Forum: Wirtschaft
Milliardeneinnahmen durch legales Cannabis: Kiffen für den Fiskus
imago/Belga

In Kanada gibt es ab Mitte Oktober legales Cannabis zu kaufen. Was würde eine Freigabe für die deutsche Volkswirtschaft bedeuten? Einer Studie zufolge könnte die Staatskasse ein Milliardenplus verbuchen.

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romanpg 24.09.2018, 09:15
20.

Eine Legalisierung hätte noch weitere Vorteile. Durch das Erheben einer Steuer auf Cannabis würden sich der Strafverfolgung auch ganz neue möglichkeiten bieten den Schwarzmarkt auszutrocknen, da sich dann jeder Dealer der Steuerhinterziehungen strafbar machen würde, was in Deutschland erheblich härtere Konsequenzen hätte, als nur ein Verstoß gegen das BTM. Die wohl effektivste Methode den Schwarzmarkt auszutrocknen wäre wohl eine Legalisierung und eine gleichzeitige erhebliche verstärkung der Strafverfolgung von Dealern, bis diese bei den Preisen für legales Cannabis nicht mehr mithalten können. Sollte man aber eine zu verkopfte Regelung bei der Legalisierung mit absurder Besteuerung wählen, wo ein Gramm dann 15-20€ kostet, werden Leute weiterhin beim Dealer kaufen und für die 25-50% ersparnis das doch sehr geringe Risiko der Strafverfolgung in kauf nehmen

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Spiegulant 24.09.2018, 09:16
21. Legalisierung ist Albtraum der Dealer

Eine Legalisierung wäre der Albtraum der Dealer und Drogenmafia. Deshalb beten die Mafiapaten jeden Tag für ein Fortbestehen der willkürlichen und unverständlichen Cannabisverbote.

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Knippi2006 24.09.2018, 09:24
22. Prohibition funktioniert nicht

- sie hat noch nie funktioniert und wird auch nie funktionieren, außer man errichtet einen totalitären Überwachungsstaat, der noch weitaus strenger überwacht wird als die DDR durch Stasi und sonstige Sicherheitsbehörden.
Nur 3-5% der weltweit produzierten "illegalen" Drogen, egal ob hart oder weich, wird durch Zoll, Polizei und in manchen Ländern durch das Militär aus dem Verkehr gezogen. Und das mit einem Milliardenaufwand, der m.E. durch nichts zu rechtfertigen ist. Eine absurde Geldvernichtungsmaschinerie, welche gleichzeitig dafür sorgt, dass in manchen Städten ein guter Teil der Immobilien von den Bossen der organisierten Kriminalität für Geldwäsche benutzt wird.

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ithaqua 24.09.2018, 09:31
23. Bitte informieren sie sich zuerst.

Zitat von butzibart13
Das ist etwas zu wirtschaftlich gedacht, durch Kiffen die Staatskasse aufzufüllen. Schauen wir mal nach Amerika, dort hat der liebe Donald enorme Drogenprobleme, hauptsächlich mit den Leuten, die ihn gewählt haben.
Die Drogenproblematik in den USA hat so gar nichts mit Kiffen zu tun.
Dort ist eine starke Abhängigkeit von Opioiden entstanden, da in den USA Medikamente mit bspw. Oxicodon frei verkäuflich sind.

Ich würde sie bitten, in Zukunft nicht solche Unwahrheiten wie eine Verbindung zwischen Cannabis und der Opioidproblematik in den USA in öffentlichen Foren zu verbreiten.

Vielen Dank.

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GungaDin 24.09.2018, 09:32
24. Ich habe das Verbot nie verstanden,

und ich bin kein Kiffer, selbst das Feierabend-Bierchen ist selten geworden. Aber ein Verbot war und ist sinnlos, weil vernünftig nicht begründbar, und schon gar nicht durchsetzbar. Am schärfsten finde ich immer die Betonfraktion aus einem südlichen Bundesland, das in Cannabis den Teufel sieht, um sich dann beim nächsten Bierfest das Hirn wegzusaufen. Aber mal weiter: Das Kette Drogenhandel finanziert Waffenhandel finanziert Menschenhandel ist altbekannt, und wenn man eine Chance hat den Drogenkartellen Einkünfte wegzunehmen soll man sie auch nutzen. Also Freigabe von Cannabis für den privaten Gebrauch, kontrollierte Abgabe zum Schutz Minderjähriger (wie eben auch beim Alkohol), kontrollierte Qualität.

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zia-zaruba 24.09.2018, 09:55
25. Hat man den langfristigen

"zweifelhaften ""Nutzen"" für die Wirtschaft erkannt ? Die Konsumenten fahren zur Höchstform auf ( legal Highs, Speed) ackern wie verrückt für das Geld, das die Sucht erfordert und sie siechen dahin und sterben, bevor sie zur Pflege oder zur Rente kommen. So schließt sich der Viereckige Kreis. Die HR wachsen nach.... was soll`s.

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cosmose 24.09.2018, 09:59
26.

Zitat von aggro_aggro
Cannabis ist eine Droge für junge Menschen, mit 30, wenn man Kinder hat und einen festen Beruf, dann passt der ziemlich zeitintensive Konsum nicht mehr ins Leben. Stundenlang bekifft Mario Kart spielen ist......
Wie so oft bei dem Thema würde ich sagen "Kommt drauf an".
Der Freund eines Freundes ist mittlerweile Ende 30, hat einen Job in der IT mit Personalverantwortung für ein kleines Team und dreht sich trotzdem am Wochenende gerne mal einen.

Die Gefahr, "abzusacken" wird auf jeden Fall mit den Jahren geringer. Eben wegen solcher Faktoren wie Kinder und Job. Bedingt dadurch, dass keine körperliche Abhängigkeit entstehen kann, ist es auch wesentlich einfacher wieder einzuschränken, wenn man merkt, dass das "echte Leben" drunter leidet.
Den "Feierabendwein" halte ich da für gefährlicher. Aus einem Glas werden irgendwann zwei, dann eine halbe Flasche... Alkoholismus kommt schleichend und wenn man es merkt, ist es meistens zu spät.

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burlei 24.09.2018, 10:03
27. Cannabis wird gerne ...

... als "Einstiegsdroge" bezeichnet. Natürlich, denn ein Dealer dreht seinen Kunden auch gerne andere Drogen aus seinem Repertoire an, Crack, LSD, Kokain.... Und schon wird aus einem harmlosen Cannabis-Konsument ein Drogensüchtiger. Mit einem staatlich kontrollierten Verkauf lässt sich dieser Einstieg mit anschließendem Absturz verhindern. Diese Kontrolle ist natürlich sehr wichtig. Und schon kommt die Frage, wer soll Cannabis verkaufen? Zigarettenläden? Apotheken? Coffee-Shops wie in den NL? Frei im Einzelhandel in beliebigen Mengen wie bei der Droge Alkohol? Dann die Häufigkeit der Kontrollen. Alle 11 Jahre wie bei den Betriebsprüfungen des Finanzamtes wird es wohl nicht geben. Fragen über Fragen, die unbedingt mal geklärt werden müssen. Nur, überlassen wir diese Fragen einer konservativen Regierung können wir davon ausgehen, dass alles in spätestens 10, 15 Jahren im Sande verlaufen ist. Von Lobbyisten und erzkonservativen Verbänden zu Grunde gerichtet. Nein, eine einfache Forderung, Cannabis zu legalisieren, wird nichts, überhaupt nichts bringen. Man könnte vielleicht fordern, Alkohol auf die gleiche Stufe wie Cannabisprodukte zu bringen. Spätestens im März 2019 ist Cannabis legalisiert und frei verkäuflich.

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bakero 24.09.2018, 10:13
28.

Zitat von butzibart13
Das ist etwas zu wirtschaftlich gedacht, durch Kiffen die Staatskasse aufzufüllen. Schauen wir mal nach Amerika, dort hat der liebe Donald enorme Drogenprobleme, hauptsächlich mit den Leuten, die ihn gewählt haben.
Bitte nicht durcheinanderbringen.
In den USA gibt es ein gewaltiges Problem mit Opiaten, ausgelöst durch die massiv angestiegenen Verschreibungen der letzten Jahre, gepusht durch die Pharmaindustrie.
Gerade Cannabis als Alternative für gefährliche Schmerzmittel hätte das verhindern können.

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bakero 24.09.2018, 10:17
29.

Zitat von vox veritas
15 jährige konsumieren bereits jetzt Cannabis, genauso wie sie Alkohol konsumieren. Warum sollte sich das nach einer Legalisierung ändern?
In Colorado SINKT der Konsum Jugendlicher aber. Auch, weil der Schwarzmarkt schrumpft und sie so nicht so leicht mit Cannabis in Kontakt kommen. Das wäre schon mal ein Anfang.

Alkohol ist eine andere Sache. Es wäre angebracht, auch den nur ab 18 in Fachgeschäften zu verkaufen. Im alkoholverliebten Deutschland ist das aber nur schwer umzusetzen. Beim Cannabisverkauf hat man mit entsprechenden Regelungen jetzt die Chance, nicht die gleichen Fehler zu machen.

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