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Milliarden-Investitionen: China überschüttet Europa mit Geld
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Erstmals hat China mehr Geld in Europa investiert als umgekehrt. 2011 gingen Unternehmen und Staatsfonds aus der Volksrepublik für mehr als elf Milliarden Euro auf Einkaufstour - gerade erst erwarben sie einen Anteil am Londoner Flughafen Heathrow. Beliebtestes Ziel ist aber: Deutschland.

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pepe_sargnagel 19.11.2012, 18:30
10. Ein Gegenmodell

Unternehmen und gewinnorientierte Institutionen versuchen es schon lange mit dem Tauschmittel: Geld für Leistung, Ideen, Wissen oder Gegenstände

Politiker und deren Steuerzahler (diese aber eher unfreiwillig) versuchen es seit geraumer Zeit mit einem Gegenmodell (nennen wir es "neue soziale Marktwirtschaft"):
- Geld für Wehklagen. Wer am lautesten schreit bekommt am meisten; die Bedürftigkeit wird nicht geprüft - wozu auch? Er schreit ja nur, weil er notleidend ist (wie bspw. so viele Kredite in der heutigen Zeit)
- Geld ohne Gegenbedingungen und ohne Haftung. Wer einen Tausch mit Politikern macht braucht das Geld nicht in irgendwelche versprochenen Projekte zu stecken - er kann damit tun und lassen was er will. Das ist konsequent, denn auch Politiker lassen sich nicht an Versprechen messen. Unter Umständen kann man eine kleine Rückerstattung im Rahmen einer Privatveranstaltung durchgehen lassen - aber nur auf freiwiliiger Basis.

Ich bin mal gespannt, ob dieses System wirklich als "neue soziale Marktwirtschaft" in die Geschichte eingehen wird oder als "Lug & Trug", "Korruption" oder "späteuropäische Dekadenz". Ich bin gespannt und hoffe noch 5- 15 Jahre zu leben, um es auch zu erfahren

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aufmerksamer Leser 19.11.2012, 18:30
11.

Das know how verhökern wir (wer ist das eigentlich?) doch schon seit Jahrzehnten - welche "rein deutsche" Firma gibt es denn noch?
Und war es "uns" denn nicht sehr recht, wenn die billigen Arbeitssklaven alle Produkte jederzeit weit unter dem Wert produzieren konnten? Das Thema Nachhaltigkeit spielte dabei nie eine Rolle. Die eigenen Probleme konnte man so schön verlagern. Umweltverschmutzung? Doch nicht bei uns. Und jetzt, das kommen andere, und wollen das Geld, was sie verdient haben, ausgeben. Das fragen einige hier wirklich, ob denn das geht? Ja, es geht. Und anstatt nur immer Angst zu verbreiten, sollte man auch man Chancen sehen.

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bdr_boxter 19.11.2012, 18:36
12. Das Ganze nennt sich Wirtschafts-

Kreislauf. Wir geben Südeuropa unsere Euros (als Kredit). Die geben die Euros den Chinesen für Elektronik und was man sonst noch braucht. Die Chinesen geben uns wieder die Euros für unsere Fabriken.
Ist doch alles in Butter, wir haben Schuldner in Südeuropa und die Chinesen besitzen unsere Fabriken. Danke CDU/CSU/FDP/SPD und Grüne für dir tolle Fiedensleistung. Aber was sind schon deutsche Fabriken wenn wir im Gegenzug den Frieden in Europa erhalten.
Ich hoffe inständig, dass der Schuß nicht nach hinten los geht. Weils nichts vergiftet eine Freundschaft mehr, als geliehenes Geld das nicht zurück kommt. Deshalb in 2013 - Bundesvereinigung der freien Wähler.

Gott zum Gruß

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trallala34 19.11.2012, 18:44
13.

Das ganze wäre vollkommen OK, wenn europäische Unternehmen auch chinesische Firmen kaufen dürften.
Das ist aber nicht der Fall.
In China darf man als Ausländer nur Minderheiten an Firmen erwerben und braucht für jedes Geschäft einen chinesischen "Partner".
Insofern wäre ich dafür die Chinesen diesbezüglich genau gleich zu behandeln wie sie uns behandeln.

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mitbestimmender wähler 19.11.2012, 18:46
14. Günstiger Investitions-Zeitpunkt in der EU

Für die Grösse Chinas geht dies noch.

Die Schweizer Unternehmer investierten Letzes Jahr in Europa 540Millionen und 2012 nur schon in den vergangenen 10 Monaten 5,1Milliarden Euro.

Fast 10mal mehr Investitionen aus der Schweiz innerhalb 10 Monate.


Bei diesen EU Preisen muss man zu schlagen, das sehen nicht nur die Chinesen so ;-)

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derpublizist 19.11.2012, 18:50
15. Vorsicht!

Zitat von sysop
Erstmals hat China mehr Geld in Europa investiert als umgekehrt. 2011 gingen Unternehmen und Staatsfonds aus der Volksrepublik für mehr als elf Milliarden Euro auf Einkaufstour - gerade erst erwarben sie einen Anteil am Londoner Flughafen Heathrow. Beliebtestes Ziel ist aber: Deutschland.
Investieren können die Chinesen soviel sie wollen. Allerdings sollte man sehr vorsichtig sein beim Übertragen von Grundstücken und riesigen Landflächen. In Tschien gehören bereits große Teile Prags den Russen und Bäder wie Karlsbad sind komplett in russischer Hand. Wenn´s natürlich nach der grünen Roth und ihrem politischen Komplizen Özdemir geht, wäre es sowieso besser, wenn in Deutschland, so Roth, die deutschen Fahnen unter den vielen türkischen nicht mehr zu erkennen wären. Warum dann nicht auch noch chinesische? Wir Einheimischen können dann ja auf Wanderschaft gehen...Vielleicht nach China als Gastarbeiter.

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bdr_boxter 19.11.2012, 18:53
16. Wenn die Chinesen

Zitat von Ghanima22
Eine Angleichung der wirtschaftlichen Verhältnis zwischen Ländern wie China auf der einen und Ländern wie Deutschland auf der anderen ist doch nur wünschenswert und ja letztlich auch das Ziel von Globalisierung. Ich kann daran nichts negatives erkennen trägt es doch dazu bei, soziale Spannung und Konflikte abzubauen.
prozentual auch die Verwaltung, das Soziale und die Bildung übernehmen wäre das für mich schon OK. Zuerst dürfen aber die leiden wo schon jetzt unser System bezahlen.
Mal sehen ob sich unsere Verwaltung und unser sozialer Bereich an China orientiert. Den gekauften Unternehmen und seinen Mitarbeitern bleibt leider keine andere Wahl als sich an den Besitzern zu orientieren. Mir persönlich ist es zum Bsp. schriftlich untersagt Vietnam-Veteranen zu diskriminieren.

Gott zum Gruß

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janne2109 19.11.2012, 18:54
17. .........

Zitat von Quagmyre
Mich beunruhigt das sehr. Letztlich erfolgt nichts ohne Gegenleistung, und gerade in Deutschland sollten wir darauf achten, unser Know-How nicht einfach zu verhökern. Ein zunehmeder Einfluß der Chinesen in Europa wird auch Auswirkungen auf Gesellschaft und Arbeitswelt haben. Und garantiert nicht zum Guten. Auf Foxconn-Verhältnisse kann ich hier gerne verzichten.

Verständlich, aber als die ersten islamisch geprägten Länder bei Mercedes einstiegen und das war bereits 1974 Kuweit, fanden Sie das weniger problematisch??

Es ist nun einmal so- wer das Geld gibt bestimmt die Musik.

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AxelSchudak 19.11.2012, 18:57
18. überschüttet?

Bitte übertreibt hier nicht a la Bildzeitung.
11 Milliarden sind eine Menge, aber ERSTMALS mehr als umgekehrt, und immerhin 7 Milliarden gingen nach China.
Beides zusammen ist weniger als der Deutsche Anteil an den Bürgschaften für Griechenland.

Abgesehen davon sollte man in Europa dieselben Massnahmen gegenüber chinesischen Investitionen ergreifen, die China gegenüber europäischen Investitionen dort hat - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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liany 19.11.2012, 18:57
19. relativ

Mag ja sein das China elf Milliarden in Europa und Europa "nur" sieben Milliarden in China investiert hat....

Nur kann man wahrscheinlich mit sieben Milliarden Euro im günstigen China mehr anfangen/kaufen/bewegen als mit elf Milliarden im teuren Europa.

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