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Milliarden-Minus: Länder machen noch mehr Schulden
DPA

Auf Bundesebene sprudeln die Steuereinnahmen, doch die Länder bekommen ihre Haushalte nicht in den Griff. Zuletzt gaben sie laut "Handelsblatt" sechs Milliarden Euro mehr aus, als sie einnahmen. Nur drei schreiben schwarze Zahlen.

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war.ja.klar 26.06.2014, 07:45
1. eigentlich ganz einfach...

... zu lösen.

Länder haben einen bestimmten Betrag zur Verfügung. Kommen sie damit nicht zurecht muss eben gestrichen werden. Nur so lernen die Verantwortlichen mit Geld umzugehen und die anderen, wen sie gewählt haben. Aber das würde wohl in Deutschland in Massenprotesten Enden, die unbedingt vermieden werden sollen, da es der Elite nicht passt.

Ein Unding finde ich auch die Gehälteranpassungen in den öffentlichen Bereichen. Natürlich gönne ich den Leuten dies, aber die Gehälter werden ja aus Steuergeldern gezahlt. Wenn nun der produkte Arbeiter in einem gewerblichen Betrieb keine Gehaltserhöhung bekommt aber die Angestellten im öffentlichen Dienst schon, wird das Delta zwischen Einnahme und Ausgabe immer größer. Sowas darf einfach nicht sein. Gehälteranpassungen im öffentlichen Dienst müssten sich an der Lohnentwicklung orientieren und ein Jahr später folgen. Aber in einer Welt, in der Zahlenschubser und Zecken von Banken und Konzernen über uns bestimmen, ist das einfach nur eine Utopie. Lang lebe die Bückerei!

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nickleby 26.06.2014, 07:51
2. Warum ?

Die Länder haben sehr viele soziale Aufgaben zu erfüllen, die so nicht geleistet werden können.Man muss also überlegen, wo man kürzen kann, denn Aufstockung von Seiten des Bundes erscheint nicht möglich.
Man muss im sozialen Bereich genauer prüfen, wohin die Gelder fließen. Dort wird zu großzügig mit den Steuergeldern gewirtschaftet, so dass die Kommunen und die meisten Länder immer tiefer in die roten Zahlen rutschen.
Im sozialen Bereich lassen sich Milliarden einsparen, und zwar durch das klar angewandte Prinzip 'Fördern und Fordern', wobei heute das Fordern stärker im Vordergrund stehen muss, da ab 2020 die Schuldenbremse für alle Bundesländer greift.

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analysatorveritas 26.06.2014, 08:00
3. Verschleierungen!

Zitat von sysop
Auf Bundesebene sprudeln die Steuereinnahmen, doch die Länder bekommen ihre Haushalte nicht in den Griff. Zuletzt gaben sie laut "Handelsblatt" sechs Milliarden Euro mehr aus, als sie einnahmen. Nur drei schreiben schwarze Zahlen.
Länderfinanzausgleich, innerkommunaler Finanzausgleich, kommunale Altschuldentilgungsfonds, Bundesergänzungszuweisungen, GA-Förderungen, die über den Länderfinanzausgleich verrechnet werden, Solidarpakte I und II, die die überschuldeten Kommunen im Westen mitfinanzieren müssen, ein intransparentes, kompliziertes und chaotisches Steuerrecht, Lasten, die der Bund auf die unteren Ebenen abwälzt ohne für eine ausreichende Finanzierung zu sorgen, Bankenrettungen, Rettungsschirme für anderen Eurostaaten, die neue Währung Euro, die wir mit vielen anderen angeschlagenen Eurostaaten teilen müssen oder dürfen, ein riesiger Investitionsrückstau (besonders bei den alten Bundesländern), der demographische Wandel mit einer zu niedrigen Geburtenrate (besonders nach 1990 im Osten), ein großer Verschiebebahnhof mit vielen Problemen. Deutschland ist der größte Kapitalexporteur, hat den größten Niedriglohnsektor in Europa und seit Jahren gewaltige Leistungsbilanzüberschüsse.

http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A4nderfinanzausgleich
http://de.wikipedia.org/wiki/Solidarpakt
http://www.spiegel.de/thema/solidarpakt/
http://www.cesifo-group.de/de/ifoHom...ungspegel.html

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mastermindchaos 26.06.2014, 08:22
4. komisch ne

trotzdem die offizielle statistik sinkende arbeitslosenzahlen herbeifantasiert, steigen die kommunalen sozialausgaben? kombiniere kombiniere

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Sotho 26.06.2014, 08:24
5. Kunststück

Sachsen erhält Geld aus vielen Fördertöpfen. Aufbau-Ost. Während Länder wie NRW und alle westlichen Kommunen dafür zahlen müssen. Ohne die Wiedervereinigung und die Armutsmigranten aus Osteuropa würden die meisten Länder zumindest eine Schwarze Null schreiben. Selbst bettelarme Städte wie Duisburg zahlen in den Topf für den Osten.

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Niehen 26.06.2014, 08:26
6.

Tja, da rächt sich, daß man den Angestellten und Beamten im öff. Dienst neben nem Sorglos-Schein ohne Leistungsanspruch auch noch Gehaltserhöhungen genehmigt.

Und da wir CDU und SPD fröhlich weiter wählen schließe ich mit den Worten: Zurecht!

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hypnos 26.06.2014, 08:31
7. Berlin will Olypmpia - Wir müssen leiden.

Zitat von sysop
Auf Bundesebene sprudeln die Steuereinnahmen, doch die Länder bekommen ihre Haushalte nicht in den Griff. Zuletzt gaben sie laut "Handelsblatt" sechs Milliarden Euro mehr aus, als sie einnahmen. Nur drei schreiben schwarze Zahlen.
Berlin hat jetzt das Bewerbungsverfahren für Olympia 2024/ 28 gestratet. Das allein kostet wenigstens 60 Millionen Euro. Dann will man die Bürger fragen. Aber hinter der Fassade fällt alles zusammen. Kaum Geld für die Infrastruktur, Kultur und Bürgerdienste. Der einzige Gewinner einer Olympiade heißt IOC. Wir müssen leiden.

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monolithos 26.06.2014, 08:33
8. Realitätsfern

Zitat von war.ja.klar
... zu lösen. Länder haben einen bestimmten Betrag zur Verfügung. Kommen sie damit nicht zurecht muss eben gestrichen werden. Nur so lernen die Verantwortlichen mit Geld umzugehen und die anderen, wen sie gewählt haben. Aber das würde wohl in Deutschland in Massenprotesten Enden, die unbedingt vermieden ......
Ihr Kommentar ist genauso an der Realität vorbei wie der Artikel an sich. Auch im öD muss Arbeit anständig bezahlt werden, damit sie anständig gemacht wird. Natürlich gibt es schwarze Schafe, aber deswegen den ganzen öD der Korruption ausliefern wie in vielen Teilen der Welt, das sollten wir in Deutschland besser nicht tun. Zum Thema an sich: Die Verschuldung der Länder, Kreise und Kommunen liegt zum großen Teil daran, dass jede Ebene an die nächsthöhere Zwangsumlagen bezahlen muss. Der Bund macht sich neuverschuldungsfrei, in dem er sich das Geld "von unten" einfach holt. Gemeinden müssen teilweise 90% ihrer Einnahmen einfach abführen und allein für die Erfüllung notwendigster, nicht streichbarer Aufgaben Kredite aufnehmen, damit Herr Schäuble sagen kann, wie toll es finanziell auf Bundesebene läuft.

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nickleby 26.06.2014, 08:37
9. Sparen

Änderung der Ausgabenstruktur :

Sparen im sozialen Bereich hilft, denn das meiste Geld fließt in den Bereich Soziales. Daher ist auch hier der größte Spielraum zur Verschlankungh der Ausgaben. Man denke z.B. an Kürzung von Zuschüssen, konsequente Sanktionen bei Verstößen gegen gesetzlich festgelegte Bestimmungen. usw.

Die Anspruchsmentalität ist im unseren Land so sehr verbreitet, dass viele Leute, die arbeiten könnten, es nicht tun, weil die soziale Stütze, aufgebessert ducrh Schwarzarbeit, höher ist als der reguläre Verdienst durch das Nettogehalt.

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