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Milliardenprojekt: Bahn muss Notreserve von Stuttgart 21 anzapfen
Marijan Murat / DPA

Weil Baufirmen immer höhere Preise verlangen, muss die Bahn nach SPIEGEL-Informationen für ihr Milliardenprojekt Stuttgart 21 die Finanzreserve angreifen. Der Vorstand gibt trotzdem Durchhalteparolen aus.

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pförtner 08.06.2019, 10:59
120. Bauunwesen.

Einfach nur beschämend.
Einem Ingenieur ist nichts zu teuer und zu schwer.

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Elektricman 08.06.2019, 11:01
121. Und was ist jetzt an dieser Nachricht neu?

Bisher sind alle Prophezeiungen der Gegner eingetroffen und noch viel schlimmer, wie erwartet. Die DB kann froh sein, wenn dieses Projekt abgeschlossen ist. Die Lehre sollte dabei sein sich nicht auf die Politik zu verlassen. Denn nach 20 Jahren ist abzusehen, das Politiker nicht mehr da sind und deren Nachfolger wollen sich an den Kosten nicht mehr beteiligen. So können die beteiligten froh sein, wenn sie die Kosten noch im Griff behalten. Den Gegnern war klar, das selbst nach 100 Jahren die DB Probleme hat die Kosten einzuspielen. Denn bei Prestigeobjekten spielt Geld bekanntlich keine Rolle. Das lassen sich auch Bauunternehmen nicht zweimal sagen...

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hasselblad 08.06.2019, 11:02
122.

Jetzt meckern die Besserwisser und Ökonomie-Experten wieder mit unerträglicher Überheblichkeit das Internet voll, die niemals ein Großbauprojekt managen oder ein Budget größer als 25 Euro verwalten mussten, und wenn es dann fertig ist freuen sich doch alle. Ich nenne das den Elbphilharmonie-Effekt. Oder kürzer auch: "deutsch".

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st_anja 08.06.2019, 11:02
123.

Zitat von Objectives
Stuttgart 21 wird noch ein Milliardengrab werden. Und alle haben es kommen sehen. Wirklich alle?
...und ein S21 Gegner hat damals sogar für diese Lügen sein Augenlicht eingebüst, als Mappus die Demonstranten mit Wasserwerfen hat "wegschiessen" lassen.

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carlitom 08.06.2019, 11:02
124.

Zitat von ollifast
Das hat wenig mit Stuttgart 21 und "Durchhalteparolen" zu tun, die Baupreise sind konjunkturbedingt überall gestiegen. Im Tiefbau besonders, weil der Staat überall die Steuermehreinnahmen einsetzt - was grundsätzlich auch gut und gewollt ist. Es wird eben überall gebaut wie blöd. Die gute Baukonjunktur war aber nicht wirklich absehbar, denn zwischen erster Planung und Ausführung ist viel Zeit vergangen. Und das liegt auch an den ganzen Protesten und der daraus resultierenden Zeitverzögerung. Man kann aber jetzt nicht, wie manche Ewiggestrige das gerne hätten, alles einstellen. Dann brauchen wir gar kein großes öffentliches Bauvorhaben mehr angehen. Ja, es wird mehr kosten. Ist jetzt halt so.
Vollkommen korrekt zusammengefasst. Leider bleiben die meisten Kommentatoren - von Ahnung befreit - bei Stammtischsprüchen über dieses gewaltige Infrastrukturprojekt, das weit über die Landesgrenzen hinaus wirken wird.

Den Dummschwätzern, Pöblern und Erpressern ohne Ahnung haben wir (nur so nebenbei als nette Anekdote) u.a. nicht nur die Verzögerung, sondern auch so geniale Aktionen wie die Umsiedlung von Eidechsen an den Killesberg zu verdanken. Effekt: 15 Mio Euro, eine enorme Zeitverzögerung (das hat natürlich höhere Kosten zur Folge) und ... - jetzt kommts - keine Eidechsen am extra eingerichteten Habitat am Killesberg. Die wollen nämlich nicht dort wohnen, sondern suchen sich ihr neues Zuhause selbst. Das hätten sie natürlich auch getan, wenn niemand 15 Mio und viel Zeit fürs Einfangen und das Anlegen des künstlichen Habitats verwendet hätte. Das regelt die Natur ganz wunderbar. Aber wer wollte das damals hören?

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sty86 08.06.2019, 11:04
125. Die Anstalt

Es kam eine interessante Folge von "Die Anstalt" zum Thema S21. Danach sollte man sich fragen, warum überhaupt noch ein Cent in dieses zum Scheitern verurteilte "Projekt" investiert wird.

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luny 08.06.2019, 11:07
126. Bahnlobbyist

Zitat von j.polz
vornehmlich von der CDU fragen, warum denn wirklich das Projekt überhaupt begonnen, mit Gewalt durchgesetzt wurde und selbst vor der Abstimmung in Baden-Württemberg mit falschen, zu niedrigen Kostenprognosen gearbeitet wurde, wenn sich zwischenzeitlich die Argumentation der Projektgegner als weitgehend zutreffend herausstellt.
Hallo J.polz,

das kann ich Ihnen sagen.

Der CDUler Brunnhuber flog vor zig Jahren mit dem Hubschrauber über das Stuttgarter Bahngelände.

Er sah überall Gleise, Gleise und noch mehr Gleise.

Da kam er auf die geniale Idee, daß es doch viel lukrativer wäre, wenn dort lauter Gebäude für Gewerbe und Wohnungen stünden.

Da stand blöderweise der Stuttgarter Hauptbahnhof im Weg.

Was tun? Klar, der wird einfach nach unten verlegt, fertig.

Es ging um die Grundstücke der Bahn, es ging nie um einen super modernen Bahnhof.

Brunnhuber war Mitglied des Bundestages für die CDU und Bahnlobbyist.

LUNY

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elshi 08.06.2019, 11:07
127. Es wäre doch so einfach:

Also wenn sich die "Spezialisten" einig sind, daß die Kosten, sagen wir mal, 15 Milliarden ausmachen und das Projekt nach 5 Jahren fertig ist, dann kommuniziert man dem der zahlt, als dem Bürger und Steuerzahler: es wird 75 Milliarden kosten und in 20 Jahren fertig sein. Das kommt der Tatsache schon ziemlich nahe und man könnte dann ja frohe Kunde verbreiten, seht her, wir sind schon nach 18 Jahren fertig und es hat tatsächlich nur 75 Milliarden gekostet. Toll, wie wir das geschätzt und geplant haben. Statt dessen werden immer absurde Bauzeiten und Beträge genannt, die mit dem deutschn Baurecht nicht zusammen passen wollen, weil sich das halt im Laufe der Bauzeit von mehreren Jahrzehnten auch mal ändert.

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alt-nassauer 08.06.2019, 11:08
128. Was macht Zeitlich mehr Sinn?

Zitat von mullertomas989
Aber als Ergänzung (!) zum bisherigen HB. Um die Kapazität zu steigern und nicht, um sie zu senken! In Zürich macht das großen Sinn (auch in Hamburg sollte man über eine Ergänzung nachdenken), in Stuttgart aber gar keinen. In Stuttgart soll ein keistungsfähiger Kopofbahnhof durch einen weniger leistungsfähigen Durchgangsbahnhof ersetzt werden. Dümmer geht's nicht.
Kopfbahnhof oder Durchgangsbahnhof?

Ich würde immer mal behaupten der Durchgangsbahnhof bringt immer den Zeit Vorteil. Man muss nicht den Triebwagen (muss man beim ICE eh nicht mehr) wechseln. Aber der Triebwagenführer muss Position wechseln. Des weiteren und das sollte man wissen, dauert die Einfahrt in den Stuttgarter Kopfbahnhof ewig lange. Da ist man mit dem ICE von Limburg, schon fast am Frankfurter Flughafen (gefühlte Zeit).

Darum wäre es ja nicht gegangen... Es gab zu S21 in der Form auch andere Alternativen und nicht eine "Auflösung" und Freifläche schaffen für die Stadtentwicklung. Es wäre auch eine Variante möglich gewesen den Kopfbahnhof in der Form zu behalten und Durchgangsgleise zu schaffen

Denn auch am Frankfurter HBF (Kopfbahnhof) holt man Pläne aus der Schublade (Ende 70er - Anfang der 80er Jahre), um einen Teil der Verbindungen unter die Erde zu verlegen. Aber nicht den ganzen Bahnhof, um Freifläche zu schaffen um unter die Erde zu verlegen.

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carlitom 08.06.2019, 11:09
129.

Zitat von zia-zaruba
Hatte ich mal erwähnt, dass der Neue Bahnhof, direkt am Flugplatz gebaut werden müssen. NEIN, jemand hatte den alten Standort im Kessel erdacht und welche ECHTE Verbesserung wird es sein ? Weniger Gleiße, wieder da unten im Loch, der bald absaufen wird, beim nächsten Starkregen und von den Fluchtwegen erst gar nicht geredet.
Die Idee, den Bahnhof an den Flughafen zu bauen, wäre wirklich eine gute gewesen. Allerdings kam sie damals sicher zu spät, als Sie das vorschlugen. Denn das Projekt ist ja viel, viel älter.

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