Forum: Wirtschaft
Milliardenprojekt: Bahn muss Notreserve von Stuttgart 21 anzapfen
Marijan Murat / DPA

Weil Baufirmen immer höhere Preise verlangen, muss die Bahn nach SPIEGEL-Informationen für ihr Milliardenprojekt Stuttgart 21 die Finanzreserve angreifen. Der Vorstand gibt trotzdem Durchhalteparolen aus.

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derhey 08.06.2019, 09:28
60. 2/3

fertig und schon muß der Notgroschen angegriffen werden? Aber alles ist im grünen Bereich? Man muß das einfach so stehen lassen und nachdenken über unsere Entscheidungsträger im Allgemeinen.

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BurekTomate 08.06.2019, 09:29
61. Alles noch viel schlimmer

Momentan ist es eine richtig dumme Zeit für Bauherren, denn gefühlt will jeder in Stuttgart bauen. Überall wo man hinschaut werden alte Häuser eingerissen um dort mehrere Appartements zu bauen... und dann kommt noch das ganz große Projekt Stuttgart 21. Ich glaube selbst die größten Pessimisten haben solch eine Situation in Stuttgart nicht vorausgesehen. Die einzigen die überglücklich sind, sind natürlich die Arbeitnehmer solcher Projekte. Momentan kann dort für wenig Arbeit richtig scheffeln.
Als Zuschauer merkt man dass sich so ziemlich jedes Projekt wie in Zeitlupe bewegt. Kleine Arbeiten im Rosensteinpark werden seit einem Jahr durchgeführt, momentan bewegt sich nichts.

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mullertomas989 08.06.2019, 09:33
62. Für den Bruchteil einer Sekunde ....

... hab ich gelesen: "Bahn muss Notbremse bei Stuttgart 21 ziehen".
Schön wär's. Die Schnellfahrstrecke nach Ulm ist zwar gut und richtig. Aber die Tieferlegung des Bahnhofs ist ohne jeden Sinn und Verstand (Anhydrit, Gleisneigung, Kapazität usw.). Die Kritiker hatten recht!

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mucschwabe 08.06.2019, 09:34
63.

Ha no! Im Vergleich zum BER a Schnäpple!

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dies-und-jenes 08.06.2019, 09:34
64. Erstmal Abwarten das ist noch ok

Die Preisteigerung beträgt ca. 30%.
Das ist viel aber nicht unüblich. Man muss allerdings auch schreiben wie das bei den Planungen läuft:
Wenn der Projektmanager sagt es kostet 10Mrd, wird das Projekt nicht abgegangen - also wird es "realistisch kleingerechnet", denn alle sind dich einig, dass was gemacht werden muss. Dann stimmen alle (ängstlichen) Stakeholder zu - grad wenn sie in "mutigen" Behörden sitzen.
Ausserdem, Kritik an den Kritikern:
1. Deutschland muss in die Erneuerung seine Infrastruktur investieren.
2. Inventionen sind teuer auch wenn man, und grade weil man den Umweltschutz berücksichtigen will. Das macht ein Industrieland aus - es kann beides, aber es ist teuer.
3. Infrastrukturprojekte sind Projekte die sich langfristig auszahlen- nicht in 1 Jahr, 3 Jahren oder einer Legislaturperiode.
4. Inventionen, gut geplante, "müssen" auch teuer sein, das sind nämlich Konjunkturprogramme. Die Politik muss nur zusehen, dass das ganze Geld auch bei kleineren Leuten ankommt. Das ist wichtig.
5. Investionen fördern Innovationen
Beispiel: erste Bahn Nürnberg- Führt, Transportgut 2 Biefässer - hätte man damals das Geschrei wie oben gemacht....hat sich übrigens auch erst Jahrzehnte später "gerechnet".
Fazit: Mal locker bleiben, wir brauchen gut und schöne - hoffentlich auch mal schnelle (lerne von Frankreich) Zugverbindungen. Am besten die neusten vom neusten beim maximalen Umweltschutz und Effizienz. 0.5 Mrd bis 10Mrd sind da "Peanuts" auf die nächsten 20 Jahre. (Aufbau Ost- 2 Billionen, oder so)

Schönen Tag noch an die Ängstlichen, mit 3 Jahres Zeitraumplanung Denken.;)

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VolkmarEilers 08.06.2019, 09:35
65. Das wusste man alles vorher

Wie wäre es, wenn die Medien mal einen Blick in die Vergangenheit werfen würde, wer (auch welche Partei) welche Prognose abgegeben hat und wer offenbar Recht behalten hat bzw. wer Recht behalten wird. So etwas ist für die Meinungsbildung in einem demokratischen Staat essentiell!
Und wenn jetzt sogar der Nutzen teilweise infrage gestellt wird, dann könnte man die Krise bekommen, welche Ideologen dort Entscheidungen fällen.
Also: Welche Personen / welche Parteien haben daran maßgeblich Anteil? Denn die haben gezeigt, dass sie letztlich unwählbar sind. Oder möchte man als Medien an die Verantwortlichen nicht ran?

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zensurgegner2017 08.06.2019, 09:35
66.

Zitat von Frauenversteher007
Da wurde doch so eine Schau abgezogen damals mit dem Heiner Geißler und was ist heute? Irgendwie doch genau das, was die Gegner damals vorher gesehen haben! (ähnlich, wie beim BER)
Sie lassen nur zwei Dinge weg

1: Alle Gegner auf dem Erdball sagen immer:

Das andere Projekt, das bekämpft wird, taugt nix, wird teurer, wird nicht rechtzeitig fertig

2: Da deren Wunschprojekt nicht zum tragen gekommen ist weiß auch keiner, ob das Alternatovkonzept nicht genau so teurer geworden wäre etc etc

Grundsätzlich: Ein Gutteil der Mehrkosten bei S21 kommt zustande durch:

A: Jahrelange Bauverzögerung
B: Dauerklagen des Volkes

Macht es nicht besser, aber solange in Deutschland nach "Volksentscheiden" Klagerechte nicht massiv beschnitten werden , solange geht nichts mehr

Kein Privatinvestor traut sich doch noch an Projekte ran, bei dem Klagen mal schnell, 3, 4 Jahre Verzögerung bedeuten.

So oder So: Stuttgart ist verkehrstechnisch auf dem Stand der 70er Jahre
Eine der schlechtesten Infrastrukturen betreffend Individualverkehr, ein ÖNVP der an der Oberbelastungsgrenze fährt etc etc
S21 ist eine einmalige Gelegenheit
Wird aber totgespart, und jede sinnige Ergänzung wird aktuell gestrichen und nicht gemacht, da man keine Zeit hat für die ganzen klagewütigen Wutbürger, die dann das Komplettpaket behindern

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claus7447 08.06.2019, 09:37
67. Es wird nicht ausreichen

S21 wird das politische Massengrab. Aber dies war vor Baubeginn allen klar. Warum die lokale SPD dieses hanebüchene Projekt mitgetragen hat ist unbegreiflich. Aber nun zu spät!

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oisndoivnpsdv 08.06.2019, 09:38
68. Immer das Gleiche

Und die Kritiker und Demonstranten sind seinerzeit mit Wasserwerfern weggepustet worden. Unvergessen der ältere Herr, der dabei sein Augenlicht verloren hat. Aber die Taschen wurden gefüllt und wieder hat niemand die persönliche Verantwortung für diesen Wahnsinn. Man will es kaum glauben, aber es passiert immer wieder.

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next 08.06.2019, 09:39
69.

Zitat von bessernachgedacht
... Wer sich mal die bedeutendsten Metropolen der Welt anguckt wird feststellen, dass dies immer mit einer aufwändigen und zum größten Teil unterirdisch liegenden ÖPNV-Infrastruktur einhergeht. Städte, die sich dem verweigert haben, sind grundsätzlich abgehängt. ...
Hier geht es nicht um Stadtbahnen, sondern um einen Hauptbahnhof.

Und nun erklären Sie doch bitte dem interessierten Leser, ob Paris, London, Madrid, Brüssel, Zürich oder Kopenhagen einen unterirdischen Hauptbahnhof haben!


PS: Entschuldigung, natürlich haben mehrere der genannten Städte gar keinen Hauptbahnhof - aber das ist bei Ihrer Argumentation sicher ohnehin belanglos.

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