Forum: Wirtschaft
Milliardenprojekt: Bahn muss Notreserve von Stuttgart 21 anzapfen
Marijan Murat / DPA

Weil Baufirmen immer höhere Preise verlangen, muss die Bahn nach SPIEGEL-Informationen für ihr Milliardenprojekt Stuttgart 21 die Finanzreserve angreifen. Der Vorstand gibt trotzdem Durchhalteparolen aus.

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jinxter 08.06.2019, 11:24
140. Teure Haltestelle

Wegen der starken Neigung von über 15 Promille wurde aus den Bahnhof ja kurzerhand eine Haltestelle... Wenn‘s nicht so traurig wäre könnte man drüber lachen

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alpenradler 08.06.2019, 11:24
141. Eine Farce

Das ganze ist eine Farce. Vergessen wir aber nicht, dass die Bevölkerung dafür gestimmt hat. Vielleicht, weil sie belogen wurden - von wem? Nun, es wird einige wenige Leuten geben, die von S21 profitieren und noch reicher werden als sie es eh schon sind. Riecht nach Oligarchie (wenige = griech. oligoi).

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luny 08.06.2019, 11:26
142. S21

Zitat von HanzWachner
...der Baugegner treffen alle nach und zu. S21 läuft in ein finanzielles Fiasko, das die Befürworter des Projekts immer abgestritten haben. Die Kostenentwicklung von ca. 4 Mrd. Euro bei Baubeginn 2010 zu 8,2 Mrd. Euro heute wurde bei der Schlichtungsverhandlung unter Heiner Geißler von Kritikern vorhergesagt, doch von Bahn und Landesregierung komplett geleugnet. Die 10 Mrd. Euro-Marke kommt langsam aber sicher in Sichtweite.
Hallo HanzWachner,

manche sagten, das Projekt heiße S21, weil es ca. 21 Milliarden EUR kosten wird.

Viele fanden das lustig und haben gelacht.

LUNY

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mullertomas989 08.06.2019, 11:26
143. Normalerweise ein Durchgangsbahnhof

Zitat von alt-nassauer
Kopfbahnhof oder Durchgangsbahnhof? Ich würde immer mal behaupten der Durchgangsbahnhof bringt immer den Zeit Vorteil. Man muss nicht den Triebwagen (muss man beim ICE eh nicht mehr) wechseln. Aber der Triebwagenführer muss Position wechseln. Des weiteren und das sollte man wissen, dauert die Einfahrt in den Stuttgarter Kopfbahnhof ewig lange. Da ist man mit dem ICE von Limburg, schon fast am Frankfurter Flughafen (gefühlte Zeit). Darum wäre es ja nicht gegangen... Es gab zu S21 in der Form auch andere Alternativen und nicht eine "Auflösung" und Freifläche schaffen für die Stadtentwicklung. Es wäre auch eine Variante möglich gewesen den Kopfbahnhof in der Form zu behalten und Durchgangsgleise zu schaffen Denn auch am Frankfurter HBF (Kopfbahnhof) holt man Pläne aus der Schublade (Ende 70er - Anfang der 80er Jahre), um einen Teil der Verbindungen unter die Erde zu verlegen. Aber nicht den ganzen Bahnhof, um Freifläche zu schaffen um unter die Erde zu verlegen.
Nur hier in Stuttgart nicht!! Denn es werden nicht nur die Bahnsteiggleise reduziert, sondern auch die Zufahrtsgleise (beides sind die großen Stärken des aktuellen Kopfbahnhofs!). Und nach realistischen (!) Simulationen kommt S21 niemals auf die rund 7 Züge pro Stunde pro Gleis. Hamburg und Köln sind die am meisten überlasteten Bahnhöfe in Deutschland und die schaffen es nur mit Ach und Krach und Doppelbelegungen auf rund 5 Züge pro Stunde.... Eine Ergänzung des Stuttgarter Bahnhofs durch 2 oder 4 Durchgangsgleise hätte man diskutieren können, aber zu welchem Preis? Und wie hätte man dann das Anhydritproblem lösen sollen? Wer sich eingehend und realistisch damit beschäftigt (das kostet aber Zeit!), stellt fest: Es ist ein krasse Fehlplanung.

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Koana 08.06.2019, 11:27
144. Geschickt?

Zitat von luny
Hallo G111, an der Stelle sei daran erinnert, daß die Volksbefragung so gestaltet war: Wer mit JA stimmte, war gegen S21, wer mit NEIN stimmte, war für S21. Ein paar Tage vor dem Termin der Abstimmung gab es eine Reportage des SWR. Bürger wurden gefragt, was sie denn ankreuzen werden. Viele sagten, sie werden NEIN ankreuzen, weil sie ja gegen S21 seien. Als der Reporter sagte, daß sie damit für S21 gestimmt haben, konnten das die meisten nicht glauben. Die Fragestellung war von den S21 Befürwortern in der Landesregierung geschickt gemacht. LUNY
... ich bin mir ziemlich sicher, damals schon war Kretschmann dabei, als man die Stimmzettel gestaltet hat, das war nicht geschickt, das war schlicht die komplette Verarsche.
Auch die Kampagnen waren bizarr, die S21 Gegner haben sich von ihren eigenen "Führungsspitzen" über den Tisch ziehen lassen - und das ist bei den Grünen ja schon immer so gewesen, dass Ideale als Slogan taugen, aber niemals als realpolitische Wirkung zeigen dürfen.

Kretschmann ist, wie ehemals Fischer ein echter Psychopath, und das ist ja gerade, die ganze Schar der Unter- und Unteruntergrünen, die Schar der Menschen, sie lassen sie gewähren, denn desto weiter es einer gebracht hat, uns sei es nur zu seinen 5000 Brutto, desto eher folgt er einem Verbrecher, als dass er seine 5000 Brutto riskierte - und so läuft das Spiel immer und immer weiter, bis mal wieder die Gier so extrem wird, dass keiner der Normalso mehr was zum beißen hat (oder künftig an der Drecksluft erstickt, an dem Drecksfraß erkrankt.... einfach so scheiße drann ist, dass er sozialen Selbstmord begeht, indem er noch übler Figuren besorgt, die dann Tabula Rasa - natürlich auch giergetrieben - veranstalten.)

Solange das Nutzmenschlein brav bleibt, bis es ausflippt, hat es nie eine andere Chance - erst wenn es sich gegenseitig erkennt, wenn aus dem Nutzmensch ein Humanist und sich gegenseitig achtender, mündiger Individualist wird, haben die Psychos ausgeschissen, denn dann wir man sie sofort aus dem Kreislauf der Arbeits- und Lebensteilung - der Ökonomie - ausschließen und in Therapie schicken. Momentan schickt man sie an die Spitzen der Macht, in allen Bereichen unseres Lebens, und die Menschen wissen das, doch sie schaffen es nicht, sich so zu vertrauen, so ihre kleine Gier zu durchschauen, als dass sie einen anderen Weg beschreiten könnten.

Hierzulande kann man unter dem Radar der Massenlenkunng zumindest ein alternatives Leben führen, dann ist eben so ein S21 nichts weiter als ein Happening der Korruption und ein leuchtendes Beispiel wie sich Menschen permanent und immer offensichtlicher komplett für dumm verkaufen lassen.

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Sendungsverfolger 08.06.2019, 11:27
145. Alle für Einen?

Zitat von hasselblad
Jetzt meckern die Besserwisser und Ökonomie-Experten wieder mit unerträglicher Überheblichkeit das Internet voll, die niemals ein Großbauprojekt managen oder ein Budget größer als 25 Euro verwalten mussten, und wenn es dann fertig ist freuen sich doch alle. Ich nenne das den Elbphilharmonie-Effekt. Oder kürzer auch: "deutsch".
"Alle" freuen sich über die Elbphilharmonie? Wen meinen Sie mit "Alle"? Mich wohl nicht und sicher auch nicht diejenigen, die das Ding aus Steuermitteln bezahlen durften, sich aber nie eine Konzertkarte werden leisten können.

Oder ist das so ein Begriff wie "das Volk" als Synonym für "Ich"?

Sind "wir" da nicht etwas selbstbezogen bei der Einschätzung. Oder kurz: arrogant und überheblich?

Man kann für oder gegen S21 oder sonstige Projekte sein. Andere Meinungen mit Überheblichkeit und Arroganz wegwischen zu wollen, wird aber nie zielführend sein. Es ist im Gegenteil nur ein soziophatisches Armutszeugnis.

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cobaea 08.06.2019, 11:29
146.

Zitat von carlitom
a) Nö, die Gegner bezogen sich immer auf so Absurditäten wie die Rettung des Bonatzbaus (Hauptbahnhofsgebäude im Nazi-Stil aus der Vor-Nazi-Zeit) und von Bäumen. Das Geld spielte in der ganzen Diskussion damals gar keine Rolle. b) Das Geld, das Baden-Württemberg - vom ersten Tag des Länderfinanzausgleiches als einziges Bundesland immer nur Geberland - in den Ausgleich eingezahlt hat und das gerne in so schwarzen Löchern wie Berlin versinkt, darf jetzt auch mal dem eigenen Bundesland zugute kommen. c) S21, als gewaltiges Infrastrukturprojekt (und nicht etwa nur als Bahnhof) ist mit dem BER nicht vergleichbar (nur im Vollsuff), denn S21 wird fertig und wird in Betrieb gehen.
Was Sie da behaupten ist der untaugliche Versuch, die S 21-Gegner als Deppen darzustellen. Tatsächlich argumentierten die Gegner immer schon damit, dass die Kostenangaben der DB falsch seien. 2008 präsentierten BUND und Grüne ein Gutachten, das von Kosten zwischen 6,9 und 8,7 Mrd. Euro ausging. Die Bahn schwor noch bei Baubeginn, es würden maximal 4,5 Mrd.
Zudem warnten die GenerInnen immer vor den Problemen beim Bau des unterirdischen Teils der Bahnlinie Richtung Ulm. Die Gegner hatten sich nie nur mit der Rettung des Bonatzbaus beschäftigt - es ging immer auch um die Kosten und Risiken - und darum, dass der unterirdische Bahnhof keine Kapazitätsausweitung gegenüber dem Kopfbahnhof bringen werde. Sämtliche dieser Kritikpunkte haben sich inzwischen bestätigt. Zudem prozessiert die Bahn immer noch mit dem Land Baden-Württemberg, das nicht bereit ist, die Kostenüberschreitungen mit zu bezahlen. Dieser Bau ist absoluter Unsinn.
Die DB hätte gescheiter den Ausbau der Rheintallinie zwischen Basel und Karlsruhe auf vier Spuren beschleunigt, damit endlich mehr Güterverkehr zwischen Italien und dem Norden auf die Schiene käme. Dieser Ausbau sollte 2014 fertig sein - inzwischen rechnet die DB mit 2034. Die Schweizer haben ihren Teil - samt Gotthardbahntunnel - längst fertig.

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luny 08.06.2019, 11:33
147. Kleine Brücke

Zitat von BurekTomate
Als Zuschauer merkt man dass sich so ziemlich jedes Projekt wie in Zeitlupe bewegt. Kleine Arbeiten im Rosensteinpark werden seit einem Jahr durchgeführt, momentan bewegt sich nichts.
Hallo BurekTomate,

hier dito. Bei uns wird eine kleine Flußbrücke ersetzt. Veranschlagte Bauzeit: ein Jahr.

Wenn sie in zwei Jahren fertig sein sollte, wird das bestimmt noch bejubelt.

LUNY

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peter.teubner 08.06.2019, 11:34
148. Kinder, man hat euch

veräppelt, die 21 bedeutet doch den Baupreis! nicht eine Jahreszahl.

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claus7447 08.06.2019, 11:36
149. Irrtum!

Zitat von carlitom
Die Idee, den Bahnhof an den Flughafen zu bauen, wäre wirklich eine gute gewesen. Allerdings kam sie damals sicher zu spät, als Sie das vorschlugen. Denn das Projekt ist ja viel, viel älter.
Sie hätten sich informieren können (wenn man will)

https://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgart_21

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