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Milder Winter: Millionen Mieter können mit Heizkosten-Rückzahlung rechnen
DPA

Gute Nachricht für Millionen Verbraucher: Laut einer Hochrechnung des Deutschen Mieterbunds stehen teils dreistellige Rückzahlungen für Heizkosten an. Profitieren sollen alle Haushalte, egal ob sie mit Gas, Fernwärme oder Öl heizen.

Gregor Weißenborn 13.10.2014, 12:58
1. Seltsame Aussage

Ob der Mieter eine Erstattung bekommt hängt auch von der Entwicklung der übrigen Nebenkosten und seinem Verhalten ab. I.d.R. bestehen die Nebenkosten ja nicht nur aus Heizkosten. Somit ist es ebenso möglich wie wahrscheinlich, dass der Mieter lediglich eine geringere Nachzahlung zu leisten hat, weil der Heizkostenanteil geringer war.

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bluebill 13.10.2014, 13:18
2. Hoffentlich

rücken die Hausverwalter und -Besitzer das auch heraus. Viele sind sehr kreativ, was das Erfinden von Kosten und Schönrechnen von Abrechnungen angeht. Und nicht jeder Mieter hat das Standing, sich gegen unrechtmäßige Forderungen oder eben Nicht-Zurückzahlen zu wehren. Mietervereine sind auch nicht allerorten aktiv, manche haben überwiegend mit sich selbst zu tun. Viele Mieter werden also per se eher nix rauskriegen, besonders in Ballungsgebieten, wo mancher fürchtet, bei Unstimmigkeiten die Wohnung zu verlieren. (Und ganz besonders in Schwaben, wo es als Delikt gilt, vom Vermieter irgendetwas zu fordern). - Tipp: Mit den anderen Hausbewohnern zusammentun und die Heizkostenabrechnung sehr genau nachrechnen, ggf. auch Belege einfordern. Und nicht vergessen, die monatlichen Abschlagszahlen müssen dann auch angepasst werden.

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tomsnap 13.10.2014, 13:26
3. Energie-Effizientes Haus = kaum Effekt

Den größten Effekt werden die Bewohner von schlecht gedämmten Häusern haben, bei gut gedämmten ist der Unterschied klein und wird von anderen steigenden Kosten mehr als aufgefressen. Die fragwürdige Legionellenprüfung mit dem einhergehenden Mehrverbrauch für die Warmwasserbereitung ist nur ein Beispiel wie auch Lobbyverbände die Nebenkosten in die Höhe treiben. Steigende Aufwände allein für die Verbrauchsmessung werden für höhere Kosten sorgen, ob dadurch der Verbrauch runter geht kann mehr als bezweifelt werden...

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schulzemanni 13.10.2014, 14:00
4. Heizkosten-Rückzahlung

Die Kommentare sind doch völlig daneben: Hier geht es ausschließlich um den messbaren Minderverbrauch der Heizungen und der daraus resultierenden Rückzahlungen und hat nichts mit anderen Umlagefaktoren zu tun. Ob insgesamt Rückzahlungen erfolgen ist doch eine ganz andere Sache. Da werden Romane geschrieben (bluebill,Gregor Weißenborn) völlig am Thema vorbei, welches explizit dei HEIZKOSTEN anspricht;

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the4thpip 13.10.2014, 15:31
5.

Zitat von schulzemanni
Die Kommentare sind doch völlig daneben: Hier geht es ausschließlich um den messbaren Minderverbrauch der Heizungen und der daraus resultierenden Rückzahlungen und hat nichts mit anderen Umlagefaktoren zu tun. Ob insgesamt Rückzahlungen erfolgen ist doch eine ganz andere Sache. Da werden Romane geschrieben (bluebill,Gregor Weißenborn) völlig am Thema vorbei, welches explizit dei HEIZKOSTEN anspricht;
Ganz genau. Ich bekomme als Mieter meine Strom- und Gasabrechnungen direkt von den Stadtwerken (wie wohl die deutliche Mehrheit der Bevölkerung). Und da ich die immer schon im August bekomme, weiß ich, dass der Artikel recht hat: Ich habe über 100€ zurück bekommen, obwohl ich mit Erdgas und nicht mit Öl heize.

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widekind 13.10.2014, 15:32
6. Die Hochrechnung ist von co2online

Zitat: Das sind die aktuellen Ergebnisse des neuen Bundesweiten Heizspiegels 2014, der heute in Berlin von co2online und dem Deutschen Mieterbund veröffentlicht wurde und auf www.heizspiegel.de zu finden ist."
(Quelle: http://www.mieterbund.de/startseite/news/article/27519-bundesweiter-heizspiegel-2014-veroeffentlicht.html?cHash=cd1671c0f729a68cb4d55a5 3d9ee473a)

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singlesylvia 13.10.2014, 16:40
7. Da ist doch einiges Augenwischerei.

Wer mit Heizöl heizt, wird vom Öllieferanten kein Geld zurückbekommen, nur weil die Preise gesunken sind. Als das Öl gekauft wurde, hatte es seinen Preis, der auch im nachhinein nicht verändert wird. Der Vorteil von warmen Monaten macht sich lediglich im geringeren Ölverbrauch bemerkbar. Dumm nur, wenn der Vorrat aufgebraucht ist und beim fälligen Nachtanken der Ölpreis wieder signifikant angestiegen ist.

Wer seine Heizkosten über ALG2 bezahlt bekommt, wird auch nichts wiederbekommen, da jegliche Kostenerstattungen dem jobcenter zustehen.

Wer Abschlagszahlungen leistet, die jetzt gesenkt werden, wird auch nicht glücklich, wenn in einer Periode mit geringeren Abschlagskosten die Heizpreise bzw. der Heizbedarf ansteigt, da wird dann bei der nächsten Abrechnung 'ne saftige Nachzahlung fällig.

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SK3112 22.10.2014, 17:21
8. Mäkelei.

Zitat von singlesylvia
Wer mit Heizöl heizt, wird vom Öllieferanten kein Geld zurückbekommen, nur weil die Preise gesunken sind. Als das Öl gekauft wurde, hatte es seinen Preis, der auch im nachhinein nicht verändert wird. Der Vorteil von warmen Monaten macht sich lediglich im geringeren Ölverbrauch bemerkbar. Dumm nur, wenn der Vorrat aufgebraucht ist und beim fälligen Nachtanken der Ölpreis wieder signifikant angestiegen ist. Wer seine Heizkosten über ALG2 bezahlt bekommt, wird auch nichts wiederbekommen, da jegliche Kostenerstattungen dem jobcenter zustehen. Wer Abschlagszahlungen leistet, die jetzt gesenkt werden, wird auch nicht glücklich, wenn in einer Periode mit geringeren Abschlagskosten die Heizpreise bzw. der Heizbedarf ansteigt, da wird dann bei der nächsten Abrechnung 'ne saftige Nachzahlung fällig.
Man kann natürlich in jeder Suppe ein Haar finden und Miesepetrigkeit scheint die Kernkompetenz mancher Foristen zu sein. Also noch einmal, ganz speziell für Sie:

1. Nirgendwo, von ganz seltenen Tarifausnahmen abgesehen, werden die Preise für bereits Gekauftes (Öl) oder Verbrauchtes (Gas) rückwirkend gesenkt. Aber der Preis für Öl, das Sie *jetzt* kaufen, ist so niedrig, wie seit Jahren nicht mehr.

2. Wetterbedingt war der Verbrauch unterdurchschnittlich, Sie sparen also auch da. Das haben sie dankenswerter Weise ja schon eingestanden. Und das ist kein "peanut", sondern kann sich erfahrungsgemäß schnell zu 2-stelligen Prozentzahlen summieren.

3. Wenn jemand anderes für meine Heizkosten aufkommt, ist es ja wohl selbstverständlich, dass ihm auch eine eventuell Erstattung zufließt. Alles andere wäre schlichtweg unverschämt.

4. Ob niedrige oder hohe Vorauszahlungen, Nachzahlung oder auch nicht, die Heizkosten waren nun einmal unerwartet niedrig. Punkt. Ob das so bleibt oder ein einmaliger Glücksfall war, vermag niemand vorherzusagen. Aber mir reicht das auf jeden Fall schon, mich immerhin über die bisherige Ersparnis zu freuen.

Ihnen nicht?

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singlesylvia 23.10.2014, 13:39
9.

Zitat von SK3112
Man kann natürlich in jeder Suppe ein Haar finden und Miesepetrigkeit scheint die Kernkompetenz mancher Foristen zu sein. Also noch einmal, ganz speziell für Sie: 1. Nirgendwo, von ganz seltenen Tarifausnahmen abgesehen, werden die Preise für bereits Gekauftes (Öl) oder Verbrauchtes (Gas) rückwirkend gesenkt. Aber der Preis für Öl, das Sie *jetzt* kaufen, ist so niedrig, wie seit Jahren nicht mehr. 2. Wetterbedingt war der Verbrauch unterdurchschnittlich, Sie sparen also auch da. Das haben sie dankenswerter Weise ja schon eingestanden. Und das ist kein "peanut", sondern kann sich erfahrungsgemäß schnell zu 2-stelligen Prozentzahlen summieren. 3. Wenn jemand anderes für meine Heizkosten aufkommt, ist es ja wohl selbstverständlich, dass ihm auch eine eventuell Erstattung zufließt. Alles andere wäre schlichtweg unverschämt. 4. Ob niedrige oder hohe Vorauszahlungen, Nachzahlung oder auch nicht, die Heizkosten waren nun einmal unerwartet niedrig. Punkt. Ob das so bleibt oder ein einmaliger Glücksfall war, vermag niemand vorherzusagen. Aber mir reicht das auf jeden Fall schon, mich immerhin über die bisherige Ersparnis zu freuen. Ihnen nicht?
Sicher ist eine Ersparnis schön, besonders, wenn sie dauerhaft ist und nicht in der nächsten Kälteperiode wieder aufgefressen wird. Aber die Ersparnis ist ja gar nicht das Thema.
Schon mal auf's Thema geschaut?
Da geht es um Rückzahlungen, und davon sehen die von mir angesprochenen Gruppen nichts. Die haben zwar am Verbrauch sparen können, was ihnen aber nichts nützt, falls beim nächsten fälligen Einholen von Heizenergie, egal in welcher Form, die Preise so hoch gestiegen sind, dass sie die Ersparnis wieder auffressen. Ebenso ist die Ersparnis dahin, wenn die nächste Kälteperiode besonders kalt oder ungewöhnlich lang wird.

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