Forum: Wirtschaft
Milliarden-Lücke: Kauder und Schäuble lehnen neues Griechenland-Paket ab
REUTERS

Die Finanzierungslücke der Athener Regierung ist noch größer als erwartet, trotz zweier Rettungspakete fehlen wieder 14 Milliarden Euro. Unionsfraktionschef Kauder spricht sich im SPIEGEL gegen weitere Zahlungen aus, auch Finanzminister Schäuble sagt Nein zu einem neuen Rettungsprogramm.

Seite 10 von 27
Gman 19.08.2012, 10:50
90. Ha, Ha

Zitat von sysop
Die Finanzierungslücke der Athener Regierung ist noch größer als erwartet, trotz zweier Rettungspakete fehlen wieder 14 Milliarden Euro. Unionsfraktionschef Kauder spricht sich im SPIEGEL gegen weitere Zahlungen aus, auch Finanzminister Schäuble sagt Nein zu einem neuen Rettungsprogramm.
Das ist einfach der Zinseszinseffekt. Die Mathematik und die Zinsrechnung besiegt man nicht oder man gibt grünes Licht, um die Notenpressen rund um die Uhr laufen zu lassen.

Griechland ist überschuldet und da macht es schlichtweg keinen Sinn, über eine Umschuldung zu sprechen.

Schuldenschnitt und ein Neuanfang unter internationlaer Aufsicht wären notwendig. Allein schafft das Griechenland nicht.
Dafür sind die Strukturen aus Korruption, Vetternwirtschaft und Steuerhinterziehung zu tief verwurzelt.
Eine funktionierende Verwaltung hat das Land, trotz eines Heers von 600.000 Staasbediensteter, bis heute nicht.

Schäuble und Kauder werden auch das X-Rettungspaket durchwinken, um "systemrelevante" Gläubiger-Banken der Greichen zu retten.

Das System ist pleite!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tembel 19.08.2012, 10:50
91. Nähkästchen

Zitat von Liberalitärer
Sie ist nicht so beratungsresistent ... Der Beitrag ist nicht ohne Insiderkenntnis entstanden.
Wenn schon aus dem Nähkästchen geplaudert wird und die geostrategische Rolle von GR sicherlich eine große Rolle spielt, so sind dennoch andere Lösungen denkbar:

GR wird unter das Protektorat der Türkei gestellt (ja, ich weiß, was das bedeutet) und bliebe uns damit im Rahmen der NATO erhalten.

Weitere Vorteile wären, dass die parasitären Verursacher der griechischen Tragödie einer gerechten Strafe zugeführt werden könnten und es dem griechischen Volk dank der türkischen Wirtschaftskraft schnell besser gehen würde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wolly21 19.08.2012, 10:53
92. Wenn Sie glauben

Zitat von u.loose
In Griechenland hat die "Krise" nur den systembedingten Misstand aufgedekt und NICHT verursacht. Wieso sollte man also "solidarisch" sein und den Misstand wieder au den Augen schaffen? Was hat Griechenland mit dem Geld getan? Schulden sollten nur als eine Art Übergangsfinanzierung betrachtet werden, mit denen man z.B. Infrastruktur finanziert die dann ein Mehr an Umsatz und Gewinn generiert mit denen man die Schulden abbezahlen kann. Real wurden die Schulden aber für Konsum und Wahlgeschenke ausgegeben die keinen Cent Mehreinnahmen generierten... Sinngemäß: Wenn sich eine kleine Firma eine Maschine auf Pump kauft, ist das so lange völlig in Ordnung, so lange mit dieser Maschine mehr Gewinn generiert werden kann, mit dem man die Schulden abtragen kan. Nicmmt man hingegen eine Kredit auf, nur weil einem seine Wohnzimmereinrichtung nicht mehr gefällt, dann muss sichergestellt sein, dass man diesen nichte einbringenden Konsum aus den laufenden Einnahmen abbezahlen kann. Letzteres ist wohl das System Griechenland - nur dass die Abbezahlung über neue Schulden finanziert haben.
..das sei in Deutschland anders, sitzen Sie einem großen Irrtum auf.
Seit über 50 Jahren hat es in Deutschland keinen Staatshaushalt ohne Netto-Neuverschuldung gergeben.

Bei den Griechen heißt es, "verantwortungslose Politiker" haben diesen Schuldenberg aufgetürmt.
Sind die Deutschen Politiker den "verantwortungsvoller"?
Da gibt es eine Gruppe,die sagt immer: Die Sozis können nicht mit Geld umgehen.
Können es die Schwarzen, die Gelben, die Grünen besser?
Können es eigentlich die Banken besser?
Nicht einmal die Banken können mit Geld umgehen, sonst müßten sie ja nicht gerettet werden.
WER KANN'S?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rosbaud 19.08.2012, 10:53
93. Schwere Hypothek

Zitat von Grafsteiner
Nun zeigt sich Geist in alten Ruinen. Jeder mittelmässige Ökonom hat bereits vor 2 Jahren darauf hingewiesen, dass Griechenland pleite ist und dass jede Pleite ein Fass ohne Boden ist. Wenn Schulden drücken, kommt keiner mehr auf die Beine. Und Schulden mit mehr Schulden zu finanzieren, hat schon vielen Bauern Haus und Hof gekostet.
Das ist Schwäbische-Hausfrauen-Ökonomie. Deutschland hat durch eine aggressive Exportstrategie nicht wenig zu den Verwerfungen im Euroraum beigetragen. Die ab 2009 unter deutscher Regie ergriffenen „Rettungsmaßnahmen“ à la Brüning waren absolut kontraproduktiv. Jeder mittelmäßige Ökonom (außer deutschen Mainstreamökonomen) kann Ihnen sagen, dass man sich in dieser Lage nicht „gesundsparen“ kann.

Das vom Zahlmeister zum Zuchtmeister mutierte Deutschland hat mit seiner Sparparanoia alles nur schlimmer gemacht. Jetzt stehen zwei Zierden deutscher „Wirtschaftskompetenz“ vor dem Scherbenhaufen ihrer Politik und wissen sich nur noch damit zu helfen, den Griechen den Geldhahn zuzudrehen.

Die einstige „Wunschkoalition“ erweist sich immer mehr als eine schwere Hypothek für Deutschland.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sackaboner 19.08.2012, 10:55
94.

Das Beispiel Türkei zeigt, dass Griechenland dringend eine abwertbare Währung braucht, und die Möglichkeit einer Inflation, um die heimische Wirtschaft anzukurbeln. Der Euro ist zu stark und zu unflexibel dafür. Er treibt Griechenland nur weiter in den Schuldensumpf. Warum sehen die Griechischen Politiker das nicht und handeln endlich! Austritt aus dem Euro und Einführung einer nationalen Währung ist die einzige, alternativlose Rettung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chrimirk 19.08.2012, 10:58
95. 1989/90: Schäuble + Krause = Dream-Team!

Zitat von Altesocke
""Wir können nicht schon wieder ein neues Programm machen", sagte Schäuble. Es gebe Grenzen und man könne nicht verantworten, "Geld in ein Fass ohne Boden zu werfen". Das bisschen mehr, das zusaetzlich in das Fass oghne Boden geworfen wuerde! Schon das erste Paket war in's "Fass ohne Boden", das Zweite noch viel ersichtlicher, und nun stocksts an 14 Milliarden? Wahlurne, ich hoere dich husten!
Die beiden haben damals die deutsch-deutschen Verträge bezüglich Finanzen, Umrechnungskurs DM/MDN usw. festgelegt.
Von diesem Vertrag hat sich weder die "BRD alt" noch die "DDR" noch die "Bundesrepublik neu" je wieder erholt. Irrsinnige Staatsschulden und blitzartiger Niedergang der ohnehin schwachen DDR-Wirtschaft waren die Folge.
Und so wird es auch jetzt wieder. Statt Krause (der sitzt hinter Gittern), ist jetzt Mutti mit Schäuble am Werkeln. Das Ergebnis wird entsprechend.
Die müssen weg!
Aber die Alternative? Oh Herr, sei gnädig mit Deinen Dienern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hashemliveloirah 19.08.2012, 11:00
96. Wer?

Zitat von drumdidum
Blödsinn! Gar nix verstanden! Wenn ihr austretet werden eure Waren nicht boykottiert. Ihr werdet dann schlicht zu teuer, weil eure Wirtschaftsleistung zu stark ist. Ein Grieche, ein Spanier und ein Portugiese kann sich heute deutsche Ware doch nur leisten weil seine Währung (der Euro) gleichstark ist die Deutsche Währung (auch der Euro). Von Boykott war nie die Rede, sondern davon dass eure Exporte einbrechen werden. Ihr würdet noch mehr überproduzieren als ihr es jetzt schon macht. Arbeitslosigkeit würde steigen. Wirtschaft zurückgehen. Deutschland würde sich irgendwann auf der Augenhöhe mit Ländern wie Italien wiederfinden, wo sich das ganze wieder einpendeln würde.
Wer hat da gar nichts verstanden?
Zunächst einmal ist die deutsche Exportindustrie gleichzeitig der größte Importeur - zum Beispiel von Rohstoffen und Halbzeug.
Diese Importe würden sich entsprechend verbilligen.

Und vor allem würde man ja schleunigst abwerten - ein Blick in die Schweiz genügt, um zu sehen, wie gut das ohne die Krücke Euro geht.

Die Politik ergeht sich derzeit in Angstszenarien ala "....würde unheimlich teuer werden...".
Man muss einfach die Gegenfrage stellen: Was wird uns der jetzige Pfusch in den nächsten Jahren kosten?

Aktuelles Beispiel gestern abend:......GR braucht mehr Milliarden.....
und nächste Woche?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DerDorftrottel 19.08.2012, 11:03
97. Die EZB wird's richten

Zitat von j.anus
es nicht geben, aber aus dem Euro austreten darf Griechenland auch nicht! Ja was denn nun? Ist doch wohl logisch, dass Griechenland, Spanien und Italien auf die eine oder andere Weise Geld bekommen werden, für das die Bürger anderer Staaten geradestehen dürfen. Ich muß es so direkt fragen: "Die Damen und Herren Politiker, wen wollt ihr eigentlich noch verarschen??"
Ganz recht!

Natürlich wird man kein neues Paket auflegen, weil man sich nicht lächerlich machen will.
Was wird passieren? EZB, übernehmen Sie!
Die EZB wird wie gehabt über ihre Filiale und Feigenblatt, der Griechischen Zentralbank, handeln. Konkret, die Griechische Notenbank wird über den Umweg der Geschäftsbanken neue griechische Anleihen akzeptieren, mit Klopapier-Rollen als Sicherheit.

Man wird die Griechen mit der Notenpresse finanzieren, wenns sein muss auch bis zum St. Nimmerleinstag.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stasiraus 19.08.2012, 11:04
98.

Zitat von Rosbaud
Das ist Schwäbische-Hausfrauen-Ökonomie. Deutschland hat durch eine aggressive Exportstrategie nicht wenig zu den Verwerfungen im Euroraum beigetragen. Die ab 2009 unter deutscher Regie ergriffenen „Rettungsmaßnahmen“ à la Brüning waren absolut kontraproduktiv. Jeder mittelmäßige Ökonom (außer deutschen Mainstreamökonomen) kann Ihnen sagen, dass man sich in dieser Lage nicht „gesundsparen“ kann. Das vom Zahlmeister zum Zuchtmeister mutierte Deutschland hat mit seiner Sparparanoia alles nur schlimmer gemacht. Jetzt stehen zwei Zierden deutscher „Wirtschaftskompetenz“ vor dem Scherbenhaufen ihrer Politik und wissen sich nur noch damit zu helfen, den Griechen den Geldhahn zuzudrehen. Die einstige „Wunschkoalition“ erweist sich immer mehr als eine schwere Hypothek für Deutschland.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
insideman 19.08.2012, 11:05
99. Schneeballsystem

Ja aber Entschuldigung, selbstverständlich ist es ein Schneeballsystem. Die BRD hat seit 40 Jahren keinen ausgeglichenen Haushalt mehr. Im letzten Jahr wurden laut Bundeshaushalt knapp 50 Mrd. für Zinszahlungen aufgewendet. Da dieses Geld im Haushalt gar nicht vorhanden war, wird es über die Ausgaben neuer Bundesanleihen finanziert. In dem Jahr wo die Netto-Neuverschuldung höher ist als die Zinszahlungen wird das System ganz besonders deutlich. Nur wenn die Staatsverschuldung in einem Jahr niedriger wäre als in dem Jahr davor wäre dieser Kreislauf durchbrochen. Dies war aber interessanterweise noch nie der Fall.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 10 von 27