Forum: Wirtschaft
Milliardenprojekt: Bahn muss Notreserve von Stuttgart 21 anzapfen
Marijan Murat / DPA

Weil Baufirmen immer höhere Preise verlangen, muss die Bahn nach SPIEGEL-Informationen für ihr Milliardenprojekt Stuttgart 21 die Finanzreserve angreifen. Der Vorstand gibt trotzdem Durchhalteparolen aus.

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juergen.lippka 08.06.2019, 08:11
1. Es läuft wie immer......

der Staat baut (hier in Form der DB) und alles läuft aus dem Ruder.
Die Kosten explodieren.
Wer zahlt letztendlich wie immer: Der kleine Mann/Steuerzahler.
Nehmt doch mal chinesische Baufirmen mit entsprechenden Verträgen als GU und Festpreis.
Die deutsche Bauwirtschaft muss lernen, hier ist nicht das Schlaraffenland.

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hektor2 08.06.2019, 08:13
2. Bekannt

Es ist doch mittlerweile hinreichend im In- und Ausland bekannt, dass Deutschland nicht mehr in der Lage ist, Großprojekte dieser Art durchzuführen.

Sollte man einfach lassen oder in's Ausland vergeben.

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zensurgegner2017 08.06.2019, 08:14
3.

Im Artikel sind die Bildunterschriften lustig

6,5 MRD werden eingehalten, so Grube
2021 ist man fertig, so Grube

Grundsätzlich würde ich in Deutschland nie wieder Großprojekte durchführen
Die Bürokratie in Analogistan ist schlicht zum davonlaufen und alles dauert ewig
Dazu kommt das Klagerecht für jeden Stein am Wegesrand, und hoffnungslos überforderte Bundesländer, die auf Wutbürger an jeder Ecke treffen

Sieht man vortrefflich bei Windrädern und Stromtrassen
Jeder cm wird beklagt

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bessernachgedacht 08.06.2019, 08:16
4. Falsches Bild

Es wird immer suggeriert, dass sich die Kosten auf den reinen Bahnhof beziehen. Aber in den Kosten sind großräumige Verlegungen ganzer Bahntrassen enthalten, meist mit aufwändigen Runnelbau oder Brücken. Ja, die Gesamtkosten sind enorm. Aber andererseits wird auch nur gejammert, dass Deutschland eine schlechte Infrastruktur habe. Ja was denn nun? Wer sich mal die bedeutendsten Metropolen der Welt anguckt wird feststellen, dass dies immer mit einer aufwändigen und zum größten Teil unterirdisch liegenden ÖPNV-Infrastruktur einhergeht. Städte, die sich dem verweigert haben, sind grundsätzlich abgehängt. S21 ist also langfristig ein Glücksfall für Stuttgart, wenn auch die Kosten sehr hoch sind. Aber für welchen Unsinn gibt der Staat sonst Geld aus, wo es wirklich unnötig ist.

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Frauenversteher007 08.06.2019, 08:16
5. Volksnah?

Kann man sich eigentlich nur noch an den Kopf packen mit deutscher Politik?

Da wurde doch so eine Schau abgezogen damals mit dem Heiner Geißler und was ist heute?
Irgendwie doch genau das, was die Gegner damals vorher gesehen haben!
(ähnlich, wie beim BER)

Unglaubwürdiger für den braven "Steuerzahl-Idioten" geht Politik hier fast gar nicht mehr.
Und dann verwundert es, wenn eine SPD unter geht oder gar immer schlimmer rechts gewählt wird?
(Nein, ich nicht, aber das frustrierte Volk reagiert ja leider immer mehr so darauf)

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pandora14 08.06.2019, 08:18
6. Hochmut

kommt vor dem Fall.
Hätte nie gedacht, dass die Schwaben solch einen Unfug machen.

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ollifast 08.06.2019, 08:21
7. Das ist derzeit überall so

Das hat wenig mit Stuttgart 21 und "Durchhalteparolen" zu tun, die Baupreise sind konjunkturbedingt überall gestiegen. Im Tiefbau besonders, weil der Staat überall die Steuermehreinnahmen einsetzt - was grundsätzlich auch gut und gewollt ist. Es wird eben überall gebaut wie blöd. Die gute Baukonjunktur war aber nicht wirklich absehbar, denn zwischen erster Planung und Ausführung ist viel Zeit vergangen.

Und das liegt auch an den ganzen Protesten und der daraus resultierenden Zeitverzögerung.

Man kann aber jetzt nicht, wie manche Ewiggestrige das gerne hätten, alles einstellen. Dann brauchen wir gar kein großes öffentliches Bauvorhaben mehr angehen. Ja, es wird mehr kosten. Ist jetzt halt so.

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ewigmeckerer 08.06.2019, 08:21
8. Kosten

Ich habe früher Maschinen gebaut. Preise nach Ausstattung und in Folge Angebot. Mir täte heute noch der Hintern weh von den Tritten, die ich erhalten hätte, wenn ich während der Bauzeit höhere finanzielle Forderungen für die gleiche Leistung gestellt hätte. So etwas geht nur bei öffentlichen Aufträgen, deren finanzielle Erhöhungen meist mit einem "Kleinen Bakschisch" an den Auftraggeber verbunden werden

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2623 08.06.2019, 08:22
9. Welch ein Wahnsinn

Ich erinnere noch sehr gut, als zur Zeit der Entscheidung hier im Forum diskutiert wurde. Und welch einer Überheblichkeit, Aggression und auch Dümmlichkeit alle Beiträge mit Nachdenklichkeiten von den Befürwortern kommentiert wurden. Gerne würde ich diese Leute heute wieder hier wahrnehmen, dabei sollten sie aber Glaubenssätze wie, "find gut" usw. weg lassen, sondern sich konkret daran erinnern, dass sie alle die nun eingetretenen Probleme als Unsinn wegwischten.

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