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Migrationsdebatte: Die große Erregung über das falsche Thema
DPA

Seit Monaten kreist die deutsche Politik um das Thema Zuwanderung. Dabei haben die meisten Bürger ganz andere Sorgen. Doch sie organisieren ihre Interessen schlechter als einflussreiche Minderheiten.

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dirk1962 29.07.2018, 11:02
1. Das ist durchaus richtig

Bei mir macht sich der Eindruck breit, dass sich die Politik um Dinge kümmert, bei denen sie glaubt noch so etwas wie Handlungsfähigkeit heucheln zu können. Wer hat denn schon eine Antwort auf die Frage von jungen Menschen, wie. sie einmal ihr Alter absichern sollen? Die Rente wird einmal nur auf dem Niveau der Grundsicherung gezahlt - sparen ist wegen negativen Zinsen sinnlos. Also warum überhaupt noch Arbeiten? Nein die Politik hat jeden Bezug zur Realität der Bürger verloren.

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gantenbein3 29.07.2018, 11:03
2. Wie wäre es mit Ihnen, Herr Müller

Gesucht werden Politiker, die schlüssige Antworten finden und sie als verständliche Geschichten erzählen. Es wäre ein Präventionsprogramm gegen Zynismus und Populismus.
.
Ich habe die Thematik selten so gut erklärt gelesen, wie von Ihnen. Chapeau!

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Profdoc1 29.07.2018, 11:06
3. auf den Punkt gebracht

Vollkommen korrekt. Den Menschen sollten andere Themen deutlich wichtiger sein. Das Problem dabei: es benötigt PolitikerInnen, die klare Botschaften funken. Und hiermit meine ich kein Nationalgeschwurbel a la Horst Seehofer oder anderer Herrschaften. Das ist nicht relevant. Wichtig ist ab jetzt wieder die klare Kante hinsichtlich einer aufgeschlossenen europäisch geprägten und aufgeklärten Gesellschaft. Und mit den 10 Prozent Vollpfosten, die es immer gab, werden wir leben und deutliche Ansagen machen! Basta!

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jufo 29.07.2018, 11:09
4. SPON verschiebt seinen Schwerpunkt?

Auch SPON hat das Flüchtlingsthema breit ausgeleuchtet. Aber ich stimme zu, dass die komplexen Probleme in der Politik zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Die Politik wirkt überfordert was die Gestaltung der Zukunft angeht, man schafft nicht einmal einen flächendeckenden Breitbandausbau.

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chimonanthus 29.07.2018, 11:10
5. Endlich

Danke für den gescheiten Artikel. Endlich wird auch wird demografische Entwicklung erwähnt. Es war an der Zeit.
Allerdings, die Gegner, die nicht über den Terrand schauen, werden auch hier wieder fadenscheinige, besonders irrationelle Gründe finden, dass sich der Autor und die anderen irren.

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jh2015 29.07.2018, 11:20
6. Vielschichtige Problemstellung

Gebe dem Author nur teilweise Recht im Hinblick auf den Einfluss von Interessengruppen. Jedoch ist zu bedenken , dass die augenblickliche Debatte , die in Tendenzen ja weltweit aehnlich gefuehrt wird, auf ein sehr grundsaetzliches Problem hinweist: Die Lebensbedingungen sind regional bzw. kontinental zu unterschiedlich durch Klimawandel , politische Instabilitaet und Kriege. Als Folge davon waechst die Zahl der Migranten stark an. In den vergleichsweise " reichen und friedlichen Regionen" teilt sich die Stimmung in Unterstuetzer bzw. Gegner der Migranten. Solange die Politik keine tiefgreifenden und wirksamen Veraenderungen vornimmt ( kein Export subventionierter Agrarprodukte , Klimaprogramm, keine Stellvertreterkriege als Beispiele) wird sich der Strom weiter erhoehen, sodass die Aengste und Widerstaende bei einem Teil der Bevoelkerung weiter zunehmen. Verschaerfend kommt hinzu , dass sich genau diese Schichten der Bevoelkerung durch das wiederholte Betonen der " Migrationsgefahr" leichter von den Ursachen ( s.o.) und dem Versagen der Politik ablenken lassen. Dass andere , kleinere Anteile der Bevoelkerung in der Zwischenzeit hervorragend verdienen , geht dann ebenso unter. Hier trifft dann der vom Author getroffene Rueckschluss auf bestimmte Interessengruppen zu.

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chrismiami 29.07.2018, 11:23
7. Selbstkritik?

Danke für diesen Artikel. Anstatt nur die Politik zu kritisieren wünsche ich mir
Von Seiten der Medien aber vor allem
Auch Selbstkritik. Gibt es keine anderen wicjtigen Themen für eine Headline?

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toxit 29.07.2018, 11:24
8. Ich bin begeistert

Seit gefühlten Jahren der erste Artikel der die Tatsächlichen Probleme aufgreift. Ob Politiker gleich welcher Richtung oder die etablierten Medien scheinen ja alle nur noch ein Thema zu kennen. Es den neuen Medien unterzuschieben ist hierbei aber nicht ganz richtig. Jornalisten und Politiker haben immer noch großen Einfluss. Wenn diese Gruppe sich aber nur noch an Facebook und Twitter orientiert hat der großteil der Bevölkerung keine Chance mehr überhaupt noch Informationen über die anderen Probleme zu bekommen.

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KRD 29.07.2018, 11:29
9. Bitte nicht noch mehr Verallgemeinerungen

Nicht "die Politik" sondern speziell CSU und AFD halten das Thema hoch. Leider springen auch gerade der Mainstream darauf an. Ist ja auch spannend so eine Regierungskrise, obwohl von Anfang an die Rolle des Bettvorlegers an die CSU vergeben war. Bei dieser Regionalpartei gibt es Strategen, die noch immer von einer rechtskonservativen bundesweit agierenden Partei träumen. Bisher hatte diese Partei zum Leidwesen der Restrepublik einen einen übermäßigen bundespolitischen Einfluss. Wenn die CSU nach der Wahl in Bayern in eine Koalition eingebunden werden muss, wird sie diesen großen bundespolitischen Einfluss verlieren. Es stehen also noch stürmische Zeiten und noch mehr Geisterdebatten bevor. Und die Mainstream-Medien mischen immer weiter munter mit, statt einfach mal abzuspecken.

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