Forum: Wirtschaft
Milliardenprojekt: Bahn muss Notreserve von Stuttgart 21 anzapfen
Marijan Murat / DPA

Weil Baufirmen immer höhere Preise verlangen, muss die Bahn nach SPIEGEL-Informationen für ihr Milliardenprojekt Stuttgart 21 die Finanzreserve angreifen. Der Vorstand gibt trotzdem Durchhalteparolen aus.

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mullertomas989 08.06.2019, 10:39
110. Überprüfen Sie's - anhand der Schlichtungsvideos

Zitat von zensurgegner2017
Warum schafften es denn die K21 Fangruppe bei der Schlichtung nicht, die ganzen jetzt wieder erhobenen Behautungen substantiell nachzuweisen?
Fakt ist, dass die Bahn selber (also auch Volker Kefer) heute GEGEN S21 ist, bzw. mit heutigem Wissen damals sich GEGEN S21 ausgesprochen hätte. Mit anderen Worten: Die K21-Befürworter hatten damals recht, aber hätten Sie Heiner Geißler - bei allem Respekt - zugetraut, in diesem Informationsdschungel Lüge und Wahrheit zu unterscheiden??

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playstore.lg.p880 08.06.2019, 10:41
111. 8,2 Mrd.

für einen Bahnhof! krank, für das Geld hat man früher ganze Streckennetze gebaut...
und wer weiß wieviel von dem Geld in privaten Taschen versickert!
Wenn der neue Bahnhof wenigstens eine enorme Verbesserung wäre, aber selbst dass hat ja die Bahn schon zugegeben, dass dies nicht so sein wird. In meinen Augen nur wieder ein riesiges Umversteilungsprojekt von Staatsgeldern in private Taschen.

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herm16 08.06.2019, 10:45
112. Traufetter

sagt hier nur die halbe Wahrheit. Die andere sieht so aus, dass wegen dem Lärm extra leise Lkw angeschafft werden müssten. (Wunsch der Bürger), dass sich Anwohner neue Fenster (6000) vom Projekt gegönnt haben. Dass die Umpflanzung von Bäumen ca. 0,5 Mio gekostet hat, dass Eidechsen umgesiedelt werden, Kosten pro Echse 10 000?, dass sehr teure Schäden am Projekt verursacht wurden.

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Sendungsverfolger 08.06.2019, 10:51
113. Etwas mehr Ahnung

Zitat von Paddel2
S21 ist ein überregionales Großprojekt mit Trassenlegungen, Tunnelbauten und Brückenbauten durch das halbe Bundesland. Der Bahnhof in Stuttgart ist nur ein kleiner Teil davon. Die Idee, den Kopfbahnhof zu belassen würde die Preissteigerung nicht auffangen. Und zum Nutzen: der Stuttgarter Bahnhof hat mit seiner Nadelöhr-Architektur in der aktuellen Form ein entscheidendes Designproblem, bei dem Verspätungen zu Kettenreaktionen führen. Kaum ein Zug fährt dort pünktlich ab bzw. kommt pünktlich an. Dieser Effekt wird durch den Kopfbahnhof verstärkt. Der neue Bahnhof wird hier definitiv zu Verbesserungen führen. Ohne den neuen Bahnhof braucht sich niemand die Illusion machen, dass im Großraum Stuttgart mehr Menschen auf das Auto verzichten.
S21 ist keineswegs als "überregionales Großprojekt" angelegt. Es bedient und beschleunigt - wenn überhaupt - nur die Achsen Karlsruhe - München bzw. Mannheim - Stuttgart. Außerdem folgen in der Regel die Gleise den Bahnhöfen und nicht umgekehrt. Deswegen wäre es kein Problem gewesen den Fernverkehr mit einem Bahnhof am Flughafen zu versorgen - und das ohne teure Tunnel und Bergbewegungen. Insofern machen Ihre Aussagen keinen Sinn.

Der Personenverkehr des Großraumes Stuttgart wird auch - entgegen Ihren fälschlichen Aussagen - fast ausschließlich über den Nahverkehrsverbund bedient und nicht über die IC/ICE-Verbindung.

Ich hätte auch nichts dagegen, wenn S21 so 10 Mrd. Euro kosten würde, wenn ein volkswirtschaftlicher Effekt (und damit meine ich NICHT die Bedienung der Bauindustrie und des Immobilienmarktes) dagegen stehen würde, nur ist der aber hier nicht wirklich zu sehen.
Wo soll denn da der "echte" volkswirtschaftliche Vorteil sein? 30 Minuten Fahrtverkürzung von S nach M kasnn es ja wohl nicht sein.

Und das größte Problem, nämlich die "schnelle" Anbindung des Flughafens ist auch wieder versäumt worden. Wer nach Stuttgart will, arbeitet i.d.R. entweder dort - und dann nutzt er eh den Nahverkehr - oder er will zum Flughafen. So wie in Frankfurt.

S21 ist leider einfach ein Presigeobjekt unfähiger Entscheidungsträger und "Stars" der Stadtplanung. Und der Steuerzahler darf es ausbaden.

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luny 08.06.2019, 10:52
114. Volksbefragung

Zitat von G111
Die Bevölkerung BaWü hatte damals mehrheitlich FÜR das Projekt gestimmt und dass obwohl davor eine breite öffentliche Debatte stattgefunden hatte und die Risiken eigentlich alle bekannt waren. Hätte die SPD damals nicht so rumgezickt, wäre das Projekt nach der Abwahl von Mapus beerdigt worden. Jetzt sollte man nicht nur der Bahn den schwarzen Peter zuspielen. Neben der CDU und SPD in Land und Bund, hat da auch der Wähler eine Verantwortung ... selten wurde ein Infrastrukturprojekt in der Öffentlichkeit so intensiv diskutiert und Kosten / Nutzen transparent gemacht.
Hallo G111,

an der Stelle sei daran erinnert, daß die Volksbefragung so gestaltet war:

Wer mit JA stimmte, war gegen S21, wer mit NEIN stimmte, war für S21.

Ein paar Tage vor dem Termin der Abstimmung gab es eine Reportage des SWR. Bürger wurden gefragt, was sie denn ankreuzen werden.

Viele sagten, sie werden NEIN ankreuzen, weil sie ja gegen S21 seien.

Als der Reporter sagte, daß sie damit für S21 gestimmt haben, konnten das die meisten nicht glauben.

Die Fragestellung war von den S21 Befürwortern in der Landesregierung geschickt gemacht.

LUNY

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claus7447 08.06.2019, 10:54
115.

Zitat von zensurgegner2017
Grundsätzlich: S21 ist ein nicht mehr wegzudiskutierender Faktor Und es wird irgendwann fertig und wird Stuttgart und die Innenstadtinfrastruktur auf die nächsten 100 Jahre bestimmen. Und S21 wird Stuttgart besser in das Verkehrsnetz einbinden als es zuvor eingebunden war (und jaja, K21 hätte das bestimmt viel besser gekonnt, hätte hätte Fahrradkette) Und nun kann sich der Deutsche Wutbürger überlegen: A: Dagegen, protestieren, klagen wo es geht, behindern.... oder: B: Aktiv und konstruktiv das Beste aus der Situation machen Auch das Land sollte sich ernsthaft überlegen, ob es bei seiner Basta und Konstendeckel Haltung bleibt Was aktuell nämlich geschieht: Die meisten Mehrkosten beliben bei der Bahn hängen. Also spart die wo man nur kann, auch rechtlich kann. Da wird dann eine geplante Drehscheibe am FH weggespart, werden Anschlüsse mit dem nötigsten Minimum gebaut, wird bei Qualität der niedrigst machbare Standard gewählt Und alles nur wegen den Dickschädeln in Bürgertum und Politik Es gehört ganz dringend eine Kommission eingestezt in der nur Menschen sitzen dürfen, die neutral an die S21 Planung herangehen, und die für Stuttgart und Süddeutschland das optimale erzielen wollen. Was gerade geschieht ist die Zerstörung von S21 auf Jahrzehnte, zu Lasten des Volkes Geiz ist Geil
1. Das Thema ist gelutscht - point of return längst überschritten.

Ob es die Infrastruktur in Stuttgart verbessert wird sich zeigen. Solange der Hype Zuzug in Großstädte anhält ja - als Ex-Stuttgart-Zentrumsbewohner (Liederhalle) möchte ich da nicht mehr wohnen - ohne Klimaanlage im Sommer kaum aus zu halten. Aber jedem Tierchen sein Pläsierchen.

2. ob es besser wird - man wird sehen. Zumindest wird es noch genügend Strecken im Umland geben die auch 2025 nicht elektrifiziert sind - die keinen Zugang mehr haben. Zudem - ich warte dann auf die ersten Unfälle mit wegrollenden Kinderwagen, Rollstühlen etc. da die Bahnsteig-Neigung über das doppelte groß ist wie das EBA in ihrer Norm hat - Wer da gedreht hat - wird sich noch irgendwann verantworten müssen (vermutlich weiß er es nicht mehr oder ist Tod).

3. Mehrkosten: Sie schwafeln! Die DB ist Bundeseigentum und sie sollten wissen wer diese Kosten bezahlt: Sie und ich und jeder Steuerzahler. Also das Argument können sie sich xxxxxxxx

4. Die Folgen der Anbindung ist der Blindheit und Borniertheit der Polit und Wirtschaft geschuldet. Sie sollten wissen. Die beiden größten Treiber des Projekts waren Lothar Späth und Ezard Reuter!

Resultat:

Der Steuerzahler wird den staatlichen Institutionen immer weniger trauen und irgendwelchen Rattenfängern nachlaufen die nur populistische Parolen haben. Also das Misstrauen ist größer - finden sie das gut?

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floydpink 08.06.2019, 10:55
116. Ein Gutes...

... hat es:
Ich möchte gar nicht wissen, wieviele unsinnige Großprojekte durch die Katastrophen BER & S21 verhindert wurden.
(...und damit die Verschwendung von Milliarden Euro Steuergeldern).

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luny 08.06.2019, 10:55
117. Baustop

Zitat von dasbertl
Hunderttausende haben es der Bahn gesagt, jede Woche aufs Neue. Menschen wurden dafür verletzt und sogar geblendet. Ein 600 Jahre alter Stadtpark (Schlossgarten) mit geschützten Arten wurde quasi massakriert. Die Kostenplanung war von Anfang an ein Luftschloß. Und jetzt auf einmal fällt das auch der Bahn auf. Jetzt wo ein Baustopp definitiv nicht mehr in Frage kommt. Super...
Hallo Dasbertl,

ein Baustop wurde stets mit der Begründung abgelehnt, daß er teurer käme als der Weiterbau.

Das war gelogen.

LUNY

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st_anja 08.06.2019, 10:55
118. Unlogisch

Zitat von KR-Spiegel
Die alten Proteste sind doch absurd, denn bis 2050 soll sich der Bahnverkehr im Land verdoppeln können. Zudem soll die Bahn unökologische Inlandsflüge ersetzen, was bis 2038 zu 100% per Ökostrom erfolgen wird. Allerdings bauen die grünen Umwelthasser nicht mal den Flughafenhalt mit aus, trotz Forderung gemäß Schlichtung zu Stuttgarter21. Anti-Stuttgart21 ist so ewiggestrig wie D. Trunp, der auch Autos statt Bahn will.
Ich stimme Ihnen zu, dass mehr Bahn gefahren werden muss (sollte sie mal zuverlässiger werden).

Warum ausgerechnet Stuttgart 21 diesen Vorschlag unterstützen soll kann ich nicht nachvollziehen.
Es ist doch nachweislich bewiesen, dass nach dem Umbau S21 der Bahnhof weniger leistungsfähig sein wird.

Ihrer Argumentation nach sollte doch das Geld für die Verschlechterung der Leistungsfähigkeit des Bahnhofes im Rahmen von S21 besser für die Verbesserung der Zuverlässigkeit der Bahn investiert werden, damit mehr mit dem Zug gefahren werden kann.

Bei S21 wird sehr viel Steuergeld ausgegeben, damit WENIGER Züge abgefertigt werden können.

Wer sind denn jetzt die ewig Gestrigen ?
Doch wohl eher die Befürworter von S21. Eine effektiverer Bahnverbindung wird doch gerade durch diese für viel Geld zerstört !

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derspiegeldesspiegel 08.06.2019, 10:56
119. Teure Tunnel und Brücken

Also Spezialfirmen, und keine Firmen, die typischerweise sozialen Wohnungsbau betreiben. Nicht die Firmen sind zu teuer sondern die CDU hat absichtlich falsch kalkuliert. Fälscher eben. Lügenbande! Möge Baden Württemberg lange grün regiert bleiben. Als Junior Partner der Grünen ist die CDU ganz okay! Das Konzept wird auch nie funktionieren. Dafür sind einfach zu wenig Gleise verlegt. Aber Projekte werden von Managern beschlossen; und jene in der Politik waren in der Wirtschaft auch schon Versager!

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