Forum: Wirtschaft
Milliarden-Lücke: Kauder und Schäuble lehnen neues Griechenland-Paket ab
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Die Finanzierungslücke der Athener Regierung ist noch größer als erwartet, trotz zweier Rettungspakete fehlen wieder 14 Milliarden Euro. Unionsfraktionschef Kauder spricht sich im SPIEGEL gegen weitere Zahlungen aus, auch Finanzminister Schäuble sagt Nein zu einem neuen Rettungsprogramm.

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doubtful 19.08.2012, 09:00
10. gar nichts wird passieren

wenn Griechenland aus dem Euro ausscheidet! Immer diese Unkenrufer - erinnert Ihr Euch an das "Problem Y2K"? Was wurde nicht schwadroniert über zusammenbrechende Systeme, abstürzende Flugzeuge, auf Intensivstationen verendende Patienten - am Ende war: NICHTS. Einmal klick und das Jahr 2000 war in strahlender, makelloser Schönheit da! Dieses Gerede von den unabsehbaren Folgen eines Ausscheidens Griechenlands ist entweder Bankenlobbyismus oder die reine Paranoia.

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perkmann 19.08.2012, 09:01
11. Es gibt Rechte, aber auch Pflichten.....

Mein erster Arbeitgeber sagte mir bei der Einstellung: "Sie haben Rechte, aber auch Pflichten". Solange sie dies beherzigen, stehe ich in jeder Situation hinter ihnen.

Die jetzigen Forderungen der Bankrottstaaten nach mehr finanzieller Unterstützung erinnern mich wieder an diese Worte. Diese Pleitestaaten sollen endlich mal auch ihre Pflichten erledigen und nicht nur die Hand aufhalten.

Warum soll ich mir den A…. aufreißen damit andere auf meine Kosten leben. Die EU braucht endlich gerechte und verhältnismäßige (nach Einwohner, Geld und Wirtschaftskraft) Kompetenzen um säumige Mitglieder maßregeln zu können – bis hin zum Rausschmiss!

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fruehling2013 19.08.2012, 09:01
12. Erfinden die Griechen auch das Ende der Demokratie?

Was kommt dann? Eine bessere Staatsform? Die keine Schulden mehr zulässt? Zu wünschen wäre es den Griechen. Vielleicht schauen wir in zehn Jahren neidisch auf unsere Nachbarn. „Sagt, ist noch ein Land außer Deutschland, wo man die Nase eher rümpfen lernt als putzen?“(G.C.Lichtenberg)

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stan1972 19.08.2012, 09:01
13. Reparationen

Für mich gibt es für das desaströse Handeln der Bundesregierung nur eine rationale Erklärung.
Mir kommt es so vor als wenn die Bundesregierung versucht alles Leid, welches Deutschland im 2. Weltkrieg über Europa brachte, mit Geld wieder gut zu machen. Schäuble und Merkel sehen darin eine Chance das immer noch ungeliebte Deutschland in Euopa ins Gleichgewicht zu bringen, auf Kosten des Deutschen Volkes welches seinen Lebensstandard den anderen EU Ländern anpassen muss.

Es wird immer so schön gedroht das wenn wir uns alleine Retten (Austritt als Beispiel) die anderen Länder unsere Waren boykottieren.

Meine Firma hat Handelsbeziehungen in ganz Europa und monatlich findet dort ein Austausch zwischen den Partner statt.
Es wird dort auch über die Lage ind er EU diskutiert.
Wenn die EU zerfällt wird sich an den Handelsbeziehungen "fast" nichts ändern. Eine Firma X in Spanien pfeifft auf das was die spanische Regierung sagt.
Wenn die spanische Firma weiter von den Handelsbeziehungen mit unserer Firma profitiert bleibt das auch so.

Das einzige was passieren könnte ist das die einzelnen Regierungen sagen "keine Handelsverkehr mehr mit Deutschland und das unter Strafe stellen!" Das würde aber einer Kriegserklärung gleich kommen, also unwahrscheinlich. Die Frage ist nur was mit der Währung passiert. Aber auch dafür gibt es Pläne.

Es gibt so viele Möglichkeiten wie Deutschland halbwegs mit erhobenem Kopf aus der Sache rauskommt (Vorschläge der Ökonomen, Anreas Popp usw.), aber dafür haben unsere Politiker keine Traute, weil sie gleich nach einem Politiker genannt werden würden den wir hier hoffendlich nie wieder haben werden.

2013 sind Wahlen. Nur da wird sich nicht ändern. Höchsten ein "Bäumchen wechsel dich Spiel" der grossen Partein oder eine grosse Koalition wenn das Volk aufsässig wird und versucht eine kleine Partei voran zu treiben die für mehr direkte Demokratie steht. Wenn irgendwo verlass drauf ist dann auf das Deutsche Volk im Bezug auf Wahlen. Es gibt zu viel dessinteressierte Bürger die seit 40 Jahren ihr Kreuz an die selbe Stelle setzen. Und das wissen usnere Politiker.

Beobachtet die nächsten Monate bis zu den Bundestagswahlen, in denen um die Gunst des Volkes gerungen wird. Da werden wieder Versprechnungen gemacht "mehr direkte Demokratie" die nach der Wahl vergessen sind.

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teufelsküche 19.08.2012, 09:01
14. "Wieviel Geld Griechenland tatsächlich braucht..."

Ist das ein Witz? Seit Jahren nun wird Geld verlangt und gegeben, reist die Troika hin und her, und es tun sich stets (ganz überraschend!) weitere Finanzlöcher auf.
Immerhin, mittlerweile hat es das "Faß ohne Boden" Simile auch schon in die Politik geschafft.

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doubtful 19.08.2012, 09:07
15. gar nichts wird passieren

wenn Griechenland aus dem Euro ausscheidet! Immer diese Unkenrufer - erinnert Ihr Euch an das "Problem Y2K"? Was wurde nicht schwadroniert über zusammenbrechende Systeme, abstürzende Flugzeuge, auf Intensivstationen verendende Patienten - am Ende war: NICHTS. Einmal klick und das Jahr 2000 war in strahlender, makelloser Schönheit da! Dieses Gerede von den unabsehbaren Folgen eines Ausscheidens Griechenlands ist entweder Bankenlobbyismus oder die reine Paranoia.

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Christian Wernecke 19.08.2012, 09:07
16. Die Nase voll

Zitat von sysop
[...] Damit ist ein guter Teil des Schuldenschnitts von Ende 2011 schon wieder verpufft.
In einem Nebensatz erfahren wir also von der Wirkungslosigkeit dieser so hoffnungsfroh verkündeten Maßnahme. Man habe gezeigt, dass man die richtigen Schlüsse aus der Krise ziehe. Der Schuldenschnitt sei "ein wichtiges Paket auf dem Weg zu mehr Stabilität und zu einer Stabilitätsunion", so Merkel im Oktober 2011. Nicolas Sarkozy nannte die Beschlüsse "historisch". Das Ergebnis werde mit Erleichterung von der ganzen Welt aufgenommen werden, die auf mutige Entscheidungen von der Eurozone gewartet habe, so der damalige französische Präsident. 100 Milliarden Euro wurde den Griechen erlassen und doch haben sie zwei Drittel der vereinbarten Sparmaßnahmen nicht umgesetzt. Wie man - wie dieser Windbeutel Öttinger - jetzt noch fordern kann, Griechenland solle, "wenn es irgend geht, an Bord halten und keineswegs ein Exempel statuieren" werden, ist einfach nur unverständlich.

Und Herr Kauder: Niemand will die europäische Integration zu diesem Zeitpunkt vorantreiben, auch mittelfristig nicht. Was sich viele jetzt wünschen, ist ein Innehalten, ein Luft-Holen von diesem ganzen Desaster, eine Neusortierung der Dinge und ein Mehr an Demokratie als ersten Schritt für einen Neustart der europäischen Idee. Die Menschen haben die Nase von dieser EU erstmal gestrichen voll.

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j.anus 19.08.2012, 09:13
17. Geld soll

Zitat von sysop
Die Finanzierungslücke der Athener Regierung ist noch größer als erwartet, trotz zweier Rettungspakete fehlen wieder 14 Milliarden Euro. Unionsfraktionschef Kauder spricht sich im SPIEGEL gegen weitere Zahlungen aus, auch Finanzminister Schäuble sagt Nein zu einem neuen Rettungsprogramm.
es nicht geben, aber aus dem Euro austreten darf Griechenland auch nicht!
Ja was denn nun?
Ist doch wohl logisch, dass Griechenland, Spanien und Italien auf die eine oder andere Weise Geld bekommen werden, für das die Bürger anderer Staaten geradestehen dürfen.

Ich muß es so direkt fragen: "Die Damen und Herren Politiker, wen wollt ihr eigentlich noch verarschen??"

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dummerjunge 19.08.2012, 09:13
18.

Zitat von wibo2
Die EZB wird den griechischen Banken weitere Blankoschecks ausstellen. Griechenlands Konsum Wirtschaft steht vor dem Zusammenbruch. Griechenland ist ein gescheiterter Staat. Nur als EU Protektorat unter Zwangsverwaltung der EU könnte es einen Neuanfang geben. Aber das wollen die "stolzen" Griechen nicht. Dummheit und Stolz wachsen auf demselben Holz sagt das Sprichwort.
Das ist der Kern des Problems. Einerseits wollen die EU-Staaten deutsches Geld, andererseits sind sie nicht bereit eine deutsche Führungrolle zu akzeptieren.

Deutschland sollte es so machen wie die Griechen: Verträge schlicht nicht einhalten, d.h. aus dem EURO aussteigen und sämtliche Haftungszusagen nicht erfüllen.

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wolly21 19.08.2012, 09:14
19. Schäuble und Kauder

Zitat von sysop
Die Finanzierungslücke der Athener Regierung ist noch größer als erwartet, trotz zweier Rettungspakete fehlen wieder 14 Milliarden Euro. Unionsfraktionschef Kauder spricht sich im SPIEGEL gegen weitere Zahlungen aus, auch Finanzminister Schäuble sagt Nein zu einem neuen Rettungsprogramm.
lehnen weitere Hilfspakete ab.
Gut.
Aber warum jetzt erst? Warum nicht schon die früheren Rettungspakete?

Die Politiker sind doch sooo viel besser informiert, haben doch den viel besseren Durchblick, können die "komplexen Sachverhalte so viel besser analysieren, als das Wahlvolk.
Warum war dann das Wahlvolk schon vor zwei Jahren gegen die "Rettung" Griechenlands?
Ist das Wahlvolk doch nicht sooo strunzdumm, wie es von den Politikern immer behauptet wird?

Es wurde immer von den "verantwortungslosen Politikern" in Griechenland gesprochen, die diesen Schuldenberg angehäuft hätten.
Sind unsere Politiker "verantwortungsvoller" gewesen, die unsere Schuldenberge weiter erhöht haben? Hat die jetzt plötzlich die Verantwortung ergriffen?

Schäuble spricht vom "Faß ohne Boden". Wieso sieht er das jetzt plötzlich? War bei all der Expertise, all den Informationen, die ihm und seinen Ministerialen zur Verfügung stehen, nicht erkennbar, wie marode die Griechische Finanzverwaltung ist?
Und was ist mit den "Fässern" Spanien und Italien? Haben die Böden? Wie will Herr Schäuble die erkennen?

Ein Ausstieg aus dem EURO wird sehr, sehr teuer, das ist sicher.

Warum aber soll ein Verbleib im EURO billiger sein?
Verringern sich irgendwo in Europa dadurch irgendwelche Schulden oder Zinsen?

Der Fortbestand des EURO fordert - so sagen ja alle - "mehr Europa", mehr zentrale Finanz- und Wirtschaftspolitik.
Demokratisch erreichen kann man das aber nur mit einer demokratisch gewählten Verfassung für Europa (einer Diktatur von "Finanzexperten" wollen wir uns ja nicht unterwerfen, oder?).
Aber eine solche ist offenbar in weiter Ferne, nachdem der erste Entwurf vom Französischen und Niederländischen Wähler abgelehnt wurde. (Bei uns in Deutschland wurde dieser Entwurf ja nichteinmal diskutiert, dem Wahlvolk nicht bekannt gemacht, geschweige denn zur Abstimmung vorgelegt.)

Was bleibt?
Raus aus dem EURO!

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