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Milliarden-Investitionen: China überschüttet Europa mit Geld
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Erstmals hat China mehr Geld in Europa investiert als umgekehrt. 2011 gingen Unternehmen und Staatsfonds aus der Volksrepublik für mehr als elf Milliarden Euro auf Einkaufstour - gerade erst erwarben sie einen Anteil am Londoner Flughafen Heathrow. Beliebtestes Ziel ist aber: Deutschland.

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Quagmyre 19.11.2012, 17:55
1. China

Zitat von sysop
Erstmals hat China mehr Geld in Europa investiert als umgekehrt. 2011 gingen Unternehmen und Staatsfonds aus der Volksrepublik für mehr als elf Milliarden Euro auf Einkaufstour - gerade erst erwarben sie einen Anteil am Londoner Flughafen Heathrow. Beliebtestes Ziel ist aber: Deutschland.
Mich beunruhigt das sehr. Letztlich erfolgt nichts ohne Gegenleistung, und gerade in Deutschland sollten wir darauf achten, unser Know-How nicht einfach zu verhökern.
Ein zunehmeder Einfluß der Chinesen in Europa wird auch Auswirkungen auf Gesellschaft und Arbeitswelt haben. Und garantiert nicht zum Guten. Auf Foxconn-Verhältnisse kann ich hier gerne verzichten.

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pepe_sargnagel 19.11.2012, 17:59
2.

Zitat von sysop
Erstmals hat China mehr Geld in Europa investiert als umgekehrt. 2011 gingen Unternehmen und Staatsfonds aus der Volksrepublik für mehr als elf Milliarden Euro auf Einkaufstour - gerade erst erwarben sie einen Anteil am Londoner Flughafen Heathrow. Beliebtestes Ziel ist aber: Deutschland.
Darf man nun sagen, dass das in höchstem Maße asozial ist. China verlangt eine Gegenleistung für das Tauschmittel Geld. Die europäischen Politiker leben schon längst in einer sozialistischen Welt, denn Geld ist kein Tauschmittel mehr, sondern nur ein Mittel zum Wunschkonzert.

Wieso spielen denn Bürger oder Unternehmen nicht das Spiel der Politiker mit? Ach ja - die sind zumeist nicht systemrelevant und alternativlos. Banken und (Große)Konzerne aber spielen das Spiel schon mit - aber sie geben nicht. Sie nehmen am Wunschkonzert als Nehmerpartei teil. Nun möcht ich nur wissen, wie ich auch am Wunschkonzert teilnehmen kann? Ich bin aber noch nicht systemrelevant, aber wäre gerne Nehmerpartei!

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RubyRhod 19.11.2012, 18:12
3. titel

Zitat von ServicePackXXL
dumm sind die schlitzaugen nicht. den keller voller virtuellem geld, sagen sie sich: hau raus den scheiß, so lange es noch was dafür gibt.
richtig - nur stellt sich die frage, was einem sachwerte, tausende km weiter weg, wert sind, wenn es drauf an kommt.
aber so oder so - china macht's richtig.

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zeitdiebin 19.11.2012, 18:13
4. Das ist eben das Problem..

...sie sind an den SChlüsseltechnologien interessiert.
Wenn alles abverkauft ist, dann lassen wir uns aus China beliefern *gg. Nein, ist nicht wirklich witzig. Es ist schlussendlich fatal. Es sei denn, es werden neue Technologien die Wirtschaftsmacht Deutschland stützen.

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Knackeule 19.11.2012, 18:13
5. von China lernen....

Die chinesische strategische Wirtschaftspolitik ist irgendwie schlauer wie die von unserem Herrn Rösler. Die Chinesen haben realisiert, dass ihre Billionen-Dollar-Reserven schon bald nix mehr wert sein werden. Deshalb kaufen sie weltweit massiv Rohstoff-Lieferanten und westliche Technologie-Firmen. So sichern die sich ihre Zukunft und werden gleichzeitig ihre immer wertloser werdenen Dollars los. Und wir unterstützen die Club-Med-Staaten und schauen dem Ausverkauf unserer Firmen tatenlos zu. Tja, das ist halt der Unterschied zwischen schlau und doof.

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eingedanke 19.11.2012, 18:19
6. Investitionen

Zitat von Quagmyre
Mich beunruhigt das sehr. Letztlich erfolgt nichts ohne Gegenleistung, und gerade in Deutschland sollten wir darauf achten, unser Know-How nicht einfach zu verhökern. Ein zunehmeder Einfluß der Chinesen in Europa wird auch Auswirkungen auf Gesellschaft und Arbeitswelt haben. Und garantiert nicht zum Guten. Auf Foxconn-Verhältnisse kann ich hier gerne verzichten.
Mich beunruhigt das auch. Investitionen in echte Werte statt gehebelte ESM Titel. Hallo Frau Merkel, Herr Schäuble bitte aufwachen!

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vitalik 19.11.2012, 18:20
7. 11 Milliarde

Habe ich da etwas falsch verstanden oder geht es tatsächlich nur um 11 Milliarden? Was soll diese lächerliche Zahl und das auf ganz Europa verteilt. Hat Deutschland nicht mittlerweile mehr an Griechenland und Banken bezahlt. Der Unterschied ist, dass China das Geld schnell wieder einspiel, da die in erfolgreiche Projekte investieren.

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pepe_sargnagel 19.11.2012, 18:21
8.

Zitat von Quagmyre
Mich beunruhigt das sehr. Letztlich erfolgt nichts ohne Gegenleistung, und gerade in Deutschland sollten wir darauf achten, unser Know-How nicht einfach zu verhökern.
Es wäre schön, wenn auch für Politiker und Banken eine solche Maxime gelten würde. Diese gilt aber bei diesen Gruppen nur, wenn sie nützt. Sollte es gerade mal nicht wirklich zielführend sein, dann biegt man sich die Wahrheiten so zurecht, dass man die Verluste sozialisiert (ohne den Bezahlenden Mitsprache einzuräumen) und Gewinne privatisiert (man hat ja alles alleine geschafft und hat es sich verdient).

Die Politiker und "Wächter des Steuergeldes" haben den Sinn des "Tauschmittels" nicht immer so ganz verstanden.
- Sozialleistungen gibts nur, wenn man eine Leistung erbringt. Strafen natürlich auch, wenn man sich nicht an die Absprachen hält.
- Subventionen gibts nur, wenn man alle Gewinne daraus privatisiert.
- Weitere Subventionen gibts, wenn man Verluste schreibt, ohne dass man dem Steuerzahler ein Mitspracherecht einräumt.

Es wird also überall anders ausgelegt. Das darf so nicht weitergehen, denn wir haben kein besseres System als die Marktwirtschaft. Nur leider machen einige Wenige mit ihrer "eigenmächtigen Regelauslegung" dieses System gerade kaputt. Das sollte der Wähler, der Jurist und jeder, der an einer Gemeinschaft (ein friedliches und soziales gemeinsames Miteinander) interessiert ist auch verteidigen.

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Ghanima22 19.11.2012, 18:28
9.

Zitat von Quagmyre
Mich beunruhigt das sehr. Letztlich erfolgt nichts ohne Gegenleistung, und gerade in Deutschland sollten wir darauf achten, unser Know-How nicht einfach zu verhökern. Ein zunehmeder Einfluß der Chinesen in Europa wird auch Auswirkungen auf Gesellschaft und Arbeitswelt haben. Und garantiert nicht zum Guten. Auf Foxconn-Verhältnisse kann ich hier gerne verzichten.
Eine Angleichung der wirtschaftlichen Verhältnis zwischen Ländern wie China auf der einen und Ländern wie Deutschland auf der anderen ist doch nur wünschenswert und ja letztlich auch das Ziel von Globalisierung. Ich kann daran nichts negatives erkennen trägt es doch dazu bei, soziale Spannung und Konflikte abzubauen.

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