Forum: Wirtschaft
Milliardendeals: China baut das Weltstromnetz
REUTERS

Ein chinesischer Staatskonzern kauft sich überall auf der Welt in regionale Stromnetze ein. Es ist der erste Schritt eines dreistufigen Plans - an dessen Ende eine interkontinentale Energieversorgung stehen soll.

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discprojekt 07.06.2018, 10:48
10. Also,

"Wer Visionen hat, sollte...". Helmut Schmidt verehre ich, diesem Zitat kann ich allerdings nicht zustimmen. Dieses Projekt der Chinesen finde ich Grandios. Da ist alles unter einem Hut. Klimaschutz, Wirtschaft, ja, auch Friedenspolitik. Der Westen wird das neidvoll anders sehen. Kleinkariert.

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ulmer_optimist 07.06.2018, 10:48
11. China...

...arbeitet intensiv an Infrastrukturmaßnahmen in der ganzen Welt. Aufkauf von Infrastruktur, Bau der neuen Seidenstraße, Bau von Infrastruktur in Afrika. Leider schläft Europa komplett, die längerfristige Entwicklung zu beeinflussen. Wir holen lieber die Bewohner aus Afrika hierher, statt dort ein lebenswertes Umfeld zu schaffen. Wir verbieten lieber Autofahren in Stuttgart und verschiffen die Fahrzeuge nach Afrika, weil dann ja die NOX aus der Welt sind. Die Politik bietet dazu nur "Wir schaffen das", ohne irgendetwas dafür zu tun.

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gsa 07.06.2018, 10:49
12. Kleine technische Korrekturen

Es gibt keine 800 kV Wechselspannungssysteme, erst recht nicht 1100 kV. Auch nicht in China.
Es gibt keine Gleichspannungskabel für 800 kV. Der kommerzielle Rekord liegt bei 640 kV von einem schwedischen Hersteller, allerdings noch nicht installiert.
Für weite Distanzen kommt nur Gleichspannung (HGÜ) in Frage. Wechselspannngssysteme erfordern teure Kompensationsanlagen, deutlich mehr Materialeinsatz und haben hohe Verluste.
Zur Zeit gibt es nur eine Stelle weltweitmit interkontinenaler Stromverbindung: Unter dem Bosporus. Das längste Energieseekabel z.Zt. ist NorNed mit 560 km.

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disi123 07.06.2018, 10:55
13. 400 Mrd Dollar

Deutschland brauchte nur etwa 500 Mrd. US Dollar um die Banken zu retten. Damit haetten sie sich global ins Stromnetz der Welt einkaufen koennen.

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Drassanes 07.06.2018, 10:57
14. Toll, die machen uns was vor!

Deutschland hat noch maximal 5 Jahre Zeit um in Zukunftstechnologien aufzuholen. Schaffen wir das nicht, dann werden wir eben ein 'formerly leading country' - und das schneller als viele es wahrhaben möchten. Bei Ende der 20iger Jahre werden die Karten für dieses Jahrhundert vergeben sein.

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JaguarCat 07.06.2018, 10:59
15. China macht es richtig!

China macht es richtig! In einem weltweit umspannenden Netz sind die lokalen Schwankungen der "Erneuerbaren" nur noch ein schwaches Rauschen. Dann fließt halt der Strom mal in die eine, mal in die andere Richtung. Und sollte es aufgrund von Extremwetterlagen wirklich mehrere Tage Stromknappheit geben, dann schalten halt drei Tage lang mehrere Aluminiumhütten ab.

Übrigens: Schon heute betreibt China die längste Stromleitung der Welt: https://www.siemens.com/innovation/de/home/pictures-of-the-future/energie-und-effizienz/stromuebertragung-rekord-stromtrasse.html

Gelingt es, die Spannung auf 2 Millionen Volt zu steigern, kann man - bei insgesamt gleichen Verlusten - gut 1,8 mal weiter bauen, also beispielsweise von Saarbrücken bis nach New York. Zugleich steigt die übertragene Leistung auf das 1,8-fache, also 20 Gigawatt. Das ist beispielsweise das doppelte dessen, was alle noch verbliebenen Atomkraftwerke Deutschlands zusammen produzieren. Drei solcher interkontinentaler HGÜ - eine nach Ostasien, eine nach Nordamerika, eine nach Nordafrika - könnten zusammen den kompletten Strombedarf Deutschlands decken. Wahrscheinlich ist natürlich, dass hier die EE weiter ausgebaut werden. Bei Überangebot an Strom wird über diese Leitungen exportiert, bei Flaute dann Strom zurückgekauft.

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g.lutterbach 07.06.2018, 10:59
16. Kommunismus auf dem Vormarsch

Es sieht ganz so aus als ob das "kommunistische" China eine weltumspannende, auf Technologie basierende Vision hat und auch bereit ist, in die notwendige globale Infrastuktur zu investieren. Der "Kapitalismus" kann und will offensichtlich dafür kein Geld aufbringen, da es nur um kurzfristige, egoistische Interessen der 1% geht.
Die einzige Chance noch als historischer Sieger da zu stehen, besteht für den Kapitalismus darin, jetzt noch schnell alles kaputt zu machen. Scheinbar wird diese Ziel auch verfolgt.

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archi47 07.06.2018, 11:02
17. Die Folge der Privatsierungen ohne Leitplanken nur über den Preis,

die Reagan, Thatcher vorangetrieben und von Kohl (CDU) mit Rexroth (FDP) und auch Mitterand in den Maastrichtverträgen für die EU verbindlich gemacht wurden, zeitigen ihre Folgen.
Dass die Aufgabe des staatlichen Monopols auf die Daseinsvorsorge der EU-Länder im Wettbewerb mit staatmonopolistischen Kapitalismus fatale Folgen haben könnte, ist den Protagonisten dieses ungezügelten Feudalkapitalismus privater Art bis heute noch nicht klar geworden. Da muß ein Trump kommen, der das alles noch egozentrisch pervertiert.

Bleibt die Hoffnung, das rechtzeitig bei Wähler und Politik Einsicht einkehrt und klar einer Mehrheit klar wird, dass der Wettbewerb über den billigsten Preis unabhängig von Qualität, Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz, auch unabhängig von Sozial- , Ressourcen- und Lohndumping unserer Art ohnehin Überlebensgrenzen setzen wird.
Wenigsten der Staatskapitalismus Chinas gäbe die Chance weiche Faktoren jenseits des billigsten betriebswirtschaftlichen Preises mit einer volkswirtschaftlichen Lenkungswirkung hinsicht Menschenschutz, Naturschutz und Nachhaltigkeit zu versehen.

Warum kann unsere Wirtschaftsform nicht zu einer verträglichen, regionalen und sozialen Marktwirtschaft wieder zurück transformiert werden? Die anderen Freiheiten können doch weltweit geteilt werden, aber muß denn, nur beispielsweise, Joqhurt in Bayreuth in Plastikbecher aus dem Baltikum abgefüllt werden, oder in Bayreuth Mozarella hergestellt werden, der dann in Italien als "italienischer Mozarella" verpackt und wieder nach Bayreuth als original italienischer Mozarella gekarrt wird?
Wer mit dem Auto unterwegs ist und macht sich Gedanken über die LKWs aus aller Herren Länder, die mal fahrend, mal stehend das Gros unsere Straßenbenutzer ausmachen, der bekommt eine Ahnung, wo wir hinlaufen.
Der kann doch so eine Zukunft nicht wirklich wollen ...

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TS_Alien 07.06.2018, 11:02
18.

Die Chinesen haben sicherlich große Probleme in ihrem eigenen Land. Aber was sie im Ausland auf die Beine stellen, ist beachtlich. Mal sehen, wann die ersten ordentlichen Autos aus China kommen werden. Sie werden auf jeden Fall eines sein: ihren Preis wert.

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fred_m 07.06.2018, 11:03
19. Ein Stromnetzmonopol ?

Die Stromnetze der Welt in einer Hand ? Keine besonders beruhigende Idee . . .
Es könnte sich eventuell herausstellen, dass die wahren Kapitalisten nicht in USA, sondern in China sitzen.

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