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Mietpreisbremse: In sieben Schritten zur fair bezahlten Wohnung
DPA

Die Mietpreisbremse kann wirken, wenn sie richtig genutzt wird. Doch warten Sie nicht darauf, bis die Politik handelt. Nehmen Sie Ihr Schicksal als Mieter selbst in die Hand - und zwar so.

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Spiegelleserin57 06.06.2016, 08:20
70. München?

Zitat von syracusa
Wie alle marktradikalen Kurzdenker übersehen Sie dabei völlig, dass viele Bürger die hohen Preise nicht aufbringen können, dass sie aber dennoch in der Stadt wohnen müssen, in der auch ihre Arbeit nachgefragt wird. Wie bitteschön soll denn ein Niedriglöhner, ein einfacher Polizist beispielsweise, oder eine Krankenschwester oder Pflegekraft, eine Wohnung in München finanzieren können? In einem ......
glauben Sie wirklich dass es Vermeiter interessiert ob jemand die Miete bezahlen kann?
Wir sind auf dem Freien Markt und wer die Wohnung bezahlen kann bekommt sie vermietet. So einfach ist das ! Ich selbst habe eine Großstadt verlassen eben wegen der Mietpreise und bin jetzt auch glücklich und kann die Fahrtkosten von der Steuer absetzen.
Man muss nicht im Zentrum wohnen auch wenn man dort arbeitet! Wenn Leute diesen hohen Anspruch haben müssen sie zahlen, klingt hart ist aber die Realität. Es fahren auch Züge nach München und somit ist das kein Problem!

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cosifantutte 06.06.2016, 08:25
71. Gegen steigende Mieten gibt es nur eine Antwort:

Das Angebot erweiteren, d.h., mehr Mietwohnungen überall wo nötig bauen.

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pittiken 06.06.2016, 08:36
72.

Zitat von heho_let´s_go
Die Mietpreisbremse ist ein Anfang der ständigen Steigung zu beenden. Das Gesetz ist ein Mittel zu Kontrolle der eigenen Miete- wenn sich der Vermieter daran hält, gibt es doch keine Probleme und keinen Rechtstreit. Wer Wohnraum nutzt um sich reich zu werden, hat seine Verantwortung zur Schaffung von Wohnraum und damit zur sicheren, warmen Beherbergung z.B. einer Familie, nicht erkannt und gehört auf diesem Weg gezügelt. Richtig so. Eigentum verpflichtet ! Das gilt heute wie morgen und wie gestern
Wenn Mieter die Miethöhe so k.......cke finden, meine Güte, dann soll der jammernde Mieter sich seine Bude selbst kaufen.

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syracusa 06.06.2016, 12:55
73.

Zitat von Spiegelleserin57
kann er wenn der Käufer das bezahlt. wir leben in der freien Marktwirtschaft wo alles möglich ist.
Nein, da sind Sie falsch informiert. Die unverzichtbare Grundversorgung darf nicht monopolistisch für Mondpreise genutzt werden.
Das fängt schon damit an, dass der einzige Bäcker im Dorf keine Hausverbote aussprechen darf, auch nicht für erwischte Ladendiebe. Und selbstverständlich darf er keine 100 Euro für ein Brötchen verlangen, nur weil er weiß, dass dem Käufer nix anderes übrig bleibt, diesen Preis zu bezahlen, wenn er nicht verhungern will.

Sie halten Martwirtschaft anscheinend für ein System, in dem das Recht des Stärkeren gilt. Da haben Sie sich aber ganz gewaltig geschnitten ...

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bernd.stromberg 06.06.2016, 15:23
74.

Zitat von Spiegelleserin57
wir leben in der freien Marktwirtschaft wo alles möglich ist. Wenn ich Steine für 100€ das Stück verkaufwe und finde Käufer ist das absolut o.k. weil beide sich über den Preis einig sind. Der Vermieter kann sich die Mieter aussuchen. Alles andere ist nicht relevant!
Da liegen Sie falsch.
Es gibt sehr viele Bereiche des Lebens, in denen Preis Ober- oder Untergrenzen festgelegt werden oder Preise reglementiert werden.
Zusätzlich gibt es ganz allgemein BGB § 138
Sittenwidriges Rechtsgeschäft; Wucher:
Zitat von
(1) Ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig. (2) Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen.
https://dejure.org/gesetze/BGB/138.html

Wer die Situation eines hungernden oder verdurstenden ausnutzt und ihm Brot oder Wasser für 100€ verkauft, der verstößt gegen diesen Paragraphen.
Ähnlich sieht es mit Wohnungen, als Existenzgrundlagen des Lebens aus.

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