Forum: Wirtschaft
Migrationsdebatte: Die große Erregung über das falsche Thema
DPA

Seit Monaten kreist die deutsche Politik um das Thema Zuwanderung. Dabei haben die meisten Bürger ganz andere Sorgen. Doch sie organisieren ihre Interessen schlechter als einflussreiche Minderheiten.

Seite 3 von 15
giovanni.rossi 29.07.2018, 11:58
20. Endlich erkannt - aber gehandelt?

Auch Spiegel Online macht heute mit dem 8 % ?? Thema auf.
Anstatt den Bürgern sollte man den Journalisten die Schuld geben, da diese wohl nicht das berichten was die Bürger (und damit ihre Leser - und Bezahler) denken, sondern das was eine kleine Minderheit laut und aufgebauscht von sich gibt. Das gilt nicht nur für das Thema Migration sondern noch für viele andere Themen. Es sollte der "ruhigen" Mehrheit nicht vorgeworfen werden, dass sie nicht agitatorisch aktiv wird sondern den Agitatoren - wozu das führen kann haben wir schon einmal gesehen - auch jene waren mal in der Minderheit.
Also auf zur "gerechten" Berichterstattung und nicht nur das was sich gerade gut verkaufen lässt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hesseinfranken 29.07.2018, 12:05
21. Leider was vergessen

Ich stimme Herrn Müller absolut zu und wundere mich seit Monaten darüber, dass die Politik nur ein Thema zu haben scheint. Manchmal frage ich mich, ob das den Regierungen ganz recht ist, da sie andere unpoluäre Entscheidungen dahinter verstecken können. Was Herr Müller aber vergessen hat, ist, dass dieses Thema natürlich medial verstärkt wird. Ohne dass die Medien, allen voran Fernsehen und Presse, ständig in den düstersten Farben von der "Migrationsdebatte" berichten und die vielen politischen Ausrutscher "wir können nicht alle aufnehmen" (Nahles), "der Islam gehört nicht zu Deutschland" (Seehofer), "Asyltourismus" (Dobrindt) u.v.a.m. medial verstärken, wundert mich diese Phantomdiskussion überhaupt nicht. Wohnungsnot und Mietpreiswucher lässt sich auf Seite 1 halt nicht so gut darstellen. Lohndumping und der lächerliche Mindestlohn geben halt keine guten Bilder.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wasistlosnix 29.07.2018, 12:08
22. Denken bis zum nächsten Wahltermin.

Wenn morgen alle Menschen mit Migrationshintergrund Deutschland verlassen würden. Dann würde alles zusammenbrechen.
Man kann es auch einfach so sagen. Der alteingesessene Deutsche kommt bald auf die rote Liste aussterbender Kulturen. Es gehen jedes Jahr mehr als 100.000 dieser Spezies verloren. Ohne Migration wäre Deutschland komplett überaltert und die Sozialkassen schon längst pleite.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sebtur 29.07.2018, 12:08
23. München war ein guter Schritt

Die Demonstrationen, die letztens in München stattfanden, waren ein schönes Zeichen und haben mich sehr gefreut. Wir müssen mehr gegen politische Hetze und den Versuch der Ablenkung von wahren Problemen vorgehen. In einem gesunden und gerechten Staat im Formate Deutschlands sollte es kein Problem darstellen auch einer großen Anzahl schlecht gestellten Menschen zu helfen, egal woher sie kommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
charlybird 29.07.2018, 12:08
24. Hätte gar nicht gedacht,

dass ich Herrn Müller einmal so einmütig zustimme.
Die Politik interessiert sich gefühlt und wahrscheinlich tatsächlich nicht um die angesprochenen brisanten Themen, weil man da leider so ziemlich die Hosen runter lassen muss, sprich Kosten, Wege und Zahlungsmodi erklären.
Nicht umsonst feiert man viele Privatisierungspatzer nur noch im Keller und obendrein könnte all das sofort die potentiellen WählerInnen erschrecken.
Die Grünen haben das einmal drastisch erlebt, als sie vor Jahren von höheren Steuern sprach und schwupp war die Mischpoke weg und zwar in erster Linie die, die es gar nicht betraf und man war von 20 plus auf einstellig zurück.
Die SPD muss man dabei schon gar nicht mehr erwähnen, aber die wissen ja nicht woran es liegt, sagen sie, und denen die es wissen, glauben sie nicht.
Da sind populistische Nebenkriegsschauplätze eben deutlich dankbarer und man schaut ja auch nicht in erster Linie darauf den Bürgern zu dienen, sondern Wahlen zu gewinnen, bzw. Stimmen einzusammeln.
Nur die CSU hat diesmal wohl leicht überdreht, aber der Wähler ist vergesslich, wenn ich das Interview mit Gauweiler richtig erinnere.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Schlaflöwe 29.07.2018, 12:09
25. Punktlandung

Seit Monaten kreist die deutsche Politik um das Thema Zuwanderung. Dabei haben die meisten Bürger ganz andere Sorgen. Doch sie organisieren ihre Interessen schlechter als einflussreiche Minderheiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rania 29.07.2018, 12:10
26. „Einflussreiche Minderheit“???

Soweit mir bekannt ist, zeigen alle Umfragen, dass eine übergroße Mehrheit gegen die laxe Zuwanderunspolitik Merkels & Co. stimmt. Ich sehe daher absolut nicht, dass es da etwa die von Ihnen beschriebene „einflussreiche Minderheit“ gäbe. Die Ablehnung gegen ein Weiterso in der Migrationspolitik, also gegen ein Zuviel an Einwanderung - insbesondere in unsere Sozialsysteme - geht meines Wissens quer durch alle Bevölkerungsschichten. Und die jüngsten Diskussionen um Özil & Co. dürften diese Einstellung sogar noch weiter verfestigen. Bevor man eine gegenteilige Behauptung aufstellt, sollte man seitens der Spiegel-Redakteure zunächst doch besser die Landtagswahlen in Bayern und Hessen und ggf. in der Folge die Neuwahlen auf Bundesebene abwarten, dann WISSEN wir endlich mehr und können definitiv beurteilen, wer recht hat...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-1797242984 29.07.2018, 12:10
27. Eigentlich doch genau richtig...

Sie stellen fest: " Nun setzen sich im politischen Geschäft nicht mehr unbedingt diejenigen durch, die besonders effektiv Abgeordnete und Beamte zu bearbeiten vermögen - sondern diejenigen, die die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich lenken."

Ich meine: Es ist doch ein Segen das diese Hinterzimmereinflussnahme durch socal media Publizität hier und da den Entscheidungträgern eine Unsicherheit in ihrem Tun und Entscheiden Aufbürdet.

Im schlimmsten Fall wird die Hinterzimmer Minorität durch Social Media Minorität in der Meinungsmache ersetzt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gankuhr 29.07.2018, 12:11
28.

Dieser Artikel trifft genau das, was ich seit Jahren empfinde: die falschen Themen werden jeden Tag hoch und runtergekocht. Das war letztes Jahr der Terror, dieses Jahr die Flüchtlingsdebatte. So tragisch 30 Tote bei einem Anschlag sind - alleine in der Zeit, die ein Politiker medienwirksam auf deren Trauerfeier verbringt, sind ebenso viele Menschen in Deutschland an krebs gestorben. Und in der Stunde danach wieder. Laut Statistik sterben in Deutschland 200.000 Menschen pro Jahr an krebs, das sind knapp 100 pro Stunde. Der Fokus auf Terror ist völlig falsch und irrational, jeder euro, den wir zur medienwirkasmen Sicherung von Weihnachtsmärkten ausgeben, wäre in der Krebsforschung besser aufgehoben. Ähnlich verhält es sich mit dem "Problem" der Gewaltdelikte von Flüchtlingen. Sie sind vielleicht da - aber von 100, die Angst davor haben, werden 99 niemals damit in Kontakt kommen und ca 50 von einem Tumor zumindest lebensgefährlich bedroht.

Und diese Umfrage, die im Artikel erwähnt wird, zeigt sogar, dass die meisten Deutschen das wissen. Um so verwunderlicher, das Medien und Politiker trotzdem auf den Populismus-Zug aufspringen. Für mich werden momentan Parteien unwählbar, weil sie meinen, sich unbedingt nach rechts orientieren zu müssen, in der Angst, die AFD gräbt ihnen die Wähler ab. Dabei vergessen sie, das sie damit in der Mitte und links wiederum Wähler verlieren. Vielleicht sollten sie Mal etwas Vernunft walten lassen und die wirklich wichtigen Sachen im Wahlkampf pushen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wurzer 29.07.2018, 12:12
29. Zuwanderung

Wieder ein Artikel, welcher die wahren Sorgen der Bürger klein redet.
In meinem grossen Bekanntenkreis spielt das Thema “Asylpolitik“, eine große Rolle.
Die Kosten die durch diese nicht enden wollende Einreise von Flüchtlingen aller Art entstanden sind, wären notwendig um die von Ihnen genannten „Sorgen“ der Bürger wenigstens teilweise zu beseitigen bzw.zu finanzieren (mind. 20 Mrd. Pro Jahr).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 15