Forum: Wirtschaft
Milliardenprogramm der EZB: Draghi verspricht zu viel
AFP

Am Montag startet die EZB ihr Mega-Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen. Damit stemmt sie sich gegen eine Deflation, also fallende Preise. Doch Zweifel sind erlaubt: Die Notenbanker laufen Gefahr, sich zu übernehmen.

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kimmberlie67 01.03.2015, 08:28
1. Fallende Preise hat das Orakel von Delvi

auch für Old Germany voraus gesagt.

Und nun steigen die Preise in riesen Schritten.

Also Herr Draghi Füße still halten.

Aber es ist ja nicht ihr Geld was sie versenken.

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carranza 01.03.2015, 08:31
2. Fallende Preise?

Die wären begrüßenswert in Zeiten, wo der Nettowert von Löhnen und Gehältern schon seit Jahren fällt.
Und der Euro fällt ebenfalls mal wieder im Vergleich zum Dollar und zum Schweizer Franken.
Da wären fallende Preise doch mal ein willkommener Ausgleich für den Verbraucher, oder etwa nicht?

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hansaeuropa 01.03.2015, 08:35
3. lohnstückkosten

der entscheidende punkt wird aber nach wie vor von Zentralbanken, Politik und Presse nicht gesehen: die gesamtwirtschaftlichen lohnstückkosten sind entscheidend für die Entwicklung des Preisniveaus

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marthaimschnee 01.03.2015, 08:37
4.

Draghis Konzept hat einen grundlegenden Fehler: während bei all den anderen Krisen bisher die Kredite einfach zu teuer waren, und man der Wirtschaft so mit der Flutung von Geld durch ein Senken der Zinssätze entgegenkommen konnte, geht das hier einfach nicht mehr, die Zinssätze sind am Ende angekommen. Man kann also sagen, dort wo vorher das Angebot zu schlecht war, fehlt heute ganz einfach die Nachfrage. Und das läßt sich nicht kurzfristig lösen, sondern nur, indem man langsfristig eine Perspektive schafft, in die es sich zu investieren lohnt. Dummerweise regiert in Europa die - eben deswegen längst gescheiterte - Ideologie, daß die Nachfrageseite irrelevant wäre. Fail! EPIC FAIL, wie es so schön heißt.

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hubertrudnick1 01.03.2015, 08:40
5. Sofort stoppen

Kann man so einen Spieler denn nicht stoppen, darf ein Mann/Hasardeur über unsere Steuern verfügen?
In was für einer Demokratie leben wir eigentlich, dass solche Leute so viel Macht bekommen können?
Werden wir in Europa schon total von der Finanzmafia regiert, warum wehrt sich keiner dagegen, warum ducken sich alle Politiker so einfach da weg, geht ihnen das schon alles nichts mehr an?

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starchidia-1 01.03.2015, 08:42
6. Welche Deflation?

Sind die Austern in der EZB-Kantine billiger geworden? Bei Brot, Schnittwurst, Käse, Gemüse und Scheinelende, die gestern im Einkaufskorb meiner Frau waren - keine Spur von diesem seltsamen Phänomen!

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nestor01 01.03.2015, 08:48
7. Die Droge Zins

Das Problem an der Niedrigzinspolitik ist, dass sie unumkehrbar ist. Sobald die Notenbank die Zinsen steigen lässt, werden die Niedrigzinspapiere an Wert verlieren und die Finanzmärkte zusammenbrechen. Der Niedrigzins führt auch zu fehlerhaften Allokationen. Das heißt, es wird Kapital in Investments gesteckt, die ohne zinslose Darlehen nicht getätigt würden.
Der Aufkauf von Anleihen durch Notenbanken kann diesen verhängnisvollen Trend nur verstärken.

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HH1960 01.03.2015, 08:52
8. Gefährliches Spiel

Ob die Inflationsrate tatsächlich steigt ist ungewiss, aber das die Börsenjunkies weiter an der Geldnadel hängen dürfte ausgemachte Sache sein. Sobald der Geldfluss versiegt kommt der grosse Katzenjammer. Ich frage mich wie die EZB aus der selbstgebauten Falle wieder rauskommen will. Das diese Politik in erster Linie nur den Reichen / Aktienbesitzern zu Gute kommt, versteht sich von selbst. Es ist einfach zuviel Spielgeld im Umlauf und die realen Investitionsmöglichkeiten sind begrenzt.

Meine Meinung: Das führt in die Katastrophe.

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bbkontakt 01.03.2015, 08:53
9. Haben die EZB Verträge Ausstiegsoptionen

Was ist in den langfristigen EZB Verträgen hinterlegt das Deutschland in wirtschaftlich schwierigen Situationen nicht langfristig weiterbelastet ?

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