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Mietspiegel-Auswertung: So teuer ist Wohnen in Deutschland
imago/Joko

Hohe Mietpreise machen Großstädte für viele Menschen unbezahlbar, doch auch im Umland wird es teurer. Laut einer neuen Mietspiegel-Auswertung für 350 Städte steht erstmals seit 20 Jahren nicht mehr München ganz oben.

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odapiel 20.02.2019, 09:34
10.

Zitat von yabba-dabba-doo
"In den angesagten Vierteln der Innenstadt finden Normalverdiener kaum mehr eine für sie bezahlbare Bleibe" Nicht jeder kann in den angesagten Vierteln wohnen. Das sollte doch jedem klar sein. Sonst würden wohl jeder dort wohnen. Verstehe diesen Jammersatz gar nicht. "Auffällig sind die noch immer relativ günstigen Mieten in Berlin." Und doch jammern die Berliner immer sehr gerne. Die kann man nicht mehr ernst nehmen. Die Probleme die Berlin hat, möchten andere Städte gerne haben.
Hm. Ich wohne mitten in der baden-württembergischen Pampa (kein nennenswerter OPNV, 1 Fahrstunde von Stuttgart, 2 Fahrstunden von Heidelberg und 4 Fahrstunden von Freiburg entfernt. Ist auch kein angesagtes Viertel, hier wohnen hauptsächlich Rentner, Wochenendpendler und Ausländer.

Ich zahle für 28 qm 470 Euro warm, das sind 11,43 Euro kalt und 16,79 Euro warm.

Ich sollte nach Berlin ziehen, offensichtlich bekomme ich da für die Hälfte dessen was ich bezahle eine doppelt so große Wohnung.

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singlebunch 20.02.2019, 09:36
11.

Zitat von yabba-dabba-doo
"In den angesagten Vierteln der Innenstadt finden Normalverdiener kaum mehr eine für sie bezahlbare Bleibe" Nicht jeder kann in den angesagten Vierteln wohnen. Das sollte doch jedem klar sein. Sonst würden wohl jeder dort wohnen. Verstehe diesen Jammersatz gar nicht. "Auffällig sind die noch immer relativ günstigen Mieten in Berlin." Und doch jammern die Berliner immer sehr gerne. Die kann man nicht mehr ernst nehmen. Die Probleme die Berlin hat, möchten andere Städte gerne haben.
Man sollte halt nicht den Fehler machen, von der durchschnittlichen Miete auf die Preise bei Neuvermietung zu schließen. Dann wird einem auch schnell klar, dass das nicht nur Gejammer ist.

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jonasherres 20.02.2019, 09:37
12.

Schaut man sich auf den einschlägigen Suchportalen für Immobilien um fällt auf, dass die dort angebotenen Wohnungen weit über den hier genannenten Werten liegen. So sind in Hamburg für familiengeeignete Wohnungen häufig eher 11 - 15€/m2 Kaltmiete üblich und diese damit nochmals ca 20-30% teurer als die genannten 8,67€/m2. Für günstigere, genossenschaftliche oder städtische Wohnungen, die wahrscheinlich auch in die Statistik mit eingehen, gibt es Wartelisten die in die 10.000ende gehen.

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wizzard74 20.02.2019, 09:39
13.

Zitat von spontanne
Wer aktuell eine neue Wohnung in München sucht, zahlt locker mal das Doppelte, nämlich über 20? / qm. Für unsere 80qm Wohnung zahlen wir 1.400 kalt und was Günstigeres ist schier nicht zu bekommen und wenn, dann stehst Du Dir mit 100 anderen Interessenten bei der Besichtigung die Beine in den Bauch. Der Wohnungsmarkt in München und Umland ist total überhitzt und die Stadt steht wegen des Ausweichens ins Umland vor einem Verkehrskollaps.
Ernst gemeinte Frage: Warum will dann jeder dort hin? Sind die Gehälter diesen Verhältnissen angemessen? Ist die Lebensqualität in dieser Enge noch gegeben?

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salomohn 20.02.2019, 09:42
14. Teamwork unter Städten

Die Situation könnte entspannt werden, wenn das Umland der Großstädte besser erschlossen würde. Die Randstädte werden aber mit der Anbindung des ÖPNV etc. allein gelassen. Sie können die schnelle, zeitnahe Anbindung an die Zentren nicht alleine schaffen. Die Großstädte müssten mit den umliegenden Regionen zusammen die Entwicklung planen und mitfinanzieren. Es ist in ihrem Interesse.

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Sibylle1969 20.02.2019, 09:42
15.

Die durchschnittlichen Mietspiegel-Mieten sind doch uninteressant, da die Mieten bei Neuvermietung stets deutlich höher sind. In solch einer Statistik sollten auch immer die Mieten genannt werden, die fällig werden, wenn man eine neue Wohnung sucht. In meinem Stadtteil in Frankfurt liegt der Mietspiegel für eine Wohnung, die mit meiner vergleichbar ist, bei ca. 9 Euro pro qm. Bei Neuvermietungen werden aber durchweg 15-17 Euro verlangt.

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albowitsch 20.02.2019, 09:42
16. Berlin preiswert?

Ist wohl ein Scherz.. es ist fast unmöglich, eine halbwegs bezahlbare Wohnung zu bekommen. Die knapp 7,- / qm bezahlen die, die ihre Wohnung seit langen Jahren bewohnen.
Im Freundeskreis suchen Familien mit 2 Kindern lange und vergeblich nach Wohnraum unter 10,- Euro kalt.
Und ich kann die Diskussion nicht mehr hören, dass man nicht im Szeneviertel wohnen muss. Darum geht es nicht. Aber dann haben wir bald tatsächlich nur noch neureiche Yuppies hier wohnen. Wie in Prenzlauer Berg. Grausam.

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im_ernst_56 20.02.2019, 09:45
17.

Für meine in der Stadt R. im Speckgürtel in von Hannover gelegene Eigentumswohnung lag der Mittelwert des Mietenspiegels für die Baualtersklasse und Wohnungsgröße vor vier Jahren bei 5,55 Euro, jetzt (2019) bei 6,07 Euro. Meine Mieter (letzte Mieterhöhung vor vier Jahren) zahlen seit 5,20 Euro netto kalt.

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Sonnestrandundmeer 20.02.2019, 09:47
18. Mit Gejammere Politik machen...

... scheint die Devise zu sein. Unberücksichtigt bleibt hier, dass im ländlichen Raum Wohnraum leer steht. Die steigenden Mieten in den Großstädten sind eine unmittelbare Folge davon, dass immer mehr Menschen vom ländlichen Raum in die Städte ziehen. Dies ist aber weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll. Auch der "Preis" für das Wohnen, die Miete, hat wie jeder Preis eine Lenkungsfunktion. Zum einen wirkt er mindernd auf die Nachfrage nach Wohnen in den Städten, zum anderen schafft er Anreize, dass neuer Wohnraum geschaffen wird, da Projekte in den Bereich der Profitabilität kommen. Beides ist sinnvoll.
Ansonsten kann man nur sagen: Schnelles Internet im ländlichen Raum ausbauen und dort wohnen.

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td007 20.02.2019, 09:52
19. F+B ist bekannt für unrealistische Mittelwerte

für 7 bis 10 Euro ist in Berlin keine vernünftige Wohnung zu bekommen, schon gar nicht in und um München. Der phantastisch günstige Mittelwert ergibt sich dadurch, dass aus politischen Gründen historische Mieten von vor -zig Jahren mit einbezogen werden, um den MIetspiegel künstlich niedrig zu halten. Die Gerichte spielen da mit, indem sie keine aktuellen Vergleichswohnungen zulassen, wogegen ein grosses Wohnungsunternehmen klagt, hoffentlich mit Erfolg, sonst werden nie neue Wohnungen gebaut.

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