ist ein Eingriff des Staates in den Markt.
Welcher Markt? Die Menge an Wohnungen wird durch staatliche Maßnahmen künstlich begrenzt und ihre Erstellung künstlich verteuert. Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem, so dass es sich hier - genau so wie beim Arbeitsmarkt - nicht um einen Markt handelt, auf dem gleich starke und gleichberechtigte Agenten auf Augenhöhe miteinander verhandeln. Genau das ist aber Voraussetzung für das Funktionieren des Marktes.

Marktradikale Ideologen übersehen immer wieder all zu gerne, dass das Funktionieren eines Marktes von Umständen abhängt, die in vielen Märkten absolut nicht gegeben sind.

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spmc-12355639674612 04.06.2016, 18:07
25. Wenn Sie

Zitat von TomRohwer
Das sind genau die Mieter, um die ich als Vermieter einen riesengrossen Bogen mache... (Jurist? Nein danke. Lehrer? Nein danke. Leistungsorientierter Betriebswirt? Banker? Die besseres zu tun haben, als sich eine Wohnung zu erschleichen? Ja, bitte. Sehr gern.) Und das ist genau der Grund, warum ich zur Zeit nicht einen Cent in Wohnimmobilien als Anlageform investieren werde. 1,5% Rendite vor Steuern plus staatlicher Gängelung und quengeligen Mietern? Nein danke. Schnitzt Euch Euren Wohnraum doch selber... Ohne mich. (Es gibt übrigens viele sehr sichere Länder, in denen man gutes Geld mit Mietwohnungen verdienen kann, ohne halb enteignet zu werden und dafür lächerliche Kapitalrenditen zu erzielen.)
meinen, nur so wenig Rendite mit Wohnimmobilien erwirtschaften zu können, sollten Sie sich vielleicht in Gegenden umschauen, wo die Rendite noch stimmt, also nicht unbedingt in München ...
Inkl. Wertsteigerung und Miete kommt man in einigen deutschen Regionen locker auf Renditen über 5% - nach Steuern. Die Mietpreisbremse wirkt sich praktisch nicht aus, da Steigerungen weit über der Inflationsrate immer noch möglich sind. Für Vermieter bleibt also alles im grünen Bereich.

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syracusa 04.06.2016, 18:12
26. Freiheit verwirklichen, Wohnungsknappheit beenden

Es ist ein geradezu perverses Relikt der Feudalzeit, dass die Kommunen in einer merkwüdigen Nachfolge der Feudalherren Wohnraum noch immer künstlich verknappen, indem sie den Menschen die Freiheit vorenthalten, ihr eigenes Eigentum zu Wohnzwecken zu nutzen. Warum darf man ausschließlich auf ausgewiesenen Bauland wohnen? Wer irgendwo ein Stück Acker erwirbt, der sollte dann auch das Recht haben, auf seinem Eigentum sein Grundrecht auf Wohnen zu verwirklichen. Wenn der Staat schon einen Niedriglohnsektor schafft, dann soll er gefälligst auch zulassen, dass diese Niedriglöhner dann in bezahlbarem eigenem Wohnraum wohnen, also z.B. in Mobile Home Ghettos u.ä..

Erst durch solche Maßnahmen entfällt der Nachfragedruck nach billigem Wohnraum, und jeder kann dann in einer Wohnung leben, die er sich auch selbst leisten kann.

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puby 04.06.2016, 18:16
27. So,

ich bin ja nun auch Vermieter, allerdings Rendite habe ich keine. Mein Haus ist einfach zu groß für mich und der Mieter soll sich einfach an dessen Unterhalt beteiligen und zwar Anteilig zu seinem genutzten Raum. Alle die meinen Immobilien seien dazu da Rendite zu erzielen, sollten sehr aufmerksam Artikel 14 des Grundgesetzes lesen, von Rendite steht da nichts, sondern so schrecklich sozialistische Dinge, wie "Wohle der Allgemeinheit". Richtig, Allgemeinheit und nicht Hausbesitzer.

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ftester 04.06.2016, 18:17
28. Das

ist der Grund warum die Einliegerwohnung frei bleibt, können die Kids mit ihren Freunden drin übernachten. Ich bestell nur das was ich auch bezahlen kann...

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reflektionist 04.06.2016, 18:18
29. Ich als Vermieter…

...würde dann spontan Eigenbedarf anmelden, z.B. weil ich mich gerade in einer Trennung befinde und unbedingt über genau diese Wohnung verfügen muss. Die Kündigungsfrist beträgt doch nur 3 Monate. So etwas nennt sich win/win-Situation, oder Herr Tenhagen?

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