Forum: Wirtschaft
Milliardenprogramm der EZB: Draghi verspricht zu viel
AFP

Am Montag startet die EZB ihr Mega-Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen. Damit stemmt sie sich gegen eine Deflation, also fallende Preise. Doch Zweifel sind erlaubt: Die Notenbanker laufen Gefahr, sich zu übernehmen.

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micro miller 01.03.2015, 17:16
130. QE funktioniert nicht um den Konsum

zu fördern. In den USA, Japan & GB erfolgreich zum weiteren aufblasen der Aktienmärkte genutzt jedoch an den Bürgern vorbei. Nur Konsum und Grossinvestitionen können die nötige Nachfrage generieren um ein Preisverfall entgegen zu Wirken. Die Einkommen sind falsch verteilt Wer mehr Konsum will der stellt sicher, dass die Einkommen der Mehrheit der Bürger steigen. Lohnerhöhungen von 8% oder mehr werden das Auslösen. Es wird unserer Wirtschaft auch nicht schaden, sie hat gerade eine Euro Entwertung von mehr als 10% bestens verdaut. Wo bleiben die schlafenden oder SPD opportunen Gewerkschaften, ihr Job ist nicht einer Partei zu dienen sondern den Menschen.

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bartsuisse 01.03.2015, 18:03
131. Leidenfeuer - so es geht also italienisch zu

na dann darf ich sie erinnern dass Italien gleich nach Frankreich das drittgrösste Euroland ist und einen Anteil am Euro von 19% hat. Frankreich etwa 22% und Deutschland nicht mehr als 27%. Es ist auch ein Geberland und kein Empfängerland und hat in Griechenland entsprechend seinem Anteil rund 40Milliarden ausstehend (Deutschland etwa 60). Weiter würde ich ihnen auch noch empfehlen sich etwas besser zu informieren in Sachen BANKHILFEN während der Finanzkrise. Damals musste Italien seine Banken mit 4 Milliarden unterstützen und Deutschland seine mit rund 250 Milliarden Steuergeldern. Dazu kommt das sowohl UNICREDIT und SAO PAULO sich unter den ersten 10 Bankhäusern befinden und die Deutsche Bank Knapp unter den ersten 20. Despektierlich und unwissend über ein G7 Land zu sprechen und zu urteilen spricht nicht für Sie und die Verallgemeinerung; Süden gleich Sünder stimmt so nicht. Italien hat seine Verschuldung in der Krise um 20% verschlechtert und Deutschland auch. Deutschland hilet als erstes Grosses Land die Maastrichtkritierien nicht ein und tut es auch heute in Bezug zur Staatsverschuldung nicht. Beide Staaten halten die Defizitgrenze von 3% ein und Italien hat den zweitgrössten Industrieausstoss gleich nach Deutschland. Es wäre angebracht wenn sie sich bei Eurostat etwas einlesen und nicht überheblich auf andere zeigten. Sonst kann es plötzlich geschen dass man mit dem Mythos Deutschland aufräumt. 15% Armut, Lohndumping, 1 Mio ausgewanderte Deutsche (alleine in die Schweiz 350.00) lassen das Wunderland sehr sehr fahl aussehen

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localpatriot 01.03.2015, 18:46
132. Gegensätzliches und egozentrisches

Zitat von bartsuisse
wann endlich hört ihr auf euch so grundlos selbstzuüberschätzen? Immer auf andere so hoch verschuldete Staaten zeigen und das auch noch mit Arroganz. Dabei wird völlig ausser Acht gelassen, dass Deutschland dank dem für Ihn tiefen Euro gut exportiert hat und der Hauptprofiteur vom Eurogebilde ist ABER gleichzeitig seine komplette Infrastuktur verlottern liess. Von Schuldenabbau keine Spur (Immerhin Schuldenberg Nummer 1 in Europa!!!) und das bei steigender Armut und sinkenden Löhnen. Was Deutschland betreibt ist eine INNERE ABWERTUNG auf Kosten seiner eigenen Bevölkerung und Exportwunder auf Kosten anderer. Klar andere könnten diese "Reformen" auch mitmachen und den ganzen Kontinent in eine Abwärtsspriale drücken abersie wollen das nicht denn AUSSERHALB Deutschlands und ganz wenigen Kleinstaaten wird das "Deutsche Modell" nicht als solches anerkannt. Es ist auch keins. Jeder dumm der auf den gleichen verherenden Zug aufspringt. Warum sollte man das auch. Ein Land das in 100 Jahren 5 mal die Währung wechseln musste, Hyperinflation hatte und 5 Staatsformen, wird ja wohl nicht als Nachahmungsziel angesehen. Es gibt die beiden deutschen Tabuwörter : INFLATION UND HARTE WAEHRUNG. Wehe jemand stellt dies in Frage, dann wird gleich eine ganze Nation hysterisch
Die deutsche Wirtschaft und der deutsche Bürger sind zweierlei Bier.
- Der deutsche Arbeiter hat seit 10 Jahren keine Reallohnerhöhung.
- Der Durchschnittsdeutsche hat ein Sparbuch, ist am Ende auf seine Rente angewiesen und hinterlassene relativ wenig an seine Erben.
- Der Anteil der Mieter an der Bevölkerung ist um die 50%, und in einige Regionen noch viel höher. Das ist ein Zeichen der allgemeinen Kapitalschwäche.
- Deutsche Institutionen, wie Firmen und Regierungen aller Art, habe massenweise Zugang zu billigem Geld.

Also, im Vergleich zu den klugen Schweizern steht der Durchschnittsmichel relative miese da und er sorgt sich um das wenige das er hat. Und Deflation ist ebenfalls eine fragliche Rechnung, denn vieles was der Mensch braucht ist nicht im Korb und auch geringe Preissteigerungen sind spürbar wenn das Realeinkommens stagniert.

Dagegen profitiert die Industrie massenweise von einer der Euroweichwaehrung und wie sie sagen, verhindert dass ein ehrlicher Teil dieser relativ leicht verdienten Gelder mit den Arbeitnehmern geteilt wird. (Unternehmer und Gewerkschaften arbeiten dabei zusammen)

Deutschland benötigt keine Geldschwemme. Eher das Gegenteil, D benötigt interne Aufwertung im Vergleich zur Eurozone. Deutschland hat eine einen größeren Anteil der wirtschaftlichen Unterklasse als der Rest der Eurozone (siehe Mieteranteil und Investitionsstreuung), und der deutsche Bürger sorgt sich zu recht wie das Ganze ausgehen wird.

Das deutsche Modell passt nicht in die Draghigeldschwemme. Man sorgt sich und zwar zurecht.
Glückliche Schweiz

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btccryptocoin 01.03.2015, 18:47
133.

Zitat von jan07
Es gibt schon eine dritte Moeglichkeit: Schulden zurückzahlen. Es ist und bleibt die sauberste und solideste Lösung. Aber dann kann Vater Staat vielleicht weniger 'soziale' Wohltaten verteilen. Fuer manche Zeitgenossen mittlerweile leider völlig unvorstellbar.
die Möglichkeit gibt es leider nicht, denn Schulden sind auf der anderen Seite Vermögen.

Keine Schulden bedeuted auch keine Vermögen.

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localpatriot 01.03.2015, 19:16
134. Man verwechselt die Menschen mit ihrer Herkunft

Zitat von bartsuisse
na dann darf ich sie erinnern dass Italien gleich nach Frankreich das drittgrösste Euroland ist und einen Anteil am Euro von 19% hat. Frankreich etwa 22% und Deutschland nicht mehr als 27%. Es ist auch ein Geberland und kein Empfängerland und hat in Griechenland entsprechend seinem Anteil rund 40Milliarden ausstehend (Deutschland etwa 60). Weiter würde ich ihnen auch noch empfehlen sich etwas besser zu informieren in Sachen BANKHILFEN während der Finanzkrise. Damals musste Italien seine Banken mit 4 Milliarden unterstützen und Deutschland seine mit rund 250 Milliarden Steuergeldern. Dazu kommt das sowohl UNICREDIT und SAO PAULO sich unter den ersten 10 Bankhäusern befinden und die Deutsche Bank Knapp unter den ersten 20. Despektierlich und unwissend über ein G7 Land zu sprechen und zu urteilen spricht nicht für Sie und die Verallgemeinerung; Süden gleich Sünder stimmt so nicht. Italien hat seine Verschuldung in der Krise um 20% verschlechtert und Deutschland auch. Deutschland hilet als erstes Grosses Land die Maastrichtkritierien nicht ein und tut es auch heute in Bezug zur Staatsverschuldung nicht. Beide Staaten halten die Defizitgrenze von 3% ein und Italien hat den zweitgrössten Industrieausstoss gleich nach Deutschland. Es wäre angebracht wenn sie sich bei Eurostat etwas einlesen und nicht überheblich auf andere zeigten. Sonst kann es plötzlich geschen dass man mit dem Mythos Deutschland aufräumt. 15% Armut, Lohndumping, 1 Mio ausgewanderte Deutsche (alleine in die Schweiz 350.00) lassen das Wunderland sehr sehr fahl aussehen
Was sie schreiben ist recht. Sie haben die Hypo Real Estate nicht erwähnt und großzügiger weise die eine oder andere Landesbank, also die echten Schandflecken der deutschen Geldwirtschaft. Ebenso könnte man erwähnen dass D in der Einführung des Euro stark aktiv war, ohne dass jemand die langfristigen Konsequenzen für das Zusammenleben in Europa überdachte.

Die deutsche Presse hat in der Aufklärung der Bürger versagt. Was in der Bildzeitung kommt, dringt in das Unterbewusstsein durch und bildet dort die harten Drähte dar Vorurteile.

In vieler Hinsicht sieht man Italien nicht ganz richtig, ebenso wie den Rest der Eurozone oder der EU.
Sie deuten auf ein Versagen der gegenseitigen Information hin welches für das Gemeinwohl der Eurozone absolut notwendig ist. Übrigens, man könnte viel über die Vorurteile gegenüber D schreiben, besonders diejenigen welche in der Schweiz, GR und I gerade kursieren. Machen sie doch mal eine Liste.

Glückliche Schweiz.

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Peter Bernhard 01.03.2015, 19:21
135. Inflation ist gut?

Inflation als Konzept umfasst also tatsächlich nur die Warenkorbpreise der Konsumenten? Wie kann man Inflation als anerkanntes Grundübel lostreten wollen? Speziell verstehe ich nicht, warum bei Deflation die Schulden relativ im Wert steigen? Es muss doch heissen: sie können nicht mehr bezahlt werden, weil vorhandenes Geld für höhere Preise hingegeben muss. Es kommt zu Konkursen und weitere Liquiditätsengpässen - so dass weiteres Easening Gläubigerpleiten verhindern muss. Für mich ist nach wie vor am wichtisten, dass eine funktionierende Wettbewerbswirtschaft, die auch rationaliisert, wie von der EU vorgesehen, vorgeschrieben, fundamental von fallenden insbesondere Konsumentenpreisen als Wohlstand für alle ausgeht. Das frage ich mich spontan allerdings auch, vielleicht hat das Benanke-Wort von "funktioniert theretisch nicht, praktisch schon" gemeint: Es scheint klar, dass Anleihenhalter das Geld wiederum in die Finanzmärkte pumpen, also am Inflationsmesser Warenkorb vorbei - wie also kommt es dann irgendwann endlich doch zu diesen angestrebten (!) 2% Konsumenteninflation? Womöglich, weil mit Konsumgut Öl insbesondere finanzgemarkt nach oben wird. Oder das Anleihengelld in versprechendere Währungen fliesst, also den Öldauer gegen den Euro verteuert , was diese Inflation bewirkt.

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curiosus_ 01.03.2015, 19:32
136. Total falsch

Zitat von btccryptocoin
die Möglichkeit gibt es leider nicht, denn Schulden sind auf der anderen Seite Vermögen. Keine Schulden bedeuted auch keine Vermögen.
Wenn ich Ihnen Geld leihe haben Sie Schulden bei mir. Wenn Sie Ihre Schulden bei mir tilgen ändert sich mein Vermögen um keinen Cent. Also, was soll das?

Was Sie meinen ist geschöpftes Giralgeld durch Kreditvergabe, das bei einer Rückzahlung wieder vernichtet wird. Das hat zwar mit Schulden zu tun, aber nichts mit Vermögen in dem Sinne, dass der Kreditgeber es für eigene Zwecke beliebig verwenden darf.

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Noch ein Leser 01.03.2015, 20:07
137. Herr Draghi...

... und seine Vasallen gehören alle eingesperrt. Einen Italiener (außer als Kunde) in eine Bank zu lassen ist ansich schon töricht genug; nun haben es die mafiösen Strukturen schon bis in den Chefsessel geschafft. Geldpolitik != Finanzpolitik. Und sobald der Araber seinen Ölhahn wieder zudreht, wirds beim aktuellen Euro-Kurs so richtig lustig.

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carahyba 01.03.2015, 20:15
138.

Zitat von heringsbändiger
Anstatt sich hier in dummen despektierlichen Ausfällen zu ergehen, sollten sie sich mal mit Geldtheorie und Politik befassen, vielleicht geht ihnen dann mal ein Licht auf was hier eigentlich gespielt wird! Allerdings frage ich mich langsam ob nicht nur Putin hier "Bezahlschreiber" hat!
Erstens möchte ich mich entschuldigen, weil ich nur zu dem ersten Teil ihres Beitrages Stellung genommen habe. Gegen den zweiten Teil hatte ich nichts einzuwenden.

Sich mit Geldtheorie zu befassen ist ein weites und undankbares Feld. Habe eine Reihe Bücher dazu gelesen und muss gestehen, dass ich relativ wenig Weitergehendes an Erkenntnis hinzugewonnen habe. Kann natürlich an meiner Begriffstutzigkeit liegen.

Heute ist in einem kurzen Beitrag vom Foristen @liberalitärer etwas wichtiges vermerkt worden. Wann wird das QE von Draghi zu Geld, wohl nur dann wen sie das in irgendeiner Form unters Volkbringen.

Wenn die Banken ihre Anleihen an die EZB verpfänden dafür Digits gutgeschrieben bekommen, aber dann sofort wieder bei der EZB deponieren ist das meiner Meinung nach kein Geld.
Aber genau da liegt das Problem zu definieren, ja was ist es dann.
Geld ist es nur dann wenn es im Umlauf ist, das können auch Staatsanleihen oder andere Wechsel sein.
Diese Auffassung steht im Widerspruch zur üblichen Definition der Geldagregate M1, M2, M3, ich weiss.

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luny 01.03.2015, 21:27
139. Dilemma

Zitat von spiel_casino_club
... ja die gesamte Geld- und Währungspolitik der EZB für 19 unterschiedliche Staaten und für 19 verschiedene Volkswirtschaften ausrichten. Quasi die Quadratur des Geld- und Kreditkreislaufes.
Hallo Spiel_Casino_Club,

die EZB versucht, Wirtschaftspolitik zu betreiben, also
die Wirtschaft mit VIEL Geld irgendwie in Schwung zu
bringen.

Das funktioniert schon deshalb nicht, weil es nicht am
fehlenden Angebot liegt, daß die Wirtschaft nicht in
die Gänge kommt, sondern an der fehlenden Nachfrage.

Auch Zinsen von 0,05% (!) haben nicht zu einer
höheren Kreditnachfrage für Investitionen in die Real-
wirtschaft geführt.

Die Geldschwemme der EZB von insgesamt 1,1 Billionen
EUR wird schon angeschöpft werden, allerdings wird
das schöne Geld wieder einmal dort landen, wo es
schon im Überfluß vorhanden ist, nämlich bei den
Reichen, die sowieso schon alles haben und zur An-
kurbelung der Wirtschaft insgesamt wenig beitragen.

Wenn das ganze schöne Geld direkt an die Normal-
bürger der EUR-Zone verteilt würde, bestünde zumindest
eine gewisse Chance, daß das Geld direkt in den Konsum
fließt und die Nachfrage steigt.

So wie jetzt beschlossen, werden die 1,1 Billionen EUR
in den Weiten der Finanz"industrie" ohne Effekt ver-
schwinden, außer daß der gemeine Steuerzahler für
dieses sinnlose Experiment zur Kasse gebeten wird.

LUNY

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