Forum: Wirtschaft
Milliardenprogramm der EZB: Draghi verspricht zu viel
AFP

Am Montag startet die EZB ihr Mega-Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen. Damit stemmt sie sich gegen eine Deflation, also fallende Preise. Doch Zweifel sind erlaubt: Die Notenbanker laufen Gefahr, sich zu übernehmen.

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malro75 01.03.2015, 12:08
80. Marktwirtschaft war einmal....

wieso beschäftigt sich keiner mit den Ursachen der vergangenen 10-15 Jahren, die zu dem so tollen Europa geführt haben? wieso sind die Preise und Löhne bei unseren südlichen Nachbarn so über die Verhältnisse gestiegen? Der Wahrheit ins Auge zu sehen ist manchmal schmerzhaft aber notwendig und ehrlich. Das was nun Läuft wird, wie schon klar zu sehen ist, den Euro weiter schwächen in dem Glauben, das es dadurch zu Aufschwüngen in Südeuropa kommt....kann es aber nicht, da wir unseren Vorsprung ums verrecken halten werden bezüglich der Produktivität und Lohnstückkosten! Das einzigste was "real" passiert ist, das der Kleinsparer der Dumme ist und der Bänker sich an den täglichen Kursschwankungen erfreut und bei den Entscheidungen dem Kleinsparer immer 7-38 Schritte vorauss ist, auch denen, die "ihre Paar Euro" clever Anlegen. Schaut mal auf die Volumen der Optionen... da sind fünf oder sechsstellige Anlagen Penuts, die Musik Spielt gerade ausschlieslich in der Upper Class, die deutlich über unserem Mittelstand steht und wie die Geier drumherumkreisen, um Ihre Kurzfristig erzockten Vermögen dann in "Reale" Werte zu sichern - Der Mittelstand wiederrum hat seine Probleme und Unsicherheiten und daher dem Verkauf tendenziell eher offen - bzw. hat oft keine Chance sich zu wehren wenn es soweit ist.
Würde ich da oben sitzen wäre Draghi mein bester Kumpel :-)

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bartsuisse 01.03.2015, 12:13
81. hochverschuldete Staatrn wie Potugal oder Italien?

was bitte ist dann Deutschland mit seinen 2100 Milliarden? Dem grössten Schuldenberg Europas? Diese kontinuierliche Selbstüberschätzung der Deutschen ist unglaublich. Ein Jahresetat von 300 Milliarden und ein Medianeinkommen von 15.000 Euro . Aber Portugal und Italien sind hochverschuldet....das nennt man realistisch und logisch denken

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shardan 01.03.2015, 12:15
82. Immer mal rein mit der Knete...

... die Banken werden sich freuen, dass sie billiges Geld zum Zocken bekommen.

Der Verbraucher sieht davon nicht sehr viel. Solange es keine massive Kontrolle der Banken hinsichtlich der Finanzzockerei gibt und Fonds nicht an die Kandarre genommen werden - beides bei unseren Politikern alternativlos ausgeschlossen - wird es nur dazu führen, dass einige wenige Milliarden anhäufen und der Rest leer ausgeht. Schlimmer noch, der Rest (wir!) wird die Zeche bezahlen.

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genugistgenug 01.03.2015, 12:16
83. EZB = Papierdruckautomat

zur Aufgabe EZB sagte bereits deren hochragige Mitarbeiterin selbst
'bis zur 1 Krise haben wir die Geldpolitik gesteuert, jetzt drucken wir so viel Geld wie die Banken wollen' -ungefähr - im Detail hier:

Banken unter Kontrolle?: WESTPOL vom 22.02.2015
Erspartes Geld gewinnbringend anzulegen ist für Sparer derzeit schwierig - die Zinsen sind niedrig wie selten zuvor. Ein Grund: Die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB). Das Institut soll den nächsten Finanzcrash verhindern. Um die Wirtschaft auch in Krisenzeiten europaweit anzukurbeln, pumpt die EZB Milliarden in die Banken in ganz Europa. Sie sollen großzügig Kredite vergeben, zu niedrigen Zinsen. Gleichzeitig soll die EZB die Banken kontrollieren und hochriskante Geschäfte untersagen. Wie wird sie dieser Doppelrolle gerecht?
http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/westpol/videobankenunterkontrolle100.html

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carahyba 01.03.2015, 12:21
84. Wenn Sie diese Meinung sind ...

Zitat von heringsbändiger
Was für ein dummes Gelabbere, mich interessiert in erster Linie wie weit ich mit meinem sauer verdienten Geld komme und nicht was die jenigen machen, die, die ganze Zeit über ihre Verhältnisse gelebt haben, (für die ich im Prinzip schon seit jahrzehnten schon mitbezahle, aber um das jetzt zu verstehen müsste man Ahnung von Ökonomie haben)! Wenn ich nämlich mit meinem Einkommen nicht mehr bis zum nächsten Ersten komme, kräht da nämlich auch kein Hahn nach! Es ist schon bezeichnent, wenn man einem Hartz 4 Empfänger jeden Pfennig nachrechnet und den Hals zuhält und anderer seits die Spendierhosen an hat! Man versucht doch nur mit allen Mitteln ein verkorkstes System noch solange wie möglich in Gang zu halten, damit eine gewisse Klasse ihre Profite in Sicherheit bringen kann und nach ihnen die Sündflut! Sie kappieren offensichtlich garnichts! Glauben sie allen Ernstes es ginge bei den ganzen Aktionen um Europa oder die Menschen? mann müssen sie naive sein!
Wenn Sie dieser Meinung sind sollten Sie dafür eintreten, dass Deutschland sofort aus der EWU austritt. Dann können Sie Ihre deutschnationale Egozentrik in vollen Zügen geniessen.
Also Deutschland raus aus dem EURO. So schnell wie möglich.

Der Meinung bin ich mittlerweile auch, aber aus anderen Gründen, als Sie sie hier angeben.

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Darwins Affe 01.03.2015, 12:23
85. Antiglobalisierung

Zitat von großwolke
Gut auf den Punkt gebracht. Aber nicht ganz vollständig in der Betrachtung. Den Zweifel daran, dass die Anleihekäufe inflationswirksam sind, kann man durch Gewissheit ersetzen, wenn man die Globalisierung nicht alleine bezüglich ihrer Wirkung auf die globalen Produktionskapazitäten betrachtet, sondern auch den Wettbewerb der Arbeitskräfte untereinander und damit die langsame Angleichung von Lohnniveaus. Und zwar nach unten. Nachfrage entsteht nur, wenn Staaten oder Personen Dinge kaufen. Endprodukte. Wenn aber die Medianeinkommen der Bürger und damit verbunden die Steuereinkünfte der Staaten stagnieren oder gar zurückgehen, sinkt die Kaufkraft und logischerweise die Inflation. Mit mehr Schulden kann man dem eine Zeitlang entgegenwirken, so, wie es die USA oder Japan gerade tun. Nachhaltig ist das natürlich nicht. Aber was in Europa gerade krisenverschärfend wirkt, ist nicht etwa das deutsche Spardiktat für die Regierungen der EU, sondern der Reformdruck. Oder, anders ausgedrückt, der Druck, Arbeitsmärkte soweit zu liberalisieren, dass die Lohnstückkosten im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig gehalten werden können. Bei dieser Betrachtung wird klar, dass das, was wir brauchen, außerhalb der Reichweite von Politik und Zentralbanken liegt, sondern allenfalls vom Konsumenten beeinflusst werden kann: global steigende Lohnniveaus. Und jetzt erzählen sie mal jemandem, der mit Mindestlohn neuerdings vielleicht gerade soviel hat, dass er nicht mehr zum Amt rennen braucht, dass er mit seinen Kaufentscheidungen die europäische Wirtschaft begünstigen soll... Die Wahrheit, politisch wenig opportun, lautet einfach, dass es für unsere ehemalige Insel des Wohlstands auch in Zukunft noch weiter bergab gehen wird, einfach, weil es in anderen Teilen der Welt aufwärts geht. Die Antwort darauf, oder wenigstens der Anfang davon, wäre nicht mehr, sondern weniger Globalisierung. Denn nur wenn man Unternehmen dazu zwingt, in ihren Absatzmärkten zu produzieren, könnte man als Politik tatsächlich Einfluss auf die Gestaltung der Gesellschaft nehmen. So wie es jetzt läuft, importieren wir mit den Waren aus aller Welt auch deren Wohlstandsniveau mit. Wobei es uns als Nation mit positiver Außenhandelsbilanz dabei noch gut geht.
Es muss nicht sein, dass es Europa schlechter geht, wenn’s in anderen Teilen der Welt besser geht: Der technologische Fortschritt geht immer weiter. Richtig ist allerdings, dass sich der Wohlstand (hoffentlich) auf unserem Planeten gleichmäßiger verteilt. Das Rezept einer Antiglobalisierung für Deutschland als zweitgrößten Exportnationen der Welt klingt allerdings sehr seltsam. Nebenbei: Bei Draghis quantitative easing (QE) geht’s weniger um Deflationsbekämpfung, sondern durch niedrige bzw. Negativzinsen den Bankrott der Südstaaten im Euro-Raum hinauszuzögern und den Euro noch ein paar Jahre zu erhalten.

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carahyba 01.03.2015, 12:31
86.

Zitat von localpatriot
... Bestimmt nicht. Das Geld wird kommen wie eine Sturmflut und niemand hat die geringste Ahnung wie die einzelnen Staaten damit umgehen. ...
In Portugal wartete die Finanzministerin sehnsüchtig auf den 1.März, sie will das Geld sofort dazu verwenden die IWF Kredite zurückzuzahlen und weitere Umschuldungen durchzuführen.
Teile der gesparten Zinsen hat sie schon in das Gesundheitssystem gesteckt, hat 50 neue Arztstellen bewilligt, nur da meldet sich niemand drauf, weil die Bezahlung so niedrig ist, ein Mitarbeiter bei LIDL, gibt es in Portugal mittlerweile auch, mehr verdient als ein Arzt im Staatsdienst. Dem IWF sei Dank.

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finnegan 01.03.2015, 12:39
87. Ich wundere mich nur...,

über all die Expertrn, die sich hier so tummeln. Draghi macht die einzige vernünftige Geldpolitik, die man machen kann, wenn die europäischen Länder sich dermaßen unvernünftig verhalten, wie sie es tun. Aber hier scheinen ja alle kompetenten Geldpolitiker Europas mitzuschreiben.

Wenn die einzelnen Länder nicht Willens sind, die geldpolitischen Rahmenbedingungen zu verändern, dann hat Draghi kaum eine andere Wahl, als die Geldmenge zu erhöhen, was ist daran denn so schlecht?

Mein hauptsächlich amerikanisches Aktienpaket hat bereits dieses Jahr enorm an Wert zugelegt. Und..., wer sich über Aktienbesitzer besvwert..., wie wäre es denn, einmal selbst ein solcher zu werfen? Ist ganz einfach, Order abgeben und schwupps gehört nan auch zu dem Club. Ich jedenfalls kann von meinen Dividenden leben!

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hondje 01.03.2015, 12:39
88. Dragie verspricht zu viel

Der belügt uns genauso wie andere Politiker diese könne man nicht mehr glauben die hören nur auf die Industrielle weil diese Regieren in Wirklichkeit und wen die Politiker genau dass tun was die wollen gibt's danach ein fette Bonus. Also denke bei der nächste Wahlen dran .

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booaaeey 01.03.2015, 12:41
89. Danke SPON, seit langem mal wieder ein

sachlich-kritischer Beitrag der sich auf Fakten stützt und sich wohltuend von den ideologisch überfrachteten Griechenlandartikeln mit gutausehenden larmoyanten Griechinnen und Griechen mit ihren Bittbriefchen abhebt.

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