Forum: Wirtschaft
Migrationsdebatte: Die große Erregung über das falsche Thema
DPA

Seit Monaten kreist die deutsche Politik um das Thema Zuwanderung. Dabei haben die meisten Bürger ganz andere Sorgen. Doch sie organisieren ihre Interessen schlechter als einflussreiche Minderheiten.

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wasp76 29.07.2018, 12:48
40. Recht hat er...

... die große Mehrheit zahlt Steuern und bewältigt den Alltag. Für alle Politiker sollte diese Mehrheit das Maß sein. Kinderbetreuung, Arbeitsplatz, Sicherheit und die Chance ein Vermögen aufzubauen - mehr braucht es nicht. It‘s the Economy Studid!

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landei23 29.07.2018, 12:49
41. Wen wunderts?

Wie soll sich die Politik denn auch auf die wirklich wichtigen Themen konzentrieren, wenn von rechtsextremen erfolgreich mit Lügen und Hass in relevanten Teilen der Bevölkerung durchaus erfolgreich Angst und Zweifel an Wahrheiten geschürt wird? Demokratien sind in ihrer Konstruktion eher weniger geeignet, mit diesen Effekten umzugehen. Die Regierung müsste zunächst dieses Problem lösen - sonst werden die übermotionalisierten Themen weiter primär wahrgenommen und vom Volk vermehrt mit Regierungsunfähigkeit gleichgesetzt und die Rechten „gewinnen“.

Prinzipiell verstehe ich die Rechten ja - wenn Sie keine Themen erfinden haben Sie ja keine Politikfelder, bei denen sie etwas anzubieten haben. Blöd nur, dass wir als Gesellschaft und unsere Repräsentanten dem Treiben nichts entgegen zu setzen haben. Richten wir uns also mal auf eine sehr lange Zeit ein, die eher wieder Richtung Mittelalter zeigt.

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dhmo 29.07.2018, 12:52
42. Nun ja

Es ist das Flüchtlingsthema, welches die EU auseinandertreibt und Rechtspopulisten in Regierungen bringt. Die Flüchtlingsströme bleiben und wir haben kein wirkliches Konzept, kein Einwanderungsgesetz und keine europäische Lösung. Es wäre ein Fehler, jetzt so zu tun, als wäre das Thema erledigt. In Bezug auf die mittel- und langfristige Entwicklung Euopas ist das Flüchtlingsthema eines der zurzeit wichtigsten überhaupt. Das Problem jetzt kleinzuschreiben wäre lediglich der Versuch, dem Druck der AfD und Konsorten auszuweichen und die Aufmerksamkeit umzulenken. Das wird Lösungen eher verhindern.

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1337h4x0r 29.07.2018, 12:55
43. Geld verdienen mit Hass und Hetze

Mit Hass und Hetze gegen Zuwanderer lässt sich eine Menge Geld verdienen: Von Fox News, Facebook, Breitbart... über Daily Mail, Telegraph, Daily Express... bis hin zu Will, Plasberg und Tichy.

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haarer.15 29.07.2018, 12:57
44. Ausgehetzt

Zitat von sebtur
Die Demonstrationen, die letztens in München stattfanden, waren ein schönes Zeichen und haben mich sehr gefreut. Wir müssen mehr gegen politische Hetze und den Versuch der Ablenkung von wahren Problemen vorgehen. In einem gesunden und gerechten Staat im Formate Deutschlands sollte es kein Problem darstellen auch einer großen Anzahl schlecht gestellten Menschen zu helfen, egal woher sie kommen.
München war ein guter erster Schritt - ja. Es gibt dort viele engagierte und aufgeklärte Bürger, denen es nicht egal ist, was die herrschende Politik mit ihnen macht. Es müsste sich dringend eine Volksbewegung bilden, welche die wahren Probleme, die wir im Land haben, anmahnen. Es gibt genug davon.

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kurt. 29.07.2018, 12:58
45. Das hängt direkt zusammen

Wenn Herr Müller ernsthaft behauptet, dass es keine Auswirkungen auf die Wohnraumknappheit oder den Mietspiegel habe, wenn sich die Zahl der Wohnungssuchenden durch Zuwanderung massiv erhöht, dass es keine Auswirkungen auf das Gesundheitssystem habe, wenn die Notaufnahmen überfüllt sind von Flüchtlingen, die es nicht gewohnt sind, zunächst eine Praxis aufzusuchen, und dass es keine Auswirkungen auf das Bildungssystem habe, wenn in einer Grundschulklasse plötzlich 50% der Schüler Mgrationshintergrund und keine Deutschkenntnisse haben, und keine Auswirkungen auf die Zukunftsfähigkeit, wenn 40 Milliarden des Bundeshaushalts in Flüchtlingshilfe gehen statt etwa in Forschung und Entwicklung, dann ignoriert er völlig offensichtliche und direkte Zusammenhänge, weil sie seiner politischen Agenda im Weg stehen.

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klaiberwolfgang 29.07.2018, 12:59
46. ... Medien!!!

Es sind nicht die Menschen sondern die Medien die diesen ganzen Mist so aufblasen. Alleine SPON hat in den letzten Wochen gefühlte 2.000 Artikel über Özil geschrieben und nicht mal 10 über soziale Ungerechtigkeit. Die Medien kommen Ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht mehr nach und verfallen auflagengetrieben immer mehr dem Sensationsjournalismus. Damit verschaffen Sie den Rechten und Hasspredigern erst die Plattform und den Raum für ihre Botschaften und versäumen es, den Lesern wirklich wichtige Themen näher zu bringen. Es ist traurig!!!

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Spiegelleserin57 29.07.2018, 13:00
47. es ist aber nicht nur die Regierung!

Zitat von hesseinfranken
Ich stimme Herrn Müller absolut zu und wundere mich seit Monaten darüber, dass die Politik nur ein Thema zu haben scheint. Manchmal frage ich mich, ob das den Regierungen ganz recht ist, da sie andere unpoluäre Entscheidungen dahinter verstecken können. Was Herr Müller aber vergessen hat, ist, dass dieses Thema natürlich medial verstärkt wird. Ohne dass die Medien, allen voran Fernsehen und Presse, ständig in den düstersten Farben von der "Migrationsdebatte" berichten und die vielen politischen Ausrutscher "wir können nicht alle aufnehmen" (Nahles), "der Islam gehört nicht zu Deutschland" (Seehofer), "Asyltourismus" (Dobrindt) u.v.a.m. medial verstärken, wundert mich diese Phantomdiskussion überhaupt nicht. Wohnungsnot und Mietpreiswucher lässt sich auf Seite 1 halt nicht so gut darstellen. Lohndumping und der lächerliche Mindestlohn geben halt keine guten Bilder.
ich lese sehr gerne viele Foren und muss auch feststellen dass auch bei anderen Themen die gar nichts mit der Flüchtlingspolitik zu tun haben die Foristen leider spätestens beim dritten Kommentar vom Thema abweichen und zu den Flüchtlingen kommen. Man hat den Eindruck sie springen auf diesen Zug sehr gerne auf und lassen ihre ganze Wut dort aus.
Ich habe schon früher versucht auf dieses Problem aufmerksam zu machen aber mein Kommentar wurde einfach nicht veröffentlicht.
Die Medien haben mit allen Mitteln an der Migrationsdebatte mitgearbeitet und andere Kommentare einfach nicht zugelassen. Das Thema hat sich gut verkauft.
Den Schuh dieser Debatten müssen sich alle anziehen und nicht nur die Regierung.
Der Frust der Bürger sitzt tief und kaum jemand getraut sich offen zu sagen was wirklich sein wichtiges Thema ist. So haben sie ein Ventil gefunden, nur dass dieses einen anderen Namen hat.
Eigentlich ein trauriges Resümee.

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Liberalitärer 29.07.2018, 13:01
48. Zuwanderung

Zitat von Schlaflöwe
Seit Monaten kreist die deutsche Politik um das Thema Zuwanderung. Dabei haben die meisten Bürger ganz andere Sorgen. Doch sie organisieren ihre Interessen schlechter als einflussreiche Minderheiten.
Übringes bin ich für eine gesteuerte Zuwanderung. Auch da mal ein kleiner Faktencheck. Es ist mehr als leicht ein Arbeitsvisum für D zu erhalten. Zwei Passbilder reichen fast aus.

https://www.make-it-in-germany.com/de/fuer-fachkraefte/visum

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seniorfd 29.07.2018, 13:06
49. Komisch

82 Prozent sind mit ihrer persönlichen finanziellen Situation zufrieden, ....ach so....!
Na dann braucht es ja auch keine Debatten um soziale Ungerechtigkeit,sind doch alle Happy hier im Wirtschafts-Wonderland.
Ich frage mich wo diese Umfragen gemacht wurde in Hamburg Blankenese?

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